Monday, September 30, 2013

Freiheitsdrang

Opernnetz.de
Christoph Broermann
27.09.2013
FIDELIO
(Ludwig van Beethoven)
27. September 2013
(Premiere) 
Musik
Gesang
Regie
Bühne
Publikum
Chat-Faktor
Unter dem Motto Verwandlungen findet das letzte Beethovenfest unter der Leitung von Ilona Schmiel statt. Und Beethovens einzige Oper Fidelio passt perfekt in dieses Schema. Leonore „verwandelt“ sich in den Mann Fidelio, um ihren Mann Florestan zu suchen, der in einem Gefängnis des Gouverneurs Don Pizarro unschuldig gefangen gehalten wird. Seit 2005 hat es keinen Fidelio mehr beim Beethovenfest gegeben. Dafür muss Entschädigung her, und so kann Schmiel für die zwei Aufführungen keinen geringeren als Paavo Järvi gewinnen, der mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen schon in der Ouvertüre beginnt, die Mauern des Gefängnisses zu erstürmen. Angekündigt ist die Oper als halbszenische Aufführung und zu den letzten Takten marschieren die Sänger auf, um sich auf den Stühlen vor dem Orchester aufzustellen. Doch der der letzte Ton ist kaum verklungen und die Hände heben sich zum Applaus, da werden plötzlich Rufe im Zuschauerraum laut. Irritierte Blicke finden einen Mann, der von hinten nach vorne läuft, dabei sichtlich erregt von Geld und Befehlen redet und mit einem Papierstapel herumfuchtelt. Ein Blick ins Programmheft erklärt, dass dieser Mann Ulrich Tukur ist, der für die Rezitation verantwortlich ist. Tukur spricht Texte eines gealterten Rocco, der auf die dramatischen Tage im Gefängnis zurückblickt, als er seine Tochter einem vermeintlichen Mann namens Fidelio versprochen hat und sich noch vor den Pizarros gefürchtet hat.
Leah Hausman, die für das szenische Arrangement verantwortlich ist, setzt Tukur dazu ein, die konzertante Ordnung aufzubrechen. Die Stühle werden zur Seite geschafft, einige auch mal wieder nach vorne geholt, wenn die Szene sie braucht. Marcelline bindet sich eine Schürze um ihr Abendkleid, Leonore braucht nicht mehr als ein Jackett, um sich in Fidelio zu verwandeln. Pizarro klammert sich an seine Reitgerte, eine Geste des Drohens und des verzweifelten Festhaltens gleichermaßen. Tukur macht die Angst und Verbitterung über seinen früheren Arbeitgeber deutlich, spricht im Flüsterton über ihn. In diese angespannte Stille klingelt ein Handy im Publikum – offensichtlich muss die Beethovenhalle ihre Erinnerung, das Handy auszustellen, noch deutlicher machen. Der Schauspieler hält inne, nach dem dritten Klingelton sagt er ganz erschrocken: „Da ruft er an!“
Tukur interagiert mit den anderen Personen. Sie bewegen sich über die breite Rampe der Bühne hinweg, was dem ganzen auch akustische Bühnentiefe gibt. Hausmans Umsetzung besticht durch Lebendigkeit, die nie aufgesetzt wirkt, mit kleinen wie prägnanten Gesten, die die Rollen lebendig machen. Wenn sich der Männerchor nach und nach von seinen Stühlen erhebt, um den Freigang der Gefangenen zu symbolisieren, braucht es keinen Bühnenzauber jeder Art. Zum Finale stürmen die Chorsänger die Chorpodeste, Männer und Frauen fallen sich in die Arme.
Die Solisten spielen, ohne wirklich zu spielen, ihre Rollen mit großem Einsatz. Zum Zentrum wird die Figur des Rocco – nicht nur dank Ulrich Tukur, sondern auch weil der stimmliche herausragende Dmitri Ivashchenko die Ambivalenz der Figur unterstreicht. Sein prägnanter Bass pendelt zwischen gemütlicher Vaterfigur und gefälligem, ängstlichen Untertan. Detlef Roth singt einen Minister mit weißer Weste. Bei Julian Prégardien hat Jaquino nicht nur die ängstlich-komischen Seiten eines Verlierers, sondern auch wohlklingend selbstbewusste Züge. Mojca Erdmann symbolisiert in diesem Umfeld mit ihrem schlanken Sopran die lyrische, naive Träumerei vom Familienglück, die jedes Ensemble wie ein Silberstreif am Horizont durchzieht. Evgeny Nikitin ist als Tyrann Pizarro pure, süffisante Bosheit, die er mit eisiger Schärfe vokal in Szene setzt. Der großartige Burkhard Fritz hadert als Florestan mit einem schönen, strahlendem Ton, der beim Happy End noch mal schöner klingt. Über die Schwierigkeiten der großen Arie Gott, welch Dunkel hier singt er fast mühelos hinweg, nicht aber über deren Ausdruck. Cécile Perrin übernimmt für die erkrankte Emily Magee kurzfristig die Partie der Leonore und wirft sich mit Leidenschaft in die Rolle der selbstlos liebenden Frau. In den dramatischen Szenen und im Jubelchor demonstriert sie ihre Stimme in aller Pracht und kompensiert manche Ungenauigkeit in den Piani.
Der von Michael Alber einstudierte Deutsche Kammerchor macht nichts weniger, als sich die Seele aus dem Leib zu singen – aber das höchst kultiviert. Ebenso an der Grenze zu Superlativen musiziert die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Allein die mit vollem Köpereinsatz musizierenden Streicher stehen für die Entschlossenheit des Orchesters, diesen Fidelio mitzuprägen. Paavo Järvi nutzt für seine kraftvolle, mustergültige Interpretation auch die individuelle Klasse der Musiker aus. Mit wuchtigen Gesten peitscht er das Orchester zu spannenden Momenten, die man im besten Kinofilm nicht besser zu sehen bekommt. Dazwischen setzt er immer wieder Zäsuren der Ruhe und Hoffnung.
Der Atem der Revolution, wo sich Menschen gegen Unrecht und Missachtung der Menschwürde auflehnen – in dieser Aufführung ist er spürbar – etwa wenn von draußen der Trompetenstoß hereinweht, der den Tyrannen unschädlich macht. Doch es ist wie mit Pfingsten und dem Heiligen Geist. Nicht alle im Publikum lassen sich von ihm erwischen. Der Nachbar vollzieht den Schlaf des gerechten Träumers, und in der Reihe davor zeigen sich junge Erwachsene fremdsprachige Nachrichten auf dem Smartphone. Doch der starke Schlussapplaus zeigt, dass sich der Großteil von dieser berührenden, nachdenklich machenden Aufführung hat gefangen nehmen lassen.
Wer sich selbst einen Eindruck davon machen möchte: Radio WDR 3 sendet eine Aufzeichnung der Aufführung am 20. Oktober.
http://www.opernnetz.de/seiten/rezensionen/bon_fid_bro_130927.htm

Sunday, September 29, 2013

Musikfest: Beethovens „Fidelio“ eine Sternstunde in der Glocke

Weser-Kurier
Markus Wilks
27.09.2013
Vollendet. Endlich. Mit den Interpretationen der Beethoven-Sinfonien hat die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen die globale Klassikwelt erobert und selbst in New York und Salzburg für Furore sorgen können. Nun, nach einigen Jahren des Wartens, musizierte das Orchester in einem Musikfest-Sonderkonzert Beethovens einzige Oper „Fidelio“ in der Glocke– eine Sternstunde.
Manchmal ist es nicht so einfach, Wünsche in Taten umzusetzen, denn viele Details und Interessen müssen einfach stimmen. Umso größer ist das Glücksgefühl, dass die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr künstlerischer Leiter Paavo Järvi sich jetzt mit „Fidelio“ beschäftigt haben. Ermöglicht wurde dieses Projekt (finanziell) sicherlich auch dank des Bonner Beethovenfestes, bei dem „Fidelio“ heute und übermorgen gegeben und dabei für das Radio aufgenommen wird.
Während sich das Orchester bei der stürmisch gespielten Ouvertüre noch ein wenig sortieren musste, wurde alsbald der exemplarische Rang dieser Beethoven-Interpretation deutlich. Wie man es vom Sinfonien-Zyklus kennt, überwältigten die Musiker mit ihrer energievollen Spielweise. Insbesondere die Kombination aus scharfen, aber nicht unkultivierten Blechbläsern mit der ungewöhnlich hart gespielten Pauke prägt Järvis Beethoven-Verständnis. Traumhaft schöne Holzbläserpassagen und meistens ideal aufeinander hörende Streicher komplettieren diese wilde Seite zu einem komplexen Beethoven-Bild.
Dass Järvi den Schlussjubel „Wer ein holdes Weib errungen“ bis an die Grenze des Spielbaren aufgeheizt hat, versteht sich bei ihm fast von selbst. Unterstützt wurde er vom vorzüglich singenden Deutschen Kammerchor (Einstudierung: Michael Alber), der eine gute Kombination aus Kraft und schlankem Ton einbrachte.
Wenn auch nicht durchgehend auf allerhöchstem Niveau besetzt, konnte auch das Sängerensemble überzeugen, zumal einige groß dimensionierte Stimmen engagiert waren, die sich klanglich durchzusetzen wussten. Insbesondere die kurzfristig engagierte Sopranistin Cécile Perrin (Leonore/Fidelio) brachte die Mauern der Glocke fast zum Erzittern. Eine aufregende, aber auch unausgeglichene Stimme, die mit abrupten Lautstärkeveränderungen, schönen Pianoklängen und großem Theatergefühl gestaltete. Es war eine Freude zu hören, wie sich das ehemalige Bremerhavener Ensemblemitglied Burkhard Fritz in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Er sang die gefürchtete Partie des Florestan souverän, mit vielen klangschönen und (angemessen) schmerzvollen Tönen. Sein Tenor besitzt Kraft, durchaus Klangqualität und Differenzierungsvermögen. Als Florestans Gegenspieler Pizarro war Evgeny Nikitin perfekt besetzt, da er mit gut trainiertem Heldenbariton das Ideal eines Bösewichtes verkörperte. Einen prachtvollen, vielleicht etwas zu vorsichtig geführten schwarzen Bass besitzt Dimitry Ivashchenko, wohingegen Detlef Roth in der undankbaren Rolle des Don Fernando eher blass blieb. Mojca Erdmann als – wie gewohnt – blitzsauber und tonschön singende Marzelline sowie Julian Prégardien als ähnlich geschmackvoll intonierender Jaquino komplettierten das umjubelte Ensemble.
Zur Verbindung der Musiknummern wurden Zwischentexte von Walter Jens gewählt. Kennern sind sie ein Graus. Daran konnte auch Ulrich Tukur nichts ändern, der in die Rolle des alten Rocco schlüpfte. Er wirkte wie ein Fremdkörper in der Welt der Musiker.
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Musikfest-Beethovens-Fidelio-eine-Sternstunde-in-der-Glocke-_arid,671897.html

Wednesday, September 25, 2013

Paavo Järvi, le feu sous la glace

Radio Classique
Olivier Bellamy 
13/09/2013

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Il est impressionnant quand on l’approche. Et puis, sous la glace, on sent vite le feu de sa passion et la chaleur de son humanité.
Paavo Järvi a réussi à faire des miracles avec l’Orchestre de Paris. Cela faisait longtemps que cette formation d’élite - telle qu’elle avait été définie par André Malraux, Marcel Landowski et Charles Munch - n’avait pas trouvé un démiurge capable de fonder un groupe tout en mettant en valeur les personnalités exceptionnelles qui la composent.
Avec Paavo Järvi, l’Orchestre de Paris a cessé de regarder vers l’Allemagne en se diminuant, comme la grenouille voulant se faire aussi grosse que le boeuf, a élargi son répertoire (notamment nordique), s’est réconcilié avec la musique de son arbre généalogique et a retrouvé sa place sur l’échiquier international.
Voici son programme :
Madeleines :
- Haydn : symphony No. 104 (sir Thomas Beecham),
- Tchaikovsky : 6th symphony (Mravinsky),
- Sibelius : 2nd Symphony (Toscanini)
Et trois pièces :
- Grieg : Peer Gynt,
- Arvo Pärt : Cantus in memoriam Benjamin Britten,
- Mahler : 10th adagio
http://blog.radioclassique.fr/olivierbellamy/2013/09/13/paavo-jarvi-le-feu-sous-la-glace/

Tuesday, September 24, 2013

Pärnu linna muusika aastapreemia pälvib Järvi festival

Pärnu Postimees
Raido Keskküla
23/09/2013
Pärnu linna muusika aastapreemia antakse tänavu mittetulundusühingule Järvi Festival sihikindla tegevuse eest Pärnu muusikakultuuri edendamisel. Preemia suurus on 800 eurot.
Orkestriproov Pärnu kontserdimajas dirigent Paavo Järvi juhatusel.
Orkestriproov Pärnu kontserdimajas dirigent Paavo Järvi juhatusel.

Foto: Ants Liigus

Rahvusvaheline muusikafestival Järvi akadeemia jätkab aastakümneid kestnud Pärnu muusikafestivalide traditsiooni. Festival on toonud suvepealinna maailmatasemel muusikuid, heliloojaid ja dirigente nii esinema kui ka õpetama.
„Selle aasta juulis toimunud festival oli erakordselt kõrgetasemeline muusikasündmus tähelepanuväärse repertuaarivalikuga ja maailmatasemel esitustega,“ põhjendab žürii otsust Pärnu linnavalitsuse haridus- ja kultuuriosakonna juhataja Ela Tomson. „Festivali kunstilise nõustaja Paavo Järvi juhatusel esinenud festivaliorkestris tegid kaasa maailma suurtes sümfooniaorkestrites mängivad muusikud, nende hulgas oli palju eesti muusikuid.“
Tänavuse festivali peaesineja oli maailmakuulus viiulivirtuoos Hilary Hahn Ameerika Ühendriikidest. Järvi akadeemia dirigendikursust juhendasid Neeme ja Paavo Järvi ja Leonid Grin. Mitme rahvusvaheliselt tunnustatud muusiku juhendamisel toimusid suvises Pärnus keelpilli-, puhkpilli- ja orkestreerimiskursused. Kohal oli üle 150 muusiku üle maailma.
Preemia antakse üle rahvusvahelisel muusikapäeval, 1. oktoobril Pärnu kontserdimajas Pärnu linnaorkestri hooaja avakontserdi eel.
Pärnu linna muusikapreemiat antakse välja 2002. aastast.
http://www.parnupostimees.ee/2082540/parnu-linna-muusika-aastapreemia-palvib-jarvi-festival/

Tuesday, September 17, 2013

Une rentrée de mille feux

Altamusica
Claude Helleu
11/09/13

Concert de rentrée de l’Orchestre de Paris sous la direction de Paavo Järvi avec la participation de la violoniste Janine Jansen à la salle Pleyel à Paris.


D’un orage contemporain de Bechara el-Khoury aux Carmina Burana, la monumentale cantate profane de Carl Orff, les moments saisissants ont permis à l’Orchestre de Paris de briller de tous ses feux. Entre les deux œuvres, le Deuxième Concerto pour violon de Prokofiev par Janine Jansen offre un havre de calme un peu fade.

Le programme du concert de rentrée de l’Orchestre de Paris ne pouvait mieux mettre en valeur ses qualités techniques avec deux œuvres hautes en couleurs, tels des damassés lourds et chatoyants d’une belle épaisseur.

La première, Orages, de Bechara El-Khoury, commandée par Paavo Järvi au compositeur, annonce son propos : ouverture de concert pour orchestre. Un bonheur particulier pour les cuivres et surtout le cor, dont Bechara El-Khoury confie aimer particulièrement le timbre poétique, en particulier dans l’aigufortissimo, mais aussi les cordes, masses impressionnantes au rôle important dans cette violence imagée en gros plans clairement imbriqués, ponctuée d’épisodes reposants.

À l’orchestre s’ajoutent ensuite le Chœur de l’Orchestre de Paris, non moins en grande forme grâce à son chef, Lionel Sow, la Maîtrise de Paris et trois solistes, Mari Eriksmoen, Max Emanuel Cencic et Ludovic Tézier pour des Carmina Burana à la hauteur de leur démesure.

La diversité du manuscrit médiéval, découvert en 1803 dans le monastère de Bennediktbeuern inspira à Carl Orff le choix d’une vingtaine de textes dont la mise en musique témoigne d’une approche sensorielle des plus efficaces. Chansons d’amour, poèmes satiriques, invitations aux plaisirs de la boisson, du jeu, de la volupté, enchaînent leurs mélodies généralement construites à partir de formules brèves faciles à retenir.

L’énergie rythmique dynamise le caractère populaire des répétitions, motifs pleins de vie où la pétulance le dispute aux renaissances de la nature. Avec une rigueur implacable, Järvi nuance aussi bien l’éloquence de ces Cantiones profanae qu’il exalte la vigueur deforte qui s’osent fracassants, moments étourdissants.

Superbe unisson des pupitres et des chœurs, précis, enthousiastes, des solistes instrumentaux dont le chant s’élève ici et là. Quant aux solistes, ils personnalisent au mieux leurs interventions, Ludovic Tézier en tête, timbre chaleureux quelle que soit l’amplitude de sa partition. Dans la brève lamentation du Cygne, le contre ténor Max Emanuel Cencic oppose son léger vibrato, touchant, aux affirmations du précédent.

Le soprano de Mari Eriksmoen s’épanouit dans toute sa féminité. De la célébrissime puissance du Prologue,O Fortuna, clamée par les deux chœurs, à l’épilogue qui rappelle que nul ne résiste au mouvement éternel de la roue de la Fortune, contrastes et élans ne faillent jamais au lyrisme de cet édifice monumental.

Lien subtil entre les deux œuvres, un concerto évanescent. Janine Jansen sollicite une écoute attentive de son Concerto n° 2 de Prokofiev. La pureté du son qui s’élève de son Stradivarius (Crémone 1727) révèle la sensibilité de la jeune violoniste, mince et belle dans sa longue robe rouge éclatante parmi tous les noirs des musiciens.

Mais l’intériorité d’un début inquiet ne se projette guère. La mélodie se développe joliment, sagement, ses harmonies peu présentes. L’articulation se perd dans la virtuosité. Dans sa reprise du basson, le violon manque de caractère. Qu’expriment les pizzicati, impeccables, qui concluent ce premier mouvement ?

Quelle que soit sa finesse, l’Andante assai mériterait des couleurs un peu plus vives. C’est la flûte qui mène le dialogue avec la soliste, c’est le cor qui nous ravit après les graves d’un violon toujours sur la réserve. L’Allegro ben marcato n’est guère mieux personnalisé.

Paavo Järvi a beau retenir l’orchestre, Janine Jansen n’impose pas des attaques brèves, un rythme un peu raide, mais qui s’entendent enfin, l’opposition de ce troisième mouvement aux deux précédents n’étant pas pour autant soulignée.

Concert de rentrée de l’Orchestre de Paris sous la direction de Paavo Järvi avec la participation de la violoniste Janine Jansen à la salle Pleyel à Paris.
Bechara El-Khoury (*1957)
Orages, op. 93
Serge Prokofiev (1891-1953)
Concerto pour violon n° 2 en sol mineur op. 63
Janine Jansen, violon
Carl Orff (1895-1982)
Carmina Burana
Mari Eriksmoen, soprano
Max Emanuel Cencic, contre-ténor
Ludovic Tézier, baryton
Chœur de l’Orchestre de Paris
préparation : Lionel Sow
Maîtrise de Paris
préparation : Patrick Marco
Orchestre de Paris
direction : Paavo Järvi


http://www.altamusica.com/concerts/document.php?action=MoreDocument&DocRef=5276&DossierRef=4851

The Orchestre de Paris' season begins with a thunderstorm

Bachtrack
Constance Clara Guibert
16 September 2013

The Orchestre de Paris’ 2013/14 season opened with a cymbal crash. Orages (meaning “thunderstorms” in French) was commissioned by the Orchestre de Paris to the Lebanese composer Bechara El-Khoury. In this musical storm, sounds hurt each other, as if superimposed. Rain-like strings, thunder-like percussion, lightning-like brass collide upon several short thematic cells – among them, the principal theme is played fortissimo by trombones and tuba. We might find here some echoes of the military outburst heard in Richard Dubugnon’s Battlefield Concerto, played by the Orchestre de Paris on 15 March 2012, but the brass timbre development is far more appreciable in El-Khoury’s piece. The composer does not seek to hide his love for storms – his vision is conquering, brilliant, and he puts the audience in the situation he describes himself in the concert’s programme: a child fascinated with storms’ anarchy, storms’ madness, with this “triumphant ceremony of nature”.

Thunder explodes in a striking apotheosis – and is brutally cut off. Silence smothers us suddenly to let the gigantic thunderbolt resound in nothingness: the storm has disappeared, letting a devastated but appeased landscape. Strings unwind a beautiful pianissimo major chord – tonal peace seems to have won against atonal anarchy. Some squalls go through the orchestra, from a section to another, disappear, come back, rise; the storm re-emerges little by little, destroying all on its way. New rhythmic themes and imperial calls appear among the winds, especially from the horns, wonderfully led by André Cazalet. The piece ends with a second apotheosis, more sophisticated and longer than the first one, with mad, fortissimo, high-pitched brass. Dedicated to Paavo Järvi, this musical storm sounds more like a pleasurable firework of titans than a devastating hurricane. Except for the brass and percussion sections, which deserved the short rest that almost all these players could take during the following piece, Prokofiev’s Second Violin Concerto.
The audience enjoyed this little rest too. After El-Khoury’s storms came Prokofiev’s quiet dawn – wet mist, sunrise, sweet breeze. The long and passionate violin melody was sung through Janine Jansen’s delicate but precise hands, combining worried rhythms and subtle harmonies. Her playing was particularly enhanced by the delicate instrumentation of this chamber concerto (strings; woodwinds, horns and trumpets in pairs; and one percussionist).
Paavo Järvi and the whole orchestra seemed to be attentively listening to Jansen in order to let the violin melody stand out throughout the piece. We missed perhaps a bit more sound among the strings – this delicate concerto sounded more French than Russian. Prokofiev was living in Paris when he composed it and was hesitating between America and the USSR... and finally chose his homeland. Paavo Järvi and Janine Jansen gave more importance to the long hesitation than to the final choice, letting their audience wonder the same on their own.
What a pleasure to have an orchestral encore! Janine Jansen had chosen Tchaikovsky’s “Mélodie”, the third movement of Souvenir d’un lieu cher, and was accompanied by a little string orchestra. A sweet melody, a pleasant dialog with the two concert leaders: a charming moment for both musicians and audience.
It was time for storms again. A complete symphony orchestra, a children’s choir, a mixed choir and three soloists took to the stage. Carl Orff’s Carmina Burana was composed in 1935–36, based on 24 profane medieval poems about fortune, love and drink... Just like El-Khoury’s Orages, the Carmina score shows perfectly the talent of the Orchestre de Paris and of its musicians. Bright, precise and deep, the orchestra answered well Paavo Järvi’s brilliant tempi and contrasts.
The piece enjoyed a great vocal distribution too. Mari Eriksmoen’s crystal voice perfectly fitted her virginal character, even till the extraordinary fortissimo “Dulcissime”. Ludovic Tézier had been singing in Lucia di Lammermoor at the Opéra de Paris for one week but fully played his role – priest, young lover, desperate man... – and sang beautifully, despite his part’s inner difficulties, such as the falsetto part in no. 16. The famous roasting swan aria was written for a tenor, with a chest voice, and not for a Baroque countertenor like Max Emanuel Cencic. The technical difficulties of this very high-pitched score should stupefy the audience – but it was completely lost by Cencic’s ability to sing it all without any problem!
Special mention to Giorgio Mandolesi’s bassoon solo, full of humour and with a perfect timbre, as always. Despite some imprecisions among the choir, the Orchestre de Paris gave us very dynamic Carmina for their opening concert. And it ended the way the concert had begun: with a cymbal crash.
Bechara El-Khoury’s bright overture, Janine Jansen’s delicate concerto, these coloured Carmina Burana and Paavo Järvi’s energic conducting created a very well balanced program that consolidates again the Orchestre de Paris’ position among the greatest orchestras.
Submitted by Constance Clara Guibert on 16th September 2013 

http://www.bachtrack.com/review-salle-pleyel-orchestre-de-paris-jarvi-jansen-carmina-burana


Saturday, September 14, 2013

Kulturkompasset
Henning Høholt
13/09/2013
BUCHAREST: One of this years highlights at the Enescu Festival in Bucharest is Orchestra de Paris, led by Paavo Järvi,visiting with two concerts, the first one in the evening 5th September with apporximately the same program as at the Promps in London, just a change as soloist in the interesting, and unfortunately not so often played, violinconcerto by Benjamin Britten, which here in Bucharest was beautifully played by Vilde Frang, – but at the Promps it was played by Janine Jansen.
Paavo Järvi after rehearsal 5.9.2013 in Bucharest. Photo; Henning Høholt, copyright

As it is Benjamin Britten Jubilee year this year, his violin concerto is played a lot right now. The Norwegian audience knows the concerto, as allready in 1975 Ole Bøhn played it with Oslo Philharmonic Orchestra with James Conlon. – and later in Sweden and Denmark.
VILDE FRANG. Unfortunately the Britten violin concerto is not at the level of some of the other great violin concertos, but it has its good moments and interesting, and beautiful details and it deserves to be played much more, therefore it was a great pleasure to enjoy it here in Bucharest with Vilde Frang, she has the deepnes, the beautiful tune, and spite in only one rehersal with the orhestra here in Bucharest it worked very well. Of course it was a force for the concert that they just has been playing the same concert, under direction of teir musicchief Paavo Järvi at the Promps at Royal Albert Hall in London, as the details has been polished very well, and it was an extraordinary experience to enjoy how it all sounded.  
Vilde Frang after the Britten concert at the Palace, Grand Hall in Bucharest, foto: Henning Høholt, copyright

Vilde Frang has a wonderful tune in her violin and all the intricate details was on place. I could have liked that they have had 2-3 rehersals more, as I missed a bit the extraordinary expresseion, which is coming av\fter a while, when an orchestra and a soloist is feeling comfortable with each other. The orchestra presented many elegant details, as it is used by Paavo Järvi, they dont overdue anything, the details are there, even in very light pianissimo, but that is what is making the difference between a “normal” orchestra and Orchestre de Paris.
Bravo  !
Vilde Frang m Orchestre de Paris i Bucharest, foto Henning Høholt

The concert opened and ended (of course) with two numbers by outstanding French composers, first Hector Berlioz Ouverture “Le Corsaire” and ended with Camille Saint-Saëns Organ Symphony n0 3 in c-minor, opus 78.
Furthermore the Orchestra served two popular encores.

http://www.kulturkompasset.com/2013/09/vilde-frang-paavo-jarvi-and-orchestre-de-paris-in-bucharest/

Success for Mari Eriksmoen in Carmina Burana – Paris

Kulturkompasset
Henning Høholt
14/09/2013

PARIS: Orchestra de Paris conducted by their inspiring music chief Paavo Järvi opened its Paris season after having visited Proms in London and Enescu Festival Bucharest with an interesting programmed concert 11. and 12. September at Salle Pleyel - (Their usual Paris home).

Program: Bechara EL-Khoury: Orages, Ouverture to a concert for orchestra,

Serge Prokofiev; 2. Violin concerto.

Carl Orff: Carmina Burana.
Applause for Orchestre de Paris after Carmina Burana, from left Paavo Järvi (conductor), Lionel Sow (chef de choire), Max Emanuel Cencic (Countertenor), Ludovic Tezier (baryton), Mari Eriksmoen (soprano). Foto: Henning Høholt

The concert opened with Ouverture, Orages by Bechara EL-Khoury. An exciting, immediately catching start, during the way unexpected details, interesting beautiful string glissandi in all the string groups, long lines, Fanfare like violins, interesting orchestration, during the way the eccentric feeling was broken by a romantic before the dramatic culmination.

After that Janine Jansen fascinated the audience as soloist in Prokofievs 2nd. Violin concerto, brilliantly played, and to answer the ovations from the audience she and the orchestra played encore Melody in F by Tchaikovsky.

Carl Orff: Carmina Burana.
Part of Orchestre and Choir de Paris, with from right Mari Eriksmoen, Ludvoci Tezier, Max Emanuel Cencic. Foto from applause: Henning Høholt

However the real hit of the evening, in this, in a strange way assemble of a program came with Carl Orff´s majestetic Carmina Burana. Orchestra, big Choir of Orchestra de Paris, and girls choir, Maitrise de Paris. An last but not least the three singing soloists, the wonderful young and beautiful soprano Mari Eriksmoen, who glittered with her delicious young soprano voice on top of it all, her “Amor volat undique” together with the girls choir was splendid, and her solo “Stetit puella”, and the famous “In trutina mentis dulda” showed her graciosity, and the very high notes in her voice, last but not least the charming part “Tempus est locundum” together with the choir and the outstanding baritone Ludovic Tézier, which also had several great parts alone and with choir. The world famous counter tenor Max Emanuel Cencic who unfortunately only had one, but important, solo with male choir, the characteristic: “Olim lacus colueram”. Great.

I was impressed by the inspired and energetic orchestra, choirs and conductor Paavo Järvi. I feel they have a good atmosphere. Many details during this evening was brilliant, extraordinary solo parts in all the groups. Inspired. The choirs has had a large preparation work for this demanding concert, with so big variations in their parts, and they did very well, The Choir of the Orchestra de Paris is led by Lionel Sow, and the Maitrise de Paris led by Patrick Marco. The Choir has a very good sound, an did a good job, in this concert with so many different moods, it was a good possibility to enjoy how versatile and well prepared the choir is. The girls choir did very well, and their cooperation with the soprano soloist Mari Eriksmoen was first class.

I was impressed by the inspired and energetic orchestra, choirs and conductor Paavo Järvi. I feel they have a good atmosphere. Many details during this evening was brilliant, extraordinary solo parts in all the groups. Inspiring. The choirs has had a large preparation work for this demanding concert, with so big variations in their parts, and they did very well, The Choir of the Orchestra de Paris is led by Lionel Sow, and the Maitrise de Paris led by Patrick Marco. The Choir has a very good sound, an did a good job, in this concert with so many different moods, it was a good possibility to enjoy how versatile and well prepared the choir is. The girls choir did very well, and their cooperation with the soprano soloist Mari Eriksmoen was first class.
Paavo Järvi photographed in Bucharest during Orchestre de Paris´visit at the Enescu Festival last week. Photo Henning Høholt

http://www.kulturkompasset.com/2013/09/success-for-mari-eriksmoen-in-carmina-burana-paris/

Thursday, September 12, 2013

Paris joue Enesco

ConcertoNet.com
Didier van Moere
September 2013

Bucharest
Grande Salle du Palais
09/05/2013 -  et 6* septembre 2013
Hector Berlioz : Ouverture «Le Corsaire», opus 21
Benjamin Britten : Concerto pour violon et orchestre n° 2 en ré mineur opus 15
Camille Saint-Saëns : Symphonie n°3 avec orgue en do mineur, opus 78
Georges Enesco : Symphonie n° 1, opus 13
Serge Prokofiev : Symphonie n°5 en si bémol majeur, opus 100

Vilde Frang (violon), Thierry Escaich (orgue), Orchestre de Paris, Paavo Järvi (direction)

P. Järvi (© Julia Bayer)

Au festival Enesco, Christoph Eschenbach était venu deux fois, en 2001 et en 2007. Voici le tour de Paavo Järvi qui, selon l’usage, dirige deux concerts, avec une partition d’Enesco – condition de la participation au festival. La chose semble d’ailleurs aller de soi, étant donné les liens entre le compositeur roumain et la France – elle l’a pourtant laissé mourir dans la misère à Paris, en 1955.

L’Ouverture Le Corsaire impressionne par la virtuosité orchestrale, témoin du travail accompli par le chef avec tous les pupitres – les cordes ont beaucoup gagné en homogénéité, alors que la petite harmonie garde ces sonorités fruités typiquement françaises. Il se laisse néanmoins prendre à son propre piège : la rapidité vertigineuse du tempo ne peut corriger la sécheresse brutale du propos. Il n’y a pas moins de rigueur, mais plus de liant dans le Second Concerto pour violon d’un Britten avant Britten, une partition sans doute plus solide qu’inspirée, que Paavo Järvi affectionne – il l’a enregistrée (voir ici) et souvent donnée, à Paris par exemple (voir ici), avec Janine Jansen. Le compositeur anglais y assume toute une tradition, classique et romantique, que le chef porte dans un bel équilibre, à l’unisson de la jeune violoniste norvégienne Vilde Frang, à la technique sûre et d’une belle sobriété dans l’expression, comme si les deux voulaient éviter tout excès de sentiment – elle donne en bis un air populaire norvégien.

La Symphonie avec orgue de Saint-Saëns rejoint un peu le Concerto de Britten, par la clarté de la structure et le juste dosage de l’émotion. C’est ce à quoi s’attache d’abord, en complicité avec Thierry Escaich, le chef estonien, qui propose une lecture très fouillée, où ressort tout le classicisme du chantre de l’ars gallica, mais trop sèchement analytique, insensible à la dimension dionysiaque de l’œuvre : on avait, à Paris, éprouvé la même impression (voir ici=. Deux bis de Bizet : un preste Galop final de Jeux d’enfants, une Farandole assez militaire de L’Arlésienne.

Le second concert ne suscite guère de réserves. Parmi les partitions orchestrales d’Enesco, Paavo Järvi a choisi la Première Symphonie, synthèse d’influences française et allemande, où l’héroïsme – son mi bémol majeur ne vient pas du hasard - se conjugue à ce lyrisme puissant caractéristique du compositeur roumain. Loin d’en exalter le postromantisme, le chef fluidifie une matière sonore très dense, éclaire l’écheveau polyphonique, montre tout ce qu’Enesco doit à la fréquentation assidue des grands classiques. Il ne rogne pas pour autant les ailes d’une inspiration généreuse, n’émousse pas les élans euphoriques des mouvements extrêmes, n’assèche pas le lyrisme chaleureux du « Lent » central. Une interprétation très « moderne », bien dans la manière du patron de l’Orchestre de Paris, très différente d’une certaine tradition perpétuée en Roumanie même – passionnante comparaison avec l’enregistrement de Horia Andreescu (Electrecord). On pensait en tout cas que cette musique flamboyante créée par Colonne en 1906 serait bientôt révélée salle Pleyel : qu’on en ait décidé autrement laisse pantois.

La Cinquième Symphonie de Prokofiev, en revanche, sera bientôt redonnée à Paris... Là encore, rupture : à l’inverse de beaucoup de chefs russes, surtout ceux de l’ancienne génération, Paavo Järvi ne dirige pas vraiment une symphonie « de guerre » ou de « victoire », liée à l’histoire – tel est aussi le cas de la « Leningrad » de Chostakovitch. Nous entendons une œuvre de musique pure, superbement architecturée, aux arêtes vives, pleine d’une énergie abrupte dans l’Andante initial, de mordant dans le Scherzo, d’une grandeur sombre dans l’Adagio, de franchise festive dans l’Allegro giocoso. La Symphonie conserve sa puissance, gagne en clarté ce qu’elle perd en tension menaçante, en force de suggestion. Mêmes bis que la veille, dans l’ordre inverse, alors que le public avait, en général, assisté aux deux concerts...
http://www.concertonet.com/scripts/review.php?ID_review=9330

Monday, September 09, 2013

Prom 67 Orchestre de Paris/Järvi

The Times
Neil Fisher
03/09/2013

Wagner took the early headlines. Britten, however, has also been brilliantly well-served at the Proms this year. After Ian Bostridge’s stunningly caustic performance of Les Illuminations , and Glyndebourne’s shattering Billy Budd , Janine Jansen and the Orchestre de Paris took on the Violin Concerto, a troublesome piece Britten worried at for decades, and created similar magic.
It’s a gnarly work, full of blind alleys and discombobulating effects (none weirder than two piccolos skirmishing with a tuba). It was partly Britten’s tribute to Alban Berg, but it’s also the closest the British composer got to the sparse grotesquerie of Shostakovich or Prokofiev. Jansen attacked it as if her life depended on it, every odd quiver and scrape given real dramatic bite, phrases of sweet melancholy poignantly clung on to and then reluctantly discarded. This was violin as troubled, troubling orator and nothing was spoken more eloquently than the soloist’s final, sweet-bitter departure into the wispy orchestral textures. Probably feeling as if she’d said it all, Jansen declined an encore. The very disciplined Paavo Järvi, current chief conductor of the Parisian orchestra, seems like an excellent fit for a band that internationally hasn’t always made the impact it should. He brought rigour and restraint to both Britten and Arvo Pärt’s Cantus in Memoriam Benjamin Britten , and kept his players bubbling away beautifully during Berlioz’s Le Corsaire overture. I suspect the dash, swagger, and unashamedly grandiose tone of Saint-Saëns’s Organ Symphony — the soloist the equally incisive Thierry Escaich — was their own.
www.thetimes.co.uk/tto/arts/music/proms/article3858554.ece#commentsStart

Sunday, September 08, 2013

Jansen Järvi Prom 67 Britten Berlioz Saint-Saëns Pärt

Iconoclast

02/09/2013
In Prom 67, Paavo Järvi and the Orchestre de Paris played Arvo Pärt, Britten, Berlioz and Saint-Saëns. But this Prom will be remembered for Janine Jensen's Britten Violin Concerto op 15, 1939. Jansen's 2009 recording (also with Paavo Järvi) is classic, but this Proms performance was even more impassioned.

Jansen played the long opening lines serenely, intensifying the contrast between beauty and the tense agitato. Fiercely angular bowing. Wild, turbulent strings begin the second movement, suggesting flight and action .The long diminuendo could suggest many things, Jansen's delicacy makes it feel vulnerable, particularly fragile against the turbulence in the orchestra. The violin emerges, in an intriguing solo cadenza: Jansen beats pizzicato. Hollow, wooden percussiveness, basic sounds yet in this context, frighteningly eerie.  Then the violin soars, bringing the whole orchestra behind it in a rising anthem. Yet, if there is a protagonist in the piece, he or she is very much alone. In the quiet passages, Jansen is firm and resolute. Turbulent, circular figures in the orchestra threaten to overwhelm but Jansen's response is fast paced and agile. The Orchestre de Paris has a richer sound than the LSO on the recording, and for Järvi they create the brooding final movement with depth, the dark chords like heartbeats or a march towards death. The violin twists, creating strange ambiguities. Jansen's playing is assured but she gets to the emotionally disturbing soul of the piece.  Britten wrote the piece at a time of turmoil, when his despair over Europe was so acute he needed to get way. Listening to the Violin Concerto, perhaps we can already hear Britten confronting the fundamental darkness of the human spirit, from which there is no escape.

Pairing Britten's Violin Concerto with Arvo Pärt's Cantus in memoriam Benjamin Britten, was astute. When Edward Gardner and the BBCSO played this Pärt piece in 2010, its tolling bell and wash of strings sounded like a reprise of Britten's Sea Interludes. Perhaps Pärt was thinking of Peter Grimes, but hearing the piece in the broader context of Britten's life and death made the work seem altogther more substantial, and more moving. The Orchestre de Paris has a refinement that few British orchestras - even the best - don't often achieve. In this performance, they gave Pärt's short piece the power of elegy.

After Britten, we needed Something Completely Different. so Järvi blew the gloom away with a vigorous Berlioz Le Corsaire. Vivid, energetic playing with exactly the right touch of bravado. The Orchestre de Paris are far too stylish to go for the vulgarity that Berlioz sometimes needs. but here they captured the wild spirit of open skies and seas. We could imagine pirates and dancers throwing caution to the winds.

Thierry Eisach played the Royal Albert Hall organ in Saint-Saëns.Symphony no 3. This might have been written for a cathedral and a very academic, austere organist but it's an interior "open horizon" of the imagination. Imagine Saint-Saëns as a swashbuckling pirate in his dreams, and you'll get an idea what Eisach, Järvi and the Orchestre de Paris achieved in this thrilling Prom, the first truly satisfying Prom this week.
http://classical-iconoclast.blogspot.fr/2013/09/jansen-jarvi-prom-67-britten-berlioz.html

Tuesday, September 03, 2013

Classical Review: Prom 67 – Jansen, Escaich, Orchestre de Paris, Jarvi, Royal Albert Hall / Chamber Prom 8 – Bostridge, Kenny, Fretwork, Cadogan Hall

The Independent
Michael Church
03/09/2013
Begun during the Spanish Civil War and finished in the first weeks of the Second World War, Benjamin Britten’s Violin Concerto – ‘rather serious, I’m afraid’ was his wry comment - opens with a Beethovenian gesture on timpani after which the soloist asserts dominance by turning gentle somersaults high above the orchestra.

But when that soloist is the Dutch violinist Janine Jansen – possessor of a supremely refined line - the dominance becomes more like persuasion. Her performance brought out this work’s echoes of the Berg concerto for which it was a homage: each phrase was exquisitely calibrated, with the threnody of the Passacaglia suggesting a lament for the demise of the Transylvanian musicians whose swoops and slides she had celebrated in the Scherzo.
With Arvo Part’s “Cantus in memoriam Benjamin Britten” Parvo Jarvi and the Orchestre de Paris had already demonstrated their fastidious control of dynamics, but Saint-Saens’ “Organ” Symphony allowed them to do so again. Thierry Escaich was the organist, and although his role was mostly limited to providing a sonic foundation, his final letting-rip shook the real foundations.

http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/classical/reviews/classical-review-prom-67--jansen-escaich-orchestre-de-paris-jarvi-royal-albert-hall--chamber-prom-8--bostridge-kenny-fretwork-cadogan-hall-8795494.html

Prom 67: Orchestre de Paris/Paavo Järvi – Pärt, Berlioz, Saint-Saëns – Janine Jansen plays Britten

ClassicalSource.com
Mark Valencia
03/09/2013
 
With autumn still on leave of absence, here was a Prom of contrasting summer moods: lowering and sepia before the interval, sunny and primary-colour-saturated thereafter. Estonian Paavo Järvi and the Orchestre de Paris, of which he is music director, presented an attractive, predominantly Anglo-French programme to a packed audience whose entente was never less than cordiale.
 Many of us first encountered the music of Arvo Pärt in a 1979 Prom that was also televised, in which Gennadi Rozhdestvensky and the BBC Symphony Orchestra gave the UK premiere of Cantus in memoriam Benjamin Britten. Järvi eased his way into a superbly controlled account of his fellow-countryman’s short requiem with the stillest of passing bells. These gave way to the music’s haunting and repeated descending figure that finally came to rest on a low, sustained tonic chord. Dignified and devastating, it felt like a burial.
The Cantus was an inspired mood-setter for Britten’s Violin Concerto which, in Janine Jansen’s precise yet expressive reading, emphasised the music’s mournful quality. The Dutch soloist’s sound was small, her tone sweet, and her approach romantic yet never saccharine nor sentimental. The refinement of her playing was exquisite – a plucked string was like a pebble skimming on a pond – yet she brought an epic virtuosity to the cadenza that links the second and third movements. Maybe Jansen’s interpretation of the finale was too contained, although first impressions can be deceptive. Her pacing of this closing ‘Passacaglia’ was calm and restful at first, like a lullaby, but as it progressed her instrument’s smile became fixed until, torn between major and minor, it howled its desperation into fetid air.

After the interval the Parisian players shed their English brogues and got the oxygen pumping with a dash through Berlioz’s euphoric Le Corsaire. After that, endorphins coursing, they launched headlong into the ever-popular Third Symphony of Saint-Saëns. While there may have been a few missed turnings in Järvi’s sometimes hard-driven reading (the strings tended to lose definition in rapid passages), his musicians fizzed and the Orchestre de Paris has a warm sound these days: mellow, homogeneous strings and brass that is neither strident nor over-ripe – and, in Frédéric Macarez, a heroic timpani player. Thierry Escaich’s registrations can hardly be blamed for a Royal Albert Hall organ that wheezed asthmatically in the Poco adagio second movement. On the other hand he attacked the rumbustious finale with a massive mechanical sound that came close to drowning out even the trumpets. Splashes and all, it was quite a ride.

This enchanting concert was brought to a crowd-pleasing conclusion with ‘Galop’, the final movement of Jeux d’enfants by Georges Bizet, the evening’s third purveyor of Gallic warmth. The nights may be drawing in now that September is here, but our long summer of music never felt warmer.

http://www.classicalsource.com/db_control/db_prom_review.php?id=11336

Prom 67: Orchestre de Paris/Järvi – review

The Guardian
Tim Ashley
02/09/2013
Royal Albert Hall, London
Paavo Järvi gave us quite the Prom: subtle, electrifying and attaining a tragic nobility

Paavo Järvi conducts the Orchestra de Paris at the BBC Proms
Remarkable restraint ... Paavo Järvi conducts the Orchestra de Paris at the Proms. Photograph: Chris Christodoulou
 
Paavo Järvi's Prom with the Orchestre de Paris was a thing of contrasts. It opened in solemn commemoration of the Britten centenary with Arvo Pärt's Cantus in Memoriam Benjamin Britten, followed by Britten's own Violin Concerto, which in turn mourns the death of Alban Berg and the rise of totalitarianism in Europe. After the interval came French Romanticism at its most extravagant with Berlioz's Le Corsaire and Saint-Saëns's Organ Symphony. It was quite a night.
The ritual of Pärt's Cantus, with its stepwise scales and tolling bells, sits astonishing well alongside Britten's concerto, which constrains private grief within the measured formality of a passacaglia. The soloist in the concerto was Janine Jansen, who inhabits its emotional world with an intensity matched by few. Nothing in her playing was histrionic or forced. The balance between grace and aggression, the underlying Mahlerian bitterness and the pervasive sense of yearning were all beautifully done. The passacaglia, with its long search for harmonic resolution, attained a tragic nobility. Järvi's conducting was all the more remarkable for its restraint and subtlety.
Janine Jansen performs at the Proms, August 2013

 
An intensity matched by few ... Janine Jansen performs at the Proms. Photograph: Chris Christodoulou 
 
Letting rip after the interval was perhaps necessary. Le Corsaire was all masculine eroticism, swagger and panache. We tend to think of Saint-Saëns's symphony as grandiose, and with Thierry Escaich at the organ, the pomp and circumstance of the finale brought the house down. But Järvi also reminded us that beyond the sonic largesse lurks a work of great structural ingenuity and developmental complexity. Music by Bizet – the Galop from Jeux d'Enfants, the Farandole from L'Arlésienne – formed the encores, played with electrifying precision and bags of charm.5 out of 5



http://www.theguardian.com/music/2013/sep/02/prom-67-orchestre-de-paris-jarvi-review