Saturday, August 30, 2008

Concert: Beethovenfest Bonn





August 28, 2008




Paavo Järvi dirigiert Auftakt des Beethovenfestivals
Musiker eröffnet mit Beethovens 9. Sinfonie - Zusammen mit Deutscher Kammerphilharmonie Bremen will er ironische Momente in Musik entdecken
Von Ursula Böhmer


Bonn. 940 Takte ist er lang, der vierte Satz aus Beethovens 9. Sinfonie. Ein Wechselbad unterschiedlicher Musik-Charaktere und unterschiedlichster Tempo-Angaben - es ist sozusagen eine Sinfonie in der Sinfonie. Fast chaotisch, aus dem Zusammenhang gerissen, scheint das Orchester ins Finale hereinzupoltern. Dann werden Dissonanzen ausgeräumt, ausgerechnet von den Kontrabässen, die sich allen thematischen Unterbrechungen zum Trotz sanft, aber unbeirrbar den Weg bahnen ins lichte, melodiöse Elysium aus Solisten- und Chorjubel. Alles nur eine schöne Utopie? Das ist die Frage, die sich Paavo Järvi stellt in seiner Interpretation von Beethovens Neunter, die er mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Residenz-Orchester beim Beethovenfest, am 29. August in der Beethovenhalle vorstellen wird.Järvi wittert Ironie, schon zu Beginn des Finalsatzes: "Diese Art von Reibung, die oft als Kampf gegen die dissonanten Kräfte unserer Welt interpretiert wurde - das mag stimmen, aber es ist auch eine Art Weckruf, ein Schock, der nicht nur philosophisch zu deuten ist, sondern als Botschaft an uns. Zumal danach dieses große Kontrabass-Solo einsetzt, von dem Beethoven genau wusste, dass es mit den damaligen Streichern furchtbar verstimmt und schlecht gespielt klingen würde."Seid umschlungen, Millionen? Diesen Kuss der ganzen Welt? Paavo Järvi verzieht leicht die Augenbrauen: "Ohne Zweifel gibt es da die Botschaft von Brüderlichkeit, Freiheit und Hoffnung. Aber einiges kommt mir doch merkwürdig vor, besonders nachdem ich den Urtext studiert habe: ?Alle Menschen werden Brüder? steht da - mit Ausnahme der Türken allerdings". Järvi singt jene Stelle zu Beginn des Allegro assai Vivace vor, an der Kontrafagott und Fagotte mit unverbindlich kurzen Einzeltönen in die überraschende Ruhe nach dem Chor-Sturm einsetzen.Sie geben nach und nach den Grundrhythmus vor für eine kleine Janitscharenmusik mit Schlagwerk, Piccoloflötenpfeifen und Trompetensignalen, bevor der Chor dazukommt - unter anderem mit der Zeile: "Laufet, Brüder, eure Bahn, freudig, wie ein Held zum Siegen". "Die türkische Armee kommt hier anmarschiert, sozusagen in kleinen roten orientalischen Pantöffelchen, um Wien zu erobern", erläutert Järvi. "Sie sind ganz und gar nicht Brüder.Das mit den Brüdern gilt vor allem für die deutschsprachigen Menschen, die ihre Feinde letztlich vernichten wollen. Konzeptionell mag Beethoven ja an das Elysium glauben, aber so, wie er schreibt, habe ich das Gefühl, dass er tief innen ein Skeptiker ist, der seine Musik nicht nur heroisch, sondern auch ironisch meint." Friederike Latzko, Bratschistin in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, könnte mit Järvis Ansatz gut leben: "Ich habe mich immer gewundert bei dem Text, habe manchmal gedacht, ob Schiller das nicht vielleicht sozusagen ?im Suff? geschrieben hat.Natürlich hat der Text auch was - das ist ja eine ganz urmenschliche Angelegenheit, dass man alle lieben möchte und von allen geliebt werden will -, aber es ist auch eine naive weltumfassende Idee." Und wie setzt man die Ironie nun musikalisch um? "Das ist wie bei einem Schauspieler", so Friederike Latzko, "man distanziert sich ein bisschen davon. Das ist für uns natürlich eine ganz andere Herangehensweise, aber ich bin sehr gespannt darauf". Noch probt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen an Järvis Interpretations-Idee.Was am Ende herauskommen wird, ist, wie immer bei den Bremern, ein Schlagabtausch zwischen Angebot und Nachfrage, zwischen historischer und Järvis Information - und einer Intuition auf beiden Seiten, die immer für eine Überraschung gut ist. Schillers Textzeile "Wem der große Wurf gelungen" könnte sich in Bonn vielleicht kongenial bewahrheiten.

Thursday, August 28, 2008

CD REVIEW: Beethoven 5 &1




August 26, 2008
Beethovens Sinfonien Nr. 5 und Nr. 1
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Dirigent: Paavo Järvi
Vorgestellt von Friederike Westerhaus
Ob Salzburg, Tokio, Montreal oder New York - mit ihren Beethoven-Interpretationen hat die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Chefdirigent Paavo Järvi schon weltweit Erfolge gefeiert. Seit ihrer ersten Zusammenarbeit im Jahre 1995 haben sich Järvi und das Orchester kontinuierlich mit Beethoven beschäftigt. Als der aus Estland stammende Künstler im Jahre 2004 Künstlerischer Leiter der Kammerphilharmonie wurde, war schnell klar, dass ein gemeinsamer Beethoven-Zyklus auf CD dokumentiert werden sollte. Sony BMG stieg mit ins Boot und dies war kein Fehler: Die erste CD mit den Sinfonien Nr. 3 und Nr. 8 wurde mit dem "Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2007" ausgezeichnet. Nach der ebenfalls hoch gelobten 4. und 7. Sinfonie erscheint nun die dritte CD auf dem Markt. Darauf sind die Sinfonien Nr. 5 und Nr. 1 vereint.
Dynamische Extreme
Im späten 18. Jahrhundert sollen die Damen bei Hofe regelmäßig in Ohnmacht gefallen sein, wenn sie das starke Crescendo eines Orchesters hörten. Und so abwegig ist diese Reaktion gar nicht - das zumindest zeigt die Wucht der Crescendi in Järvis Interpretation der von Beethovens Sinfonie Nr. 5. In nur ein, zwei Takten bringt Järvi das Orchester vom kaum hörbaren Piano-Pianissimo zum tosenden Fortissimo. Er setzt ganz auf dynamische Extreme und zeichnet die Konturen der Musik absolut scharf und präzise.
Die melodramatischen Konnotationen, über die bei der Sinfonie häufig gesprochen werde - wie die Beinamen "Schicksal" oder "Odyssee" - seien für ihn nicht so entscheidend, sagt Järvi. Für ihn gehe es vor allem um einen großen Kampf von c-Moll nach C-Dur. Die Sinfonie sei eine ganze Welt, in der man sich permanent durchsetzen und Widerstände überwinden müsse.
Angeregtes und anregendes Musizieren
Die ungeheure Energie, die das Orchester aufbringt, ist ebenso mitreißend wie die klangliche Prägnanz und die Kontraste: Dieser Beethoven klingt überschäumend lebendig und im nächsten Moment gesanglich und intim. Nichts ist hier steif oder dogmatisch, auch die zügigen Tempi haben immer eine gewisse Flexibilität - ein angeregtes und anregendes Musizieren. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und Järvi haben ihren Beethoven gefunden: einen Beethoven, der im 21. Jahrhundert lebendig ist.
Es sei eine körperliche, ja fast unanständige Freude, dieses Orchester zu dirigieren, sagt Järvi. Und diese direkte Emotion, die überträgt sich auch auf den Hörer.

Monday, August 25, 2008

No Place Like Leigo


Latvian National Symphony Orchestra conducted by Paavo Järvi performing on Lake Leigo.

Scene at Lake Leigo during Brahms' German Requiem led by Neeme Järvi with the Latvian National Symphony Orchestra and State Choir "Latvija." Photos by Mary Ellyn Hutton



August 25, 2008

By Mary-Ellyn Hutton
http://www.musicincincinnati.com/site/reviews/No_Place_Like_Leigo.html
Tõnu Tamm, the “man behind the curtain” at Estonia’s astonishing Lake Leigo Music Festival, is part Wizard of Oz, part Richard Wagner. The 10-year-old festival, held in August in hilly South Estonia near Otepää, partakes somewhat of Woodstock, too (in venue and length and timing of concerts), but Leigo is far less a happening than the fulfillment of a lifelong dream.
Tamm, a biologist and former documentary film maker, retired to the Shire-like countryside in 1981, taking his love of music and art with him. He married it with nature by creating his own theater on the water with an imagination and wizardry worthy of the master of Bayreuth.
Where else in the world could you sit on the banks of a lake while the sound of a pipe organ, like the voice of an ancient deity, rebounds from the evergreen forest, candles float into the air and bonfires go up on the opposite shore?
At Leigo. you can hear everything from classical to rock and ethnic music, played out far from city lights and noise and stage managed to blend with the natural environment. (Also on the 2008 festival were Estonian saxophonist Villu Veski and Faroese singer Eivor.)
This year the festival drew on Estonia’s natural resources in more ways than one. Performing August 2 were members of the Järvi family, Estonia’s first family of music.
The concert, a four-part marathon that began at 6 p.m. and lasted until after midnight with intermissions, featured 13 Järvi’s, ages 14-71, belonging to the prodigious family headed by Estonian-born conductor Neeme Järvi (one thinks of the Bach family for comparison).
The word järv means “lake” in Estonian, so the event gave Tamm the opportunity for a felicitous play on words: Järvid Leigo järvedel” (translated “Lakes on Leigo lakes”).
In addition to Neeme were his sons Paavo and Kristjan, both conductors, 45 and 36, respectively; daughter Maarika, 44 (flute); Paavo’s wife Tatiana, 28 (violin); Kristjan’s wife Hayley, 26 (flute and piccolo); Neeme's nephew Teet, 50 (cello, son of Neeme's late brother Vallo, also a conductor); Teet’s wife Mari, 49 (piano) and Teet and Mari's five children: Madis, 20 (viola), Marius, 26 (cello), Martin, 14 (violin), Mihkel, 23 (piano) and Miina, 25 (violin). Madis, a student at the Lahti Conservatory in Finland, is also a promising composer whose String Quartet was performed by Miina, Martin, Madis and Teet.
The concert included chamber, orchestral and choral/orchestral music divided into four “hours” or segments. The musicians, including the Latvian National Symphony Orchestra and State Choir “Latvija,” performed on barges on the lake just below Tamm’s farmhouse.
A small barge drawn up to the shore held the chamber ensembles, which performed first. A larger barge for the orchestra and chorus lit by tall lamps shaped like inverted mushrooms stood near the opposite shore. As darkness approached (between 10 and 11 p.m. in August) the lamps took on different colors, complementing the fire and light show on the bank behind them. Close ups of the performers could be seen on a huge TV screen on the listeners’ side of the lake.
At the highpoint of the evening, during the final movements of Brahms’ German Requiem with the Latvian Orchestra and Choir led by Neeme Järvi, the sight and sounds were awe-inspiring. “Tod, wo ist dein Stachel?” (“Death, where is thy sting?”) shouted the chorus as flames from the bonfires rose high into the air. Streams of colored light penetrated the smoke and were projected onto the evergreen forest framing the lake. Lighted candles attached to helium balloons (black for invisibility at night) were loosed to float up to the sky and take their place among the constellations.
The audience, which numbered 1,500, began gathering in late afternoon and were able to watch the camera crew from Estonian Television assemble and test their equipment during the final ensemble rehearsals. Listeners brought blankets and jackets (the night was cool, dropping into the 40s after dark) and sat in lawn seats provided by emt, Estonia’s telecommunications company. A threat of rain earlier in the day did not materialize. Food and drink were available throughout the evening at concession tables near the farmhouse.
The musicians, most in formal dress, boarded the barges via ramps from the shore. Three people in a row boat lit floating candles and placed them on the lake surface as dusk approached...
It was all M & M’s for the first half. Violinist Miina and pianist Mihkel led off with the brief, sweetly romantic “Poeme d’amour” by Estonian composer Arthur Lemba. Cellist Marius joined them in a very well played Piano Trio in C Major, “Lovisa Trio,” by Sibelius. Marius made agile work of David Popper’s Hungarian Rhapsody, Op. 38 (with mother Mari on piano), followed by a fleet virtuoso encore, Rimsky-Korsakoff’s “Flight of the Bumblebee.”
Having heard and admired Madis’ String Quartet in rehearsal earlier in the day, I found my impressions confirmed at the concert. About 12 minutes long, it recalls Shostakovich in the opening scherzo-like movement. It turns reflective, then intense, in the slow movement, where a lovely viola solo projects through gorgeous string sonorities. The third movement is a romp, with the hint of a “motto” theme, more good-humored than sardonic, by the cello. Perhaps most striking was the finale, which began with the four instruments on legato chords followed by a rough, march-like passage. A contrasting, heartfelt violin solo, taken up by the viola, led back into the opening sonorities and the work was capped by an echo of the scherzo and its motto-like theme.
Teet Järvi demonstrated a warm, enveloping tone colored with intense vibrato in Astor Piazzolla’s “Le Grand Tango.” The music grew mournful, then vigorous with some tart, double-stopped glissandos at the end. Mari accompanied splendidly on the piano.
The first tund (hour) of the concert ended with Marius Järvi in a mind-blowing performance of Australian composer Carl Vine’s 1994 “Inner World” for cello and pre-recorded tape. It is a dramatic work (about 12 minutes) with some aching, opening outcries by the solo cello, repeated sul ponticello (on the bridge). There are lots of percussive effects on the tape (a kind of alter ego of the soloist). The music evolved into a bizarre duo at times. There were sounds of laughing, popcorn (?) and Asian-flavored metal percussion in addition to taped cello. At other times, the music, which was surprisingly melodic overall, had a more traditional solo and accompaniment flavor. It worked up to a dance-like conclusion, with Järvi tapping the cello, then generating fireworks as he poured on ascending, step-wise arpeggios.
There were breaks between each hour of the concert, the longest between the second and third, when audience members sought refreshments, the small barge was towed to the side, and the orchestra and choir moved onto the larger stage.
What would Leigo be without the organ, Tamm’s favorite instrument? (He often collaborates with the annual Tallinn International Organ Festival.) Accordingly, hours two and three began with organ music: Louis Marchand’s “Fond d’orgue” and Pachelbel’s Canon (performed by Mari Järvi) and Saint-Saens’ “Danse Macabre” (Aare-Paul Lattiku).
Flutist Maarika Järvi lent her considerable talents to Mozart’s Flute Quartet, K.285, with Miina, Madis and Marius on violin, viola and cello. Hayley Järvi followed suit with a delightful performance of Vivaldi’s Piccolo Concerto in C Major, RV 443, accompanied by a Järvi chamber ensemble.

Works by J.S. Bach comprised some of the loveliest moments of the evening, with the Double Violin Concerto performed by Tatiana and Miina Järvi and the Brandenburg Concerto No. 4 in G Major with Tatiana and flutists Maarika and Hayley. The sound of flutes and violin was particularly charming in this setting. Tatiana, who has a feeling for baroque music, handled the violin’s rapid passage work and tremolando near the end with ease.

By the beginning of the second half, candles were being distributed over the lake and the fires on the opposite shore were smoking and taking on color. Paavo Järvi and the LNSO called into play the lake’s fountains, too, which spouted high into the air during their exhilarating performance of Smetana’s “The Moldau." Kristjan Järvi followed with the Suite No. 1 from Grieg’s “Peer Gynt,” which he led in an expressive manner reminiscent of his father (minimal, with a downward gaze in "Ase's Death," a big smile at the end of "Hall of the Mountain King").
Flutist Maarika returned for Estonian composer Urmas Sisask’s 2001 flute concerto “Leonides,” another work (like the Smetana) in tune with the natural environment. Sisask’s passion is astronomy and he pictures the flute here as a comet grazing the earth’s atmosphere and leaving a shower of meteors in its wake (Comet Temple-Tuttle, which annually produces a meteor shower in the constellation Leo, was his inspiration). Written for Maarika, it has a lively tango section and the potential to become a real audience favorite.
For logistical reasons, Maarika was unable to give it the same choreographic treatment she did in Tori, Estonia in July as part of the David Oistrakh Festival. There she walked on playing the flute (like a comet approaching Earth) and left the same way. At Leigo, she began playing in a row boat that ferried her to the barge, a nice touch awkward to duplicate at the end. Musically and visually, it was an impressive performance, though without the benefit of the warm acoustics of St. George’s Church in Tori.
Brahms Requiem was right at home at Leigo. Personal and non-liturgical, it harmonized well with the use of fire, particularly in the far northern countries where Christianity arrived last and Midsummer Night (June 24) is still celebrated with bonfires.
Järvi focused primarily on the light-shining-in-darkness aspect of the Requiem, with brisk tempos and an abundant feeling of joy. Soprano Pille Lill and baritone Atlan Karp were the capable soloists with “Latvija” Choir, a mixed chorus with few peers, which gave clarity and meaning to both the music and text. Applause was long and stubborn, some listeners refusing to give up even when it became clear that -- appropriately after such a long evening and such a meaningful conclusion – there would be no encore. For more of Lake Leigo Music, check out YouTube, where you can find clips of rock and pop concerts, Argentine tango dancers and even Tamm's (abandoned) Soviet era tank which has participated in Leigo Festival events.

Thursday, August 21, 2008

The Baltic Sea Festival



April 22, 2008
ARTS + FEATURES


Celebrating the Baltic Sea
The Baltic Sea Festival of classical music continues its mission to unite the peoples and cultures of the Baltic area.
By Galina Stolyarova

The Baltic Sea Festival — an annual classical music event with an environmental bent that runs under the joint leadership of Mariinsky Theater artistic director Valery Gergiev, Finnish-born conductor Esa-Pekka Salonen and Michael Tyden, managing director of Stockholm’s Berwaldhallen concert hall — began in Stockholm on Thursday.
Running through Aug. 30 the festival, which has been held each year since 2003, has become a prestigious classical music event that assembles international stars of the caliber of Gergiev, Salonen, Estonian conductor Paavo Jarvi, British percussionist Evelyn Glennie, Danish violinist Nikolai Znaider, French pianist Helene Grimaud and Israeli pianist and conductor Daniel Barenboim.
The festival was created with the eye to campaign for the endangered marine environment of the Baltic Sea — arguably the most polluted sea on the planet — through the universal language of music.
The development of the Baltic Sea Festival into a versatile multi-location international event has been rapid. Its founders now say their brainchild has reached its ideal size and the task facing them now is to balance the input of the growing numbers of new participants.
The festival’s opening concert on Thursday saw Barenboim conducting the West-Eastern Divan Orchestra in the program of Haydn’s Sinfonia concert, Schoenberg’s Variations for Orchestra Op. 31 and Brahms’s Symphony No 4.
“The Baltic Sea Festival is an event that is growing and thriving,” Tyden said. “When we began to outline our plans for this festival some years ago, our basic assumption was that music could unite us. This year we are presenting for the sixth time a festival that is attracting more and more people to a sense of community.”
The Mariinsky Theater’s contribution this year will be a concert performance of Richard Strauss’ “Elektra,” one of the company’s most successful recent shows, on Aug. 29 in Berwaldhallen. The Mariinsky Symphony Orchestra under the baton of Gergiev will also perform at the closing concert of the festival in Berwaldhallen on Aug. 30 in a program of Tchaikovsky’s “Nutcracker suite,” Shchedrin: concerto for orchestra No. 1, Naughty Limericks and Rimsky-Korsakov’s “Scheherezade.”
The festival organizers originally wanted to present prominent musicians from the Baltic Sea area in an event that emphasized the cultural richness and enormous diversity of the region.
“Originally the idea was of lots of musicians, composers, orchestras and choirs building bridges, with the performers moving about freely,” Salonen said. “That would prove — in both practical and symbolic terms — that the Baltic has now once again become an area that shares a common culture.”
The ecological rescue of the Baltic Sea region requires a consistent joint effort from all countries of the region, but not all of the coastal states are taking part in environmental clean-up and revival projects. Russia, the country responsible for the lion’s share of the pollution, has shown little enthusiasm for combating the consequences.
During the course of the festival Salonen will conduct the Finnish Radio Symphony Orchestra as well as the Swedish Radio Symphony Orchestra, which will be presented a second time under the leadership of Daniel Harding. Olari Elts will travel to Stockholm with the Latvian National Symphony Orchestra and Krzysztof Penderecki with the Sinfonia Varsovia.
The festival will see two world premieres: “Holocene,” a film-concert in the form of an oratorio by author Majgull Axelsson, composer Jonas Bohlin and video artist Lars Siltberg, and “The Polar Sea” by the Swedish composer Klas Torstensson.
Classical music cruises organized by the festival in collaboration with Silja Line this year create musical links between Stockholm, Helsinki, Tallinn and Riga.
“The universal language of music has no political restrictions, and can easily reach people across language barriers,” Salonen said. “I believe that a festival of this size can spark a shared desire to improve the deteriorating Baltic Sea environment.”
Gergiev believes the political climate in the region has improved immensely and makes the musician hopeful about stronger integration in the future, in both cultural and political terms. The Mariinsky Theater always funds its own tours to the Baltic Sea Festival as part of its endeavors to help saving the Baltic.

Monday, August 11, 2008

Beethoven Festival


Le Nouveau Grand-Prêtre De Beethoven

http://www.classicstodayfrance.com/edito/0510-beethoven.asp
Le Festival Beethoven, qui vient de se conclure dans la ville natale du compositeur, Bonn, a été l'occasion de mettre en regard plusieurs tendances interprétatives dans l'interprétation de sa musique symphonique.
Elle n'a évidemment jamais existé, cette perspective évoquée par certains pour vendre l'intégrale de Simon Rattle, selon laquelle l'avènement d'une nouvelle édition critique des partitions amènerait l'émergence d'une nouvelle génération de grands beethovéniens. Jusqu'à preuve du contraire, sauf utilisation d'éditions massacrées de Symphonies de Bruckner par Knappertsbusch ou Matacic, le talent interprétatif a son siège dans la conscience et l'intelligence du musicien, pas dans quelques dynamiques ou liaisons révisées à gauche et à droite que des imprimeurs de portées vendent à des prix parfaitement éhontés.
Curieusement, malgré Bärenreiter, et non à cause de lui, on assiste peut-être tout de même à la montée d'une nouvelle génération de beethovéniens. Il y a certains qui aimeraient bien en être et il y a celui qui l'est. Parmi les "Möchte gern" comme on dit en allemand, le roi Rattle a fait ses preuves au disque, avec son obsession pour les sons flûtées et sa manie de faire surgir, comme des fenêtres publicitaires "pop up" d'un site internet, tel ou tel équilibre qu'il croit avoir réinventé.
Bonn nous a montré que la longue lignée des fous du roi n'était pas éteinte, grâce à l'inénarrable et velléitaire Paul McCreesh, qui s'agitait devant une formation réduite du Philharmonique de Radio-France, pour jouer l'Héroïque "sensa vibrato", mais aussi "sensa fil conducteur". La crispation, la détermination féroce, ne s'accommode certes pas de ces gestes de chef de chœur et de ces poses destinées à montrer son beau profil aux manants de l'audience.
Si je parle de McCreesh c'est parce qu'il tentait, à Bonn, de rendre justice au caractère révolutionnaire de l'Héroïque, une symphonie relue par Paavo Järvi et la Deutsche Kammerphilharmonie à Montréal en août 2005: pas un instant de répit; une menée du premier mouvement rappelant le grand Scherchen et une Marche funèbre totalement revisitée dans ses équilibres et couleurs, évoquant une sorte de Gossec sublimé. Ce fut un choc, dévastateur. Eh bien, Paavo Järvi et son orchestre étaient aussi de la partie à Bonn, cette fois dans la Cinquième. Re-choc.
Avec un orchestre qui lui répond au doigt et à l'œil, Paavo Järvi semble avoir intégré les leçons stylistiques des baroqueux, il en a pris le meilleur, et le reporte sur un orchestre de 40 musiciens, la taille de l'époque, ce qui lui permet de garder des proportions réelles et de laisser bois et cuivres jouer sans se restreindre, mais sans "gueuler". Le tout est mené par un vrai chef, qui sait conduire les tensions, tenir un tempo et, avec une gestique professionnelle, cadrer son orchestre. Sa vision se nourrit de nouvelles perspectives sonores, qui ne sont jamais esthétisantes. Beethoven en sort "autre" et lumineux.
Il ne s'agit pas de jeter aux orties les "grands anciens", mais Beethoven a sans doute trouvé aujourd'hui un nouveau grand-prêtre. Paavo Järvi n'est pas seul et il apparaît évident, par exemple à l'écoute du CD de l'Opus 61a par Berezovski et Dausgaard chez Simax, disque du mois en cet automne 2005, que le "Beethoven chambriste à impact" est la tendance du jour. Paavo Järvi; lui, doit enregistrer l'intégrale chez PentaTone. Il interprètera l'intégrale en concert en mai 2006 à Yokohama. On l'attend à New York, où il a dirigé son Héroïque à guichets fermés, peut-être à Strasbourg, sans doute à Montréal en 2007. Ouvrez grand vos oreilles: la bourrasque arrive.
Christophe Huss

LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonies n° 1 et 5
Deutsche Kammerphilharmonie
Paavo Järvi RCA- 49880 176593 7

Peut-on dire "sans surprise"? Non, car l'imagination d'un ensemble tel que la Deustche Kammerphilharmonie (DKP) et Paavo Järvi n'est pas prévisible. D'ailleurs contrairement aux interprétations "motoriques et mécaniques" de Beethoven (je pense à Gardiner et Zinman), les disques de l'intégrale Paavo Järvi-DKP nourrissent l'esprit et les sens écoute après écoute. Parce que les phrasés ont une élasticité, parce que, aussi, l'attention de l'auditeur peut se porter sur divers paramètres (équilibres, accentuation, dialogue entre les instruments, lisibilité polyphonique). D'ailleurs la lisibilité polyphonique est telle que l'on peut vraiment s'intéresser à des lignes et dialogues même secondaires.
Concernant la prévisibilité, il ne faut jamais vendre la peau de l'ours. C'est là le troisième volume de l'intégrale et le troisième 10/10, mais il reste notamment la Pastorale et la Neuvième, deux oeuvres majeures qui, lors de l'intégrale Järvi en concert en 2007 au Festival de Lanaudière (Québec), n'étaient pas encore tout à fait mûres. Le chef et l'orchestre auront-ils l'occasion de les creuser encore davantage avant enregistrement: ce sera le mystère et le suspense des deux derniers volets.
En ce qui nous concerne, ici, dans ces enregistrements de 2006, la DKP et Paavo Järvi nous livrent la Cinquième qu'on attendait. Pas de bruit (au sens de la violence), mais une explosive force intérieure et une imagination sonore qui va jusque dans l'apparition de cuivres bouchés (cf. 1er mouvement ou transition vers IV) pour figurer la sonorité d'instruments anciens.
On rappellera quelques préceptes esthétiques. Le Beethoven de ce tandem sans équivalent repose – outre la force intérieure de cette "explosion sous contrôle permanent" – sur une clarification limpide. Tout événement sonore qui surgit, surgit avec un impact propre. L'expérience et le rodage du tandem fait en sorte que tout cela n'apparaît pas comme un procédé mais comme une partie organique de la respiration musicale.L'accentuation, nette sans être brutale, est un élément de cette articulation. L'Andante con moto de la Cinquième prend une valeur d'exemple. Pulsation et tempo parfaits (un vrai "con moto"), étagement dynamique réservant à l'apparition des cuivres le "degré supérieur" de la puissance, articulation découpée au scalpel.
À propos du caractère organique de la chose on remarquera l'assise remarquable du discours sur les cordes graves, élément de tradition allemande et furtwänglérienne. On les suivra dans le 3e mouvement évidemment (le plus grand 3e mouvement de la discographie avec celui de Vänskä) mais je vous suggère également de les scruter dans les deux dernières minutes du 2e mouvement. Dans le Finale violoncelles et contrebasses restent présents sans avoir été dopés par la prise de son (qui aurait pu les "spectaculariser"). Sur le même thème, on remarquera que le piccolo du Finale, malgré sa mise en relief très proéminente, est traité au même titre que d'autres proéminences (le piccolo est ici une sorte de "radicalisation sonore" de la flûte que l'on entend précédemment dans le mouvement) et ne tombe pas du ciel pour faire "piou-piou" comme dans les interprétations de Simon Rattle.
Puissance (plus qu'ivresse), tenue et transparence caractérisent cette grande Cinquième, complétée par une Première tout aussi accomplie, dès la balance des vents (avec émergence de la flûte) sur les premiers accords. La félinité du rebond de l'Allegro con brio initial est tout simplement renversante, alors que, là aussi, le mouvement "lent" est un vrai "con moto". Selon les goûts on peut le juger un peu pressé et léger. C'est une optique plus ludique face au cantabile charmeur habituel. Le Menuet subjugue par sa pulsation, l'interaction entre les divers pupitres de cordes et l'enchaînement "dans la respiration" d'un trio léger comme de la crème chantilly. Le Finale est (évidemment?) un feu d'artifice qui fuse de toutes parts. L'articulation des violons est un chef-d'œuvre et ce mouvement s'avère être un exemple très approprié pour percevoir la singularité de l'interprétation et du concept polyphonique développé par Järvi et la Deutsche Kammerphilharmonie.
Deux derniers mots. L'écoute a été faite à partir de l'édition japonaise: veuillez vérifier dans votre pays quelle date de parution est prévue par l'éditeur. Enfin, si le SACD est techniquement exceptionnel, j'ai été frappé sur certaines chaînes par le manque de brillant de la couche CD, une stéréo assez éteinte. J'espère que ce n'est pas un phénomène trop fréquent...
--Christophe Huss

CONCERT REVIEW: Brahms Requiem



Remembering David Oistrakh and Brahms
By Mary Ellyn Hutton

Among the themes uniting the 2008 David Oistrakh Festival in Parnu, Estonia was Johannes Brahms. Not only is 2008 the 175th anniversary of Brahms’ birth, but Oistrakh was playing and conducting a Brahms Festival when felled by a heart attack in Amsterdam in 1974. There was music by Brahms on four of the 13 festival concerts (not counting Brahms’ Hungarian Dance No. 5 performed by the Slovakian “Gypsy Devils” July 21). The main event, with the Latvian National Symphony Orchestra conducted by Paavo Jarvi, took place July 27 in Parnu Concert Hall. The concert opened with the Double Concerto, a poignant choice since Oistrakh’s scheduled performance of the work in Amsterdam in 1974 was cancelled in the wake of his death. It closed with the German Requiem. Jarvi, who at 45, combines rare musical insight with the highest technical and communicative skills, led with precision and emotional conviction. He had significant forces at his command: Well known Japanese violinist Akiko Suwanai and Lithuanian-born cellist David Geringas were soloists in the Double Concerto. Geringas, a Rostropovich protégé who has (or appears to have) confined his career to Europe and Asia, has so far left U.S. audiences poorer by contrast. The State Choir “Latvija,” without doubt one of the world’s best mixed choirs, made the Requiem a performance to treasure. Soloists were Russian soprano Alexandra Luchansky and Finnish baritone Esa Ruuttunen. Geringas filled his opening solo in the concerto with passion, matching the dramatic tone set by Jarvi and the fine Latvian Orchestra. Suwanai, who can produce a vibrant, encompassing sound without obvious effort, followed in kind for a movement kindled with feeling. The Andante flowed warmly from it, the soloists initially in unison, giving the work a tender touch. Geringas, who owns an amazingly fluid technique as well as a huge sound, introduced the finale’s obsessive rhythmic theme. Excitement grew as the music built to a noble, climactic ending with the cello playing in a higher register than the violin for a delicious effect. Brahms’ Requiem poses a challenge for interpreters since it is not a traditional, liturgical requiem. Composed in response to the death of his mother and composer Robert Schumann, it seeks to assuage grief and offer reflection (the opening bars even hint at the German national anthem). Jarvi’s reading was deeply expressive of the text (biblical excerpts specially chosen by Brahms). The clarity and fullness of sound of the Latvian Choir struck this listener dumb from the opening bars, and it was remarkable how quickly and easily they responded to his directions. The second movement (“for all flesh is grass”) sometimes comes across ponderously, like a weighty dirge. Jarvi paced it beautifully, neither too slow nor too fast, building from bleakness to blistering intensity and giving it a satisfying music as well as emotion shape. Balances and blends were carefully crafted throughout – no problem with this chorus. And Jarvi never neglected orchestral colors, such as the bobbing clarinet near the end of “How lovely are thy dwelling places,” the tuba, fundamental to the soaring lines of “Thou art worthy, O Lord, to receive glory and honor and power” and of course, the all-important sprinkles of harp. Ruuttenen and Lubchansky sang with great conviction. The very biblical-looking Ruuttenen (white hair and beard) projected compassion and authority in “Lord, make me to know mine end.” Luchansky warmly enfolded the chorus on the references to a mother’s love in “Ye now have sorrow” and there was an almost magical blend between her voice and the clarinet at the end. Brahms transforms the fire and judgment of the Latin Requiem into comfort and joy. “Thou art worthy to receive glory and honor and power” rose through the orchestra and chorus like something out of Handel’s “Messiah” (which uses the same text from Revelation). The final movement, “Blessed are the dead who die in the Lord,” was a benediction, the violins raining down on the chorus like a wordless descant. Unlike some, Jarvi saved the fullest expression of this stirring passage for its repeat near the end. Even the lighting in the hall (which seats 900 with splendid acoustics) lent a subliminal effect, with subtle colors (reds, greens and golds during pedal points, i.e. (passages of static harmony over long-held bass notes) reflecting from the organ pipes behind the orchestra.

Thursday, August 07, 2008

CONCERT REVIEW: Tchaikowsky: Souvenir d’un lieu cher- Oistrakh Festival



July 23, 2008
Here is a link to a review from this performance:
http://www.musicincincinnati.com/site/reviews/Violinist_Berman_and_Tchaikovsky_s_Souvenir_celebrate_David_Oistrakh_s_beloved_place.html

David Oistrakh Festival Estonia, Pärnu - Elisabeth Church
Paavo Järvi - conductor Tatiana Berman - violin
St. Peterburg Festival Chamber orchestra
Neeme Jarvi Summer Academy conductors
The programme:W.A.Mozart - Eine kleine Nachtmusik
D.Shostakovich - Chamber Symphony op. 110a in c (arr. By Stasevich)
Tchaikowsky: Souvenir d’un lieu cher, Op. 42 Meditation, Scherzo, Melodie
Benjamin Britten - Simple Symphony

http://www.oistfest.ee/index.php?id=315
An excerpt from the review: "It was the first of two concerts this month led by members of Neeme Jarvi's Summer Academy, an annual conducting master course held in conjunction with the Oistrakh Festival since 2000. Guest artist was violinist Tatiana Berman in Tchaikovsky’s “Souvenir d’un lieu cher,” which was conducted by Academy instructor Paavo Jarvi. Consecrated in 1750, St. Elizabeth Church hosts concerts each summer by the 37-year-old festival, named for legendary Russian violinist David Oistrakh, who summered in Parnu from 1955-70. This year’s festival commemorates the 100th anniversary of Oistrakh’s birth. There could have been no more fitting tribute to his memory than Russian-born Berman’s performance of Tchaikovsky’s three-part work. Originally for violin and piano (performed here in the arrangement for violin and strings by Alexandru Lascae), it was dedicated to Tchaikovsky’s “beloved place,” his patroness Nadezhda von Meck’s county estate in Poland, where he could spend time composing in the summer. Born in Moscow, Berman trained at the Yehudi Menuhin School (with Menuhin and Natalia Boyarsky) and London’s Royal College of Music (Yossi Zivoni). She plays with exquisite taste, style and precision. Here she brought every facet of the composer’s small gem to light. There were sweetness and purity of tone in the opening “Meditation,” where she climbed to a silvery high D at the end (five ledger lines above the staff). The “Scherzo” was a mini-steeplechase, with her bow bounding across the strings like an agile young filly, engaging in some beautiful dialogue at one point with SPFO concertmaster Alexander Shustin. The concluding, very familiar “Melodie” was exquisite from start to finish. There was a breathtaking moment at the return of the opening melody where she lengthened the tempo in precise sync with Jarvi and the orchestra. And why not, since Jarvi and Berman are husband and wife?"

Estonia's David Oistrakh Festival Can Stand With Any in the World


left to right: Viktor Tretjakov, David Geringas, Neeme Jarvi


Neeme Jarvi at St. George Memorial Church for the Estonian Soldiers, Tori, Estonia




left to right: Paavo Jarvi, Holger Kaasik, Lehari Kaustel
August 5, 2008


By Mary Ellyn Hutton

Parnu’s 38-year-old David Oistrakh Festival, revived in 1998 after a period of dormancy following Estonian re-independence (1991), is still a sapling reaching toward the sky. The potential to become a prime destination among the music festivals of the world is very great. As a foreign journalist visiting Parnu since 2003, I have witnessed and written about musical events of the highest caliber. I have discovered artists new to me and admired the lofty musical ideals to which the leadership under cellist/artistic director Allar Kaasik aspires.
The just concluded festival, July 18-29, was a case in point. With 13 concerts in 12 days, from large choral-orchestral works to chamber music, the 2008 edition, though constrained as usual by funding, celebrated the 100th birthday of the legendary Russian violinist handsomely. Oistrakh, who spent his summers in Parnu for a quarter-century, planted the seed for the festival, which began as “Beethoven Music Days” in 1970 and was later named in his honor. The cottage where Oistrakh lived on Toominga Street – soft green with green apple trees in the yard -- bears a wooden plaque in his memory.
Guests at this year’s festival heard a cornucopia of well-chosen music. A major theme was Johannes Brahms, not just in recognition of Brahms’ 175th birthday, but because Oistrakh died while performing and conducting a Brahms festival in Amsterdam in 1974. Another important thread was Estonian music, performed in honor of the 90th anniversary of Estonian independence. The anniversaries of Giocomo Puccini (150), Anton Webern (125) and also Olivier Messiaen and Eugen Kapp (both 100) were recognized with performances of their music. Conductor Neeme Jarvi continued to be the artistic magnet for the festival. Joining him this year was his son Paavo, who stands on his own among the world’s finest conductors. Both are Estonian-born and split teaching duties at the Neeme Jarvi Summer Academy, a week-long conducting master course held in conjunction with the festival since 2000.

There were concerts in the comfortable and acoustically superior Parnu Kontserdimaja (Concert Hall, built in 2002-03, in part to showcase the Oistrakh Festival), historic Elisabeth Church, Parnu Town Hall and St. George Memorial Church for the Estonian Soldiers in the nearby village of Tori. The all-Estonian program in Tori (July 25) was particularly memorable as it was performed in conjunction with the dedication of a black granite plaque by Archbishop Andres Poder of the Estonian Evangelical Lutheran Church in memory of “all the repressed musicians.” The new plaque honors those who suffered for their art under totalitarian regimes, from Nazi and Soviet labor camp victims to musicians like Neeme Jarvi, who emigrated from Estonia in 1980 under threat of repression for programming music not approved by the Soviet authorities. The plaque takes its place among the many already lining the walls of the church, lovingly restored (it was a World War II casualty) as a memorial to Estonia’s fallen soldiers. There was plenty of violin music this year, performed by a total of 11 guest artists. A tragedy of the festival was inexplicable the absence of Oistrakh’s son Igor, who helped found the festival in his father’s memory. His place was amply filled, however, by Russian virtuoso Viktor Tretjakov. Trejakov’s playing was a stunning revelation to this Western journalist, who has known him heretofore largely by name. Tretjakov, a master violinist in the Oistrakh tradition, was an inspiration to all who heard him, framing the festival with the Brahms and Tchaikovsky Violin Concertos. These were not the shallow performances frequently heard, but deeply musical, idiomatic, even elegant ones. Neeme Jarvi, who conducted Tretjakov in the final round of the International Tchaikovsky Competition in Moscow in 1966 (which the teen-aged Tretjakov won) led both concerts. The first (July 18) was with the Estonian National Youth Symphony Orchestra, a remarkably accomplished ensemble founded in 1995 by Juri-Ruut Kangur. The second, which closed the festival (July 29), was with the St. Petersburg Festival Chamber Orchestra. Unfortunately, violinist Lydia Mordkovitch, a pupil and assistant to Oistrakh, cancelled her master class and festival performance at the last minute, reportedly because of illness. Joining Tretjakov was a bevy of young violinists who likewise honored Oistrakh: Clara Abou, Tatiana Berman, Mihhail Gantvarg, Alexander Gilman, Kathy Kang, Natalia Lihhopoi, Andrei Rozendent, Victoria Sutherland, Akiko Suwanai and Irmina Trynkos.

A guest I particularly pleased to to hear was cellist David Geringas. A protege of Mstislav Rostropovich, Geringas has made a splendid recording of Lepo Sumera’s Cello Concerto with Paavo Jarvi and the Estonian National Symphony Orchestra (BIS). To hear him perform Brahms’ Double Concerto with the fine Japanese violinist Suwanai and the Latvian National Symphony (July 27 at Parnu Concert Hall) was doubly rewarding. The all-Brahms concert, led with precision and depth by Paavo Jarvi, also featured the German Requiem with the peerless State Choir “Latvija,” Latvian National Symphony Orchestra, soprano Alexandra Lubchansky and baritone Esa Ruuttenen. I have commented in past seasons about the outstanding Finnish pianist Antti Siirala and Estonian oboist Kalev Kuljus. Both were heard at the 2008 festival, Siirala in a solo recital in Parnu Town Hall (July 19), that included the complete Chopin Preludes Op. 28, Kuljus in a concert in the Kammersaal of Parnu Concert Hall (July 20). The latter, one of the most interesting concerts of the festival, included Prokofiev’s quirky, infrequently heard Sonata for Two Violins, Op. 56, with Tretjakov and Lihhopoi, Galina Grigoryeva’s 2003 “Recitativo accompagnato” for solo cello, performed with amazing facility by Kaasik, and Tonu Korvits’ intriguing “Wild Birds” for oboe, cello and piano (Kuljus, Kaasik and pianist Marko Martin). Flutist Maarika Jarvi, a champion of Estonian flute music, was a guest artist, as was clarinetist Selvadore Rahni, the RTE Vanbrugh (Ireland) and Prezioso (Estonia) String Quartets and a quartet of fine singers who performed an opera gala led by Italian conductor Fabio Mastrangelo in Parnu Concert Hall (July 24). Estonian composer Urmas Sisask’s 2001 “Leonides” dedicated to Maarika Jarvi, who performed it at Tori with her father Neeme Jarvi, was one of the “hits” of the festival. Named for the annual comet shower arising in the constellation Leo –itself a potent image for the Estonian soldiers – it was repeated on a marathon “Jarvi’s on the Lake” concert August 2 at Lake Leigo in South Estonia (a play on words, since jarv means “lake” in Estonian). Linked to the violin theme was the “Gypsy Devils,” an eight-piece gypsy band from Slovakia led by violinist Stefan Banyak. Their viscerally exciting concert at Parnu Concert Hall (a sellout July 21) featured a sensational cimbalom virtuoso, Ernest Sarkozi, and covered everything from Brahms Hungarian Dance No. 5 to “Zorba the Greek.” Two of Sarkozi’s encores were performed a) with a cloth before his eyes and b) the same cloth spread over the cimbalom. The two concerts led by students of the Jarvi Summer Academy (July 23 at Elisabeth Church, July 25 in Tori) gave festival-goers a look at a dozen podium aspirants from around the world (see “Reviews” on this site). They also included memorable performances by violinists Berman (Tchaikovsky’s “Souvenir d’un lieu cher,” a tribute to Parnu itself) and Sutherland (Arvo Part’s “Fratres”). The final concert led by Neeme Jarvi (July 29 at Parnu Concert Hall) featured violinists Rozendent, Kang, Gilman and Kuulmann in Vivaldi’s Concerto for Four Violins, Op. 3, No. 10, virtuoso bon-bons by Gilman, Trynkos and Kang (Wieniaswski, Sarasate and Saint-Saens), cellist Geringas in Tchaikovsky’s Nocturne, Op. 19, and a virtuoso turn of his own, Rimsky-Korsakov’s “Flight of the Bumblebee,” followed by Tretjakov’s climactic Tchaikovsky Concerto. As in past years, the 2008 Oistrakh Festival was definitely worth crossing the ocean to hear. However, it is a shame that more people do not know about this “well kept secret” on the shores of the Baltic.
Summer is a world class attraction itself, with its perfect weather, white sand beach, leafy parks, impressive “old town” (dating from the 13th century), charming residences and flowers everywhere. Not to mention the famous health spas, where guests are pampered with body-nourishing activities and therapies of all kinds. And yet … Situated in paradise or not, Parnu’s (and Estonia’s) great summer festival needs more than stewardship and love, however sincere and devoted, to thrive. It needs business and promotional acumen, increased human resources and whole-hearted support, both public and private. Support doesn’t mean joining the rhythmic clapping that typically ends Oistrakh Festival concerts. It means financial and in-kind support and staff in adequate numbers with enhanced business and language skills (knowledge of English is in fact necessary to negotiate in today’s international arena). Each year a bare bones staff of two or three – with big hearts and the best of intentions – tries to do it all: hiring, promotion, care and feeding of artists, etc. In charge of the Jarvi Summer Academy this year -- virtually alone, indefatigable and remarkably successful -- was Holger Kaasik, 19. He should be cloned. Funding shortfalls (inevitable in today’s sluggish economy) aggravate the problem. Engaging artists requires ample lead time because the best talent must be booked far in advance. Promotion is expensive and requires single-minded attention. Media support is vital and again must be cultivated well in advance. Government support, Europe’s ace-in-the-hole comes and (increasingly) goes in today’s uncertain economy. Private sponsorship – and I met some very enthusiastic sponsors at a post-festival reception at Parnu’s Victoria Hotel – must be found to breach the gap. Estonians like Neeme Jarvi and his family have a natural affinity for their native land and for Parnu, where they, like Oistrakh, spent many happy summers. Artists and ensembles from around the world are eager to work with them, but is there an over-dependency problem? ”The Oistrakh Festival is inside me and I can’t get rid of it,” said Jarvi (Neeme) at the reception at the Victoria Hotel. But was his performance of Haydn’s “Farewell” Symphony, which closed the final concert with candles extinguished one by one as the musicians exited the stage, a signal? Should the concept of the festival itself be altered or expanded? The sapling that has taken root in Parnu can become hardy and strong -- just like the thousands of trees I saw being planted by Estonians on an archival video at the Parnu City Museum. Light, air, water and fertile soil do it for trees. Human endeavors need something like that, too.

CD REVIEW: Beethoven Symphonies 3, 4, 7, 8


January 20, 2008
Beethoven par Paavo Järvi, le choc dont on ne se remet paslko
Bertrand Balmitgere
http://classiqueinfo-disque.com/spip/spip.php?article50&lang=fr
Encore un nouveau cycle des symphonies de Beethoven direz-vous ! C’est vrai qu’ils sont légions ces dernières années, avec plus ou moins de succès. On peut citer Abbado par deux fois (DG et Euroarts en DVD), Rattle (Emi), Norrington (Hänssler), Vanska (Bis), Pletnev (DG), Drahos (Naxos), Haitink (LSO live), Skrowaczewski (Oehms), la liste serait encore bien longue. Car depuis que la nouvelle édition Barenreiter de ces œuvres par Jonathan Del Mar a vu le jour, tout le monde à cherché à innover, le premier fut, à grand renfort de publicité à ce sujet David Zinman (Arte Nova), non sans une certaine réussite.
Alors que pouvait-on espérer d’un nouveau cycle par Järvi ? Et bien qu’il nous surprenne tous ! Qu’il nous prouve que même dans ces symphonies archi-connues, on peut encore et toujours aller plus loin, s’émerveiller de couleurs, de détails jusque là jamais vus et entendus. C’est en cela que Järvi se montre novateur, pour ne pas dire précurseur. Tout semble avoir été savamment calculé, Järvi a une ligne directrice et il s’y tient.
Le premier coup de génie tient dans le choix de l’orchestre, une formation à effectif réduit, la Deutsche Kammerphilarmonie de Brême. Réduit dans les effectifs, tout au plus une quarantaine de musicien, mais pas dans le talent ni dans la sonorité. Pour avoir assisté au cycle complet lors du festival de Strasbourg en juin 2007, cette formation a un son assez surprenant. C’est tendu, puissant, mais pas sans nuances, bref idéal pour de telles symphonies, surtout pour l’optique dans laquelle les place Järvi.
Le chef a pour lui la jeunesse, un œil neuf, mais surtout beaucoup de suite dans les idées. Sa démarche est plus que claire, donner un Beethoven, léger, vif, limpide, puissant, et en un mot fulgurant, tout cela sans omettre de conserver l’esprit des œuvres, et là est la prouesse. Trop de chefs ont cherché à « dégraisser » les symphonies de Beethoven, pour au final en faire du Mozart voir du Haydn bis. A quoi bon ? Autant à ce compte là en rester à Karajan ou Furtwängler. Non Järvi est le premier à avoir réussi la parfaite synthèse entre la filiation Mozartienne et l’avant-gardisme romantique de Beethoven. De Mozart il a donc la grâce, la beauté et la légèreté, et du romantisme, la fougue, parfois la fureur et cette force inébranlable de la musique. Des deux enregistrements récemment parus, celui de l’Eroica, couplé avec la huitième, en est le plus parfait exemple. Quel torrent de lave que le premier mouvement de l’héroïque ! C’est un flux torride que rien ne saurait arrêter, irrésistible. Nous ne sommes pas prêt d’oublier notre première audition de ce disque, une vraie révélation. L’impression de redécouvrir cette œuvre. Une fois que le voyage commence le reste de la symphonie semble trop court, tellement on aimerait en profiter plus. Dieu merci, la huitième symphonie est là pour prolonger le plaisir. Et quel plaisir ! Car le miracle est permanent, il se prolonge au-delà de la seule troisième. On est bercé tantôt dans Haydn, tantôt dans le Beethoven qui annonce déjà la symphonie chorale. L’esprit de l’œuvre est là, honnêtement nous ne connaissons pas de huitième plus aboutie que celle-ci, hormis celle de Karajan datée de 1977, dans son légendaire cycle. On pourrait en dire tout autant pour l’héroïque d’ailleurs.
Pour ce qui est des symphonies du deuxième enregistrement, comprenant les n°4 et7, ne nous répétons pas, car les qualificatifs seraient les mêmes que pour le premier disque. Järvi réédite l’exploit, démontrant que son propos peut s’adapter à des œuvres plus dramatiques comme la septième, ce qui augure de très bonnes choses pour la suite du cycle qui s’annonce déjà. Pour conclure, nous nous garderons bien de noter, de juger ou pire de jouer au jeu des comparaison plus longtemps car en tant qu’amoureux de la musique de Beethoven comme vous en somme, nous nous contenterons de laisser parler notre cœur ici, et celui-ci dit que Järvi est ce que s’est fait de plus enthousiasmant dans Beethoven depuis le cycle d’Abbado avec les Berliner Philharmoniker à Rome (Euroarts). Pour avoir parlé et sympathisé avec Paavo Järvi, lors de ses concerts strasbourgeois, il a très clairement exprimé ce souhait de libérer Beethoven du poids de la tradition qui l’a parfois rendus trop lourd, trop pesant. Järvi lui a donc rendus ses ailes.
Ludwig Van Beethoven (1770-1827), Symphonies n°3 en Mi bémol majeur Op.55 « Eroica » et n°8 en Fa majeur Op.93 ; Symphonies n°4 en Si bémol majeur Op.60 et n°7 en La majeur Op.92 Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Paavo Järvi, direction 2 SACD RCA 82876 845182 et 88697 156202, enregistrement en studio à Berlin 2004-2006.

Wednesday, August 06, 2008




A programme about the Beethoven Symphonie no 5 with Paavo
August 12, 2008

Wege zu Beethoven Er hat sehr lange Schatten geworfen: Ludwig van Beethoven. Große Komponisten wie Johannes Brahms und Anton Bruckner hatten es schwer, in der Nachfolge des übermächtigen Sinfonikers ihre eigene musikalische Stimme zu erheben. Und bis heute gilt die Interpretation der Beethoven-Sinfonien für viele als das Maß, an dem sich die Güte eines Orchesters und seines Dirigenten ablesen lässt. Aber ist Beethoven heilig? Nein – fand Chuck Berry ("Roll over Beethoven"). Nein – fand der britische Musik-Komiker Dudley Moore, der Beethovens Klaviersonaten auf’s Korn nahm. Nein - findet auch der Pop-Produzent Mousse T., der seine Studios in Hannover hat und mit Songs wie "Sex Bomb" und „Horny“ Welthits landete. Er hat sich mit dem HR-Sinfonieorchester und Dirigent Paavo Järvi für ein ungewöhnliches Projekt zusammen getan: "A Taste of Beethoven’s Fifths", bei dem das Sinfonieorchester auf Mousse T. und seine Band traf. "5th Disco", "Ludwig of Arabia", "Beatoven" - das Resultat war überraschend und dank geschickter Arrangements keinesfalls plump. Ausschnitte aus diesem Cross-Over-Konzert sind in der heutigen "Klassik Musikwelt" zu hören. Aber puren Beethoven gibt es natürlich auch. Dass ausgerechnet Paavo Järvi sich auf die Begegnung mit Mousse T. eingelassen hat, mag erstaunen. Schließlich widmet er sich derzeit mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien. Mit Erfolg: Nach den ersten beiden CDs wurde die Kammerphilharmonie mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2007 ausgezeichnet. Ende August kommt die neue CD auf den Markt, mit der 5. und der 1. Sinfonie. Wir stellen sie in dieser Sendung schon mal vor.
Am Mikrofon: Friederike Westerhaus

L'Etat s'engage!






July 21, 2008
http://www.lenouvelliste.ch/fr/news/valais/l-etat-s-engage_9-96296

VÉRONIQUE RIBORDY
VERBIER FESTIVAL
Alors que l'orchestre de Verbier a entamé sa dernière saison sous le patronage d'UBS, l'Etat du Valais et la commune de Bagnes s'engagent financièrement pour l'avenir.
L'orchestre de Verbier sera repris par le canton du Valais et la commune de Bagnes. Cette nouvelle est tombée en ouverture du festival. Martin T:son Engstroem, directeur artistique, l'annonçait au public de la tente de Médran vendredi soir en présence de Claude Roch, chef du Département de la culture, et d'autres conseillers d'Etat venus montrer leur soutien à la manifestation.
UBS a soutenu cet orchestre pendant neuf ans, lui assurant non seulement les concerts durant le festival à Vebier, mais prenant aussi en charge les tournées qui ont rencontré de grands succès dans le monde. Cent millions de francs, onze millions par année, c'est ce que le mécénat de cette grande banque a déboursé pour l'orchestre. Il est déjà clair que l'Etat du Valais et la commune de Bagnes ne pourront pas rivaliser. Il faudra probablement renoncer aux tournées (la dernière a amené les jeunes à jouer aux USA et en Europe avec Martha Argerich, sous la direction de Charles Dutoit), à moins de recourir à d'autres financements. D'autres détails seront donnés ce lundi à Verbier, lors d'une conférence de presse très attendue.
Ere nouvelle. Cette annonce signe le début d'une ère nouvelle pour le festival. Les politiques valaisans ont pris désormais la mesure de ce que ce festival apporte au Valais en termes d'image et d'apport économique. Quelques chiffres au hasard: 8500 nuitées. Soit le nombre de nuitées payées par le festival dans la région chaque été pour loger les musiciens, les administrateurs, etc. Un chiffre qui ne comprend évidemment pas les nuitées payées par le public. Encore un chiffre,12 millions de francs: l'impact estimé sur l'économie régionale.
En ouverture du festival vendredi, les jeunes ont retrouvé le jeune chef estonien Paavo Järvi qui avait déjà pris le relais de Lévine au pied levé l'an dernier. L'orchestre a été très applaudi pour son interprétation vigoureuse et pleine d'esprit d'une pièce de Brahms, transcrite par Schönberg. Le public a pu savourer tout ce qui fait l'originalité et le talent de cet ensemble: son enthousiasme, sa fraîcheur, la virtuosité de ses jeunes solistes qui font sa réputation d'un des meilleurs orchestres du monde. L'orchestre donnera encore une demi-douzaine de concerts. Mais il n'est pas nécessaire d'avoir un billet pour l'entendre. Tous les matins, vers 10 heures, l'orchestre répète. Les répétitions sont ouvertes gratuitement au public.

Jubel um Paavo Järvi






July 21,2008
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/city-talk/roter-teppich-frankfurt/2008/06/30/dirigent-paavo-jaervi/des-hr-sinfonieorchester-beginnt-das-rheingau-musik-festival.html
Für Sport interessiert sich Sha Katsouris zwar nich, aber bei den Olympischen Spielen drückt die Frankfurter Geigerin ihrem Heimatland China die Daumen.
Ein Leben für die Musik
Chinesin Sha Katsouris spielt "erste Geige" im Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks
FRANKFURT. Wenn am 8. August die Olympischen Spiele in China beginnen, wird fern der Heimat auch Sha Katsouris mitfiebern. "Ich bin stolz, dass die Spiele dort stattfinden", sagte die 34-jährige Chinesin, deren Familie in Peking lebt. Eigentlich interessiert sie sich für Sport eher am Rande, da ihr Leben ganz der Musik gehört. Schon im Alter von viereinhalb Jahren begann Sha, die ihren griechischen Nachnamen ihrem Ehemann verdankt, mit dem Geigespielen. Über das Studium in den USA kam sie 1998 nach Deutschland. Heute spielt sie "erste Geige tutti" im renommierten Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks in Frankfurt - als eine von 33 Violinisten.In China erlebt derzeit die klassische europäische Musik - ähnlich wie zuvor in Japan und anderen asiatischen Ländern - einen gewaltigen Aufschwung. Anders als in Europa gehen in Asien vor allem junge Leute in Konzerte, wie Sha berichtet. "Sie sind das Publikum der Zukunft für die Klassik." Das konnte sie selbst erleben, als sie mit dem HR-Sinfonieorchester unter seinem Chefdirigenten Paavo Järvi Ende Mai in China gastierte. Die Konzerte unter anderem im National Grand Theatre in Peking waren Teil des offiziellen Kulturprogramms der Bundesregierung im Vorfeld der Spiele.Inzwischen haben in China alle großen Städte auch Sinfonieorchester - auch wenn sie noch nicht mit den großen Klangkörpern in den USA oder Europa mithalten können. Deutschland hat aus Shas Sicht in der klassischen Musik immer noch eine Sonderstellung. "Was die Musikalität angeht, haben die Leute hier einfach andere Vorstellungen", sagt sie.Sha hat eine kleine internationale Bilderbuchkarriere gemacht: Mit 15 Jahren war sie Preisträgerin des Yehudi-Menuhin-Wettbewerbs in England, mit 17 Jahren ging sie zum Studium in die USA. Vor zehn Jahren setzte sie dann ein Aufbaustudium an der Musikhochschule in Freiburg fort, bevor sie ein Jahr später vom HR-Sinfonieorchester engagiert wurde. Dort fühlt sie sich sehr wohl.Das gilt auch für das Leben in Frankfurt, wo sie vor allem die Toleranz und die Multikulturalität schätzt. Allein im Orchester sind 24 Nationen vertreten. Neben der Arbeit im Orchester gehört Shas große private Leidenschaft dem Hába Quartett, mit dem sie - auch zeitgenössische - Kammermusik macht und oft unterwegs ist. Dabei ist sie nicht frei vom "Perfektionsanspruch", wie sie sagt. "Es ist nie genug", sagt sie.In ihrer chinesischen Heimat - ihre Mutter hat dort als Hochschul-Professorin Geige unterrichtet - ist die temperamentvolle Sha Katsouris mindestens einmal im Jahr zu Besuch. Der Onkel hat ihr bereits einige große Sportstätten gezeigt, als noch überall fleißig gebaut wurde. Viel Hektik und Lärm haben die Olympischen Spiele für Peking zwangsläufig mitgebracht, sagt sie. Beim Thema Menschenrechte und Politik gibt sie sich sehr zurückhaltend und vorsichtig. "So viele Menschen überhaupt zu regieren, ist großartig", ist ihr dann doch als Statement zur chinesischen Führung zu entlocken. Der Sport könne verbindend wirken. "Ich hoffe, dass die Spiele ein Erfolg werden."
Thomas Maier

Vorverkauf für die neue Saison des hr-Sinfonieorchesters startet



Ein starkes Team: Chefdirigent Paavo Järvi und der „Artist in Residence“ der nächsten Saison Christian Tetzlaff Foto: Manfred Roth
July 30, 2008

Klassik-Matinée in hr2-kultur mit Verlosungen, Interviews und viel Musik
Eine Sondersendung in hr2-kultur stimmt am Samstag, 9. August, von 10.05 bis 12 Uhr auf die neue Konzertsaison des hr-Sinfonieorchesters ein. Gespräche, Musikbeispiele und Porträts in dieser besonderen „Klassik-Matinée“ geben einen Vorgeschmack auf die kommende Spielzeit. Mit etwas Glück können Hörer auch Abonnements gewinnen. Der Karten- und Abo-Vorverkauf startet am Montag, 4. August. Was erwartet der neue „Artist in Residence“ Christian Tetzlaff von seiner Zusammenarbeit mit dem hr-Sinfonieorchester und Chefdirigent Paavo Järvi? Darüber spricht hr2-Moderatorin Karmen Mikovic mit dem Geiger. Orchestermanagerin Andrea Zietzschmann verrät Höhepunkte der kommenden Saison, ob bei den Sinfoniekonzerten in der Alten Oper Frankfurt, den Barockkonzerten im hr-Sendesaal, der Gegenwartsmusik oder den Konzerten in Hessen. Wer dann Lust auf besondere Konzerterlebnisse bekommt, kann direkt sein Glück versuchen. Während der Sendung in hr2-kultur sind drei mal zwei hochwertige Abonnements zu gewinnen. Viele gute Gründe für ein Abonnement: Mit einem Abonnement kann man bis zu 51 Prozent gegenüber Einzelkarten sparen. Mit Abo-Karten hat man einen festen Sitzplatz, und sie sind übertragbar. Man erhält eine hr-musik.card, die zu 25 Prozent Rabatt auf alle weitere hr-Konzerte berechtigt und zu zehn Prozent Rabatt im hr-Shop. Es gibt elf unterschiedliche Angebote vom Starter-Paket bis zum großen Sinfonie-Abonnement zu Preisen zwischen 24,30 und 294 Euro, inklusive freie Fahrt mit dem RMV.
Der Hör-Tipp: „Klassik-Matinée mit dem hr-Sinfonieorchester“ hr2-kultur, Samstag, 9. August, 10.05 bis 12 Uhr Frequenzen: 96,7MHz, 95,5 MHz, 99,6 MHz Saisonbroschüre, Aboberatung: Telefon: 069/155-4111 Mail: Abo@hr-ticketcenter.de Weitere Infos im Internet:
Hessischer Rundfunk Pressestelle Bertramstraße 8 60320 Frankfurt am Main Telefon (069) 1 55-4403 Fax (069) 1 55-21 26 hwarnke@hr-online.de

Oistrakh Festival 2008


July 29, 2008

Lauljanna ja pianist Aleksandra Lubtšanski sooviks Pärnus tulevikuski esineda.

Esinejad naudivad Oistrahhi-festivali 29.07.2008



Saksamaal elav venelannast lauljanna Aleksandra Lubtšanski kiidab Pärnut ja festivali korraldust ning loodab siin tulevikuski esineda.
Lubtšanski peatus Pärnus viibitud kolme päeva jooksul sanatooriumis Tervis nagu paljud teisedki festivali esinejad.
Soojale ilmale vaatamata tuleb Ljubtšanski kokkusaamisele, popp must tikandiga mantel seljas. Ja must kleit ning mustad sukkpüksid. “Mulle meeldib must värv, see nagu kaitseb,” põhjendab ta.
Ljubtšanski kuulub nende muusikute hulka, kes suudab end silmapaistvalt realiseerida mitmel alal. Nii on ta suurepärane sopran, aga astub üles pianistinagi.
“Minu unistus on anda välja heliplaat, kus laulan ja mängin klaverit, aga mitte nii, et ma iseennast klaveril saadan,” ütles Ljubtšanski.
Lauljanna on palju esinenud väikestes Saksa teatrites ja talle on tuttav poliitikute soov majandusprobleeme kultuuri arvelt lahendada.
Ljubtšanski on Neeme ja Paavo Järviga vesteldes kuulnud Oistrahhi-festivali rahamurest ja on veendunud, et muusikaüritust ei tohiks mingil juhul kaduda lasta. “Olete teinud suurepärase festivali ja seda lõpetada oleks suur viga,” arvas ta.
Pärnusse jääks lauljanna meelsasti pikemaks, kui uued tegemised ees ei ootaks.
“Mulle meeldib siin väga, on rahulik ja vaikne,” kiitis lauljanna. “Ja toidud on lihtsad, aga väga maitsvad.”
Pärnus meeldis lauljannale seepärastki, et siin tutvus ta lähemalt Järvidega. “Muidugi teadsin Neeme Järvit, teada teatakse ju kogu maailmas, Venemaal ja Saksamaal armastatakse teda väga. Aga nüüd nägin, kui imetlusväärne pere see on, kuidas nad omavahel suhtlevad,” rääkis Ljubtšanski.
Oistrahhi festivali lõppkontsert on täna õhtul.


Eesti muusikud maailmalavadel: Eesti Vabariik 90



Priit Kuusk
Ilmunud: reede, 01 august 2008
Eesti Filharmoonia Kammerkoor laulis 8. VII Püha Donati festivalil Sloveenias Zadari St Francise kloostris, kavas Kedrovi „Ottše naš”, Arvo Pärdi „Kaks slaavi psalmi”, „...which was the Son of...” ja „Nunc dimittis”, viis osa Urmas Sisaski „Gloria Patri’st” ja 11 osa Rahmaninovi „Öisest teenistusest”, juhatas Paul Hillier. Hillieri käe all esineti 10. ja 11. VII ka Cheltenhami festivalil, esimeses kavas „Arvo Pärt & Ars Antiqua” Pärdi neli teost ning Veljo Tormise „Piiskop ja pagan”, teist kava raamisid Tormise „Laulusild” ja „Jaanilaulud”, samas Cyrillus Kreegi „Sirisege, sirbikesed”, „Maga, maga, Matsikene” ning „Mis sa sirised, sirtsukene?”, Pärdi „Dopo la vittoria”, Sibeliuse „Rakastava” ja osad Sisaski „Gloria Patri’st”.
Veljo Tormis oli valitud seekordse Cheltenhami festivali heliloojaks, ta oli publiku ees 11. VII ka kontserdi eel, vesteldes festivalijuhi Meurig Boweniga. Tormist kõrvuti Pärdiga laulis festivalil 7. VII enne veel menukaimalt ETV tütarlastekoor Aarne Saluveere juhatusel. Kolm festivalikontserti läksid nimetuse all „Eesti ja Veljo Tormis”.
22. VI toimus Nagoyas Aichi Art Centre’i 1400-kohalises hallis täissaalile Veljo Tormise meeskooriloomingu kontsert, esinemas Tokai Meeskoor, juhatasid Ants Soots ja ettevõtmise algataja oma koori ees Chifuru Matsubara. Kava koosnes neljast plokist: „Koit” („Laulusild”, „Piiskop ja pagan”, „Muistse mere laulud”), „Kalender” („Kotkas lendas kirdest”, „Muret palju”, „Vepsa talv”, „Jõulud tulevad”), „Palve” („Pikse litaania”, „Kaitse, Jumal, sõja eest”, „Kolm mul oli kaunist sõna”), „Mälestus” („Hääled Tammsaare karjapõlvest”, „Helletused”). Ants Sootsi sõnul oli huvi Tormise vastu taas väga suur, kohale sõideti päris kaugetest paikadest, sest jaapanlased tundvat Tormise loomingu ürgsetes algetes mõndagi ka endale lähedast. Menuka kava lisapalaks juhatas Soots Alfred Karindi „Öölaulu”.
Arvo Pärdi „Passacaglia” uus versioon (kahele viiulile, vibrafonile ja keelpillidele, 2007) sai 30. VI Riia esiettekande Kremerata Balticalt, soleerisid Gidon Kremer ja Alina Ibragimova. „Fratres’t” mängis 18. VII Sydneys Austraalia KO, juhatas Richard Tognetti, ülehomme on see kavas Uus-Meremaal Aucklandi raekojas. 30. VII kõlab Davosi festivalil Kongressikeskuses „Orient & Occident”, mängib Camerata Schweiz, juhatab Jean Deroyer. Leipzigi Gewandhausorchester mängis Pärdi „Cantus’t” oma tuuril juunis kava avanumbrina mitmel pool Euroopas (Milano, Viin, Glasgow, London, Pariis), juhatas Riccardo Chailly.
Erkki-Sven Tüüri V sümfoonia tuli 18. VII Riia esiettekandele, Läti Rahvuslikku SOd juhatas Andris Veismanis. Iiri Rahvuslik Kammerkoor laulis tema „Meditatio’t” eile Dublinis Rahvusgaleriis, juhatas James Wood.
Davosi festivalil Šveitsis esitab Atrium Quartett Kongressikeskuses 29. VII Tüüri „Confession’i”, 30. VII on Camerata Schweizi (dirigent Jean Deroyer) kavas samas Tüüri „Action, Passion, Illusion”, „The Path and Traces” ning „Insula deserta”, samuti Helena Tulve Kontsert viiulile ja keelpillidele ning Märt-Matis Lille „The River of Heaven”. Erkki-Sven Tüür on valitud festivali heliloojaks. Ta annab lisaks oma muusika ettekannetele ka avaliku kompositsioonimeistrikursuse Davosi Hotel Montanas 29. VII, kus tema juhendada on kaks noort šveitsi heliloojat Cécile Marti ja Laurent Mettraux. Festivali sponsor Credit Suisse avaldas 14. VII oma veebiajakirjas Dorothée Enskogi huvitava intervjuu Tüüriga „Estonian Composer Explains His Compositions”.
Eesti Vabariigi poolt pühendusega sünnipäevakontsertidest toimus viimase, kingitusena Suurbritanniale: 8. VII tuli esmaettekandele Urmas Sisaski teos „Veni Creator Spiritus” Londonis Knightsbridge’i St Pauli kirikus. Esitasid ETV tütarlastekoor ja Royal Music College’i kammerkoor, juhatasid Aarne Saluveer ja Joy Hill, kohal oli ka autor.
Neeme Järvil olid kontserdid Amsterdami Concertgebouworkestiga 23. – 29. VI, algul kodusaalis, seejärel kaks kava Londoni Barbicanis: Weberi „Euryanthe” avamäng, Schumanni I sümfoonia, Mussorgski „Pildid näituselt”; Messiaeni „Turangalîla sümfoonia”. Samad kaks kava mängiti ka Granadas Carlos V palees. 2. VII juhatas Järvi Amsterdamis Haagi Residentie Orkesti: Tšaikovski I klaverikontsert (solist Boris Berezovski) ja V sümfoonia; 13. VII Monte Carlo FOd Palais Princier’s, kus Raveli, Stravinski ja Rahmaninovi kavas solistina samuti Berezovski.
Paavo Järvi juhatas taas „Valgetel öödel” Peterburis Maria teatri SOd, 10. VII kavas Sibeliuse sümfooniad nr 2, nr 6 ja nr 7. Verbier’ festivalil juhatas ta Salle Médranis festivali orkestrit: 18. VII R. Straussi „Don Juan”, Mozarti Kontsert nr 24 (solist Radu Lupu) ja Brahmsi Klaverikvartett nr 1 (Schönbergi seades); 20. VII kavas kõlasid Tšaikovski „Romeo ja Julia”, Beethoveni Kolmikkontsert (Mayuko Kamio, Alisa Weilerstein, Jonathan Gilad) ning Rahmaninovi II sümfoonia.
Kristjan Järvi teeb 30. VII debüüdi National Repertory Orchestraga Colorados Breckenbridge’i suvefestivalil: Bernsteini „3 Meditations from Mass”, Bruchi Viiulikontsert, Brahmsi IV sümfoonia.
Olari Elts lõpetas 14. VII Luzerni SO kümne kontserdiga Jaapani turnee (Tōkyō, Yokohama, Matsumoto jt), kavades Brahmsi I, Beethoveni VII sümfoonia, Mendelssohn ja Weber, Tšaikovski Viiulikontsert, Chopini II ja Griegi Klaverikontsert (solist Nikolai Tokarev).
Sarjas „Eesti pianistid” esines Peep ja Sten Lassmanni järel Pariisis l’Hôtel National des Invalides’i suures saalis 27. VI Mihkel Poll, kavas Beethoveni Sonaat nr 21, Šostakovitši Sonaat nr 1, Chopin, Ravel ja Helena Tulve „Kolm laulu”.
Kristjan Randalul möödus 2. – 7. VII altsaksofonist Matteo Sabattini kvartetis (NYQ) neli kontserti Itaalias (Budrio, Elba, Castelfranco), 10. – 12. VII esines ta Bodo Janke Groupis kavaga „global.dance.kultur” Karlsruhes, Münchenis ja Stuttgardis.
29. VII toimub Belgias Brüsseli katedraalis Andres Uibo oreliõhtu, kavas on Sibelius, Bach, Mendelssohn ja Uibo.
Selvadore Rähni juhatas 4. ja 5. VII klarnetimeistrikursust Karlsruhe muusikaülikoolis (teemal C. M. von Weberi klarnetikontserdid, orkestriliteratuur klarnetile jm). Ta esines ka koos pianist Tuuli Rähniga Brahmsi Klarnetitrios kursuste lõppkontserdil Karlsruhe Badische Staatstheateris.
Annely Peebo laulis Bari Teatro Piccinnis 1. ja 3. VI Wagneri „Reini kulla” kontsertetendustel Flosshilde osas, Wotan oli Albert Dohmen.
Monika-Evelin Liiv esines taas Londonis JPYA noorteprogrammis: 30. VI oli ta de Falla „El amor brujo” solist koos Southbank Sinfoniaga Kuningliku Ooperi kammerlaval Linbury Studios.
Tallinna muusikakeskkooli kammerorkester Risto Joosti juhatusel sai 16. VII Viinis keelpilliorkestrite I preemia ning oli parim esineja kogu konkursil „Youth & Music in Vienna”. Mängiti Mozarti Divertismenti ning Erkki-Sven Tüüri „Passion’i” ja „Illusion’i”.



Leigo Järvemuusikal esinevad kõik Järvid
August 1, 2008

Toimetaja: Merilin Kruuse
Artikli püsiviide http://www.epl.ee/artikkel/437197

Foto: Kristo Nurmis
Leigo järvemuusikafestivali avaüritusena leiab homme aset harukordne muusikute Järvide paraad, kus esineb enam kui tosin selle kuulsa suguvõsa interpreeti.
Kümme Järvit astub üles kell 17 algavas kaheosalises ulatuslikus kammerkavas, kolm dirigenti Järvit aga kell 20 algavas sümfoonilise muusika programmis, vahendasid
ERR uudised.
Kammermuusika kaks tundi Leigo väikesel järvel sisustavad tšellist Teet Järvi ja pianist Mari Järvi ning nende viis last: noorematest alustades Martin (viiul), Madis (vioola), Mihkel (klaver), Miina (viiul) ja Marius (tšello).
Samal kontserdil astuvad üles Mozarti flöödikvartetis Neeme Järvi tütar flötist Maarika Järvi, Vivaldi pikoloflöödikontserdi solistina Kristjan Järvi abikaasa Hayley Järvi ning Paavo Järvi viiuldajast abikaasa Tanja Järvi on koos Miina Järviga üks soliste Bachi kontserdis kahele viiulile.
Kõlab veel populaarseid kammerpalu Artur Lembalt ja Jean Sibeliuselt kuni Astor Piazzollani, aga ka ka Madis Järvi loodud Keelpillikvartett. Ühiselt moodustuvas orkestris mängitakse sisuka ja mitmekülgse programmi lõpetuseks Bachi Brandenburgi kontsert nr 4.
Sümfoonilises kaksiktunnis pool tundi hiljem esinevad suurel Leigo järvel Läti rahvuslik sümfooniaorkester ja segakoor Latvija, organist Aare-Paul Lattik, siin samuti Maarika Järvi, reekviemi solistidena Pille Lill ja Atlan Karp, dirigeerivad Neeme, Paavo ja Kristjan Järvi.
Kõlavad Saint-Saensi "Danse macabre", Griegi Süit nr 1 "Peer Gynti" muusikast, Urmas Sisaski Maarika Järvile pühendatud flöödikontsert "Leoniidid", Smetana "Vltava" ning suurõhtu lõputeosena Johannes Brahmsi "Saksa reekviem".

CD REVIEW: "Magma"





February 20, 2008
http://www.concertonet.com/ http://www.concertonet.com/scripts/cd.php?ID_cd=1192


Erkki-Sven Tüür : Symphonie n° 4 «Magma» – Inquiétude du fini – Igavik – The Path and the Traces
Dame Evelyn Glennie (percussion), Chœur de chambre de la Philharmonie estonienne, Chœur d’hommes national d’Estonie, Mihhail Gerts (direction),
Orchestre national symphonique d’Estonie, Paavo Järvi (direction)
Enregistré à Tallinn (7-11 juin 2006) – 67’22
Virgin Classics 0946 3 85785 2 9 (distribué par EMI)
Paavo Järvi tient à révéler à un large public international la qualité de la musique de son pays et plus particulièrement celle de quatre de ses compatriotes Eduard Tubin (1905-1982), Arvo Pärt (né en 1935), Lepo Sumera (1950-2000) et Erkki-Sven Tüür (né en 1959). Après Exodus (ECM New Series), «tüürmagma» devient le deuxième disque que Järvi consacre entièrement à Tüür, cet encore jeune compositeur estonien, percussionniste et flûtiste de formation, entre 1979 et 1983 membre fondateur du groupe de rock progressif In Spe, toujours en existence.Järvi choisit ici trois œuvres récentes écrites entre 2002 et 2006 et une plus ancienne de 1992, L’Inquiétude du fini pour chœur mixte, flûte, clarinette, basson et cordes sur un texte en français du poète estonien Tõnu Õnnepalu. On y sent les diverses influences que le compositeur a subies, à commencer par celle de son professeur, Lepo Sumera, dont l’écriture se base sur l’ancien chant runique, illusion par moments d’un style minimaliste qui, cependant, reste enraciné dans la tradition. Allant de l’avant par traits, par jets, Tüür juxtapose des cellules diatoniques, chromatiques et atonales et cultive les contrastes nés de rythmes heurtés, tournoyants ou calmes. Petit à petit, voix et pupitres se divisent, s’irisent et, au-delà des accords, le subtil contrepoint dynamique qui en résulte deviendra l’une des constantes de l’écriture de Tüür par la suite.L’œuvre majeure de la sélection est sans doute la Quatrième symphonie. Pour percussion solo et orchestre, elle porte le titre Magma et semble, en surface, évoluer de manière imprévisible comme le magma, le feu, les flammes, fumées et étincelles d’un volcan menaçant d’entrer en éruption. On peut en apprécier les grondements aux effets sismiques, les fulgurances soudaines aux couleurs intenses, et les éclosions et accalmies aux scintillants éclats d’obsidienne blanchis de lune. La symphonie n’est cependant nullement programmatique mais rigoureusement construite, son mouvement unique se subdivisant en quatre sections que l’on peut trouver classiques: introduction et allegro, scherzo, lento, et finale, avec cadence entre les deuxième et troisième sections. Ecrite pour Evelyn Glennie qui en assura la création en 2002, la partie de percussion s’intègre à l’ensemble orchestral, accentuant la conception symphonique et non concertante de l’œuvre, mais la place de la percussionniste devant l’orchestre en accuse le rôle important. Ce sont les différents timbres de la percussion qui délimitent les quatre sections, des sonorités les plus cristallines aux pulsations sombres de qualité parfois violente, en passant par le scherzo éruptif et la cadence à la batterie plus jazz.Les gestes orchestraux de Tüür exigent beaucoup des exécutants et l’interprétation de Paavo Järvi à la tête de l’Orchestre national symphonique d’Estonie détaille avec clarté les strates polyphoniques et polyrythmiques, la spatialisation timbrale aux développements harmoniques, la puissance sonore des «pyramides d’accords» (comme Tüür les dénomme lui-même), et l’éblouissante complexité des opalescences de cordes et de cuivres dans le registre aigu.De longs faisceaux étirés d’oscillants accords qui s’entrecroisent, des glissements harmoniques de blocs d’accords qui soudain se brisent en tourbillons et cascades pour se reformer aussitôt se posent sur le grondement d’une pédale dans le grave extrême des contrebasses. C’est ainsi, en enflant ou en étouffant le volume sonore, que Tüür évoque l’architecture intérieure d’une cathédrale crétoise et la résonance d’un plain-chant orthodoxe qui l’avait ému. La pièce est pour orchestre à cordes et porte le titre The Paths and the Traces, à la mémoire de son père et en souvenir de l’éclaireur que fut un temps en Estonie Arvo Pärt à qui l’œuvre est dédiée en l’honneur de ses soixante-dix ans (2005). On peut se laisser séduire par la clarté lumineuse de son apparente simplicité et la belle puissance des cordes de l’Orchestre national symphonique d’Estonie.L’œuvre la plus récente est une courte élégie composée en 2006 pour les funérailles de Lennart Meri, ami de Tüür, spécialiste de la culture finno-ougrienne, ancien déporté en Sibérie et président de l’Estonie entre 1992 et 2001. Igavik (Eternité) pour voix d’hommes et orchestre, fait aussitôt penser à l’œuvre pour chœur de Veljo Tormis, compositeur estonien né en 1930. Comme Tormis, Tüür s’inspire de la tradition chamanique estonienne, vieille de trois mille ans, pour le début de l’œuvre (impressionnant dans le grave). L’orchestre orne de manière de plus en plus complexe les motifs et les cellules rythmiques de la tradition pour aboutir à des textures changeantes d’un grand raffinement timbral. La composition exalte la vie de Meri en étant, comme Tüür le dit d’elle, «riche de luttes et de transformations».La qualité des deux chœurs – le Chœur de chambre de la Philharmonie estonienne, rejoint pour Igavik par le Chœur national d’Estonie (chœur d’hommes) – est toujours aussi remarquable.
Christine Labroche

More about Leigo Festival




August 4, 2008
Hulk järvi, paarkümmend Järvit ja tuli taevani
Urmas Vahe

AVALÖÖK: Leigo suvekontsertide sari tegi avalöögi Järvide perekonna mammutettevõtmisega. Pimeduse saabudes põles maa, taevas ja vesigi. (Teet Malsroos)
Laupäeval tegi Otepää külje all avalöögi Leigo suvekontsertide sari Järvide perekonna mammutettevõtmisega, mille avalöögi tegid maestro Neeme Järvi kolmanda põlvkonna muusikud kell 17. Suurmeister ise sai käed rüppe lasta ajal, mil kellaseierid hakkasid ketrama uue päeva esimesi minuteid.
Seega seitse tundi imelistest klassikutest kuni klassikalise muusika homse päevani, kus enam noote ei tunnistata, vaid muusika pannakse kirja umbmäärase joonena.
Lubatud oli valguse ja muusika imelist kooslust ja seda pakuti umbes 300 kuulajale täie raha eest, mis ei olnud sugugi mitte väga väike. Pimeduse saabudes põles maa, taevas ja vesigi. Väga lummav vaatepilt, mida tolleks ajaks saatsid õnneks juba sajandeid vastu pidanud helindid. Mõistagi tegi vaikse loomeõhtu omapäraseks, et vähemalt iga viieteistkümnes vaateplatsil nautleja või püünele pääsenu kandis perenime Järvi. Kui küsisin Kristjan Järvilt, palju Järvisid Leigol koos on, lõpes ta lakkamatu lai naeratus ja Euroopa-mõõdus superdirigent jäi mõttesse: "Ei teagi täpselt. Neid ei jõua ju üles lugeda. Aga umbes paari­kümne ümber kindlasti." Kellest lavale pääses neliteist. Ja ülejäänud jäid kinni hoidma lapsevankrist või emme-issi näpuotsast kindlasti.
http://www.sloleht.ee/index.aspx?id=289806&q=leigo

http://www.sloleht.ee/index.aspx?id=289852&q=leigo