Wednesday, January 29, 2014

Paavo Järvis Tanz mit den Philharmonikern

OE24.at
27.01.2014
Ungewohnt: Spritzig-leichter Mozart der Wiener - Bell mit souveränem Brahms-Konzert.

Paavo Järvis Tanz mit den Philharmonikern  
© Richard Scuster/Ixi chen
Dass die Wiener Philharmoniker Mozart spielen können, ist keine Neuigkeit. Allerdings ist der Stil des Welt-Orchesters gerade bei Mozart vielfach hinterfragt und oft kritisiert worden als altmodisch, lieblich und gelegentlich zu routiniert. Wenn der Philharmonische Mozart aber klingt wie am 25. Jänner bei der Salzburger Mozartwoche, dann verblassen diese Kritikpunkte im Publikumsjubel.

Spritziger Mozart in Salzburg
Seit dem Aufblühen vieler Originalklangensembles wie dem Concentus Musicus, dem Freiburger Barockorchester oder Les Musiciens du Louvre ist der "State of the Art" bei Mozart knackiger, kleiner besetzt, spritziger und leichter als es die tendenziell eher behäbigen, in der romantischen Literatur unschlagbaren philharmonischen Klangkörper zustande bringen. Aber Dirigenten wie Paavo Järvi sind - der philharmonischen Klangtradition zum Trotz - hörbar in der Lage, dem Meister die Schlankheit zurückzugeben.

Beschwingte Jugend zum Auftakt
Erster Programmpunkt im Großen Festspielhaus: Mozarts Jugend-Symphonie in B-Dur KV 319. Obwohl mit zehn ersten Geigen und vier Bässen noch immer groß besetzt, wirkte dieser philharmonische Mozart unter Järvi tänzerisch, duftig und energiegeladen. Tagesform? Vielleicht, aber dieser Dirigent scheint einfach zu passen für die Wiener. Auch in der kompositorisch größer angelegten "Haffner-Symphonie" KV 385 vermittelten die Musiker federndes Tempo, ohne Eleganz und samtige Klangkultur über Bord zu werfen - so geht Mozart auch.

Joshua Bell betörte Publikum
Dazwischen Johannes Brahms und Richard Strauss. Der US-amerikanische Stargeiger Joshua Bell gab das D-Dur Konzert locker, virtuos und souverän. Für eine stilprägende CD-Einspielung wäre diese Wiedergabe vielleicht nicht akademisch präzis genug, aber die Kraft und die Selbstsicherheit Bells übertrugen sich auf das Publikum und lösten Begeisterung aus. Und die "Metamorphosen" für Streichorchester von Strauss, dieser dicht geflochtene, vielstimmig-flächige Abgesang aus der letzten Schaffensphase des Komponisten, war wie ein verklärter Puffer der Einkehr in einem herzhaft lebendigen Musikfest.

http://www.oe24.at/kultur/Salzburger-Mozartwoche-Paavo-Jaervis-Tanz-mit-den-Philharmonikern/129759749

Stürmisches und drängerisches Klanggerede

Wienerzeitung.at
Reinhard Kriechbaum
27.01.2014
Mehr temperament- als planvoll: Joshua Bell. - © Eric Kabik
Mehr temperament- als planvoll: Joshua Bell. © Eric Kabik

Salzburg. Gleich in den ersten Tagen der Mozartwoche kam auch der nach Gluck zweite wesentliche Jahresregent ins Programm: Die Zeitgenossen hielten hohe Stücke auf das Oratorium "Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu" von Carl Philipp Emanuel Bach, wie überhaupt der vor 300 Jahren geborene Bach-Sohn hoch in Kurs stand. Für eine Wiener Aufführung im Umkreis des Barons van Swieten richtete Mozart die Noten des damals (1788) noch keine 15 Jahre alten Werks ein. Wiener Trompetern war damals nicht so viel zuzumuten wie Hamburger Clarin-Bläsern.
Das Urteil der Geschichte ist unbarmherzig, und je mehr Investment von wohlmeinenden Aufführungspraktikern hineinfließt in ein solches Stück, umso gravierender können Defizite hervortreten. So im Fall der Salzburger Aufführung mit dem RIAS-Kammerchor und dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs. Dieses Oratorium - inhaltlich reicht es von Maria Magdalena über die Emmaus-Jünger, den ungläubigen Thomas bis zur Himmelfahrt mit Pomp und Trompetengetöse - steht für Sturm und Drang pur.
Expressive Reize
Keine musikalische Phrase, in der es nicht gärt, die nicht vordergründig knallt oder ins Sentimentale gleitet. So bündig das alles formuliert ist (80 Minuten ist ultrakurz für ein Oratorium dieser Epoche), lahmt es etwas in seiner Oberflächlichkeit. Das Ohr mag eben dann und wann auch mit einer hübschen Melodie verwöhnt und nicht nur expressiv gereizt werden. René Jacobs hat die Musiker- und Sängerschar (als Solisten Miah Persson, Maximilian Schmitt, Michael Nagy) mit gehöriger Virtuosität die Klangrede getreu exekutieren lassen. Aber es ist wohl so: Tiefenschärfe deckt in diesem Fall eher die Defizite der Komposition auf. Ihr Pech: Sie ist keine "Matthäuspassion" mehr und noch keine "Schöpfung".
Am Sonntagabend wieder Marc Minkowski und die Musiciens du Louvre Grenoble, mit Rolando Villazon, einigen Mozart-Pretiosen und Dingen aus Glucks "Orfeo ed Euridice", die in der heuer szenisch produzierten Wiener Fassung der Oper nicht enthalten sind: immerhin der Reigen seliger Geister und der Furientanz, also sehr bekannte Nummern.
Das war mit der Minkowski eigenen Verve stimmig musiziert und von Villazón, Chiara Skerath (Sopran), Julien Behr (Bass) gestalterisch mit der nötigen Differenzierung gesungen. Am ersten der drei Salzburg-Konzerte Samstag am Pult der Wiener Philharmoniker: Paavo Järvi.
Wer seine beispielhafte Interpretation der Beethoven-Symphonien mit der Kammerphilharmonie Bremen im Ohr hat, der war vielleicht enttäuscht, wie sehr Mozart (die Symphonie in B-Dur KV 319 und die Haffner-Symphonie KV 385) nach Karl Böhm geklungen haben. Höchst gestrig - aber schon echt gut! Wie hat sich in dieses Konzert Brahms-Violinkonzert verirrt? Und wie die "Metamorphosen" von Richard Strauss? Ach ja, Letzterer hat 150. Geburtstag.
Die 23 philharmonischen Solostreicher sind mit Vibrato zur
Potenz rangegangen. Das hat ordentlich depressiv gewabert. Dafür hat Brahms zuvor, mit dem mehr temperament- als planvoll sich in den Solopart stürzenden Joshua Bell, ordentlich geknallt. Aber im Brahms-Konzert hat Paavo Järvi genau gezeigt, wie er den Orchesterpart haben wollte: sehr durchhörbar und doch knackig.

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/603320_Stuermisches-und-draengerisches-Klanggerede.html

Monday, January 27, 2014

Romantische Aus- und Einblicke

Drehpunktkultur.at
Gottfried Franz Kasparek
27/01/2014

MOZARTWOCHE / WIENER PHILHARMONIKER / PAAVO JÄRVI
27/01/14 Die Wiener Philharmoniker in ihrer allerbesten Verfassung können auch ein reichlich sonderbares Programm zum Erlebnis machen. Zumal, wenn sie einen Dirigenten und einen Solisten offensichtlich und hörbar mögen. So geschehen im Mozartwochen-Konzert am Samstag (25.1.) im Großen Festspielhaus.
Mozart, Brahms und Richard Strauss passen irgendwie immer zusammen. Dramaturgische Verbindungen zwischen den vier Werken dieses Konzerts zu suchen, lässt man am besten sein. Zwei exzeptionelle Mozart-Symphonien umrahmten das Brahms-Violinkonzert und die Strauss-Metamorphosen – gut, manchmal darf’s ein bisschen Wunschkonzert sein. Aber man darf auch die Frage stellen, ob nicht zum Beispiel Alban Bergs Konzert besser zur schwelgerischen Trauermusik der Metamorphosen gepasst hätte. Und man darf auch feststellen, dass es eine Reihe großer Violinkonzerte zwischen Dvořák und Cerha, zwischen Glasunow, Hindemith und Wolf-Ferrari und – ja, auch wenn hierzulande niemand ihn kennt – Arnold Bax und so weiter gibt, die in Salzburg offenbar von keinem Konzertveranstalter mehr wahrgenommen werden. Zweifellos, das Brahms-Konzert ist ein Meisterstück und, wenn es so überzeugend musiziert wird wie diesmal, immer wieder anregend und neu zu hören. Trotzdem ist dies kein Argument für die geradezu manische Einengung des Violinkonzert-Repertoires in Salzburg auf zwei „große B’s“, auf Beethoven und Brahms, neben dem unumgehbaren Mozart.


Immerhin konnte man diesmal ungewohnte, brillant formulierte und souverän eingepasste Kadenzen hören, die sich Joshua Bell in bester alter Tradition selbst geschrieben hat. In beglückender Partnerschaft mit dem mitatmend begleitenden, wundersam „wienerisch“ und doch transparent klingenden Orchester und dem aufmerksam mitgestaltenden Dirigenten Paavo Järvi spielte Joshua Bell mit klug dosiertem Vibrato, edlem Ton und leidenschaftlich unterfutterter Eleganz seinen Brahms auf solchem Niveau, dass das Werk jetzt ruhig ein wenig länger nachklingen könnte als in diesen Hallen üblich.

Natürlich sind die 23 Solo-Streicher – darunter immerhin auch drei Streicherinnen – der „Wiener“ ein kaum zu übertreffendes Ensemble, was den wehmütigen Wohlklang des Abgesangs alter deutscher Kultur von Strauss betrifft, auch wenn vielleicht ein wenig mehr Proben mehr an Abgründen in dieser verstörend schönen Musik von 1945 freilegen könnten.

Mozart auf Wiener Art – dies bedeutet großes symphonisches Format mit zum Beispiel fünf Bässen. Nun wissen wir längst, dass in Mozarts Zeit nach Raumgrößen besetzt wurde – also ist dies legitim. Zu fragen wäre nur, ob nicht auch die Bläser verdoppelt werden sollten, die sonst im Streichergewoge bloß zusätzliche Farbe bieten können. Was schade ist, denn die philharmonischen Bläser konnten diesmal nur bei Brahms ihre Virtuosität und ihren einzigartigen Klang vorführen. Gleichviel, Paavo Järvi, der seit Jahren einnehmendste Mozart-Gestalter am Pult der „Wiener“ in Salzburg, modellierte schon anfangs die B-Dur-Symphonie KV 319 mit vielen feinen Nuancen, stets Durchhörbarkeit fordernd und erhaltend, mit Charme und Witz und dennoch weit atmend, dass es eine reine Freude war. Und die abschließende „Haffner-Symphonie“ wirkte wie ein stürmisch bewegter, im Andante auch poetisch verklärter, in jedem Takt visionärer Ausblick in die Romantik – es tut gut, auch diese wesentliche Facette Mozarts wieder einmal so bestimmend zu erleben. Großer Applaus für alle!
Bilder: ISM / Ixi Chen (1); Marc Hom (1)

http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=6731:romantische-aus-und-einblicke&catid=131:mozartwoche&Itemid=119

Norman Lebrecht Album of the Week 27 Jan

Sinfinimusic.com
Norman Lebrecht
27/01/2014

Unaffected yet deeply affecting, Norman Lebrecht finds much to delight him in this collection of Hindemith's viola music.
Label: NAIVE (Indigo)
Rating*****
Hindemith: Viola Works by
Once the very model of a modern German composer, Paul Hindemith has fallen so far out of fashion that the 50th anniversary of his death last month went almost unnoticed. Born in 1895, Hindemith emerged from the First World War as a writer of distinctive contemporary music that rejected abrasive atonality.
Much of his work was designed for domestic use, written simply enough for families to play at home. Banned by the Nazis, Hindemith migrated to the US and Switzerland, composing all the while. The vastness of his output can deter exploration.
So the place to start is Hindemith’s own instrument, the viola, on which he was a sought-after virtuoso. He wrote three concertos for himself to play, the most powerful being Der Schwanendreher (The swan-turner), a 1935 meditation on the German folk songs he left behind when forced into exile. Lyrical and mildly lamentational, it makes the most of the consolatory qualities of the viola’s deeper voice. Antoine Tamestit plays it here with just the right balance of pity and restraint, accompanied by Paavo Järvi and the composer’s hometown orchestra in Frankfurt.
The other works here are in exactly the same way unaffected and affecting – two viola sonatas and the funereal (though unmournful) Trauermusik. I haven’t heard Hindemith played with such empathy since Claudio Abbado’s Berlin recordings of the 1990s. This is so close to a five-star album that … oh, go on, give it a spin.
Artists: Antoine Tamestit (viola), Markus Hadulla (piano), Frankfurt Radio Symphony Orchestra/Paavo Järvi
http://sinfinimusic.com/uk/reviews/recordings/lebrecht-album-of-the-week/tamestit-jaarvi-bratsche

Saturday, January 25, 2014

Dreimal hochkarätiger Hindemith


Pizzicato.lu
Alain Steffen
09/01/2014
Paul Hindemith: Konzert für Violine und Orchester, Sonaten op. 31/2 & op.11/1, Sonate in E, Sonate in C; Frank Peter Zimmermann, Violine, Enrico Pace, Klavier, Radio-Symphonieorchester Frankfurt, Paavo Järvi; 1 SACD BIS 2024; 9/09 (68‘18)

Wer diesen ‘Hindemith in Öl’ nicht mag, der wird an der zweiten CD seine Freude haben. Frank Peter Zimmermann geht das Violinkonzert weitaus intellektueller an und unterstreicht die Modernität etwas mehr als Midori, deren Ansatzpunkt eher in der Spätromantik liegt. Paavo Järvi ist knapp zwei Minuten schneller als der für seine langsamen Tempi bekannte Eschenbach, arbeitet allerdings auch strukturbetonter. Beide Orchester sind hervorragend, auch das Klangbild kommt den jeweiligen Interpretationen zu Gute. Die BIS-Aufnahme stellt das Instrument Violine in ihren Mittelpunkt und wartet neben dem Violinkonzert mit 4 Sonaten für Violine und Klavier auf. Auch hier glänzt Zimmermann als exzellenter Gestalter. Enrico Pace ist ein stil- und spielsicherer Partner, so dass auch diese Sonaten einen gewissen Referenzcharakter besitzen.


Im Gegensatz zu den an einem bestimmten Konzept festhaltenden Dirigenten Järvi und Eschenbach geht Hans Graf entspannter an Hindemiths Musik heran. Damit wirkt sie zwar etwas weniger zwingend, lässt aber mehr Möglichkeiten offen. Vor allem schafft es Graf, dass sich die Musik quasi wie von selbst aus sich heraus entwickelt und nicht dem ‘Willen’ eines Dirigenten unterworfen wird. Diese Natürlichkeit kombiniert mit dem wundervollen Spiel des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und der Gestaltungskraft der Solistin ist uns eine nachdrückliche Empfehlung wert.
While Midori and Eschenbach are highly expressive in a post-romantic way, Järvi and Zimmermann have a more intellectual and modern look at Paul Hindemith’s Violin Concerto. Tabea Zimmermann’s performance of the Schwanendreher-Viola Concerto is breathtaking.

http://www.pizzicato.lu/dreimal-hochkaratiger-hindemith/

Friday, January 24, 2014

Bruckner: Symphony No. 4 "Romantic" - Järvi

SA-cd.net
John Proffitt
22/01/2016
Paavo Järvi continues his ongoing complete cycle of the Bruckner symphonies with one of the most popular works, the Romantic Symphony No. 4 in E-flat. Like the earlier installments of his series (Symphonies 5, 7 and 9), the excellent Frankfurt Radio Symphony Orchestra is in top form, exhibiting its burnished, bottom-up orchestral tone captured in superb 5-channel surround sound. Interestingly, the FRSO with Järvi is now embarking on its second Bruckner symphony cycle (the first having been with Eliahu Inbal for Teldec), a distinction shared with the Leipzig Gewandhaus Orchestra with its two single-conductor cycles, those with Kurt Masur and Herbert Blomstedt and the Berlin Philharmonic with its two single-conductor cycles, those with Herbert von Karajan and Daniel Barenboim. Järvi's accomplishment so far measures up well when compared to any of those "double-dippers."

Järvi is what I would describe as a "natural" Brucknerian: straightforward interpretations, dramatic when called for and meltingly lyric as appropriate -- and few, if any, tempo or phrasing idiosyncrasies. His performing edition is the Nowak 1878-80, with the addition of the cymbal crash in the Finale taken from the first published edition, an intervention also found in recordings by Jochum and Eschenbach. I personally find this a nice touch, but it may bother some. This definitely becomes one of my most favored recordings of Bruckner's Fourth, ranking up there with Karl Böhm (Vienna Philharmonic), Herbert Blomstedt (Leipzig Gewandhaus) and Bruno Walter (Columbia Symphony).

This latest installment of Järvi's cycle from Sony/BMG is at present (January 2014) an expensive Japan import; however, just as was the case with symphonies 5, 7 and 9, the price will drop to customary domestic ranges when Sony finally adds this volume to its regular US, UK and EU distribution.
 
 

http://www.sa-cd.net/showreviews/8839

Mozarti-festivalil mängitakse Arvo Pärti, kaastegevad dirigendid Paavo Järvi ja Tõnu Kaljuste

Kultuur.err.ee
Priit Kuusk,
23/01/2014
Mozarti sünnipäevale pühendatud „Mozartwoche“ on tänavu oma kavasse pannud Arvo Pärdi muusika mitmeid ettekandeid koos ühe esiettekandegagi, milledega alustatakse reedel

Dirigentidena esinevad festivalil seekord ka Paavo Järvi ja Tõnu Kaljuste, viimane Pärti juhatades.
Kontserte Wolfgang Amadeus Mozarti sünnipäeva aegu jaanuari lõpul hakati esmakordselt esitama helilooja 200. sünniaastapäeval 1956. aastal, aga läks aega, kuni sünnipäevafestivali regulaarselt korraldama hakati. Praegusel kujul toimuvad pidustused said alguse 23 aastat tagasi ja nüüd on nende kunstiliseks juhiks nimekas prantsuse dirigent Marc Minkowski. „Mozartwoche“ on suviste Salzburgi pidunädalate kõrvale kujunenud väga arvestatavaks maailmaürituseks. „Mozarti-nädala“ peakorraldajaks on Salzburgi Mozarteumi Fond.
2014. aasta „Mozartwoche“ avatakse täna ja kestab kuni 2. veebruarini, programmis 31 kontserti-etendust, lisaks ümarlaua- ja kunstnikuvestlused publiku ees, peaaegu kõik kontserdid lähevad eeltutvustustega. Mozarti sünnipäeval 27. jaanuaril saab Mozarteumi suures saalis pidulikul tseremoonial Mozarti-kuldmedali legendaarne austria pianist, 83-aastane Alfred Brendel.
Pidustuste avaürituseks on tänane ümarlauavestlus „Viini saalis“ teemal „Mozart ja tema kaasaegsed“ (I). Siis etenduse eeltutvustus ja järgneb avaõhtu Mozarti Majas (Haus für Mozart – mitte Mozarti sünnimaja), Christoph Willibald Glucki „Orfeuse ja Eurydike“ etendus Marc Minkowski juhatusel. Tänavuses programmis on Mozarti muusika kõrval dominantseteks just Gluck ning Richard Strauss.
Homme, 24. jaanuaril, on juba kolm kontserti, sh tipp-pianist András Schiff oma Cappella Andrea Barca'ga. Nad esitavad festivalil kokku kolm eri kava teemal „Mozart – 1784. aastal“. Pärastlõunal kell 15, piduprogrammi kolmandal üritusel algavad ka Arvo Pärdi muusika ettekanded: Mozarteumi Ülikooli sümfooniaorkester Cornelius Meisteri dirigeerimisel mängib Pärdi „Tabula rasa“, solistideks Liv Migdal (viiul) ja Andrea Burger (vioola). Pärdi teos on ainsa uunikumina Mozarti kahe teose vahel ning teda esitatakse Salzburgis nüüd kokku kuuel(!) kontserdil.
Ülehomme on 7. üritusena avaõhtu Salzburgi Suures Festivalimajas – Viini Filharmoonikud mängivad esimese kontserdi, mida on kutsutud juhatama Paavo Järvi. Kavas on Mozarti sümfooniad B-duur KV 319 ja D-duur KV 385 („Haffner“), Johannes Brahmsi Viiulikontsert, solistiks juba pikka aega tipus püsinud ameeriklane Joshua Bell, ning R. Straussi „Metamorfoosid“.
Kust on pärit eesti muusikute niisugune esindatus maailmafestivalil? Kindlasti eeskätt maestro Marc Minkowski kaudu, kes kava paika paneb – Minkowskil on väga head sidemed Eesti Filharmoonia Kammerkooriga ja nii kogu meie muusikaeluga, Arvo Pärdi tuntusest rääkimata.
Pühapäeval, 26. jaanuaril tehakse kogu kava Pärdi loomingust Mozarteumi ülikoolis, esitajaiks pianist Herbert Schuch, viiuldajad Maria Ehmer ja Anna Knopp, altist Milan Milojičić, tšellist Leonhard Roczek, Minetti Quartett ja Läti Raadio koori solistid. Ettekandel on ava- ja lõpunumbrina „Summa“ (segakoori- ja kvartetiversioonis), „Kaks hällilaulu“, „Fratres“ keelpillikvartetile, 2 sonatiini klaverile, „Mozart-Adagio“ triole, „Peegel peeglis“ tšellole ja klaverile. Wolfgang Schaufler teeb ettekande kava tutvustamiseks.
29. jaanuaril esitavad Viini Filharmoonikud, nüüd Marc Minkowski dirigeerimisel, suures festivalimajas kaks Arvo Pärdi teost: „Fratres“ keelpilliorkestrile ja löökpillidele ning maailmaesiettekandes „Swan Song“ (uus versioon teosest „Littlemore Tractus“) orkestrile, mis on Salzburgi Mozarteumi Fondi tellimusteos. Õhtu solistiks on soome sopran Soile Isokoski. Ka seda kava tutvustab kontserdi eel Wolfgang Schaufler. Järgmisel päeval mängib Pärdi „Cantust Benjamin Britteni mälestuseks“ Šoti Kammerorkester Robin Ticciati käe all. Kontsert toimub Mozarteumi suures saalis, kavas on veel Mozart, Beethoven ja R. Strauss.
Viies kava Arvo Pärdi muusikaga kantakse ette 1. veebruaril, kui Camerata Salzburgi ja Läti Raadio koori ette astub Mozarteumi suures saalis Tõnu Kaljuste. Kontserdi eel vestlevad Kaljuste ja „Mozartwoche“ peakorraldaja Matthias Schulz Arvo Pärdist. Pärdi muusikast on ettekandel „Salve Regina“ ja õhtut lõpetamas „Aadama itk“, kõlab ka Mozarti ja R. Straussi muusika.
Festivali lõpupäeva hommikul juhatab Mozarti Lasteorkestrit Mozarteumi suures saalis taas Marc Minkowski, ja ka siin kõlab Carl Philipp Emanuel Bachi ning Mozarti teoste kõrval Arvo Pärdi viiulisoologa teos „Darf ich...“. Sünnipäevafestivali viimasel kontserdil mängib Mozarteumi Orkester Ivor Boltoni käe all Mozarteumi suures saalis Muzio Clementi, Glucki ja Mozarti muusikat.
Toimetas
Tõnu Pedaru
http://kultuur.err.ee/v/muusika/2f4a302e-0b25-46f3-8f0a-f1b390355087

Monday, January 20, 2014

International Classical Music Awards (ICMA) für zwei CDs des hr-Sinfonieorchesters

hr-online.de
20/01/2014
Mit einer Hindemith-Produktion unter Leitung von Paavo Järvi und der Aufnahme von zwei Violinkonzerte mit Patricia Kopatchinskaja wurden gleich zwei aktuelle CDs des hr-Sinfonieorchesters bei den diesjährigen Inter-national Classical Music Awards (ICMA) ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird am 12. April in Warschau bei einem Gala-Konzert im Rahmen des 18. Ludwig-van-Beethoven-Osterfestivals verliehen.
 Ausgezeichnet wurde zu einen die von Frank Peter Zimmermann, dem hr-Sinfonieorchester und Paavo Järvi zum Hindemith-Jahr 2013 vorgelegte Neuaufnahme des Violinkonzerts von Paul Hindemith. Die CD auf dem Label BIS records ist bereits mit dem »Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik« gewürdigt worden.
 (Bild: )

 http://www.hr-online.de/website/rubriken/kultur/index.jsp?rubrik=55315&key=standard_document_50612625

Hindemith


Fanfare
January:February 2014
Philip Scott
James H. North

Thursday, January 16, 2014

A Pleyel, Paavo Järvi Eric Tanguy Valentina Lisitsa, 3 stars !

Dreuz.info
Sylvia Bourdon
12/01/2014
Donc, ce 9 janvier, le célèbrissime Maestro Järvi, un audacieux, comme je les aime, qui sait prendre des risques car il a l’instinct, nous a présenté, en création mondiale, une oeuvre d’un jeune compositeur, admirateur de Dutilleux, Eric Tanguy, né en 1968.
Je dois l’avouer, j’étais stupéfaite ! Scotchée sur mon siège.
L’oeuvre, en mémoire de Dutilleux s’intitule: Affectuoso, « In memoriam Henri Dutilleux ». Tout l’amour de Tanguy pour son immense maître, que Paavo a servi avec une flamboyance avérée, ainsi que son Orchestre de Paris. Oui, Dutilleux flottait dans la salle avec son sourire bienveillant et le public ne s’y trompait pas. L’orchestre, son chef et le compositeur furent ovationnés. Ce grand Maître Français, Dutilleux, mondialement célèbre, qui disparut dans l’indifférence générale de son pays ! Ici, à Dreuz, nous lui avons rendu hommage.
Ensuite, en remplacement « sur le pouce » du grippé Boris Berezovsky, resté à Moscou, apparue, toute de rouge vêtue, la blonde flamboyante pianiste Ukrainienne, Valentina Lisitsa au piano, les bras blancs, musclés, qui se mit à son instrument avec fougue, pour nous interpréter le Concerto pour piano n°1 en mi bémol majeur et la Danse macabre de Liszt, sous la baguette de Paavo Järvi. Un moment d’émotion intense.
J’adossais ma tête sur le bord du fauteuil et fermais les yeux, pour me sentir seule avec elle, son instrument et le compositeur qu’elle servait majestueusement. Ce sont des moments comme çà, que l’on souhaiterait éternels. Ovation de la salle et plusieurs rappels. Des « bravos » fusaient de tous côtés. Les spectateurs en réclamaient …
Puis, seule, la pianiste virtuose en rouge refit son apparition. Seule seule, entourée de l’orchestre silencieux elle prit place et interpréta l’Ave Maria de Schubert, la Campanella de Paganini-Liszt, la finale de la Sonate n° 7 de Prokofiev et pour terminer, Chopin, la Nocturne E Flat Major op. 9 n° 2 dans sa version originale. Valentina est bien entendu non seulement une virtuose, mais une coquine qui a de l’humour. Elle taquinait la salle, après chaque morceaux, ce qui fit rire à plusieurs reprises. Une personnalité exceptionnelle. Beresovsky ne m’a pas manqué une seconde. La salle ne s’y est pas trompé et ovationnait la pianiste en rouge.
A ma gauche, un jeune type qui sentait mauvais. Lorsque Valentina jouait seule, importunée par sa mauvaise odeur, je dus éternuer, silencieusement, à deux reprises. Mon nez coulait et je cherchais un mouchoir dans mon sac. Me mouchais. Soudain, le type, qui sentait mauvais, me donna un violent coup de coude pour me faire comprendre que me moucher le dérangeait dans sa ferveur d’auditeur totalitaire. Je me tournais vers lui et le regardais d’un air mauvais et assez longuement, pour qu’il rentre à la niche. A la pause, il se saisit d’un sac à dos assez cradingue et quitta la salle pour ne plus jamais revenir. A sa place, ensuite, j’eu une voisine noire, très jolie, élégante et distinguée, laquelle dégageait une agréable odeur de parfum discret. Un changement salutaire avec le malotru.
Et enfin, la 4ème en fa mineur de Tchaïkovski, dont j’adore particulièrement le second mouvement. Le Maestro Järvi était comme possédé par cette pièce, ce qui entraina l’orchestre dans une dimension particulière. Sa gestuelle ample à couvrir tous les musiciens était séduisante et charismatique. Le résultat était impressionnant. J’avais en tête l’interprétation de Karajan et dus me rendre à l’évidence que son jeune collègue sut tenir son rang brillamment. J’étais littéralement emportée et, de nouveau, je calais mon coup sur le bord de mon siège, tête en l’air, les yeux fermés pour apprécier ce moment exceptionnel.
Là encore le public ne s’y trompait pas. Devant moi, deux jeunes femmes se retournaient lorsque j’applaudissais bruyamment en lançant « bravo Paavo » ! Elles opinèrent du chef, d’accord avec mes débordements. Elles avaient le sourire large de celles qui ont aimé. La jeune élégante et jolie femme noire à mes côtés était pareillement emportée. Nous nous adressâmes brièvement la parole : « Vous le connaissez ? » me questionna-t-elle ? « Oui, je vais le voir dans sa loge ensuite ». Elle me répliquais qu’elle aussi. Alors, nous nous levâmes ensemble, elle était une immense liane. Une apparition élégante, dans une foule de gens, il faut le dire, majoritairement mal sapé. Y compris quelques capitaines d’industries que j’identifiais.
Les musiciens de l’orchestre respectent par tradition le public en s’habillant en conséquence. Je ne comprends pas pourquoi les directeurs de salles de concerts n’exigent pas que le public soit tout aussi élégant. Ce qui ajouterai à la beauté des prestations musicales.
Dans la loge de Paavo, il y avait bien sûr foule. J’ai demandé à Valentina, qui s’était hélas changée en noir, de venir, pour faire des photos et j’eus l’honneur d’y rencontrer le jeune compositeur Tanguy. Oui, lorsque je dis que j’ai l’honneur, c’est chez moi un vocabulaire rare. Une exception de vocabulaire que je réserve aux musiciens. Oui, puisque la musique est l’art majeur avant tous les autres.
C’était une belle expérience musicale et, je ne saurai jamais trop recommander d’aller au concert. Ca vous réconcilie avec la vie. Sous la direction musicale de Paavo Järvi, l’Orchestre de Paris est en train de rejoindre les plus grands du monde.
J’ai le plaisir d’annoncer ici, en exclusivité, que le Maestro Paavo Järvi, homme audacieux comme je le disais, mais aussi généreux, a accepté mon idée de se produire avec l’orchestre qu’il dirige, en l’église Saint Bernard de la Chapelle. La fameuse église des « sans papiers », récemment classée patrimoine, au cœur de la Goutte d’Or, quartier ghetto de l’immigration maghrébine et subsaharienne. Nous allons apporter aux enfants particulièrement, cette musique qui n’est pas seulement destinée à une classe privilégiée. Et sait-on jamais, susciter des vocations. Le padre Italien de la paroisse a accepté l’idée, ainsi que l’évêque auxiliaire de Paris, Eric de Moulin Beaufort.
La musique chasse la haine chez ceux qui sont sans amour. Elle donne la paix à ceux qui sont sans repos, elle console ceux qui pleurent. Pablo Casals.
 
http://www.dreuz.info/2014/01/a-pleyel-paavo-jarvi-eric-tanguy-valentina-lisitsa-3-stars/
Dans la loge du Maestro Järvi, Valentina, Eric et moi
Dans la loge du Maestro Järvi, Valentina, Eric et moi
- See more at: http://www.dreuz.info/2014/01/a-pleyel-paavo-jarvi-eric-tanguy-valentina-lisitsa-3-stars/#sthash.duuoiuDT.dpuf

Leipzigi kuulsas Gewandhaus'is dirigeerivad nüüd mõlemad noored Järvid

ERR.ee
Priit Kuusk
15/01/2014
Harukordse juhuse läbi dirigeerivad Leipzigis ajaloolises Gewandhaus'is sel nädalal kordamööda nii Paavo Järvi kui ka Kristjan Järvi, aga nad juhatavad erinevaid orkestreid
 
Paavo ja Kristjan Järvi (Foto: Ülo Josing / ERR)
Leipzigi Gewandhaus on tõeliselt ajalooline paik, kuhu on maja üles ehitatud juba kolmel korral, esmakordselt 1781 riidekaupmeeste messihoonena (siit ka maja nimetus), kuhu varsti kolis ka orkester. Järgmine hoone püstitati 1884. a, sai II maailmasõjas kannatada ning lammutati 1968. Kolmas, praegune hoone 2000-kohalise kontserdisaaliga avati tollases Saksa DV-s 1981. aastal. Selles resideerib Euroopa vanim orkester Gewandhaus-orkester, mis asutati 1743. aastal. Orkestri peadirigendiks on 2005. aastast Riccardo Chailly.
Gewandhaus on residentsiks ka Kesk-Saksa Raadio (MDR) sümfooniaorkestril, kelle peadirigent on Kristjan Järvi. Kui Gewandhaus-orkester esineb siin püsivalt, ligi 50 kontserdiga aastas, siis MDR-orkestril on vaja teenindada publikut ka teistes linnades, aga väga sagedased on kontserdid orkestri kodulinnas Leipzigis just selles saalis.
Alates homsest esinevad siinmail neljal päeval kordamööda noored Järvid, Paavo Järvi 16. ja 17. jaanuaril külalisena Gewandhaus-orkestri ees, Kristjan Järvil on MDR-iga kontsert 18. jaanuaril algul Magdeburgis, seejärel 19. jaanuaril Leipzigis Gewandhaus'is.
Paavo Järvi kava kannab nimetust „Grosses Concert“, ettekandele tulevad Claude Debussy „Fauni pärastlõuna“, poola 20. sajandi klassiku Karol Szymanowski Esimene viiulikontsert, solistiks suurepärane Janine Jansen, ning Sergei Prokofjevi Kuues sümfoonia. Kolmveerand tundi enne õhtu algust toimub kava eeltutvustus.
Kristjan Järvi laupäevane kontsert toimub Magdeburgis Johanniskirche's pealkirja all „Wien in Hollywood“. Omapärases kavas kõlavad Kristjani ea- ja ansamblikaaslase, USA helilooja ja kitarristi Gene Pritskeri „Cloud Atlas Symphony“ (põhineb filmi „Cloud Atlas“ muusikal), Austriast Hollywoodi filmiheliloojaks tulnud Erich Wolfgang Korngoldi (1897-1957) Viiulikontsert ning Johannes Brahmsi 1. klaverikvartett Arnold Schönbergi orkestreeringus. Ka Kristjanil on väga tuntud viiulisolist, prantsuse virtuoos Renaud Capuçon. Kontsert kuulub orkestri abonementsarja „Zauber der Musik“. Magdeburgi järel mängitakse seda kava pühapäeva hommikul ka Leipzigis.
Paavo Järvi uus hooajapool on varasemaga võrreldes üllatavalt rohke külalisesinemiste poolest: Leipzigi järel tulevad tal nädal hiljem Viini Filharmoonikud Salzburgi festivalil, siis Pariisi oma orkestri järel veebruari keskel Vene Rahvuslik Orkester Moskvas, seejärel Cincinnati ning märtsis Müncheni Filharmoonikud. Kristjan läheb Leipzigi järel tegutsema oma noorteorkestriga Baltic Youth Philharmonic, kellega juba 22. jaanuaril esinetakse kuulsas Berliini Filharmoonia suures saalis ning järgmisel päeval Poolas Varssavi Filharmoonia saalis. Mõlemal õhtul on kava sama, ent solistid on põnevalt erinevad.
Toimetas
Tõnu Pedaru

http://kultuur.err.ee/v/muusika/ba7d6c29-30ca-4a1e-9062-dab149ef795f

Paavo Järvi alustas uut dirigendiaastat oma orkestri ees Pariisis

ERR.ee
Priit Kuust
08/01/2014

Paavo Järvi alustas oma kontserte uuel aastal tema kui peadirigendi käe all tegutseva Orchestre de Paris’ ees 8. jaanuaril kuulsas ajaloolises Pleyeli saalis, mis on selle Pariisi orkestri residentsiks.
Paavo Järvi (Foto: Klaus Rudolph)
 Uue aasta ning uue hooajapoole avab Paavo Järvi koguni uusteose maailmaesiettekandega. 8. jaanuari kava Salle Pleyelis kordub samas peadirigent Paavo Järvi käe all ka 9. jaanuaril ning selle avanumbriks on orkestri tellimusena ühe nimekama prantsuse nüüdisheliloooja Eric Tanguy orkestriteose „Affettuoso” maailmaesiettekanne.
Paavo Järvi kavas kõlab veel koguni kaks Ferenc Liszti kontsertlikku klaveriteost, neid tuleb haigestunud Boris Berezovsky asemel mõlemal õhtul mängima läänes samuti väga tunnustatud ukrainlanna, praegu USAs Põhja-Carolinas elav Valentina Lissitsja.
Kava esipoooles on Tanguy uudisteos ja siis Ferenc Liszti Klaverikontsert nr 1 Es-duur, teine õhtupool avatakse Liszti variatsioonilise teosega „Danse macabre” klaverile ja orkestrile ning lõpetuseks kõlab kontserdi peateosena Pjotr Tšaikovski Sümfoonia nr 4 f-moll.
Eric Tanguy (1968) on pühendanud oma „Affettuoso” prantsuse nüüdismuusika klassiku Henri Dutilleux’ mälestusele, kes lahkus 2013. aasta mais 97aastasena Pariisis. Tanguy on oma generatsiooni üks sagedamini ettekantud ning salvestatud heliloojaid Prantsusmaal, pärjatud mitmete auhindade ja tunnustustega.
Muude tähelepanuväärsete ettekannete hulgas esitas Mstislav Rostropovitš 2001. aastal esmakordselt tema Tšellokontserdi nr 2, mille Tanguy oli maestro tellimusel kirjutanud ja temale pühendanud. Valentina Lissitsja on aga mõnedel andmetel maailma populaarseim klassikapianist YouTube’is, keda on vaadanud-kuulanud enam kui 50 miljonit külastajat.
Väärib meenutamist, et ka sügishooaja avaoopuseks oli Orchestre de Paris’l tellimusteos, Prantsuse-Liibanoni helilooja ja pianisti Bechara El-Khoury orkestripala pealkirjaga „Orages” („Torm”) ning Paavo Järvi juhatas samuti selle esiettekannet.
Selle kuu lõpul, 29. ja 30. jaanuaril seisab Paavo Järvi taas Orchestre de Paris’ ees ning siis toimuvad tähelepanuväärsete sündmustena samas saalis pianist Menahem Pressleri 90. sünnipäevale pühendatud kontserdid, kus maestro tõepoolest veel ise Wolfgang Amadeus Mozarti 23. klaverikontserdi solistina kahel õhtul üles astub. 16. detsembril 90-aastaseks saanud Pressler on Saksamaal sündinud Iisraeli-Ameerika päritolu pianist ja maailmakuulsa Beaux Arts Trio asutajaliige.
Toimetas
Igor Garšnek

http://kultuur.err.ee/v/muusika/uudised/0198ad82-5336-4943-bc42-ea56e084003a

Monday, January 13, 2014

Solistischer Drahtseilakt

Op-online
Klaus Ackermann
14/12/2013

Britte Isserlis beim hr-Sinfoniekonzert

Frankfurt - Viele halten es für unspielbar, was den Briten Steven Isserlis erst recht zu reizen scheint, der bei Sergej Prokofjews Cellokonzert op. 58 eine außerordentlich hohe Trefferquote hat. 
Das war ebenso spannend zu erleben wie der Rest des Konzerts in der Alten Oper, bei dem Paavo Järvi, „Conductor Laureate“ des hr-Sinfonieorchesters, programmatisch Neuland betrat. Neben dem in Frankfurt arg vernachlässigten Hanauer Paul Hindemith kam noch der Finne Jean Sibelius zu gutem Ton.
Schon die szenisch so plastische „Tuttifäntchen-Suite“ von Hindemith um eine kesse Holzpuppe, die viel Ähnlichkeit mit dem Kinderfreund Pinocchio hat, bringt es an den Tag - keiner hat die hr-Sinfoniker so im Griff wie der Ex-Chefdirigent, der die Weihnachtsmärchen-Musik des jungen Hindemith nahezu bildhaft und immer augenzwinkernd ausbreitet. Sie bewegt sich zwischen ausgeziertem Volkslied, Zinnsoldaten-Parade, wiegendem Dreiviertel-Takt und einem Foxtrott, dem das hr-Orchester als Edel-Tanzkapelle sogar zünftigen Swing andient.
In feiner Ironie scheint der moderne Klassiker seelenverwandt mit dem russischen Zeitgenossen Prokofjew, der diese freilich gern ins Sarkastische steigert. Auch in seinem Cellokonzert, das Isserlis in der zwischen 1933 und 1938 entstandenen Urfassung vorstellt. Nach klanglich breiter spätromantischer Intro fallen eine hart hämmernde Maschinenmusik und jene eigentümlichen Orchestermixturen auf, die einen makabren Tanz der Skelette assoziieren.
Allen voran der unglaublich perfekt aufspielende Brite, dem keine motorische Phrase schnell genug sein kann, der in den Variationen das süffige Thema virtuos zerpflückt, in einen von Streicher-Schleiern überzogenen Marsch überführt, der zudem die punktgenauen Holz- und Blechbläser mobilisiert. Und immer ist da ein unbändiger gestalterischer Druck, den der Solist schon mit starker Körpersprache erzeugt. Doch das höllische Szenario hat auch himmlische Töne im reinen Flageolett. Ein solistischer Drahtseilakt, gleichsam mit finalem Salto - kein Wunder, dass die Zugabe, Prokofjews „Music for Children“, so schlicht wie eingängig daherkommt.
Für Järvi gehören erklärtermaßen die Sibelius-Sinfonien Nr. 6 und 7 mit ihren großen Spannungsfeldern zusammen. Tatsächlich könnte die etwas kürzere, pausenlos zu spielende Siebte (und Letzte) in Form und Faktur sogar das Finale der vorausgegangenen 6. Sinfonie sein. Denn zwischen Adagio-Einleitung und Schluss fließt auch hier ein breiter Klangstrom, den Järvi und die hr-Sinfoniker zu kanalisieren verstehen, dabei noch Detailansichten fixierend wie im Scherzo, das ein punktierter Rhythmus in eigentümlicher Schwebe hält. Das ist Klangprosa im besten Sinne, die zu flüstern versteht, aber auch saust und braust wie eine orchestrale Windmaschine.
Beide Sinfonien ergeben eine Spielzeit von 50minütiger Dauer... Die bei Järvi und den hr-Sinfonikern indes erstaunlich schnell vergeht!
http://www.op-online.de/freizeit/musik/britte-isserlis-beim-hr-sinfoniekonzert-frankfurt-3271588.html

Von der Kammerphilharmonie lernen heißt siegen lernen

Hamburgen Abendblatt
12/12/2013
Anrührend: Paavo Järvi am Pult, Viktoria Mullova an der Violine
Hamburg. Krise? Welche Krise? Wer am Donnerstagabend das Publikum im randvollen Saal der großen Laeiszhalle jubeln und feiern erlebt hat wie bei einem Rockkonzert, dem könnten das mantraartige Reden über Publikumsschwund und Nachwuchssorgen bei klassischen Konzerten glatt überflüssig vorkommen. Ebenso wie all die Symposien und Forschungszweige zu dem schönen Feld der Musikvermittlung. Die Deutsche Kammerphilharmonie, derzeit Residenzorchester bei den Elbphilharmonie Konzerten, kam, spielte und siegte auf ganzer Linie.
Das leicht militärisch angehauchte Bild passt in diesem Fall zum Programm. Denn das drehte sich, ohne dass sich das in den Werktiteln niedergeschlagen hätte, um persönliche und kollektive Kämpfe, um politisch motivierte Tragödien. Dass der stürmische Beginn von Beethovens "Fidelio"-Ouvertüre etwas wackelte und die Hörner ihren ersten leisen, hohen Einsatz verkicksten, war vor lauter Spannung spätestens ab Takt sieben vergessen. Paavo Järvi formte das kurze Stück zu einem einzigen Fanal; die ganze Oper schien Platz zu haben in den scharfkantigen Phrasen, den jähen dramatischen Wendungen und den unvermutet wie Waldlichtungen aufscheinenden lyrischen Passagen.
Die erschütternde Antwort auf Beethovens kristallines E-Dur gab Viktoria Mullova als Solistin des ersten Violinkonzerts von Schostakowitsch. Mullovas herber Zugriff war wie geschaffen für das Werk ihres Landsmanns, in dem dieser die seelischen Erfahrungen politischer Repression verarbeitet hatte. Mullova kehrte das Sprachliche, das Strenge an der Musik heraus. So mühelos sie den rhythmisch komplexen, haarsträubend virtuosen Part auch beherrschte, Lockerheit wäre um des Ausdrucks willen fehl am Platz gewesen. Gerade bei dieser sonst zurückhaltenden Geigerin wirkte die Wärme ihres Tons um so anrührender. Fast war es dem Hörer, als belauschte er ein Gespräch, so haarfein, geradezu intim, reagierten Orchester und Solistin aufeinander.
In Beethovens Siebter nach der Pause entwickelten die Steigerungen eine solche Kraft, als würden sie das Publikum aufsaugen und auf Sturmes Schwingen davontragen. Berückende Tanzrhythmen und todesfahle Klangflächen wechselten jäh ab. Verblüffend die expressionistischen Farben der Bläser, verblüffend auch, wie eine pieksaubere Intonation die Obertöne des doch eher klein besetzten Streicherapparats befeuerte und den Klang zur Kathedrale anwachsen ließ. Den zweiten Satz, einen Trauermarsch, nahm Järvi im vorgeschriebenen Allegretto-Tempo, gänzlich unsentimental und gerade darum so ergreifend.
Es bleibt ein Rätsel, wie dieses Ensemble mit diesem Dirigenten es fertigbringt, immer wieder so zu spielen, als hinge davon das ganze Leben ab, und seine Hörer unfehlbar auf die Stuhlkante zu fesseln. Womöglich ist diese Energie das Geheimnis seines weltweiten Erfolgs. Solange wir Musiker mit einem solchen Berufsethos haben, braucht uns um die Zukunft der klassischen Musik jedenfalls nicht bange zu sein.
http://www.abendblatt.de/kultur-live/article123190978/Von-der-Kammerphilharmonie-lernen-heisst-siegen-lernen.html

Järvi e Petibon esaltano la fede di Poulenc

Avvenire.it
17/12/2013
In tre brani e in poco più di un'ora di grande musica, il direttore Paavo Järvi ha delineato uno dei ritratti più affascinanti e convincenti del genio di Francis Poulenc (1899-1963), protagonista della ribalta culturale francese del secolo scorso; un vero "enfant terrible", della cui personalità umana e artistica, se è probabilmente più noto il versante "mondano", vale assolutamente la pena riscoprire quello religioso, forse il più autentico e interessante.
Mosso dall'impeto travolgente di una ritrovata fede, a partire dagli anni Trenta il compositore ha trovato stimoli e ispirazione in un cammino spirituale da cui sono nati alcuni dei suoi capolavori; frutti maturi di una inesausta vena creativa che si riflette tra le suggestive Litanies à la Vierge noire (scritte in seguito a un pellegrinaggio al Santuario della Madonna Nera di Rocamadour), le atmosfere cangianti ed esuberanti del Gloria o il clima di profonda riflessione dello Stabat Mater (un vero e proprio Requiem, nelle intenzioni originarie dell'autore).
Sono queste le tre pagine a cui Järvi ha voluto rendere omaggio in un disco di forte impatto emotivo, affiancato dalle forze corali e strumentali dell'Orchestre de Paris e dal soprano Patricia Petibon, che ha timbro e carattere d'interprete per diventare la nuova splendida e ispirata musa dell'arte sacra di Poulenc.


Orchestre de Paris / P. Järvi
POULENC
Gloria, Stabat Mater, Litanies
Deutsche Grammophonhttp://www.avvenire.it/Rubriche/Pagine/Dischi%20Sacra/J%C3%A4rvi%20e%20Petibon%20esaltano%20la%20fede%20di%20Poulenc_20131227.aspx?rubrica=Dischi%20Sacra

La chronique CD : Emotions d’hiver

Lesechos.fr
Philippe Venturini
10/01/2014

Les disques du week-end : l’émouvant voyage mémoriel de Rosanne Cash (en avant-première) ; le « live » bouleversant de Nick Cave ; l’eden pop-folk de Turin Brake ; les audaces de Marie Modiano ; et les pièces pour alto magiques d’Hindemith par Antoine Tamestit.
PAUL HINDEMITH - Bratsche ! Antoine Tamestit (alto), Markus Hadula (piano), Orchestre symphonique de la radio de Francfort, direction : Paavo Järvi (1 CD Naïve)




C’est peu dire que les cinquante ans de la disparition de Paul Hindemith (1895-1963) sont passés inaperçus. De côté-ci du Rhin, le compositeur passe encore pour un affreux raseur, un de ces compositeurs qui, marqué par le retour à Bach dans les années 1920, a laissé une musique chargée et indigeste. C’est oublier qu’il fit partie de l’avant-garde au point d’être mis à l’index par les nazis, qu’il composa dans une incroyable diversité de styles, qu’il fut un pédagogue recherché, qu’il œuvra pour le retour de la musique baroque sur instruments d’époque et qu’il fut un formidable altiste.

Aussi est-ce un florilège de pièces écrites pour son instrument (d’où le titre, tout simple, de ce récital « Bratsche » signifiant alto en allemand) que propose Antoine Tamestit. Qui redoute le plomb sera sans doute étonné par les lignes aériennes de la « Sonate pour alto et piano » qui ouvre ce programme. De même, la « Sonate pour alto solo », derrière l’apparente sévérité d’une page par un seul instrument à cordes, dévoile une intensité expressive qui en surprendra plus d’un. Il faut dire que, une fois de plus, Antoine Tamestit investit ce répertoire avec la virtuosité, la grâce et la musicalité frémissante qui ont fait sa réputation. Cet diable d’artiste pourrait transformer le plus banal exercice technique en musique.

Alors, bien évidemment, dans les pages orchestrales plus immédiatement séduisantes que sont « Der Schwanendreher », un concerto d’après d’anciens chants populaires, et la « Trauermusik » (Musique funèbre), l’auditeur ne peut qu’être captivé. L’éloquence naturelle d’Antoine Tamestit et son style souverain se combine admirablement avec la direction millimétrée et finement nuancée de Paavo Järvi. Mélancolique, joyeuse, grave, lumineuse, la musique d’Hindemith à de quoi étonner. Pourquoi ne pas profiter de la nouvelle année pour oublier ses a priori ?

http://www.lesechos.fr/culture-loisirs/livres/0203228710081-la-chronique-cd-emotions-d-hiver-642093.php

パーヴォ・ヤルヴィ&ドイツ・カンマーフィルのシューマン全集完結編、交響曲第4番が登場!

cdjournal.com
2014/01/08
 名コンビが放つシューマン・サイクル完結編! パーヴォ・ヤルヴィドイツ・カンマーフィルハーモニー・ブレーメンのニュー・アルバム『シューマン:交響曲第4番、序曲・スケルツォとフィナーレ&コンツェルトシュトゥック』(SICC-10208 税込2,940円)が1月15日(水)にリリースされます。

 2012年に発売した『シューマン:交響曲第2番&序曲集』に続く全集録音第3弾・完結編となる当アルバムは、フルトヴェングラーワルターなど20世紀前半の巨匠が好んで演奏し、ロマン派の香りが濃厚な交響曲第4番、シューマンのエッセンスが詰まった知られざる傑作「序曲、スケルツォとフィナーレ」、4つのホルンのための協奏曲「コンツェルトシュトックヘ長調」です。

  シューマンを「愛している」と公言してはばからないヤルヴィは、「作品に込められた感情の起伏や途方もないエネルギーを恥ずかしがることなくさらけ出すべ き」と、シューマンのオーケストレーションの機微を繊細に表現しきることのできるドイツ・カンマーフィルと濃密なシューマン・ワールドを繰り広げていま す。
これぞ“21世紀のシューマン”シンフォニー解釈の決定盤。「コンツェルトシュトゥック」には、ベルリン・フィル首席シュテファン・ドールのほか、ドイツ・カンマーフィル首席のヘッケルマン、ボン・ベートーヴェン管のグレーヴェル、フランクフルト放送響首席のゾンネンが参加しています。
2014年1月15日(水)発売
パーヴォ・ヤルヴィ指揮ドイツ・カンマーフィルハーモニー・ブレーメン 他
『シューマン:交響曲第4番、序曲・スケルツォとフィナーレ&コンツェルトシュトゥック』

(SR・SICC-10208)

[収録曲]
シューマン:
01. 序曲、スケルツォとフィナーレop.52
02. 4本のホルンと管弦楽のためのコンツェルトシュトゥック ヘ長調op.86
03. 交響曲第4番ニ短調op.120(1851年改訂稿)

[演奏]
パーヴォ・ヤルヴィ指揮ドイツ・カンマーフィルハーモニー・ブレーメン
シュテファン・ドール、エルケ・シュルツェ・ヘッケルマン、フォルカー・グレーヴェル、トーマス・ゾンネン(hr)
http://www.cdjournal.com/main/news/paavo-jarvi/56454

Paavo Järvi

tower.jp 
 木幡一誠 
2014/01/09
参謀も集えば兵士も集う 彼こそは指揮界の天下人
paavo_A2
まさに情報化社会のマエストロ。演奏コンセプトは入念なリサーチと譜面の読みに支えられ、それを音にする 媒体としてのオーケストラを完璧に統率し、斬新にして説得力の高い解釈を世に発信し続ける。室内管弦楽団の機動力の高さと響きの透明感をフルに生かした シューマンも、シリーズの最終巻に至った。コンチェルトシュトゥックにはベルリン・フィルの首席奏者シュテファン・ドールを1番ホルンに招くなど、話題性 も豊富である。
「ここでは彼が残したオーケストラ作品でも、非常に特徴的なものを組み合わせてみたいと思いました。特に 《序曲、スケルツォとフィナーレ》は興味深い存在。内容的には“ミニ・シンフォニー”と呼べるし、単なる習作の域にもとどまっていない。スケルツォ楽章は 典型的なシューマンです。リズム・パターンの執拗な反復がもたらす律動性と、それにもかかわらず移り気で安定しない気分。《クライスレリアーナ》のような ピアノ曲にも通じますね!」
この作曲家の「偏執狂的な面や躁鬱気質を掘り下げていく」視点の一貫性も、交響曲第4番で大いにモノを言う。実に鮮やかな明と暗の対比感。それが流れるようなテンポ設定で繰り広げられていく。
「第1楽章の序奏でも大きなパルスのうねりを維持することが重要。1拍ごとを重く刻まず……(歌ってみせ る)。終楽章の推進力を保つ点でも同じです。ある種のワーグナー解釈から影響を受けて因習化して肥大化を遂げた“ヘビー”な音楽作りというものが、この手 のレパートリーにはつきまとう。余分な衣を着せられてしまったシューマンを、私はあるがままの姿に戻したい。ブルックナーも然りですが」
フランクフルト放送響とのブルックナー・シリーズも着々と進行中だ。最新作の交響曲第4番では、普通に用 いられる1878/80年稿に対して、いわゆる改訂版に基づく1888年稿のスコア(協会全集版も刊行済)も部分的に採用。それは彼が「自分なりに最良の 形を追求した」結果であり、終楽章にシンバルの一撃を追加したというレベルの話ではない。
「ブルックナーが改訂を重ねた作品に関して、客観的に“これが絶対”というヴァージョンは成立しえないの ではないかと思います。しかしディテールは、あくまでディテールでしかありません。このシンフォニーで特に重視したのは、ドイツ語でいう“フリーセント” な流動感。第1楽章でもブルックナーは“動的に”と記している。それを音楽の本質と結びつける過程でテンポやフレージングが決定していくのです。ハイドン にまで起源をたどれるロジカルな交響曲作法を、私はブルックナーに見出したい。音楽を宗教的儀式に作り替えるのではなく(笑)」
こうした観点を個別の楽曲に反映させる上でも、つまりレパートリーの“振り分け”を行なう点でも、彼が もっか手中に収めているオーケストラは本当に羨ましいほどの顔ぶれだ。2010年から首席指揮者をつとめるパリ管弦楽団と去る11月に果たした来日公演で は、ドビュッシーやラヴェルやサン=サーンスを軸にすえたプログラムを披露。ヴィルトゥオーソ・オーケストラと辣腕コンダクターの相互作用による圧倒的な 成果が聴衆の度肝を抜いた。CDの企画はまだ練っている段階のようだが、映像で一足先に彼らの美演を愛でることができる。《春の祭典》と《火の鳥》と《牧 神の午後への前奏曲》という、ディアギレフのバレエ・リュスゆかりの作品集。パリの舞台にひときわ映えるプログラムだ。
ヤルヴィの次なるターゲット? それはドイツ・カンマー・フィルと組んだブラームス。2014年の12月には大掛かりな来日公演が予定されている。
「普通の認識と異なるかもしれませんが、ブラームスのオーケストラ書法は本当に独創的で凝りまくってい る! 金管楽器の用法ひとつとっても、バロック以前にまでさかのぼる伝統的な背景を踏まえながら、ロマンティックな音楽の中へ巧みに組み込んでいる。彼の譜面は 確かに“マ・ノン・トロッポ”という発想標語をはじめとして、抑制された表現を志向しているように見えます。しかしそれは内に秘めた熱っぽさの裏返しでは ありませんか?」
やはり新鮮にして(ときに過激なまで!)啓示に富む作曲家像を描き出してくれそうなパーヴォ。既にブラー ムス学者(ヘンレ版の交響曲編纂者)ロバート・パスコールを招いたワークショップもオーケストラを交えて開催し、入念な準備を積んでいる由。優れた参謀も 集い、優秀な兵士としての楽員も集う、彼こそはまさに指揮界の天下人という感じですね。


http://tower.jp/article/interview/2014/01/09/paavo

Thursday, January 09, 2014