Monday, October 31, 2005

Party with Paavo as College Nite at the CSO Kicks Off November 11

First the orchestra, then the band!

College Nite at the CSO is back for its fifth season. This popular concert with after-party event just for college students includes a Cincinnati Symphony Orchestra performance at Music Hall led by Paavo Järvi, post-concert party in Corbett Tower with free food, live band, prizes, cash bar and the opportunity to mingle with Paavo Jarvi, guest artists and members of the CSO. College Nite at the CSO kicks off November 11 at 8 pm with Janine Jansen, a gifted young violinist making her U.S. debut performing the Violin Concerto in D Major by Tchaikovsky. Additional College Nite events are scheduled for January 14 and March 4, 2006.

College Nite at the CSO is a fun and affordable experience. College Nites also generate awareness of the CSO’s $10 student ticket for all CSO concerts. More than 2,000 students have participated in College Nite at the CSO since its inception in 2001.

Learn more about the music at Classical Conversations one hour before the concert. Classical Conversations, a series of engaging pre-concert discussions, will be hosted by Paul Patterson, CSO violinist (November 11); Betsy Wiseman, Curator of European Art for Cincinnati Art Museum (January 14); and CSO Associate Conductor John Morris Russell (March 4). Classical Conversations are presented by Joseph-Beth Booksellers.

Each College Nite after-party in Music Hall’s Corbett Tower features a live local band. This season’s lineup is The Gregory Morris Group (November 11); John Zappa Quartet (January 14); and iZUMBA! (March 4).

Student tickets are $10 and are available the week of the concert in person at the CSO Sales Office, over the phone at 513-744-3590, or online at cincinnatisymphony.org (limit two tickets per valid student ID).

Friday, November 11, 8 pm

Sibelius: Tapiola
Tchaikovsky: Violin Concerto in D Major (Janine Jansen, violin)
Nielsen: Symphony No. 6 (Sinfonia semplice)

Saturday, January 14, 8 pm

Britten: Four Sea Interludes from Peter Grimes
Ravel: Piano Concerto for Left Hand in D Minor (Pierre-Laurent Aimard, piano)
Hindemith: Mathis der Maler

Saturday, March 4, 8 pm

Weber: Overture to Euryanthe
Brahms: Concerto for Violin and Cello in A Minor, Double (Christian Tetzlaff, violin;
Tanja Tetzlaff, cello)
Schumann: Symphony No. 3 in E-flat Major (Rhenish)

Sunday, October 30, 2005

CONCERT REVIEW: Dresdener Regionalmenü

Paavo Järvi und Yundi Li mit der Sächsischen Staatskapelle im Stuttgarter Meisterkonzert

Von Erwin Schwarz
Esslinger Zeitung, 28.10.2005

Stuttgart - Was als Programm für ein Hauskonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden taugen könnte, lässt sich auch für eine Tournee verwenden. Zwar fehlte Richard Strauß, aber Schumann, Liszt und vor allem Wagner als Chefdirigent haben zu ihrer Zeit in Elbflorenz Station gemacht. So eröffneten die Gäste das zweite Stuttgarter Meisterkonzert im Beethovensaal mit dem Parsifal-Vorspiel, das der Tourneedirigent Paavo Järvi mit sehr gemessener Gestik in dynamische Portionen und musikalische Symptome stückelte. Der schnell bekannt gewordene Mann aus Estland und die aufmerksam folgenden Dresdener schienen ihre Energien für den zweiten Teil des Abends aufzusparen. Mit dem Chinesen Yundi Li hatten die Sachsen einen Pianisten als Tourneebegleiter ausgesucht, den seine deutsche Schallplattenfirma als Ausnahmeerscheinung im Bereich der Virtuosenliteratur vorstellen möchte. Mit dem ersten Klavierkonzert von Franz Liszt machte er denn auch Furore am Steinway.
Jungenhafte Emphase

Er spielte mit jungenhafter Emphase und blieb technisch auf der Spur des Komponisten. Allerdings waren sein rechter Schuh und das Haltepedal des Flügels fast untrennbar im Dauerverbund, was Akkordschläge nachklirren und die Skalenläufe verschwimmen ließ. Man darf dem 23-Jährigen Talent unterstellen. Durch die Konzentration auf kürzere Abschnitte im Solopart bemühte er sich, das Ausufernde im Stil des Komponisten zu zähmen und sich nicht allein auf die Verblüffung des Publikums durch manuelle Vehemenz zu verlassen. Aber für den ganz großen Wurf wird er sich noch eine Entwicklungszeit nehmen müssen (Zugabe: "Sunflower" von Ling-er-yao).

Die zweite Sinfonie von Robert Schumann brachte die erwartete gestalterische Steigerung ins Spiel der Sächsischen Staatskapelle. Nach dem ökonomisch gezügelten Kopfsatz kehrte temperamentvolle Lockerung schon im Scherzo ein. Paavo Järvi wirkte wie elektrisiert, und auch die Musiker schienen nun entschlossen, nach dem herbstfarbenen, etwas pathetischen Beginn die als Klagewerk Schumanns einst depressiv eingestufte C-Dur-Sinfonie dynamisch zu bewegen und im Finale dramatisch aufzugipfeln. Energievolle Eleganz im Streichersatz und Bläser in Bestlaune fügten sich klanglich ausdrucksstark zusammen. Zugabe: wieder einmal der fünfte Ungarische Tanz von Brahms.

Friday, October 28, 2005

CONCERT REVIEW: Kühle Eleganz und feuriger Pep

Staatskapelle Dresden und Pianist Yundi Li eröffnen in Regensburg Odeon-Konzertsaison
Von Andrea Prölß
Oberpfalznetz, 28.10.2005

Regensburg. Alles deutete zunächst auf einen verhaltenen Start in die Konzertsaison. Das lag zum einem am Programm. Richard Wagners "Parsifal" Vorspiel, "eines der schönsten Klangdenkmäler, die zum unvergänglichen Ruhm der Musik errichtet worden sind". Niemand wagt hier Claude Debussy zu widersprechen, aber als repräsentatives, glanzvolles Eröffnungsstück hatte der eine oder andere Konzertbesucher doch etwas anderes erwartet, als Wagners Weihrauch geschwängerter, poetisch entrückter Blick auf die Grals-Legende. Zum anderen zeigte sich aber auch die mit viel Spannung erwartete sächsische Staatskapelle Dresden zu Beginn des Abends noch nicht in Bestform.

Biederes, dem es an innerer Spannung mangelte. Erst nach der Pause demonstrierte man, auf welch hohem Niveau sich dieses traditionsreiche Orchester bewegt. Zuvor jedoch präsentierte sich Yundi Li, seit dem Gewinn des Warschauer Chopin-Wettbewerbs "Shooting-Star" am Nachwuchs-Pianistenhimmel, mit dem Klavierkonzert Es-Dur von Franz Liszt. Technisch virtuos, in vielen Passagen jedoch ohne die nötige Ausdruckstiefe. Statt heroischem Grundton, locker elegantes, bisweilen etwas kühles Spiel, das aber auch bezaubernde Momente in sich barg, wie zum Beispiel das innige Wechselspiel von Klarinette und Klavier im ersten Satz. Als Zugabe, spielerisch Leichtes aus Yundi Li's Heimat.

Romantische Ausdruckstiefe dagegen mit Robert Schumanns C-Dur-Sinfonie. Ein gegen Krise und Schmerz anprangerndes, dem Schicksal abgetrotztes, musikalisches "Jetzt erst recht!". Damit hinterließen die Dresdner unter dem charismatischen Dirigat von Paavo Järvi nach der Pause nachhaltigen Eindruck. Höhepunkte, das feurig elegante Scherzo, der tiefsinnige Adagio-Satz, von Järvi wohltuend zügig genommen und von falschem Sentiment befreit, sowie der stürmisch schwungvolle Finalsatz, der diese Durch-Leid-Zum-Licht-Sinfonie emphatisch krönt.

Vom festlich gestimmten Publikum, das vor der Pause eher artig applaudierte, begeistert aufgenommen. Begeisterung vollends bei der Zugabe, "dem" Ungarische Tanz von Johannes Brahms, der, mit Applaus heischendem, feurigem Pep und Paprika serviert, für den eher verhaltenen Konzertbeginn entschädigte. Ende gut, alles gut.

Tuesday, October 25, 2005

CONCERT REVIEW: Temperatur steigend

Paavo Järvi mit der Staatskapelle Dresden
Von Markus Thiel
Münchner Merkur Online, 24.10.2005

Kürzlich dirigierte er die Münchner Philharmoniker, im Dezember leitet er das Akademiekonzert an der Staatsoper, und soeben betreute er die Stippvisite der Staatskapelle Dresden im Gasteig: Paavo Järvi aus dem Weg zu gehen, ist derzeit schwer. Das macht ja auch gar nichts, einen solchen uneitlen wie intensiven Gestalter wünscht man sich doch für jedes Konzert. Und besonders interessant wird's, wenn vor ihm ein Orchester wie jetzt das Dresdner sitzt, das mit einer unvergleichlichen Spielkultur gesegnet ist: Hebt die Staatskapelle an, steigt die Saaltemperatur gleich um ein paar wohlige Celsius-Grade.

Robert Schumanns zweiter Symphonie stand dieser warme, homogene Klang, in den Solo-Passagen sanft eingebettet werden, ausgesprochen gut. Järvi zielte auf Spannkraft, auf eine frische, straffe Wiedergabe, staffelte Struktur und dramatische Entwicklung souverän und steigerte Kopfsatz und Scherzo ins Furioso, ohne alles zu überreizen. Nicht immer folgten ihm die Dresdner mit der gebotenen Wendigkeit, Järvi musste oft antreiben - eine schlankere Besetzung hätte da wohl besser gepasst.

Ruhig, ohne pathetische Verbreiterung entfaltete sich vor der Pause das Vorspiel zu Richard Wagners "Parsifal" - ein eigenwilliger Aperitif zum ersten Klavierkonzert von Franz Liszt. Yundi Li, vom begehrlichen Klassikmarkt als neuer Wundermann aus China ausgerufen, erfüllte viele Erwartungen. Denn erstaunlich war es schon, mit welcher Lockerheit der 23-Jährige dem Brocken begegnete. Wie er, anders als Landsmann Lang Lang, nicht den Showman gab, sondern das Werk ohne Äußerlichkeit, mit drahtiger Eleganz und großer tonlicher Prägnanz meisterte.

Manch einer mochte da mehr "dunkle" Stofflichkeit erwarten, Yundi Lis virtuose Selbstverständlichkeit war dennoch ein Ereignis. Begeisterung im schütter besetzten Saal - das mit Terminen verstopfte Konzertwochenende forderte wohl seinen Tribut.

Monday, October 24, 2005

CONCERT REVIEW: Virtuoser Pianist, selbstbewusstes Orchester

Die Sächsische Staatskapelle Dresden gastierte in der Kölner Philharmonie.

Der elegante Jüngling versteht zu imponieren: Yundi Li, Jahrgang 1982, der neben Lang Lang zurzeit höchstdekorierte Pianist aus China. Zur Eröffnung des Zyklus „Sachsens Glanz“ gab er Kostproben enormen technischen Könnens und empfindsamer Musikalität nun an einem Werk, das gemeinhin im Ruf exzessiven und anrüchigen Virtuosentums um seiner selbst willen steht, an Franz Liszts erstem Klavierkonzert in Es-Dur.
Virtuoser Pianist, selbstbewusstes Orchester
Von Gerhard Bauer
Kölner Stadt-Anzeiger, 23.10.05

Doch bei Yundi Li kündeten Oktaven- und Akkorddonner von Gedanken- und Willens-, nicht von Muskelkraft. Die lyrischen Partien hatten zarte Energie, wuchsen nirgends in Süßliche und Ölige. Und alles geschah leicht, freudig, schwerelos. Der exzellente Eindruck, den Yundi Li schon mit einer Liszt-CD (u. a. die h-Moll-Sonate) hinterlassen hatte, fand volle Bestätigung.

Die Sächsische Staatskapelle Dresden, das große Traditionsinstrument aus Deutschlands Osten, assistierte dem Solisten mit Einfühlung, ohne auf eine eigene Meinung zu verzichten. Der Dirigent Paavo Järvi hielt die Zügel geboten locker, hatte auch beim Vorspiel zum ersten Akt von Wagners „Parsifal“ und bei der zweiten Sinfonie von Schumann viel Vergnügen an der Balance von (behutsamer) Steuerung und (maßvoller) Anfeuerung.

Beide Stücke kamen wie aus einem Guss, besonders eindrucksvoll und bewegend geriet der langsame Schumann-Satz. Insgesamt allerdings hatten die Dresdner in der Ausführung von Järvis Konzept nicht so viel Fortune wie in Anlage und Aufbau. Da gab es leider manch grobes Detail in Klangkultur und Präzision. Dennoch viel Jubel, belohnt mit einem „Ungarischen Tanz“ von Brahms.

Sunday, October 23, 2005

Cincinnati Pops tour China!

Paavo must be really proud of Maestro Erich Kunzel and the Cincinnati Pops (also known as the Cincinnati Symphony Orchestra in their other incarnation!). These reports on their concerts from Janelle Gelfand of the Cincinnati Enquirer who is accompanying them on their first-ever tour of China are tremendously exciting and make it seem like we are there, too!
Pops orchestra greeted with cheers, multiple encores (10/22/05)

Pops concert wows audience at Great Hall (10/23/05)

Movie tunes move Shanghai audience (10/25/05)

Pops feeds hunger for Western culture (10/26/05)

Read Janelle's travel blog about the tour and leave comments for her here.

Classical music thrives because of two women


Classical music thrives because of two women


By Janelle Gelfand and Cliff Peale
Cincinnati Enquirer, 10/23/05

Every local arts group knows that without the support of Louise Dieterle Nippert and Patricia Corbett, now both in their 90s, the region's cultural community would not exist as it does today.

Their names are prominently displayed on buildings - from the University of Cincinnati's Dieterle Vocal Arts Center (next to Nippert Stadium) and the College-Conservatory of Music's Corbett Center for the Performing Arts to Northern Kentucky University's Patricia A. Corbett Theater.

The grande dames' styles of giving have always been strikingly different, Nippert usually preferring to remain anonymous (although she allowed the Cincinnati Symphony Orchestra to acknowledge she paid for a new $1.5 million acoustical shell), and Corbett presenting her gifts with fanfare.

"With Louise and Pat, when things got really desperate, the checkbook would come out," says Christine Nichols of Kenwood, a longtime symphony goer and board member of Matinee Musicale, a 95-year-old recital series that survives largely on the largesse of Nippert.

Both have done it because of their deep love for the arts - particularly music - and a devotion to the city. Nippert studied voice at the conservatory and performed as a soloist with the Cincinnati Symphony Orchestra in Music Hall, where she still enjoys concerts weekly in her private box. Corbett was a singer of musical theater who, until recently, never missed a show at CCM or a performance in Music Hall from her center front-row seat.

In the 1960s and early '70s, Patricia Corbett and her philanthropist husband, J. Ralph Corbett, poured millions into Music Hall, then crumbling in a period of decline.

The Corbett Foundation has given $65 million to local arts, education, medical and other causes since Patricia and J. Ralph Corbett established it in the 1950s.

"When the Corbetts started their foundation, they had sold their (NuTone) company. They kept half the profits and put half in a foundation. That's a pretty big gift," says Karen McKim, executive director.

All that remains, $14 million, will be spent down within the next few years, she says.

Some of Nippert's gifts are given through a charitable foundation established in 1981. The foundation holds close to $12 million in assets and gave more than half a million dollars to charitable causes last year. That doesn't include Nippert's personal gifts, says Carter Randolph, one of the foundation's trustees.

Thursday, October 20, 2005

Chicago SO eases deficit with cutbacks, donations

The Chicago Sun-Times' Wynne Delacoma reports on the Chicago Symphony Orchestra's box office trends and financial status in CSO eases deficit with cutbacks, donations (10/20/05). Of interest to Paavo fans is this section:
Daniel Barenboim, CSO music director since 1991, leaves his post in June, and the search for a successor is continuing slowly. The CSO released some information about its 2006-07 season, including a long list of guest conductors, such as Paavo Jarvi, Bernard Haitink, Christoph von Dohnanyi, Myung-Whun Chung, Semyon Bychkov, Charles Dutoit, Riccardo Muti, Kent Nagano, David Robertson, Esa-Pekka Salonen and Mitsuko Uchida.

World premieres of CSO commissions by Christian Lindberg, Jeffrey Mumford, James Primosch and Mark-Anthony Turnage are also on the schedule.

Tuesday, October 18, 2005

CONCERT REVIEW: Yundi Li and Staatskapelle Dresden

Er macht aus Liszt wieder Musik
Von Peter Zacher
Sächsische Zeitung, 19. Oktober 2005

Sinfoniekonzert. Der chinesische Jungstar Yundi Li gibt mit der Sächsischen Staatskapelle sein Dresden-Debüt.

Dresden erlebt einen wahren Ansturm chinesischer Musiker: Lang Lang, Chen Yi, Mira Wang und jetzt im 4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Yundi Li. Der 23-jährige Pianist wird nicht nur in China als Jungstar gefeiert, auch in Europa kann man den Eindruck gewinnen, er würde wie eine Popikone aufgebaut. Sein gutes Aussehen und sein Wissen darum und um die Eleganz seines Auftretens machen das leicht.

Die Begegnung im Konzert zum Auftakt einer Deutschland-Tournee mit der Kapelle zeigte Yundi Li in einem äußerst positiven Licht. Das Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur von Franz Liszt ist zwar nicht geeignet, die geistige Bewältigung eines Werkes durch den Solisten zu beweisen, aber der Ansatz, mit dem sich der Pianist diesem zwar berühmten, aber jenseits des Virtuosen nicht sonderlich gehaltvollen Konzert genähert hat, war deutlich erkennbar und sympathisch.

Yundi Li ist kein Pianist, der sich selbst inszeniert, unsensibel drauflos donnert und sich an Oktavkaskaden berauscht. Eher war bei ihm ein Zug zum Verträumten zu erleben, das vielleicht sogar etwas von Introvertiertheit an sich hat. Sein Spiel war uneitel und ohne jede auftrumpfende Attitüde. Oft suchte er den Blickkontakt mit dem aus Estland stammenden Dirigenten Paavo Järvi (43), mit dem er offensichtlich eine gemeinsame Basis gefunden hatte. Im Mittelsatz schuf er eine schöne lyrische Atmosphäre, und das Finale ließ an einen bösen alten Kommentar denken, mit einem solchen Pianisten „könnte man aus Liszt wieder Musik machen“. Bezaubernd leicht war die Zugabe, in der es um chinesische Blumen geht.

Järvi ging auch mit den reinen Orchesterwerken überzeugend um, obwohl das Vorspiel zu Wagners „Parsifal“ mit dem permanenten so genannten Dresdner Amen einem Dirigenten nicht viel Gestaltungsraum eröffnet. Um so intensiver präsentierte Järvi dann aber Schumanns 2. Sinfonie, die er im Allegro energisch zupackend spielen ließ. Unruhe und Angst wurden im Scherzo hörbar, bis das himmelstürmende und sieghafte Allegro molto vivace für einen mitreißenden Schluss sorgte.

Saturday, October 15, 2005

Paavo On Tour with the Staatskapelle Dresden

Paavo will conduct the Staatskapelle Dresden this week with guest artist (and international babe magnet) Chinese superstar Yundi Li. Tourdates are Sunday, October 16, Monday, October 17, and Tuesday, October 18 in Dresden, Germany; Thursday, October 20 in Hamburg; Friday, October 21 in Cologne; Sunday, October 23 in Munich; Monday, October 24 in Nurnberg; Wednesday, October 26 in Frankfurt; Thursday, October 27 in Stuttgart; and Friday, October 28 in Essen. The program for this tour consists of Wagner's Prelude to Parsifal, Act 1; Liszt's Piano Concerto No. 1 (Yundi Li); and Schumann's Symphony No. 2.

Yundi Li: Virtuos, aber mit Format und Poesie


Von Christoph Forsthoff
Dresdner Neuste Nachrichten

Ja, gibt Yundi Li unumwunden zu, er genieße es schon, wenn das Publikum bei seinen Auftritten außer sich gerate, die Fans regelrecht "crazy" würden. "Schon verrückt, wenn einige Mädchen mir bei meiner Tour durch Japan nachgereist sind und ich nach all meinen Konzerten immer wieder diese selben Gesichter gesehen habe..."

Dabei ist Yundi Li "nur" Pianist, turnt nicht über die Bühne wie Robbie Williams, sondern spielt Chopin und Liszt - des letzteren 1. Klavierkonzert auch bei seinem Gastspiel unter Paavo Järvi ab Sonntag bei der Sächsischen Staatskapelle in der Semperoper. Doch in Asien ist der 22-jährige Chinese ein Superstar, kann der smarte Flügel-Flitzer kaum über die Straße gehen, ohne dass es zu Aufläufen begeisterter Fans kommt. Vor drei Jahren schoss sein Debütalbum in den taiwanesischen Pop-Charts auf Platz sechs, in Hongkong kam es zur Massenhysterie, als der Tasten-Stürmer 14 Tage nach Veröffentlichung Platin für 50 000 verkaufte Alben erhielt. Was der Künstler so kommentiert: "Schön, dass es so viele Menschen gibt, die meine Musik lieben - oder was auch immer..."

Ihn natürlich - auch wenn sich auf seinen weichen, androgynen Gesichtszügen nur ein großes Fragezeichen zeigt bei der Frage nach Klassik-Groupies. Denn spätestens seit seinem Werbespot für eine Handy-Firma ist der attraktive Klavier-Knabe in Asien zum Teenie-Schwarm avanciert (und sein letztjähriger Clip für Nike mit Radsport-Gigant Lance Armstrong hat gleich für den nächsten Popularitätsschub gesorgt), herrscht bei seinen Konzerten Massenandrang, und nicht nur junge Mädchen feiern den Chinesen wie einen Popstar. "Einige von ihnen haben nie zuvor klassische Klavierstücke gehört - und nun erzählen sie mir, wie sehr sie meine Musik mögen: Das macht mich schon sehr glücklich."

Und erst recht die Klassik-Branche: Denn der Junge aus dem kleinen Dorf Chongquing im Süden Chinas hat im Oktober 2000 die Klavier-Welt auf den Kopf gestellt, als er nach Warschau kam, 97 andere Teilnehmer aus dem Feld spielte und beim berühmten Chopin-Wettbewerb siegte. Und die Juroren staunen ließ, dass sich da kein stupend-perfekter Techniker präsentierte, sondern ein Chopin-Virtuose von Format, Geschmack und Poesie. "Ich fühle mich bei Chopin sehr wohl", meint Yundi Li - und fügt hinzu: "Er ist ein sehr emotionsbetonter und romantischer Mensch, dessen Musik direkt ins Herz geht." Sätze, die auch die Deutsche Grammophon freuen dürften, wo er sich nach Liszt und Chopin nun an Mozart und Schumann wagt.

Sonntag, 11 Uhr, 17. und 18. Oktober, jeweils 20 Uhr in der Semperoper: Yundi Li (Klavier), Sächsische Staatskapelle Dresden, musikalische Leitung Paavo Järvi, Auf dem Programm stehen neben Liszts 1. Klavierkonzert Wagners Vorspiel zu "Parsifal" und Schumanns 2.Sinfonie.

Karten: 0351 /49 11 705
letzte Aktualisierung von 14.10.2005

Wednesday, October 12, 2005

CD REVIEW: Tuur: Exodus

From The New Music Connoisseur comes this review by David Cleary of Paavo's recording of Erkki-Sven Tuur's Exodus and Violin Concerto with the City of Birmingham Symphony Orchestra and soloist Isabelle van Keulen:
Erkki-Sven Tuur : Exodus
ECM New Series 1830 — Time: 61:09

Judging from this release, the prolific and remarkable mid-career Estonian composer Erkki -Sven Tuur is eminently worth discovering.

The three selections here, all for orchestra, show oblique traces of other tonemeisters while fashioning a style that easily transcends anybody else's oeuvre to project a distinctive and compelling voice. Berio's and Ligeti's virtuosic large ensemble compositions are in Tuur's ear as is minimalism from both sides of the Atlantic. Touches of Schnittke and Ades can also be discerned, but this Estonian's technical facility outpaces either of them. The music is not tonal, but does bear scalar fingerprints.

The "Concerto for Violin and Orchestra" (1998) consists of a lengthy and intense scherzo, essentially a variation set on its opening violin arpeggio figure; a still and slow midsection, built from cluster harmonies and describing a narrative curve shape; and a brash and busy toccata finale. The violin writing is showy and challenging, yet idiomatic and telling. Here, as in the other selections on the CD, scoring is colorful and splendidly balanced, even at its most dense. It's a first-rate listen.

Both "Aditus" (2000, revised 2002) and "Exodus" (1999) are stun-level gripping pieces, full-throated and brimming with ferocious visceral energy. The former builds a vibrant edifice from pyramid stacked cluster ideas that faintly recall those of Arvo Part's massed cello opus "Fratres". But it's not a strictly minimalist opus; these clusters are expressed in more varied ways than anyone might think possible. "Exodus" gets closest to the minimalist aesthetic, but even here the persistent repeated note patterns restlessly shift pitch, are surrounded by myriad elaborations, and endure all manner of interruptions in their headlong rush to climax. This work's quiet, ecstatic close surprises and really convinces. Structures in both compositions seem intuitive, but satisfying. And the scoring is virtuoso-caliber vibrant and multi-hued.

Performances are terrific. Led by Paavo Jarvi, the City of Birmingham Symphony Orchestra tackles this challenging fare with conspicuous success. Violin soloist Isabelle van Keulen puts forth a big, penetrating tone and technique to burn in both hands. Sound is top-flight. Except for one bad splice a little over halfway through the violin concerto's first movement, production is excellent. Run, do not walk, to obtain a copy of this splendid CD.

Listen to excerpts and purchase this CD from Amazon.com.

Friday, October 07, 2005

Chuck's List: CSO's hip image requires symphony of ideas

The Cincinnati Enquirer's Chuck Martin came up with a (tongue-in-cheek) Top 10 list of suggestions for helping the Cincinnati Symphony boost its attendance (10/7/05):
The Cincinnati Symphony Orchestra is reaching for a hip note. After seeing its concert attendance drop 12 percent last year, the CSO (8 p.m. performances today and Saturday in Music Hall) began offering several promotions this season in hopes of attracting a younger audience, including Beethoven bobble heads, temporary tattoos that say "Get Your Beethoven On" and free chocolates.

Of course, we've got our own ideas. Here are 10 ways to improve the CSO's attendance:

10: Goodbye reserved seating, hello festival seating.

9: First 15 guys dressed as Mozart get in free.

8: New on timpani, Mr. Bob Huggins.

7: The BenGals move their pom-poms to the symphonic beat.

6: Pop star Gwen Stefani plays Madame Butterfly in the CSO's new music video.

5: Waiters bring nachos directly to you.

4: When the toilets flush, they play Beethoven's "Fifth."

3: At intermission, Cincinnati councilman Jim Tarbell tries out his stand-up routine.

2: If someone's cell phone rings during a performance, an usher smacks him repeatedly with a rolled up program.

1: New stage name for conductor Paavo Järvi: "P. Diddy."

Thursday, October 06, 2005

PJ in Munich!


Paavo is in Munich this week for three concerts with the Munich Philharmonic Orchestra: Saturday, October 8; Sunday, October 9; and Monday, October 10.

The program features Sibelius's The Bard; Dvořák's Cello Concerto featuring guest artist Gautier Capuçon; and Elgar's Enigma Variations.

Wednesday, October 05, 2005

Brubeck's Back!


I know this, strictly speaking, is not really anything new about Paavo -- but, judging from the number 10 entry on his list below, I think if he was in town he would certainly be in the audience at Music Hall Sunday evening at 7 pm to hear the legendary Dave Brubeck Quartet when they guest with Erich Kunzel and the Cincinnati Pops!

Monday, October 03, 2005

Gramophone Editor's Choice

The October issue of Gramophone magazine is out and one of the picks for Editor's Choice of newly released CDs is Paavo and the Cincinnati Symphony's Dvorák Symphony No. 9/Martinu Symphony No 2:

The unique coupling is just one of many points in this disc's favour

Dvorák Symphony No 9, 'From the New World', B178 Op. 95/Martinu Symphony No 2, H295.
Cincinnati Symphony Orchestra/Paavo Järvi
Telarc New CD CD80616 (68 minutes : DDD)

An intriguing and successful coupling of the very familiar and the less well known. The Dvovák New World is one of classical music's all-time favourites; but the Martinu Second, premiered in Telarc's home town of Cleveland in 1943, is well worth getting to know - especially in such stunning sound.