Tuesday, October 25, 2016

Die Zukunft kennen lernen


infranken.de
THOMAS AHNERT
24.10.2016


Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen war das Reiseziel einer Kissinger Delegation. Sie ist das Festivalorchester 2017.
Die Kissinger hielten beim Empfang nach dem Konzert am längsten durch, und nicht nur sie: Paavo Järvi (2. von rechts) im Gespräch mit Thomas Leiner, Tilman Schlömp, Erna Buscham, Hans Otto (Leiter des Künstlerischen Managements) und Elisabeth Müller. Foto: Thomas Ahnertdes
Am Anfang war ein Name: Deutsche Kammerphilharmonie Bremen - für die meisten Kissinger ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Aber es ist das Orchester, das am 16. Juni 2017 im Großen Saal des Regentenbaus das Eröffnungskonzert des Kissinger Sommers geben wird und das bis 2021 als Festivalorchester präsent sein wird.
So etwas hat es in den zurückliegenden 30 Jahren noch nicht gegeben. Die Ankündigung sorgte nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch im Stadtrat für eine gewisse Verunsicherung. Und da Reisen bildet und Informationslücken schließen kann, machte sich eine zwölfköpfige Delegation um Oberbürgermeister Kay Blankenburg und 3. Bürgermeister Thomas Leiner mit Vertretern der Fraktionen und der Kulturverwaltung auf zu einem Ausflug an die Weser (Intendant Dr. Tilman Schlömp stieß, aus dem Urlaub kommend, in Bremen zu der Gruppe).


Ziemlich dichtes Programm

Hans Otto, der Leiter des Künstlerischen Managements des Orchesters, hatte ein Programmpaket geschnürt, das es in sich hatte. Dass die Stadt sich gerade mitten in ihrem "Freimarkt", einem 14-tägigen Volksfest mitten in der Stadt befand, war nur eine Randerscheinung. Die Gruppe besichtigte das prächtige historische Rathaus, den Sitz des Bremer Senats - nicht ohne dem Ratskeller einen Besuch abzustatten. Eine Führung durch die "Glocke" schloss sich an - ein Gebäudekomplex direkt neben dem Dom, der heute, nach mehreren Umbauten unter anderem zwei Konzertsäle beherbergt. Der Größere der beiden hat 1500 Plätze, also etwa 250 mehr als der Große Saal im Regentenbau. Hier trägt die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ihre "Heimspiele" aus. Sämtliche Konzertreihen sind nach Auskunft von Geschäftsführer Albert Schmitt ausabonniert.

Und dann ging es noch zur "Alten Stadtwaage", dem ältesten erhaltenen Gebäude Bremens, in dem die Kammerphilharmonie ihren Verwaltungssitz hat. Da bekamen die Gäste Einblicke in die Geschichte und Struktur des Orchesters. Der Klangkörper, der heute 55 feste Mitglieder hat und sich bei Bedarf auch verstärken kann, wurde 1980 von Musikstudenten in Frakfurt/Main gegründet. Nach der Institutionalisierung als professionelles Kammerorchester folgte 1992 der Umzug nach Bremen. Die Kammerphilharmonie gestaltet jährlich vier Abonnement-Reihen, Sonderkonzerte, eine Kammermusikreihe, ein Open-Air-Festival und ist viel unterwegs. Das Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart, von der großen Sinfonie bis zur Kammermusiker. Daneben veranstalten die Musiker seit 1992 Konzerteinführungen und Workshops und pflegen die Zusammenarbeit mit Schulen und Erwachsenenbildungsinstituten. Seit 2007 hat das Orchester seine Probenräume in der Gesamtschule Bremen-Ost. Dadurch entstanden besondere Projekte und Kooperationen mit der Schule.
Künstlerischer Leiter ist seit 2004 Paavo Järvi. Berühmt geworden und hoch dekoriert wurden die Einspielungen der Sinfonien Beethovens. Im Moment ist Brahms auf dem Plan.


Musiker als Gesellschafter
Interessant sind die strukturellen und finanziellen Aspekte. Die Deutsche Kammerphilharmonie ist als Privatunternehmen organisiert, in dem die Musiker alleinige Gesellschafter sind. Damit sind sie nicht nur für die künstlerische, sondern auch für die wirtschaftliche Seite verantwortlich. 72 Prozent der finanziellen Mittel erwirtschaftet das Orchester selbst (42 Prozent Honorare, 30 Prozent Sponsoring). 28 Prozent gibt die öffentliche Hand. Das ist durchaus sensationell, denn normalerweise ist es genau umgekehrt.
Und natürlich ging's abends in die "Glocke" zum Konzert. Dass ausgerechnet Lang Lang der Solist bei Mozarts Klavierkonzert KV 491 war, war eine glückliche Fügung des Schicksals. Denn der 34-Jährige ist, seit er mit Nikolaus Harnoncourt zusammengearbeitet hat, ein wunderbarer Mozart-Spieler geworden, der seine Attitüden gegen Musikalität ausgetauscht hat.

Aber interessanter war natürlich das Orchester, das darüber hinaus Mozarts Don-Giovanni-Ouvertüre und die 2. Sinfonie von Johannes Brahms spielte. Es erwies sich als ein Ensemble, das in seiner Zusammenarbeit enorm frei geworden ist, das ausgezeichnet aufeinander hört, außerordentlich plastisch musiziert und einen ausgezeichneten Kontakt zu seinem Dirigenten pflegt. Oder anders gesagt: dem seine Tätigkeit offensichtlich großen Spaß macht.

Blick voraus nach Bad Kissingen
"Wir freuen uns sehr auf Bad Kissingen. Wir kommen ja nicht zum ersten Mal", sagt Paavo Järvi. Der Große Saal ist für ihn und seine Leute ein wichtiger Raum. Denn hier haben sie ihre erste Beethoven-Sinfonie eingespielt, die ihnen den Weg zu den großen Plattenfirmen ebnete. Järvi spricht mit großer Begeisterung von seinen Leuten: "Das sind Musiker , die so frei geworden sind, dass sie auch spontane Risiken eingehen können, weil sie sich aufeinander verlassen können. Das sind die Momente, in denen die Musik wirklich beginnt."

In Bad Kissingen wird sich das Orchester auch aus dem Regentenbau hinausbegeben und auf sein Publikum zugehen. In Planung, so Tilman Schlömp, sind bereits einige Projekte, insbesondere für die Jugend.


http://www.infranken.de/regional/bad-kissingen/Die-Zukunft-kennen-lernen;art211,2276836

Übermaß an eigenen Ideen


kreiszeitung.de
24.10.2016

Lang Lang gastiert bei der Deutschen Kammerphilharmonie


Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Nikolaus Harnoncourt hat zu dem chinesischen Starpianisten Lang Lang und den Musikern der Wiener Philharmoniker nach der viertägigen Einspielung im Frühjahr 2014 zum Abschied gesagt: „Diese vier Tage kriegen einen goldenen Stempel!“ Verwundert war damals diese künstlerische Partnerschaft zur Kenntnis genommen worden, von der Harnoncourt beteuerte, in seinem langen Leben noch niemanden kennengelernt zu haben, der seine Anregungen und Wünsche so schnell und unmittelbar umsetze, noch während er sie ausspreche. Und der junge Pianist empfand die Aufnahmesession als einen viertägigen Meisterkurs und wünschte sich, dass Menschen, die nur eine einzige Mozart-CD besäßen, eben diese wählen sollten.


Vom Wunder der Einspielung von „The Mozart Album“ hat Bremen am vergangenen Wochenende etwas abbekommen: Mit der Deutschen Kammerphiharmonie unter der Leitung von Paavo Järvi spielte Lang Lang bei seinem Debüt bei der Deutschen Kammerphilharmonie das auch damals aufgenommene Konzert c-Moll KV 491. Dass der 34-jährige Lang Lang trotz der rigiden Erziehung seines maßlos ehrgeizigen Vaters keine gedrillte Klaviermarionette mehr ist, wurde einmal mehr deutlich. Lang Lang hat jenseits seiner stupenden Technik eine tiefe Beziehung zur Musik, und er hat ein Übermaß an eigenen Ideen zu Mozarts erstem Moll-Konzert aus dem Jahr 1786.

Er taucht nahezu jedes Element – sei es ein neues Thema, eine winzige Zwischenmelodie, ein charakteristischer Rhythmus oder ein Harmoniewechsel – klanglich in vollkommen neues Licht, so dass der Hörer in eine Vielzahl von Atmosphären und Welten hineingezogen wird. Da erklingt Trauriges, Spielerisches, Tänzerisches, Humorvolles und Düsteres, sogar die Themen selbst taucht dieser Meister von Klangschattierungen in immer neue Welten. Kontemplativ einsam sein Monolog, zugleich aufmerksam im Dialog mit dem Orchester. Einheit stiftet die Deutlichkeit und Präzision der linken Hand. Ob das Mozart ist – darüber kann man streiten. Nicht streiten lässt sich über die so persönliche Annäherung Lang Langs und die gekonnte Konsequenz ihrer Ausführung. Dass Lang Lang sich anhaltend applaudierend an das Orchester wandte, wirkte nicht wie bloße Höflichkeit oder ein Werbegag, sondern echt und wirklich dankbar.

Dann Johannes Brahms regelrecht strahlende 2. Sinfonie in D-Dur, ein Werk des damals 44-jährigen Komponisten, der sich lange nicht traute, nach Beethoven noch eine Sinfonie zu schreiben: Bei einem Spiel derart an der Grenze noch so souverän zu bleiben, dass Transparenz, dramaturgische Disposition, Genauigkeit der Dynamik und der Artikulation stets gesichert bleiben, das ist schon ein kleines Wunder.

Järvis schlankes Brahmsbild, die untergründig brodelnden Vorspannungen, die er herausarbeitet, die verführerische klangschöne Lyrik, die mitreißenden Tempowechsel, die ihm gelingen, die Harmoniewechsel, die in ihren sorgfältigen, fast orgelartigen Registrierungen wirken wie Gänge durch Landschaften einschließlich echoartiger Raumwirkungen. Dann noch die grandios bewältigten Instrumentalsoli, die oft gnadenlos exponiert daher kommen. Das provoziert berechtigte Beifallsstürme nach einem Konzert, in dem als Einleitung Mozarts Ouvertüre zu „Don Giovanni“ erklungen ist. Auch das ein goldener Stempel!

http://www.kreiszeitung.de/kultur/uebermass-eigenen-ideen-6878582.html

Lang Lang begeistert das Publikum


rp-online
von ingo hoddick
24.10.2016




Das Konzert von Lang Lang am Samstag in der ausverkauften Mercator-Halle war ein musikalisches Fest.

Duisburg. Dieses Konzert-Programm mit dem 1982 in China geborenen Starpianisten wurde weltweit überhaupt nur zweimal aufgeführt: am Tag zuvor in Bremen und dann in der ausverkauften Duisburger Philharmonie Mercatorhalle. Von Ingo Hoddick

Das Klavier-Festival Ruhr findet jedes Jahr im Sommer statt. Der Jahrgang 2016 ist natürlich längst Geschichte, aber jetzt gab es ein herbstliches Extra, weil die Duisburger Philharmonie Mercatorhalle erst im September wiedereröffnet worden war. Und das galt als besonderes Schmankerl, denn im Mittelpunkt stand ein Pianist, der auch vielen Menschen bekannt ist, die sonst nicht so viel mit klassischer Musik zu tun haben - man kann ihn geradezu populär nennen. Lang Lang ist ja auch jemand, der nicht nur durch sein Klavierspiel wirkt, sondern auch durch seine Persönlichkeit. Klar, dass der Große Saal mit seinen gut 1800 Plätzen da ausverkauft war.

Gewählt hatte sich Lang Lang für sein Duisburger Debüt das halbstündige Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 c-Moll KV 491 (1786) von Wolfgang Amadeus Mozart. Es ist das am meisten sinfonische der 27 Klavierkonzerte dieses Komponisten, die reiche Bläserbesetzung steht im ständigen und raffinierten Dialog mit dem Solisten. Zum Glück verzichtete Lang Lang hier fast ganz auf die sonst bei ihm üblichen Manierismen, auch wenn immer noch der eine oder andere Einzelton unvermittelt herausgeknallt oder manche Melodien mit etwas zu viel Pathos versehen wurden. Doch zwang Maestro Mozart den Pianisten zu Respekt und Demut, zu schlichter Gestaltung und vor allem zu einem aufmerksamen, ja kammermusikalischen Zusammenspiel mit dem Orchester. Hernach reichte er seine Blumen an die schwangere Orchestermusikerin am letzten Pult der zweiten Geigen weiter und ließ dann in der Zugabe seine etwas sprunghafte Virtuosität von der Leine. Es war der rituelle Feuertanz aus dem Ballett "Der Liebeszauber" von Manuel de Falla, in einem rasanten Arrangement für Klavier solo. Das erinnerte an die Anekdote, der zufolge Lang Lang im Alter von zwei Jahren im Fernsehen "Tom und Jerry" sah, als Tom die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-Moll von Franz Liszt auf dem Klavier spielte. Diese erste Begegnung mit westlicher Musik soll in ihm den Wunsch geweckt haben, Klavier spielen zu lernen. Nun, jetzt tobte die Mercatorhalle vor Begeisterung, der Pianist verabschiedete sich freundlich winkend.

Erfreulich war außerdem, dass hier auch die erstklassige Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit ihrem aus Estland stammenden Künstlerischen Leiter Paavo Järvi erstmals in unserer Stadt auftrat. Die beiden rahmenden Orchesterwerke verrieten das gar nicht so geheime Thema des Abends, nämlich das Wechselspiel von düsteren und heiteren Elementen. Das eine war die Ouvertüre zu Mozarts Oper "Don Giovanni" KV 527 (1787), das andere die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (1877) von Johannes Brahms. Zu der im idyllischen Pörtschach am Wörthersee entstandenen, insgesamt eher entspannten Sinfonie sagte Brahms nur halb ironisch, die Partitur solle "mit Trauerrand gedruckt werden". Der Dirigent ließ das kleine Orchester auf den Punkt agieren, vor allem die wirklich vorzüglichen Holzbläser, so dass auch die vielen auswärtigen Besucher die Akustik der Mercatorhalle lobten. Ein wenig gewöhnungsbedürftig wirkt es, dass Paavo Järvi das Tempo häufig veränderte. Das geht in Ordnung in dem Sinn, dass Brahms über die Aufführungspraxis seiner Werke einmal gesagt hatte: "Hauptsache, Ihr macht es schön!"Quelle: RP

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/lang-lang-begeistert-das-publikum-aid-1.6344566

Musikalische Lustreise mit Lang Lang


derwesten.de
Thomas Becker
24.10.2016

Der stürmische Beifall des begeisterten Publikums ist Lang Lang jederzeit sicher. Der wohl derzeit populärste Pianist der internationalen Klassik-Szene war jetzt in einem konzertanten herbstlichen Nachschlag des Klavier-Festivals Ruhr mit der Deutschen Kammerphilharmonie aus Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi in der Mercatorhalle zu erleben. Der 34-jährige Chinese, der als technisch überragender Virtuose gefeiert, aber auch als musikalisch bisweilen oberflächlicher Pop-Star kritisiert wird, zeigte seine Kunst mit Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 in c-Moll. Für die Bremer Kammerphilharmoniker blieb an diesem Abend ganz ohne das publikumsträchtige Zugpferd Lang Lang Mozarts Ouvertüre von Don Giovanni sowie die Sinfonie Nr. 2 in D-Dur opus 73 von Johannes Brahms, die auch ohne den gefeierten Superhelden am Klavier viel Freude bereiteten.

Auch wenn der junge Weltklasse-Musiker bisweilen für allzu gefühlsselige Interpretationen der klassischen Werke oder auch für sein zu rasantes Tempo kritisiert wird, so zeugte sein stets etwas dramatisierendes Klavierspiel mit dem sehr guten Orchester und seinem umsichtigen Dirigenten doch von großer Meisterschaft.

Nachdem zuvor das Orchester aus Bremen die Don-Giovanni-Ouvertüre mit einem feinen Glanz versehen hatte, durfte der mit Spannung erwartete Lang Lang am Flügel Platz nehmen. Mit leichter Hand folgte der freundliche Star den Spuren des Salzburger Genies, das an diesem Pianisten vielleicht viel Freude gehabt hätte. Der immer noch sehr jugendlich wirkende Pianist widerstand trotz seiner überragenden Technik der Verlockung allzu virtuoser Selbstdarstellung und harmonierte dafür in allerbester Form mit dem Orchester. Welche Energie in ihm steckt, bewies er dann mit einer furios gespielten Zugabe von Manuel de Fallas „Feuertanz“, für den es donnernden Applaus gab, der nicht enden wollte.

Strahlender Brahms
Dass es auch noch ein Leben nach Lang Lang gibt, dafür stand nach der Pause das Bremer Ensemble, das hier ein wunderbares und strahlendes Brahms-Konzert gab und mit Paarvo Järvi über einen großartigen Dirigenten verfügt, der als temperamentvolle Zugabe den „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von wiederum Johannes Brahms mitgebracht hatte. Viel Beifall für ein großartiges Klavier-Festival-Konzert.

Thomas Becker

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/musikalische-lustreise-mit-lang-lang-aimp-id12300433.html

オーケストラでわかり合うためには「音楽」という言語で会話することがいちばんの近道です/パーヴォ・ヤルヴィ インタビュー



jp.yamaha
文/オヤマダアツシ
photo/後藤泰宏
21.10.2016






21世紀に入って世界の指揮者&オーケストラ地図が大幅に刷新される中、パーヴォ・ヤルヴィの存在感はますます確かなものとなっている。フランクフルト放送交響楽団やパリ管弦楽団など一流オーケストラのポストを歴任し、一方ではドイツ・カンマーフィルハーモニー・ブレーメンとのCDや来日公演(ベートーヴェン、シューマン、ブラームス)で伝統に縛られない斬新な演奏を聴かせるという活躍ぶり。さらには、2015年9月よりNHK交響楽団の首席指揮者へ就任したことで、日本でも知名度や人気がますます高まった。


「世界的な水準にあるNHK交響楽団から招聘されたことは、とても光栄です。このオーケストラがモーツァルトからマーラーへ至る、ドイツ語圏の音楽を熟知していることは重要ですね。ソニーのRCAレッド・シール・レーベルとのプロジェクトで、彼らとリヒャルト・シュトラウスの作品集を録音しようと思ったのは、まさにドイツ音楽に対する経験と知識をもっていたからなのです。R.シュトラウスの音楽は高いレベルの演奏技術と楽員の積極性が要求されますので、どこのオーケストラでも満足のいく結果が得られるとは限りません。NHK交響楽団と出会えたからこそ、私はR.シュトラウスのシリーズを始められたのです」


さまざまなオーケストラに客演するのは指揮者の運命ともいえるが、指揮台に立って自分をアピールする方法をたずねると、明快な答えを返してくれた。「私もオーケストラのメンバーも音楽という共通の言語をもっているわけですから、それを使わない手はありません。音楽に対して、また個々の曲に対してどういう思いがあるのか、リハーサルではそれをぶつけ合って探るわけです。わかり合うためには音楽で会話をすることがいちばんの近道でしょう」





1962年に北ヨーロッパのエストニア共和国(当時は旧ソビエト連邦の構成国)で生まれ、少年時代に家族そろってアメリカへ移住。本格的に音楽の勉強を始めた。父のネーメ・ヤルヴィ、弟のクリスティアン・ヤルヴィも世界的な指揮者であり、日本のオーケストラにも客演している。

「それぞれ多忙ですからなかなか顔を合わせることができませんけれど、最近はスカイプやSNSという便利なものがあるので、以前より頻繁にコミュニケーションがとれているかもしれません。父は素晴らしい指揮者ですが、アルヴォ・ペルトやエドゥアルド・トゥビン、エリッキ=スヴェン・トゥールといったエストニアの作曲家たちを積極的に紹介していました。私たち兄弟もそれを見ながら育ちましたので、そのミッションを受け継ぎ、可能な限りエストニアの音楽をプログラムに加えています」


たしかにNHK交響楽団のプログラムにもエストニアの音楽が加わり、ヤルヴィ時代の象徴として輝いているようだ。 「音楽監督を務めていたパリ管弦楽団ではペルトの特集を組んだり、新作の委嘱やエストニアへの演奏旅行も行ったりしました。私のルーツを理解してもらうことと同時に、オーケストラにとっても未知の作曲家や音楽と出会えるチャンスを提供しています。エストニアという国の存在を知らない方はまだまだ多いでしょうし、私は言葉を尽くすよりも音楽でエストニアの魂を伝えたいと考えています」





エストニアでは2010年から「パルヌ(Pärnu)音楽祭」を開催。その中には若い世代の音楽家を育てる「ヤルヴィ・アカデミー」も併設されている。音楽を人生のパートナーにする人たちに、どういったアドバイスをしているのだろうか。 「音楽を楽しむ心を忘れてはいけないと思います。これはプロの音楽家や学生に限らず、日常の中で楽しんでいる方も同じでしょう。自分と音楽との良好な関係を見失ってはいけません。長い人生において音楽は素晴らしい友人になってくれるのですから」


今後さらに、パーヴォ・ヤルヴィの名前は日本国内で、また世界各地で称賛の的になるはず。まだこのマエストロのパフォーマンスをご覧になったことがないという方は、ぜひ注目を。
■アルバムインフォメーション


パーヴォ・ヤルヴィ(指揮)NHK交響楽団

『R.シュトラウス:交響詩チクルス』




http://jp.yamaha.com/sp/services/myujin/12198.html

Friday, October 14, 2016

图集 | 遇见大师Ⅰ 帕沃·雅尔维的魔法棒

mp.weixin.qq.com
13/10/2016

杭州爱乐乐团2016-2017音乐季进行时
杭州爱乐乐团第八个音乐季
“遇见大师”系列首场演出
帕沃·雅尔维的魔法棒
10月11日19:30 在杭州大剧院歌剧院
华丽呈现
下面我们就用图片来回顾一下
这场音乐盛宴
夏尔·卡米尔·圣-桑
g小调第二钢琴协奏曲
▲指挥大师帕沃·雅尔维携手钢琴家左章
▲左章加演经典民歌《浏阳河》

安东·布鲁克纳
d小调零号交响曲
▲帕沃·雅尔维执棒杭州爱乐乐团

帕沃·雅尔维&左章
签名活动

杭州爱乐乐团2016-2017音乐季进行时
http://mp.weixin.qq.com/s?__biz=MzI5ODM2ODEwMA==&mid=2247483740&idx=2&sn=0f0ad9877796124804bc93f4f48a5416&chksm=eca7ac57dbd025417ddaf713e24ba828219953291a9975ec8f09cef9a90436589fd43c64353d&mpshare=1&scene=1&srcid=1013Dbwniww1MbMavosSp0xJ&from=singlemessage&isappinstalled=0#wechat_redirect

Tuesday, October 11, 2016

MAESTRO STAYS: TOKYO WANTS MORE PAAVO


slippedisc.com
norman lebrecht
October 6, 2016

One year into his contract, the NHK symphony orchestra have asked Paavo Järvi to extend it by three years, to 2021.

Paavo says: ‘I have enjoyed my first season with the NHK Symphony Orchestra immensely and am delighted to extend the contract knowing that I will have the opportunity to work with these fine musicians over an extended period of time. We have much to look forward to in the upcoming year including both our first European tour in Spring 2017 and our first CD release with a focus on the orchestra works of Richard Strauss. This season is especially important as the orchestra celebrates its 90th birthday and tonight we celebrate an additional birthday by having the honour to perform as a part of Suntory Hall’s 30th anniversary celebrations here in Tokyo.’



http://slippedisc.com/2016/10/maestro-stays-tokyo-wants-more-paavo/