Wednesday, November 28, 2018

"Für Jetlag gibt es keine Kur"

wienerzeitung.at
Christoph Irrgeher
28.11.2018

Dirigent Paavo Järvi über China als dynamischen Klassikmarkt, scheinbar kaputte Plattenspieler und Scherze auf Twitter.


© Ventre Photos

Wien. Am Notenpult ist er genauso zu Hause wie am Flughafen: Paavo Järvi (55) zählt zu den Global Players der Dirigentenzunft. Der Este arbeitet in Fernost und Europa und macht hierzulande vor allem mit der Kammerphilharmonie Bremen Furore. Ab heute, Donnerstag, gastiert er mit ihr im Musikverein.

"Wiener Zeitung": Wer Ihnen auf Twitter folgt, bekommt den Eindruck, Sie dirigieren immer und überall. Wie oft reisen Sie?

Paavo Järvi:(lacht) Kommt drauf an. Wenn ich nach Japan fliege, bleibe ich normalerweise ein Monat dort. Auf Tournee reist man natürlich täglich.

Sind Sie immun gegen Jetlag?

Nein, dafür gibt es leider keine Kur. Ich habe alles ausprobiert, da muss man durch. Was ich nicht nehmen will, sind Medikamente. Viele Musiker tun das, ich halte es für gefährlich.

Sie sind an drei Orten Chefdirigent. Nächstes Jahr übernehmen Sie zudem das Tonhalle-Orchester Zürich. In Summe nicht etwas viel?

Derzeit sind es nur zwei reguläre Ensembles: die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und das Japanische NHK Symphony Orchestra. Das Estonian Festival Orchestra arbeitet nicht regelmäßig.

Sie tourten jüngst durch China und attestierten dem Land ein hohes "Potenzial für klassische Musik". Wie meinten Sie das genau?

Es wäre möglich, dass China der nächste große Standort für klassische Musik wird. Als Herbert von Karajan anfing, nach Japan zu fahren, wurde das scheel beäugt. Aber er hatte recht: Das Land avancierte zum asiatischen Mekka der Klassik. China war damals noch außerhalb der Reichweite, es stand unter strenger kommunistischer Kontrolle. Inzwischen ist es zugänglicher geworden. Ich denke, das Land will nun aufholen und die schrecklichen Folgen der Kulturrevolution abschütteln. Heute hat man in China den Eindruck, dass jede Stadt einen neuen, großen Konzertsaal besitzt, es fließt viel Geld in die Klassik. Als ich mit dem Tonhalle-Orchester dort war, gastierten zugleich vier weitere bedeutende Orchester Europas.

Kommt diese Begeisterung aus der Bevölkerung - oder von der Führungsriege, die den wirtschaftlichen Kontakt zum Westen sucht?

Beides, glaube ich. Und ich denke, dass Karrieren von Pianisten wie Lang Lang zur Begeisterung beitragen. Solche Stars schaffen Rollenmodelle. Vor allem denke ich: Die Menschen sehnen sich nach etwas für die Seele - gerade an einem Ort, wo durch die Kulturrevolution so viel zerschlagen wurde. Die klassische Musik kann hier etwas beitragen. Für die Japaner und Chinesen ist es einfach, die Töne von Mozart und Bach zu verstehen. Warum auch immer, es gibt da einen emotionalen Zugang.

Stimmt es, dass Fernost-Tourneen für Orchester profitabel sind?

Für die berühmten ja, für die kleineren weniger. Es ist jedenfalls eine kluge Investition. Du kriegst vielleicht nicht sofort viel zurück, aber du könntest ein Publikumsliebling werden.

Schreiben Sie als Chef des NHK Orchestra in Japan oft Autogramme?

Ja, nach jedem Konzert. Ohne Übertreibung: Es stehen immer mehr als 100 Leute an. Diese Tradition gibt es in vielen deutschen und französischen Orten gar nicht.

Wenn Sie von A nach B fliegen, kommt es da manchmal zu Verwechslungen? Dass Sie sich irren und glauben, ein gewisses Stück am Ort B schon dirigiert zu haben?

Nicht wirklich. Das kann mir nur mit der Kammerphilharmonie passieren. Ich arbeite seit 20 Jahren mit diesem Orchester. Wenn wir jetzt wieder Haydn spielen, weiß ich nicht immer, welche Symphonien wir schon hatten - Haydn hat ja viele geschrieben.

Apropos: Sie gastieren mit der Kammerphilharmonie nun in Wien und spielen an drei Abenden ausschließlich Wiener Klassik. Warum?

Das habe ich mich auch gefragt. Wien ist ja die Heimat dieser Stücke. Musikverein-Intendant Thomas Angyan hat mich aber darum gebeten. Wir haben hier schon das letzte Mal ein sehr wienerisches Programm gespielt. Angyan hat sich darüber gefreut und gesagt, das sei hier nicht üblich - die verschiedenen Gastorchester würden ja ein sehr breit gefächertes Repertoire bedienen. Dass man uns die Wiener Klassik zutraut, liegt aber wohl auch an unserem Brahms- und Beethoven-Zyklus. Ich hoffe, wir enttäuschen nicht.

Ihre Beethoven-Aufführungen mit den Bremern wurden gefeiert. Woher kam Ihr leichter, federnder, perkussiver Ansatz? Von Ihrer Zusatz-Ausbildung zum Schlagwerker? Oder haben Sie sich am Sound des Originalklangs orientiert?

Die Gurus des Originalklangs haben mich stark verändert. Ich bin aufgewachsen mit den Beethoven-Aufnahmen von Bruno Walter, einem Giganten unter den Dirigenten. Wie wundervoll er den zweiten Satz der Zweiten phrasierte, das war für mich Beethoven. Als ich in die USA dann eine Aufnahme von Roger Norrington hörte, hat es mich vom Sessel gehaut. Ich dachte, irgendetwas muss kaputt seinan meinem Plattenspieler! Aber ich konnte mich nicht losreißen, so logisch und organisch klang das. Da loderte eine Energie, die ich nicht gekannt hatte. Dabei spielte Norrington genau das, was in den Noten steht. Man merkt plötzlich, dass viele Standardaufnahmen nicht mit der Partitur übereinstimmen. Das hat mir die Augen geöffnet, und ich beschäftigte mich stärker mit Originalklang-Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt. Seltsam, aber: In Amerika blickt man noch immer auf diesen Ansatz herab, man hält das für schlecht gespielt.


Wer war Ihr wichtigster Lehrer?

Mein Vater Neeme, der auch Dirigent ist. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich mich in die Musik verliebt habe. Dabei hatte ich auch andere tolle Lehrer wie Leonard Bernstein in den USA: ein Mann, sprichwörtlich größer als das Leben, überwältigend mit seiner Art zu sprechen, zu dirigieren und zu unterrichten.

In Ihrer Jugend waren Sie auch abseits der Klassik tätig. Sie spielten Schlagzeug in der Band des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür. Nehmen Sie noch ab und zu Drumsticks in die Hand?

Dafür habe ich keine Zeit. Aber ich bin weiterhin in Kontakt mit Tüür und dirigiere viel von seiner Musik.

Spaßfrage zum Abschluss: Sie haben vor ein paar Jahren einmal überraschend den European Song Contest auf Twitter kommentiert - ist mit einem Dacapo zu rechnen?

Ich war in London und hatte zufällig einen freien Abend. Also drehte ich den Fernseher auf, begann zum Spaß zu twittern, und die Leute fanden das lustig. Vielleicht mache ich das wieder, wenn ich Zeit habe. Aber versprechen kann ich das nicht.

Die Deutsche Kammerphilharmonie und Paavo Järvi gastieren am 29., 30. November und 1. Dezember im Wiener Musikverein. Beim Label RCA ist jüngst ihre Einspielung von Brahms’ Erster Symphonie erschienen.

https://www.wienerzeitung.at/themen_channel/musik/klassik_oper/1005091_Fuer-Jetlag-gibt-es-keine-Kur.html

Sunday, November 25, 2018

Die Deutsche Kammerphilharmonie spielt „Wiener Juwelen“

kreiszeitung.de
Ute Schalz-Laurenze
25.11.2018

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© Julia Baier
Paavo Järvi.

Als Robert Schumann 1839 neun Jahre nach Franz Schuberts Tod in seinem Aufsatz dessen große Sinfonie in C-Dur sozusagen entdeckte, suchte er nach Worten der Begeisterung. „Diese Symphonie“, so schreibt er, „hat unter uns gewirkt wie nach den Beethoven‘schen keine noch“. Und er fährt begeistert fort: „Hier ist, außer meisterhafter Technik der Komposition, noch Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall, schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze endlich eine Romantik ausgegossen, wie man sie schon anders woher bei Schubert kennt.“

Die Sinfonie sei „wie ein dicker Roman in vier Bänden etwa von Jean Paul, der auch niemals endigen kann und aus den besten Gründen zwar, um auch den Leser hinterher nachschaffen zu lassen“. Um eine Rezension über das fünfte Highlight-Abonnementskonzert der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen zu schreiben, braucht es kaum anderer Worte.

So sehr hat Paavo Järvi in seiner begeisternden Interpretation mit überwachem Orchester den Kern dieses Werkes getroffen, das zunächst als unspielbar abgelehnt wurde – noch 1842 scheiterte eine geplante Aufführung in Wien am Widerstand der Musiker. Die rasanten Tempi, die Klangschönheit, die intensive Spannung der in dieser Zeit noch gar nicht vorstellbaren Modulationen, die Wunder der instrumentalen Verschränkungen, mit denen Landschaftswanderungen suggeriert werden, der atemberaubende Schwung – alles regte zum „Nachschaffen“ an.

„Wiener Juwelen II“ war der Titel des Konzertes, nachdem im Frühjahr „Wiener Juwelen I“ erklang: Wieder mit Christian Tetzlaff, der in diesem Rahmen alle fünf Violinkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart verzaubernd gespielt hat. Tetzlaff hatte 2016 alle Partiten und Sonaten von Johann Sebastian Bach im Sendesaal unvergesslich vorgetragen, ebenso in den „Wiener Juwelen I“ zwei Mozart-Konzerte. Nun also das fünfte Violinkonzert. Tetzlaff schuf mit seinem unverwechselbar silbrigen oder seidenen Ton und seiner glasklaren Artikulation eine betörende Menge kleiner Inseln oder Perlen, die man alle gerne anhalten wollte. Dass trotzdem ein übergreifender Bogen entstand, ist kein Widerspruch, sondern offenbarte den Zuhörern existentielle Welten, zum Beispiel die regelrechte „Einsamkeit“ im Adagio. Einmal mehr beeindruckte Tetzlaffs Begabung und Fähigkeit, Tiefstes zu erzählen.

Für Joseph Haydns Londoner Sinfonie Nr. 102 betonte Järvi das deftig tänzerische, auch den Witz und die Ironie besonders des nicht endenwollenden Schlusses: Es gibt wohl nichts, was Haydn nicht eingefallen ist. In diesem Fall komponierte er einfach das Problem des Abschluss-Findens. Auch dies eine beglückende Einleitung des unvergesslichen Konzertes.

https://www.kreiszeitung.de/kultur/wandernde-landschaften-10756449.html

Saturday, November 24, 2018

Großes mit Größen in historisch-modernem Verständnis: Schubert und Brahms mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

bachtrack.com
Jens Klier
24.11.2018

Viel „Großes“ wurde in das Programm der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen gepackt, das unter ihrem künstlerischen Leiter Paavo Järvi und mit Solist Christian Tetzlaff selbiges zu werden versprach: Schuberts Achte und Brahms' Violinkonzert. Die Verbindung dieser Komponisten, noch dazu dieser verdächtig bekannten, zeitlich ausgedehnteren Brocken, liegt dabei auf der Hand.


Paavo Järvi
© Kaupo Kikkas

Brahms betätigte sich als größter Sammler, Improvisateur, Arrangeur und Herausgeber von Schuberts Werken, der sich im Spannungsfeld von historischer Rückschau und moderner Innovation befand, ähnlich Schubert in seiner durchlebten Zeit der vorherigen Bedeutung und Wandlung der Musikepochen. Spannende, fließende Grenzen wie gemacht also für das Orchester, das auf mordernen Instrumenten – klassisch meistens abgesehen von den historischen Trompeten, die diesmal allerdings daheim gelassen wurden –, aber bei Spieltechniken sowie Ensemblegröße und gewählter fester Aufstellung im Rahmen der informierten Aufführungspraxis zu Werke geht. Konnten Anspruch und Erwartung an etwas „Großes“ durchgängig erfüllt werden?

Das Programmheft widmete sich der Kritik, die Brahms' Konzert für Violine und Orchester seit dessen Uraufführung Neujahr 1879 erhielt; bemängelnde Kritik, dass das Stück keine herausgehobene, zirkusreife Präsentation des eigentlichen Soloinstruments beinhaltete. Ironischer- und gerechterweise befiel einem in der Interpretation der Kammerphilharmonie das geradezu zurechtrückende Gefühl, sich in einer Manege zu befinden. Denn mit dem Aufgriff des Themas des ersten Satzes, den das warme Holz, besonders Bettina Wilds tonangebende Flöte vor dem scheinwerferstrahlenden Tutti vorgegeben hatte, tänzelte Tetzlaff mit körperlich unterstützender Wiege vibratoweich durch die Höhen der E-Saite. Den zur abwechslungsreichen Unterhaltung zwingenden Kontrast steuerten anfangs die vibratolosen Doppelgriffe bei, die in der schroffen Rauheit ebenso zu den handgestopften Hörnern passten, um den von Brahms geschätzten Naturklang der älteren Instrumente zu erzeugen. Und je aufgewühlter, begehrlicher und energischer sich diese Teile und Partner – mit Blech und Pauken, vibrierte Doppelgriffe hielten ketzerisch Einzug in die lyrisch-melodiösen Passagen – verbanden, desto stärker zeichnete sich das Bild eines Clowns vor den Augen ab, der das Rundell betreten hatte. Tetzlaff kämpfte gegen die Tragik und verstummende Einsamkeit eines Künstlers an, der im Rampenlicht nichts lieber tut, als für den Moment eine leuchtend-heile Welt zu erschaffen. Aus jedem Anlauf und der vermittelnden Dynamik sowie variierten Phrasierung gleich den lebendigen Farben des Gesichts, der Mimik und Kostümierung eines Clowns schien eine neue Inspiration gezogen zu werden, die sagte: ich kann nicht anders, als zu verzaubern. So schaffte Tetzlaff es, Freude zu bereiten in den tragischkomischen Läufen der Kadenz, die mitfühlen ließen und faszinierten.

Und dieses Jonglieren geschah äußerst schnell, wie übrigens alle Sätze. Demnach von Järvi ganz nach dem Tempo- und Flüssigkeitsgeschmack Brahms' Freundes, Uraufführungssolisten und Mitkompositeurs Joseph Joachim angegangen. Instrumentenmäßig zeugten von diesem vorgestellten Geist ebenfalls die von Brahms bevorzugteren und noch mitgekommenen härteren Paukenschlägel. Balancetechnisch war die Manege bestens ausgeleuchtet durch die kammertypische kleinere Besetzung und die räumlich wie historisch optimale antiphone Disposition. Das Orchester lebte getreu ihrem Markenzeichen alles mit, sodass das Stimmige des Ganzen noch runder anmutete und dazu verhalf, die negative Kritik endgültig ins Reich des Unverstandenen und der Unkenntnis zu verbannen. Stattdessen flog das Ensemble in symphonischer Vernetzung in die weiteren beiden Sätze: im berüchtigten Adagio mit der Solo-Oboe Rodrigo Blumenstocks, abermals der Flöte mit Flageolett-Effekten oder bei den Streichern mit sul-Leidenschaft, die Tetzlaff solistisch in atmende, existenzielle Verwirklichung samt tastender Zweifel packte. Mit den beglückenden Melodien und ihrem Zusammenspiel schimmerte die getragene gute Laune durch, die sich Bahn brechen sollte im trickreichen Finale. Dort lachte das Holz schallend mit emporgehobenen Klarinetten, die Streicher sprudelten herzhaft-befreiend frisch, alle kugelten sich mit kräftigen Akzenten auf dem Boden von den virtuosen Figuren Tetzlaffs.

In Schuberts großer C-Dur-Symphonie erzählten die Kammerphilharmoniker und Järvi die Geschichte des Clowns als Tänzer, Tragiker und fröhlicher Unterhalter furios weiter. Das Holz, allen voran die beweglichen Klarinetten, zudem die Fagotte, lockten im Kopfsatz mit freudigem Schunkeln zum Mitfeiern – diesmal zugegeben mehr im Heurigen als Manege –, das festlich angefacht wurde zu einem einfordernden Stampfen von dreimaligen Wellen des durch die Posaunen kernig aufgestockten Blechs. Gleichzeitig vermutete man hier bereits in den Einwürfen der Hörner und den präsenten Kontrabässen die Tragik am frühen Tod Schuberts aufflackern zu hören, an die dieser Tage zum einhundertneunzigsten Male gedacht wurde. Umso tragischer bei der Reife und Voraussicht, die er besaß und Järvi mit durchdachten Details in Akzentuierung und Phrasierung herausbrachte. So natürlich jedoch auch die Tragik des Clowns, der mit wunderbaren Holzbläsern und feinen Streichern im Andante con moto zu seiner verspielten punktierten Seite findet, nachdem beinahe verzweifelnd wütende Expressionen und melodisch geschwungene Choräle an ihr abruptes Ende kamen. Hüpfte paradox kompakt-schnörkellos wie schnörkelhaft-klar ein wirkliches Scherzo spritzig schnell und mit eingezogener Legato-Bewandnis durch die Lüfte, fuhr im Allegro vivace die große Kapelle für die beste Unterhaltung auf. Mit fulminantem Schwung aus der nicht einfachen Mischung filigraner Streicherpunktierung und festlicher Leichtigkeit wie Größe schenkte die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ein ums andere Mal ein breites Lächeln. Ja, sie erfüllten durch die Bank „Großes“!

Thursday, November 08, 2018

オーケストラにもお国柄 N響指揮者の対話法とは


8.11.2018

NHK交響楽団 首席指揮者 パーヴォ・ヤルヴィ氏(下)


N響首席指揮者のパーヴォ・ヤルヴィ氏は柔軟なコミュニケーション能力の大切さを強調する


世界的な指揮者のパーヴォ・ヤルヴィ氏(55)。指揮者を企業の最高経営責任者(CEO)に例える同氏は、相手に応じた柔軟なコミュニケーション能力が指揮者には欠かせないと指摘し、また、クラシック界の将来のためにも女性指揮者の育成が大切と強調する。(前回の記事は「『指揮者はCEO』 N響・外国人トップの組織管理術」)

■ドイツ、フランス、米国でこんなにも違う

――様々な国のオーケストラを指揮していますが、国によってコミュニケーションやリーダーシップの取り方も変えるのでしょうか。

「お国柄の違いは明確にあります。指揮者は、常にその違いを頭に入れて指揮しないと、ベストのパフォーマンスを引き出すことはできません。でも、実際にやってみると、それほど簡単ではありません」

「例えば、ドイツのオーケストラは、奏者らが何らかの理由で指揮者のことを嫌っていても、とりあえず指揮者の言うことに従い演奏します。これは、ヒエラルキー(序列)を重んじるドイツ人の国民性からきているのだと思います」

「同じ欧州でもフランスは全く違います。フランス人は権力全般に対し愛憎相半ばする感情を抱く国民性です。指揮者に対する奏者の気持ちも同様で、指揮者を頼りにする半面、指揮者の言葉には本能的に反発します。従って、なかなか言うことを聞いてくれません。ではどうするかというと、自分は自発的にそうしているんだと相手に思わせるような言い回しで指示を出します。上手に導くのがカギです」

「米国人はもっと簡単です。彼らは現実主義者なので、シンプルで明確な指示を出せば、その通りに動きます。ただ、米国の奏者は基本的に、指揮者は自分たちの敵だと思っています。これには歴史的背景があります。米国では、20世紀半ばに、威圧的な指揮者による権力の乱用が問題になりました。このため労働組合運動が活発化し、指揮者を含むマネジメント側と、奏者の対立がしばらく続きました」

「米国では学校でも、指揮者は敵だ、マネジメントは敵だと教えられます。それが若い奏者の頭の中に刷り込まれているのです。今は、権力の乱用も指揮者と奏者の間の対立もありませんが、集団としての記憶は残っています。米国で指揮する時は、こうした米国の歴史に注意する必要があります」



――グローバル経営でコミュニケーション能力が重視されるビジネスの世界同様、オーケストラの世界もリーダーに必要なのは、やはりコミュニケーション能力ということなのでしょうか。

■日本人は信じがたいほど序列を意識
N響を指揮するヤルヴィ氏(T. Mochizuki/NHKSO)

「その通りです。自分がこれから指揮するオーケストラのメンバーが、こちらの態度や言葉づかいにどう反応するかを素早く感じ取り、最善のコミュニケーションの方法を選択することが、指揮者にとって極めて大切です」

「ただし、相手に配慮しすぎて必要なことをきちんと伝えることができなかったら、それもまた指揮者としては問題です。オーケストラの奏者はみな高いプロ意識を持っています。向上心もあります。ですから、自分に足りないところやおかしなところがあれば、正直に指摘してもらえることを望んでいます」

「にもかかわらず、指揮者が関係をギクシャクさせたくないがために、例えば、誰が見ても出来が悪いのに『今日はよかった』などと明らかなウソをついたら、逆に関係を悪化させます。いかに相手の尊厳を踏みにじることなく、言いたいことを相手に伝えるか。その能力が指揮者には求められているのです」

――とはいえ、指揮者も人間ですから、奏者があまりにも言うことを聞かなかったりミスを繰り返したりした時に、キレることがあるのではないですか。

「人間はミスをするものです。私もミスをします。ですから、ミスには寛容な姿勢が大切です。ただ、あまりにも同じ人間がミスを繰り返すようなら、そこは別の対応を考えなければなりません」

「指揮者ができることは、まず、本人とじっくり話をし、原因を探ることです。何か精神的な問題があるのかもしれないし、家庭の事情で練習ができないのかもしれない。とにかく話し合いが大切です。その上で問題が解決できなければ、解雇という選択肢も可能性としてはありますが、現実問題としては非常に難しい」

「米国のオーケストラで指揮をしていた時、期待していたパフォーマンスを発揮することができなかった奏者に、結局、辞めてもらったことがありました。しかし、これは例外的なケースです。人事問題は、一般の企業同様、答えを見つけるのが非常に難しい問題です」

――日本のオーケストラも長年指揮していますが、日本人に対してはどんな印象を持っていますか。

「指揮者にとっては、日本は非常にやりやすい国です。なぜなら、日本人は信じがたいほど強い序列意識の持ち主だからです。どの楽団にも明確なリーダーシップの序列があり、メンバーは組織内の序列に常に注意を払いながら行動します。ですから、われわれ指揮者の話も素直に聞いてくれます。フランスでは絶対にあり得ないことです」

――日本人は上に従順ということでしょうか。

「従順というよりは、プロフェッショナルと言ったほうが正しい表現です。日本の奏者は自分をしっかり持っていますし、頑固なところは頑固です。また、常にベストを尽くそうとしますし、ミスは許されないという気持ちも強い。日本のオーケストラを指揮することは、大きな喜びです」

■女性指揮者を増やすことは極めて重要
「女性指揮者を育てたい」と語るヤルヴィ氏

――若手指揮者の育成にも熱心と聞きます。

「私は米国に移住していますが、生まれ故郷のエストニアで、指揮者を養成するためのスクールを運営しています。毎夏、世界中から20代を中心とする若手の指揮者が集い、実践的な練習を通じて技術を磨いています。また、受講生の半分を女性とする方針も掲げています。今年の夏は、半分には達しませんでしたが、それでも18人中、6人が女性でした」

――確かに、ビジネスや政治の世界では女性リーダーの台頭が目立ちますが、女性指揮者は、あまり見かけません。

「これまで女性指揮者がほとんどいなかった理由は、他の多くの分野で女性リーダーがいなかったのと同様、女性はリーダーになることを奨励されていなかったからです」

「最近は女性の指揮者も急速に増えています。実際、私が首席指揮者を務めるNHK交響楽団の2人のアシスタント指揮者のうち、1人は女性です。しかし全体から見れば、女性指揮者はまだ圧倒的に少数派です」

「女性指揮者にとって大きな問題は、ロールモデルの不在です。男性指揮者の場合は、カラヤンやバーンスタインをはじめロールモデルはいくらでもいます。女性も男性指揮者を手本とすればいいではないかとの考え方もあるかもしれません。しかし女性は、指揮者としての体の動かし方や奏者とのコミュニケーションの取り方などが、どうしても男性と違うので、男性指揮者をロールモデルとするのは難しい面があります」

「現状、女性指揮者のロールモデルがなかなかいない中では、彼女たちの指揮の技術が向上するよう、直接支援することが大切です。私のスクールで女性の受講生を多くとっているのも、そのためです。女性の指揮者を増やすことは、クラシック界全体のためにも非常に大切なことだと私は思います」
パーヴォ・ヤルヴィ
旧ソ連(現エストニア)生まれ。米カーティス音楽院を出て、シンシナティ交響楽団音楽監督、パリ管弦楽団音楽監督などを歴任。現在はNHK交響楽団首席指揮者、ドイツ・カンマーフィルハーモニー管弦楽団芸術監督などを兼任する。

(ライター 猪瀬聖)



https://style.nikkei.com/article/DGXMZO37276010S8A101C1000000?channel=DF041220173308

nikkei.com

Thursday, November 01, 2018

「指揮者はCEO」 N響・外国人トップの組織管理術

style.nikkei.com
1.11.2018


NHK交響楽団首席指揮者のパーヴォ・ヤルヴィ氏


 現代を代表する指揮者のひとり、パーヴォ・ヤルヴィ氏(55)。現在もNHK交響楽団(N響)やドイツ・カンマーフィルハーモニー管弦楽団を率いるなど、世界的な人気だ。そのヤルヴィ氏は「指揮者は企業の最高経営責任者(CEO)に似ている」と語る。

■知名度上げるプロモーション活動も仕事

 ――N響の首席指揮者に就任して4年目です。

 「大変満足しています。N響はすばらしいオーケストラで、シカゴ交響楽団やロンドン交響楽団など欧米のオーケストラと比べても決して引けをとりません」

「残念なのは、地理的に遠いため、欧米における知名度や認知度がそれほど高くないことです。知名度を上げるために海外ツアーなどのプロモーション活動を強化することも、首席指揮者としての私の重要な任務の一つです」

 ――プロモーション活動まで担うあたりは、ビジネスマンのようです。

 「指揮者と企業経営者はよく似ています。例えば、製薬会社のCEOは、必ずしも薬の作り方を知っているわけではありませんが、製薬会社を経営することはできます。そして、人を雇い、組織を管理し、長期戦略を立て、どうすれば組織を成長させられるか、知名度を上げることができるかといった課題に取り組み、成果を上げる。それがCEOの仕事です」

 「指揮者も同じです。指揮者は、オーケストラのすべての楽器を演奏できるわけではありませんが、オーケストラを束ねることはできます」

 「それに、指揮者の仕事は、単にタクトを振るだけではありません。その楽団の成長戦略を練り、採用オーディションに立ち会い、また、自らメディアに出るなど先頭に立って組織を売り込むこともします。特に首席指揮者のように楽団に対して大きな責任を持つ立場の指揮者は、経営者的な役割を果たすことがより求められています」

「CEOが業績不振の責任をとって辞任するように、指揮者もコンサートが振るわなければお払い箱です。そこまで一緒です」

■バーンスタイン氏は「優しく厳しい」リーダー

 ――企業経営者と同様、指揮者にも良い指揮者とそうでない指揮者がいるかと思いますが、良い指揮者の条件は何ですか。

 「2つあります。一つは、当然ですが、音楽に関する高い才能です。もう一つは、人としての資質です。具体的には、オーケストラの奏者たちと良好な関係を築きながら一緒に仕事ができる才能です。いくら音楽の才能があっても、必ずしも人としての資質が備わっているわけではありません。そこが難しいところです」
バーンスタイン氏(右)の指導を受けるヤルヴィ氏=ヤルヴィ氏提供

 「総勢100人規模になるオーケストラの奏者は、みな選ばれし者だけに、個性の強い人たちばかりです。一流の音楽学校を出ているので、技術には自信を持っており、プロ意識も高い。音楽に関しては頑固な面もある。そんな奏者たちと良好な関係を築きながら一緒に仕事をしていく能力がないと、良い指揮者にはなれません」

 ――具体的には、どのようにして良好な関係を築くのでしょうか。

 「首席指揮者の場合、1シーズンのうち12~14週間ほど、そのオーケストラのメンバーと一緒に仕事をします。その間に時間をかけて互いを理解し、信頼関係を築いていきます。信頼関係の構築に近道はありません」

 「現実には、奏者はプロ意識の高い人たちばかりですから、そうひんぱんに問題は起きませんが、まれにプロ意識に欠け、傲慢で、人の話を聞かない人がいます。そういう人をどう上手にマネジメントできるかが全体のパフォーマンスにも影響してきます」

 「オーケストラのメンバーとの人間関係をどう築いていくかは、音楽学校では教えてくれません。私もそうでしたが、日々の仕事の中で、失敗を積み重ね、試行錯誤しながら、身につけていくしかないのです」

 「正直、今の私は、かなり経験も積んでいるので、オーケストラの奏者と信頼関係を築くのも、問題奏者をうまくマネジメントするのも、それほど苦ではありあせん。むしろ楽しんでやっています」

 ――若いころ、伝説の指揮者レナード・バーンスタイン氏に師事しましたね。

 「彼はカリスマ性があり、まさにスターのような存在でした。常に大勢の人が彼をとり囲み、彼の一挙手一投足を追い、彼の言葉に耳を傾けました。バーンスタイン氏は、人を引き付ける才能に非常にたけていました」

 「リーダーとしても非凡な才能を持っていました。彼は自分の弟子や部下たちにいつも優しく接しつつ、同時に、常にプロとして高いレベルのものを要求しました。一言で言えば優しく厳しいリーダーでした」

 ――そんな恩師から何を学びましたか。

 「全てです。技術的な面もたくさん学びましたが、リーダーシップに関しても多くを得ました。彼の指導方法の特徴は、個々のモチベーションを高めることで、全体のパフォーマンスを上げるところにあります」

 「例えば、私の指揮を一通り見たあと、『グレート、センセーショナル、ファンタスティック』などと褒めちぎり、思い切り持ち上げます。しかし、その直後に必ず、『でも、ここはこうしたほうがいい』とか『次はこうやってみなさい』などと、厳しく注文を付けてきます。そうした厳しい注文も、褒められてよい気分になっているので、素直に聞き入れることができるのです」

 「そんな彼の指導スタイルが私は大好きでした。部下のモチベーションを高めることができるのは、優れたリーダーの条件だと思います」

■威圧的な指揮者のイメージは過去のもの

指揮者の仕事は多岐にわたると語る

 ――よく、良い経営者と偉大な経営者は違うと言います。それに例えれば、バーンスタイン氏やヘルベルト・フォン・カラヤン氏は、誰もが認める偉大な指揮者です。良い指揮者と偉大な指揮者の違いは何ですか。

 「それに関しては私もわかりません。数字で測れるものではありませんし、決まった型があるわけでもありません。多分に主観的なものだと思います。もし、良い指揮者と偉大な指揮者との違いをきちんと説明することができるなら、もっと多くの偉大な指揮者が存在しているに違いありません」

 ――ヤルヴィさんの指導や指揮スタイルも恩師であるバーンスタイン氏のスタイルを踏襲しているのでしょうか。

 「指揮者の中には、例えばリハーサルがうまくいかないと、大声で怒鳴り散らす人もいます。私はそういうやり方は好みません。そんなことをしても、絶対によい結果は得られないからです」

 「指揮者が威圧的な態度だと、奏者のモチベーションは上がりません。モチベーションが上がらなければ、演奏にも響く。相手を脅して言うことを聞かせようとするのは、非常に非生産的なやり方です」

 「時代も違います。何十年も昔は、奏者に対し礼を欠いたり、権力を振りかざして言うことを聞かせようとしたりする指揮者も大勢いたかもしれません。社会もそれを許していました。しかし、今の時代、そういうやり方は、社会に受け入れられません」
パーヴォ・ヤルヴィ
 旧ソ連(現エストニア)生まれ。米カーティス音楽院を出て、シンシナティ交響楽団音楽監督、パリ管弦楽団音楽監督などを歴任。現在はNHK交響楽団首席指揮者、ドイツ・カンマーフィルハーモニー管弦楽団芸術監督などを兼任する。

(ライター 猪瀬聖)

https://style.nikkei.com/article/DGXMZO36961230W8A021C1000000?channel=DF041220173308&page=3

Sunday, October 28, 2018

钢琴家左章,金秋10月上海国际艺术节华丽绽放

wenhui.whb.cn
28.10.2018

10月28日午时12点,上海音乐厅音乐广场奏响精彩演出,作为上海国际艺术节专场演出,本场音乐会上,指挥大师帕沃·雅尔维携手青年钢琴艺术家左章与苏黎世音乐厅管弦乐团联袂,共同献上布拉姆斯匈牙利舞曲1、3、10;李斯特钢琴协奏曲第一交响曲;布拉姆斯第二交响曲等精彩曲目。著名青年钢琴家左章,为在场所有观众献上美妙琴音。

指挥大师帕沃·雅尔维。师从伯恩斯坦的他被誉为“当今世界乐坛60岁以下最高级别的指挥家”。帕沃·雅尔维曾两度获得格莱美奖,他与辛辛那提交响乐团、巴黎交响乐团、芝加哥交响乐团、洛杉矶爱乐乐团、纽约爱乐乐团、德累斯顿国家管弦乐团、日本NHK交响乐团等世界一流交响乐团都有合作。



拥有150年历史的瑞士苏黎世音乐厅管弦乐团成立于1868年,是瑞士乃至欧洲历史最悠久交响乐团之一,曾于2011年访华演出。本月24日再度访华,首演于两日前的北京国际音乐节。2017年起,帕沃·雅尔维担任苏黎世音乐厅管弦乐团首席指挥。事实上,从2014年带领巴黎管弦乐团,到2017年执棒布莱梅德意志室内爱乐管弦乐团,雅尔维已经成为国内常客。

作为一位极富想象力和感染力的女性钢琴演奏家, 2013年左章被英国BBC广播选为“新一代青年艺术家”,成为迄今为止唯一获得这一殊荣的中国钢琴家,参加他们2013至2015年度的音乐会和电台录音。从伦敦到全欧洲的主要城市,她与BBC旗下的所有乐团合作带来了一系列令人极度关注的音乐会,并为BBC古典音乐电台录制了20多场音乐会向全球的听众播放,也包括了她2014年首次在闻名于世的伦敦逍遥音乐节的精彩亮相,获得古典音乐家及观众的双重好评。



左章拥有令人叹为观止的技术实力和浑然天成的资质。“左章是我遇见过的不多的最杰出和最富激情的钢琴天才”。这是著名指挥家帕沃·雅尔维(Paavo Jarvi)在和左章合作后给出的评价。媒体形容她的演出“充满热情和魅力,散发青春活力”。左章个人对音乐深刻的理解和超强的演绎能力被描述为“完全把我们带入了另一个境界……其鲜明的个性和表现力以及带来的感动达到了极致”(《比利时广播》)。而她艺术上的成熟,其音乐会被誉为“充满力量、饱含激情、令人折服的纯净的艺术表演”(《洛杉矶时报》),“不可思议地将控制力和爆发力与优雅融合为一体”(《华盛顿邮报》)。她和乐队的合作“能游刃有余地展现出漂亮的音色和音乐的张力,同时又能表现出辉煌的协奏曲中最温柔的另一面。”

左章独特的音乐天赋,从她5岁在德国学习钢琴时便开始显露。习琴不长时间,老师便发现她进步飞快,刚好赶上柏林进行著名的施坦威钢琴大赛,老师就鼓励她去参加,结果一举夺得了第三名的成绩并在著名的柏林爱乐音乐厅登台演出。她的钢琴生涯就此展开。8岁时回到深圳,师从著名钢琴教育家但昭义教授,开始进行严格正规的训练,不到半年就开始参加比赛并频频获奖,其中包括首届中国深圳国际钢琴协奏曲比赛第一名、美国吉娜.巴考尔国际钢琴大赛第一名、乌克兰克莱涅夫国际钢琴大赛第一名等。中国音响出版社专门为她录制发行了《中国杰出音乐少年钢琴专辑》,成为青少年学习钢琴的范本。

在深圳艺校中学毕业后,左章获取全额奖学金到美国先后跟随伊思曼音乐学院娜莉塔•特鲁、茱莉亚音乐学院钢琴系主任尤希维德•卡普林斯基和著名钢琴演奏家教育家罗伯特•麦当劳以及皮巴蒂音乐学院著名钢琴大师李昂.富莱舍学习深造,同时也出现在许多重要的钢琴大赛上获取了荣誉,包括参加荷兰李斯特国际钢琴大赛获得最佳青年演出奖、参加比利时伊丽莎白女王音乐大赛成为唯一获奖的女钢琴家并获得30多场音乐会合约。 2013年在茱莉亚音乐学院获得了学院至高荣誉的William Petschek钢琴演奏大奖。更因其在英国丽兹国际钢琴大赛的出色表现获得英国BBC广播公司的青睐而获选为BBC新一代青年艺术家。



凭借这一系列殊荣,她签约了著名的美国哥伦比亚艺术家管理公司,也是继郎朗之后,第二位签约的中国钢琴家,开始频繁地出现在世界各地的古典音乐舞台上。除了和主要的中国乐团包括香港管弦乐团、上海交响乐团、广州交响乐团、北京交响乐团、澳门交响乐团、深圳交响乐团、杭州爱乐乐团等经常合作演出外,她与伦敦交响乐团、BBC交响乐团、BBC爱乐乐团、比利时国家乐团、辛辛纳提交响乐团、西班牙法仑西亚皇家乐团等在内的世界顶级乐团举办音乐会,更多次受邀在全球最富盛名的卡耐基大厅、林肯中心、肯尼迪表演艺术中心、伦敦皇家艾伯特演奏厅、布鲁塞尔万国宫美术学院和莫斯科音乐学院演奏大厅等著名音乐殿堂演出。同时,左章也受到了世界各地著名音乐节的强烈关注,获邀在波兰华沙贝多芬国际音乐节、美国拉维尼亚(Ravinia)音乐节等登台亮相,如美国拉维尼亚音乐节、伦敦逍遥音乐节、波兰贝多芬国际音乐节等,赢得了极好的反响,深受观众的喜爱。近年合作的指挥大师包括Paavo Jarvi、Marin Alsop、Yan Pascal Totellier等。

演出后,多家媒体对左章进行了专访,据悉,明年1月份她的第一张专辑即将出版;谈到未来,左章很自信,说到:“我的理想是走遍世界每一个舞台,大家只要一提到古典音乐和钢琴就会提到左章两个字,这需要我用一辈子去实现。坚持不断地学习,会帮助我离这个目标越来越近。”


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