Monday, June 29, 2020

Shostakovich: Symphony No. 6; Sinfonietta, Review on AllMusic

AllMusic
James Manheim


The Alpha label has been reconfigured into part of the larger OutHere group, with a general repertory replacing the Renaissance and Baroque specialties of the sumptuously packaged former label. One thing has remained the same, however, at least in this release by conductor Paavo Järvi and the ad hoc but highly talented Estonian Festival Orchestra: packaging that delves into the context of the music involved. In this case you get pictures of Shostakovich with the Järvi family, whom he met on the Baltic coast in 1973. Whether that resulted in an especially sympathetic reading of the ShostakovichSymphony No. 6 in B minor, Op. 54, is debatable, but the fact remains that Järvi gets real zip into the finale, giving it a generous dose of the pure sardonic Shostakovich spirit. The orchestral version of the String Quartet No. 8 in C minor, Op. 110, is another matter. It is not the familiar orchestration by Rudolf Barshai but one by Abram Stasevich that adds a timpani, using it to emphasize some of the quartet's famous block chords. The timpani is not always present, and what Stasevich does falls less in the realm of arrangement than in that of recomposition. One may note that the festival setting is conducive to such floated ideas; one may also wonder what it is about this particular string quartet, lovely in itself, that keeps people fooling with it. Your mileage may vary. In any event, a fine and fun recording of the somewhat neglected Symphony No. 6.

Sunday, June 28, 2020

Le Requiem de Brahms in situ de Paavo Järvi

ResMusica
Patrice Imbaud
28.06.2020

Pour célébrer le 150e anniversaire de la création du Requiem allemand, dans sa version initiale de 1868, Paavo Järvi revient à Brême à la tête de son orchestre de la Kammerphilharmonie, associé au Chœur d’État de Lettonie, pour une interprétation d’une lumineuse et fervente austérité.

Plus immanent que transcendant, terriblement humain, se nourrissant de consolation plus que de rédemption ou de résurrection, le Requiem allemand de Johannes Brahmsest une œuvre paradoxale par son mélange de modernité textuelle (Bible de Luther sans référence à une quelconque liturgie) et son relatif conservatisme musical (influences de Bach et Schütz notamment). Brahms le créa, dans sa version initiale en six mouvements, le 10 avril 1868, à Brême. Au mois de mai de la même année, il ajouta le 5emouvement « Ihr habt nun Traurigkeit » consolidant l’architecture et l’équilibre de l’œuvre, autorisant ainsi sa création dans sa forme définitive le 18 février 1869 à Leipzig.

Rarement interprétation aura été portée par une symbiose aussi étroite entre orchestre et chœur. Paavo Järvi y maintient, comme à son habitude, une dynamique tendue sur un tempo juste, animée d’une austère et lumineuse ferveur, sans mièvrerie, favorisant contrastes et nuances, ce dont témoigne la douce émergence du chœur au sein des sonorités graves (pédale d’orgue, cordes graves et cor) dans le I. Le propos s’anime et se creuse ensuite dans le II, le phrasé devient plus tourmenté tandis que la dynamique s’intensifie jusqu’au crescendo parfaitement amené, soutenu par des timbales rugissantes. Matthias Goerne prend alors la parole pour la poignante supplication « Herr, lehre doch mich, dass ein Ende mit mir haben muss », chantée, ce soir, avec autant de théâtralité que lors de son précédent enregistrement avec Daniel Harding (CD Harmonia mundi). On apprécie, une fois encore, la beauté du timbre, la souplesse de la ligne, les aigus filés et l’ambitus étendu de son admirable baryton. « Wir lieblich sind deine Wohnungen » fait, quant à lui, la part belle au chœur, splendide et irréprochable, et à l’orchestre dans une communion annonçant la félicité de la vie céleste, exaltée par l’émouvante intervention de Valentina Farcas dont le timbre chaud (bien différent du timbre diaphane de Christiane Karg dans l’enregistrement de Daniel Harding) donne à sa prière « Ihr habt nun Traurigkeit » une sincérité profonde. Plus orageux, chargé de colère et d’effroi dans l’évocation du Jugement dernier « Denn wir haben hie keine bleibende Statt » évoque le Dies Irae de la liturgie catholique, avant de laisser place ensuite à l’apaisement de la consolation.

Si la camera n’apporte que peu de choses, la prise de son claire, échappant à toute réverbération excessive, comme c’est souvent le cas dans les grandes nefs des édifices religieux, mérite tous les éloges. Un beau témoignage!

Alles kann immer mehr sein

VAN Magazine
Hannah Schmidt
06.11.2019


Zürichs neuer Chefdirigent Paavo Järvi im Interview.

Etwas mehr als einen Monat ist Paavo Järvis Antrittskonzert als Chefdirigent des Tonhalle-Orchesters Zürich nun her – seitdem ist er dort nun nicht mehr nur Gast, wenn er dirigiert, sondern fester Teil des Klangkörpers. Auf seinen direkten Vorgänger Lionel Bringuier hatte die Schweizer Presse zuvor wenig begeistert reagiert. Järvi feiert sie nun als eine Art Retter, der dem Orchester zum alten Glanz zurück verhelfen könne. »Ist das überhaupt noch dasselbe Orchester?«, fragte beispielsweise die Neue Zürcher Zeitung. Wie wahr oder verzerrt das alles vielleicht auch sein mag, sogar im Vergleich zum Klang und Repertoire unter dem 19 Jahre lang wirkenden Chefdirigenten David Zinman ist hier seit Järvis Antritt einiges im Aufbruch. An einem Tag Ende Oktober, gegen 13.30 Uhr, ist gerade wieder ein recht tosender Applaus im Saal zu Ende gegangen, und Paavo Järvi macht sich hinten im Dirigentenzimmer einen Espresso. Er bietet alles an, was dort so herumsteht – Weintrauben, Orangenschokolade – und setzt sich weit zurück gelehnt auf die Couch.



VAN: IST TSCHAIKOWSKYS SECHSTE WIRKLICH ETWAS FÜR EIN ›LUNCHCONCERT‹?

Paavo Järvi: Ich weiß, eigentlich kann man diese Musik nicht im Lunchkonzert bringen, eigentlich ist es total verrückt: Aufwachen, Guten Morgen – Pathétique! Ich versuche dennoch alles zu geben und das Orchester auch, immerhin nehmen wir auf.

BIST DU DENN ZUFRIEDEN MIT DEN BISHERIGEN KONZERTEN?

Naja, zufrieden ist eine Sache, befriedigt eine andere. Bisher bin ich nur ganz selten mal mit Konzerten glücklich gewesen, bisher nur mit der Kammerphilharmonie Bremen. Dort haben wir im wahrsten Wortsinn jahrelang am gleichen Repertoire gearbeitet, das ist Feintuning auf einem ganz anderen Level …

UND MIT DER PATHÉTIQUE HIER IN ZÜRICH?


Bei Tschaikowskys Sechster war ich bisher nie wirklich glücklich mit einer Aufführung. Dort gibt es einfach so Vieles, das richtig sein, funktionieren, passieren muss, und das hat nichts mit Perfektion oder Zusammenspiel zu tun. Das Schwierigste ist der letzte Satz, wenn man diese unglaubliche Verlassenheit und den Schmerz, die Resignation und Wut spürt, und gleichzeitig muss es aber auch musikalisch Sinn ergeben, was du tust. Es ist schwer, einen Modus zu finden, der all diese Kriterien erfüllt, so dass du als Zuhörer wirklich glaubst, dass da gerade etwas Tragisches passiert.

SONST IST ES EINFACH ›SCHÖN‹?

Ja. Wenn die Leute sagen ›Oh, das war schön‹, dann weiß ich genau, dass es nicht gut war. Da wäre es mir sogar lieber, wenn sie es wirklich hassen. Zum Beispiel dieser Marsch im dritten Satz – das muss sich anfühlen wie vor eine Wand geschleudert zu werden. Das ist ein Marsch in die Hölle, one way. Nicht so [singt] – da bleibt nichts übrig. An diesem Marsch ist nichts Fröhliches.


ABER PASSIERT ES NICHT GERADE BEI TSCHAIKOWSKY SCHNELL, DASS MAN ZU VIEL WILL UND ES DANN KITSCHIG WIRD?

Dieses ganze Kitsch-Ding ist eigentlich sehr interessant. Jahrhundertelang gab es einen gewissen Standard was die Interpretation dieser Musik angeht, es gab allgemein als richtig akzeptierte Werte. Da galt schnell etwas als zu emotional, zu kitschig. Aber wir leben in einer Zeit, in der sich die Werte ändern. Tschaikowskys Musik ist so sehr verbunden mit ihm und seiner inneren Welt – er war homosexuell, das wusste damals jeder, aber in keinem Buch tauchte es jemals auf, er sprach Französisch zu Hause, liebte das Ballett. Das ist alles in seiner Musik enthalten, aber es wurde immer auf gewisse Weise heruntergespielt. Weil: zu kitschig, zu dies, zu das. Nein, es ist exakt, was in seiner Musik steckt.

ALSO IST KITSCH GESCHMACKSSACHE?


Zum großen Teil, ja. Ich will zwar keinen Kitsch machen, aber ich will auch keine wahrhaftigen Momente herunterspielen, nur weil man es traditionellerweise nicht wagte, die Emotionen auszudrücken, die der Komponist beim Schreiben dieser Musik hatte. Wir können das jetzt tun. Die Zeiten haben sich geändert. Der Streicherklang dieses Orchesters ist wirklich fantastisch, den braucht man für Tschaikowsky.

WAS IST DENN EIN GUTER KLANG?


Klang ist kein Selbstzweck, Klang bezieht sich immer auf etwas. Er muss im Kontext gesehen werden zur Logik und der Aussage eines Werks. Wenn wir über Klang sprechen, haben wir meist das Ideal eines deutschen Orchesters im Kopf, das deutsche Musik spielt, und wir sprechen über den tollen Klang der Berliner oder Wiener Philharmoniker – aber dieser Klang ist das Resultat des Spielens großen deutschen Repertoires, bei dem man genau weiß, wie Bruckner und Brahms klingen müssen. Dvořák ist nicht der gleiche Sound. Dvořák ist anders, zwar romantisch, aber böhmisch, nicht russisch wie Tschaikowsky. Russische Orchester spielen Dvořák immer wie Tschaikowsky, bei deutschen Orchestern klingt Dvořák immer wie Brahms. Aber er hat auf gewisse Weise eine andere Herkunft. Und diese Herkunft hört man beim Czech Philharmonic und nirgendwo sonst. Der Rest ist alles guter Klang, tolles Orchesterspiel – aber am Ende immer das Gleiche. Ein Orchester hat seine eigene Klangkultur, an die man sich anpassen kann, aber auch seine eigene Geschwindigkeit, sein eigenes Reaktionstempo, und das ist bei jedem Ensemble einzigartig.

DAS BRINGT ABER AUCH SCHLECHTE GEWOHNHEITEN MIT SICH, KÖNNTE ICH MIR VORSTELLEN?


Ja, auch. Bei deutschen Orchestern passiert es zum Beispiel schnell, dass sie, wenn sie besonders schönen Klang produzieren wollen, langsamer werden. Sie wollen Tiefe und Farbe schaffen, und das braucht Zeit. Das Resultat klingt dann sehr schön, aber die Musik steckt ein bisschen fest. Als ich mit den Berliner Philharmonikern Schumanns Dritte gemacht habe, wollte ich es etwas leichter und schneller [singt], und sie spielten: [singt die gleiche Phrase langsamer und breiter]. Das war, was sie gewohnt waren und es ist auch total okay – aber ich war schon im dritten Takt, als sie noch im zweiten waren.

IST ES NICHT AUCH VON VORTEIL, WENN EIN ORCHESTER EIN STÜCK SCHON KENNT?


Der Satz ›Das Stück kennen wir‹ macht mich immer nervös. Das bedeutet, dass mir eine harte Woche bevorsteht. Dann bin ich die meiste Zeit damit beschäftigt, Dinge rückgängig zu machen, die die Musiker schon wissen. Das Meiste, was sie tun, tun sie nämlich einfach aus schlechter Gewohnheit, aus Routine. Es ist zwar gute Routine, die funktioniert, und die die Dinge zusammenhält, aber es klingt etwas, naja, erwartbar.

UND FÜR JUNGE DIRIGENT*INNEN? DA MACHT ES DOCH IM GEGENTEIL VIELES LEICHTER.

Das Problem der Jungen ist – und es war auch mein Problem, als ich 30 Jahre alt war: Du weißt nichts und du hast kein Repertoire. Hast vielleicht drei oder zehn Stücke im Konzert dirigiert, mit einem mittelguten Orchester, und alle nur ein einziges Mal. Am Ende der ersten Saison hast du dann alle Stücke in deinem Repertoire gemacht und in der Folge machst du alles zum ersten Mal. Das ist ein Albtraum. Das Orchester wird zum Versuchskaninchen für dich, der du die Stücke lernst, die das Ensemble schon 50 Mal im Leben gespielt hat. Ich war in dieser Situation und bin froh, sie überstanden zu haben.

DAVID ZINMAN HAT DIESEN SEHR BERÜHMT GEWORDENEN BEETHOVEN-ZYKLUS MIT DEM TOZ AUFGENOMMEN. SPÜRST DU SEINEN GEIST NOCH IMMER?

Auf jeden Fall. Die meisten Orchester spielen Beethoven auf ziemlich übliche Weise, aber dieses Orchester kann Beethoven sehr spezifisch spielen … Man spürt, dass das Orchester lange Zeit auf sehr hohem Niveau gehalten und geleitet wurde, das ist einfach Arbeit, die Zinman wirklich gut gemacht hat. Dieses Orchester hat eine innere Kultur entwickelt, die bleibt, und die so schnell nicht wieder nachlassen wird – dafür bräuchte es wirklich Jahrzehnte schlechten Dirigats. Die Musiker*innen sind zu stolz, alle Musiker*innen wollen schließlich in einem guten Orchester spielen. Ein so gutes Niveau hält sich wirklich lange Zeit.

IN DER PATHÉTIQUE HAST DU DAS ORCHESTER HEUTE MITTAG SEHR GEFORDERT, DAS GING IM TEMPO ZWISCHENDURCH BIS AN DIE GRENZE DES SPIELBAREN … WILLST DU SIE IRGENDWIE TESTEN?

Ich will das Orchester weiterentwickeln und sichergehen, dass die Musiker*innen flexibel dabei sind und die ganze Zeit miteinander in Kontakt bleiben. Ich habe hier gerade erst ein paar Projekte gemacht und ich arbeite noch daran, dass wir einen gemeinsamen Reaktionsmoment finden. Da sind dann bewusst ein paar Sachen übertrieben, damit ich sagen kann: ›Achtung, es könnte so sein. Und erwartet nicht, dass es immer so sein wird.‹

FÄLLT ES DIR MANCHMAL SCHWER DIE RICHTIGE KLANGLICHE RICHTUNG FÜR EIN WERK ZU FINDEN?


[Pause] Es ist immer schwer eine Richtung zu finden, denn die Richtung ändert sich. Ein Stück wie Tschaikowskys Sechste – damit bin ich aufgewachsen. Ich kannte die Sinfonie schon mit vier, fünf, sechs Jahren auswendig, erinnere mich an Mravinskys Aufnahmen und an meinen Vater, wie er sie dirigiert. Auf gewisse Weise ist sie also ein Teil von mir, aber nach 20 Jahren des Dirigierens hat sie sich verändert, denn ich habe mich verändert. Ich wusste nichts über Tschaikowskys Leben als ich zehn Jahre alt war, jetzt ist es eine ganz andere Geschichte. Und gleichzeitig weißt du, dass da die Möglichkeit ist, mehr zu geben und mehr zu machen, mehr Dynamik, mehr Sforzato, der Biss der Klänge sollte schmerzhafter sein, wie der Biss eines Hundes oder eines Wolfs. Ich habe selten das Gefühl, es ist zu viel, eher: Es ist zu wenig. Alles kann immer mehr sein.

UND DIE AUFNAHMEN SOLLEN NUN AUCH BEWUSST ANDERS KLINGEN? ODER WARUM SPIELT IHR DIE GEFÜHLT 100.000STE PATHÉTIQUE EIN?

Eigentlich bedeutet das Aufnehmen tatsächlich gewaltigen Stress. Ein Stück aufzunehmen, das die Leute nicht kennen, ist eine Sache. Die Pathétiqueaufzunehmen ist die Hölle. Es gibt gefühlt eine Million Aufnahmen davon – und ich kenne sie, denn ich sammle Aufnahmen. Wenn es eine Sache gibt, die die Welt nicht braucht, dann ist es eine weitere korrekte Einspielung dieses Werks. Was wir brauchen ist etwas, das dich aufhorchen lässt: Was passiert denn da? Ich glaube, dass ich etwas über diese Musik zu sagen habe, was wir noch nicht schon wussten, und ich habe den richtigen Partner gefunden, um das zu tun. Und ich finde, sollte die Welt das Ergebnis hören. Es ist natürlich ein gewisser Druck dabei. Aber das hält uns wach und macht das Leben spannend.

Revelatory Bruckner

Gramophone
Orchestral Reviews, Peter Quantrill
March 2020

Before conducting Bruckner's Eight Symphony in December 2019, Zubin Mehta put his finger on the "unbelievable flexibility" of the modern Berlin Philharmonic. He should know, having led them more often than anyone else save their music directors. The turnover and rejuvenation of their personnel, the restoration of Bach and Haydn to their central repertoire and the collaborative work with early music's early-music moguls such as William Christie and Emmanuelle Haim are all contributing factors. But what do they have to do with Bruckner, and with this luxury audiovisual package of nine symphonies and eight conductors recorded during the past decade?

For an answer, turn no further than the first disc. Seiji Ozawa has been a selective Brucknerian but his 2009 performance of the First quite surpasses that of his erstwhile mentor Karajan. The finale's intricate counterpoint was a product of the composer's long study with the Viennese theoretician Simon Sechter: under Ozawa it takes wing, coaxed into a form prefiguring the Fifth's mighty double figure and voiced with a transparency befitting one of Schubert's round-dance endings.

The remaining interpretations may be known quantities to Bruckner collectors - yes, including Paavo Järvi's Second - but none are the worse for that, and all nine bear a "made in Berlin" stamp: of technical finesse in execution and engineering (more appreciable on the discreetly edited CDs and Blu-ray audio-only disc), of still-vital resplendence at points of long-anticipated exultation and, no less characteristically, of a dense, sostenuto string tone that maestros attempt to thin out at their peril. Järvi proceeds more boldly than his colleagues in this regard, but there's a tug of feeling to the violas' chromatic first entry in the Adagio that their Frankfurt RSO counterparts (on presently hard-to-find Japanese RCA) can't or won't, emulate. The walking bass pizzicato is just a notch more resonant, the second theme a touch more supple and voluptuous, the chording a gnat's crotchet more exact, the complementary answers from lower winds a fraction more suggestive of a journeying pilgrim, and one less burdened by vice than Tannhäuser on his way to Rome.

In Berlin, all these readings are a little more - more present, more vivid, more everything - but also now markedly less Wagnerian than their rivals from a bygone era such as the portmanteau analogue-era cycle from Vienna reissued by Eloquence (11/19), if "Wagnerian" may still be permissibly used once in a while as shorthand for the aural equivalent of schnitzel with potato dumplings. The Third, under Herbert Blomstedt, shares the "trademark qualities of sensitivity and good sense" which Richard Osbourne identified (11/13) in the conductor's Leipzig-based traversal of the nine numbered symphonies. Blomstedt has latterly lashed himself to the mast of the symphony's original 1873 version, and more convincingly so than any previous interpreter, though I still cavil at the first movement's arrested development for an extended reminiscence of Die Walküre.

All nine performances deserve a review to themselves. A Black Forest of teeming detail in the Fourth's Scherzo suddenly clears for a Trio full of quizzical wonder and a yearning never accessed by Bernard Haitink in his many previous recordings. By his and the set's Olympian standards the Fifth comes as a slight disappointment, in which majesty strikes the keynote over jeopardy long before the clinching peroration. Introducing the Sixth, however, the late Mariss Jansons makes a moving and candid admission of experience - "I've reached the stage where I love the music madly" - borne out by an intensity of feeling and purpose established from the outset and sustained through a sublime account of the Adagio - one of the finest things I've heard from Jansons for years - into a freshly conceived finale that does not strain for complete integration of its disparate materials.

Along related lines, I find myself more persuaded by Christian Thielemann's highly personalised tempo schemes for the Seventh than were RO and Christian Hoskins, reviewing older recordings from Munich (8/10) and Dresden (7/16). A pulse on the move may sometimes take you where you would not go, but the Berliners' flexibility of response - Mehta's phrase again - allows the line to stretch without snapping. It is the woodwinds in particular, led by the oboists Albrecht Mayer and Jonathan Kelly, who help Thielemann to achieve the "paler, more understated colours" that he now seeks in the Seventh, as much as they take their lead from Mehta's own, considerably more understated direction (recorded back in 2012) to bring the architecture of the Eight's opening movement into focus, so that his broadening at the "death-watch" climax hits home all the harder.

To the orchestra's now-departed director is given the honour of the Ninth. More than the other maestros' Berlin-accented refinements, Sir Simon Rattle's 2018 performance diverges from his original EMI recording, tautening all four movements in the process of further integrating the now-authoritative completed finale with the familiar torso, and at some cost to its many bizarre and far-seeing harmonic disturbances, as well as to their final and overwhelming resolution. Still, it is in the nature of these symphonies that they remain work-in-progress for performers as they did for the composer. Thielemann talks of them as "a school for conductors"; all nine performances, as much as Richard Taruskin's virtuoso booklet essay, should make an eager pupil of any listener willing to place themselves under Bruckner's spell. The serious collector jaded by the prospect of "another" Blomstedt Third or Haitink Fourth should probably give Bruckner a rest and listen to something else.

Mythos review in BBC Music Magazine

BBC Music Magazine
June issue 2020
Steph Power

Erkki-Sven Tüür
Symphony No. 9, Mythos; Incantation of the Tempest; Sow the Wind...
Estonian Festival Orchestra / Paavo Järvi

Following Beethoven's landmark example and subsequent music history, the arrival of a ninth symphony carries a particular weight of expectation. In his Symphony No. 9, Mythos, commissioned to celebrate the 100th anniversary of the Republic of Estonia in 2018, Erkki-Sven Tüür rises magnificently to the challenge.

Cast in a single movement, this thrilling 35-minute work explores new pathways for the composer in an idiom entirely modern and his own while at the same time, inspired by Finno-Ugric myhtology, delivering an emphatic testament to Estonian independence and national identity.

Both the symphony and 2015's Sow the Wind... - the other substantial work in this spirited live recording from the Estonian Festival Orchestra, conducted by Mythos dedicatee Paavo Järvi - are essentially abstract despite the programmatic suggestion of their titles. Both deploy techniques of continual transformation in Tüür's trademark quest for organic development. But where the earlier work builds motivic cells into self-described "whirlwinds", the symphony feels hewn from a single block of granite without sacrificing any richness of local colour or invention. Gestures unfold as if from the inside, imparting in beautifully controlled waves the profound elemental power that's also compressed into the accompanying short Incantation of the Tempest.

Klassikalise muusika suurpidu tuleb Pärnus tänavugi

Pärnu Postimees
Anu Jürisson
24.06.2020

Paavo Järvi ja Eesti Festivaliorkester sõidavad Pärnu selgi suvel, vasakul istub Florian Donderer. 
Foto: Kaupo Kikkas


Kogu kevade muutuvatel oludel silma peal hoidnud Pärnu muusikafestival on sel suvel üks väheseid täispika programmiga klassikalise muusika pidustusi Euroopas. Kuigi väiksemal arvul, tulevad suurepärased muusikud juuli keskel Pärnu.

“Tänavu on Pärnu üks vähestest kõrge tasemega klassikalise muusika festivalidest, mis täispika programmiga saab välja tulla, seda tänu meie paindlikkusele asju korraldada,” kinnitas korraldusmeeskonna pealik Kristjan Hallik. Ta tõdes, et rahvusvaheliste muusikatippude riigipiiride ületus viimasel hetkel klappima panna on olnud paras malemäng, kuid kaks ümmargust numbrit – 50 aastat klassikalise muusika festivale Pärnus ja 10. Pärnu muusikafestival – väärib pingutust.

Muusikapidu ühendab seekordki Järvi akadeemiat ehk õpitube noortele muusikutele, oludega kohandatud, kuid jätkuvalt kõrgetasemelist kontserdikava ja Paavo Järvi juhatatavat Eesti Festivaliorkestrit, kes on tuuritanud väärikates kontserdimajades kõikja Euroopal, sealhulgas BBC Promsil Albert Hallis, ja on alati kord aastas kodupubliku ees Pärnus.

Sellesuvises kontserdikorralduses arvestatakse terviseameti avaliku ürituse nõuetega. See tähendab, et publikut saab saalis olema vähem ja vastavalt hajutatud paigutusele on ümber seatud istumine ja liikumine. Haigustunnustega on kontserdile tulla keelatud, riskirühmadel soovitatakse festivalist osa saada aga esimest korda nähtava Pärnu muusikafestivali TV vahendusel.

Juubelifestival teeb kokkuvõtte eelmiste festivalisuvede programmist ja pöörab pilgu tulevikku. Kavas on näiteks kümne festivaliaasta kammergala ja tagasivaade Pärnu viimasele poolesajale orkestrimuusikaga suvele, Eesti Festivaliorkestri ettekandes ja Paavo Järvi juhatamisel tuleb esmaettekandele Tõnu Kõrvitsa uudisteos “Kuuvalgusele”.

Eesti Festivaliorkester astub olukorra tõttu üles väiksemas koosseisus, olles saatuse tahtel sama mis orkestri esimestel esinemissuvedel. Hallik avaldas heameelt selle üle, et festivalide muutunud ajad üle ilma andsid võimaluse kontsertmeistrina tänavu taas Pärnu tuua Florian Dondereri.

Solistidena astub üles Eesti oma paremik: Theodor Sink tšellol, Kalle ja Kristjan Randalu klaveril ja Triin Ruubel viiulil. Värvi lisavad Vene juurtega viiuldaja Alena Bajeva, Soome pianist Olli Mustonen ja Berliini filharmooniaorkestri metsasarvemängija Stefan Dohr.

Avakontserdil juhatab Tallinna kammerorkestrit Neeme Järvi asemel Paavo Järvi. Reisipiirangute tõttu ei õnnestu Neeme Järvil tänavu Pärnusse sõita, kuid ta aitab juhendada veebi kaudu Järvide akadeemia dirigeerimiskursusi.

Järvide akadeemia ehk noorte muusikute meistriklassid on festivali lahutamatu osa ja selle mõju avaldub kogu maailma muusikamajades.

Hallik kinnitas, et vaatamata korraldajatele segasele ajale on festivalimeeskonnal õnnestunud panna toimima kõik plaanitud meistriklassid, mis sel aastal toimuvad osaliselt internetis. Dirigente õpetab Paavo Järvi kõrval Kristjan Järvi, kes astub üles 50 aasta festivalide galaõhtulgi. Meistriklassis osalevad dirigendid astuvad publiku ette Järvi akadeemia lõppkontserdil koos Järvi akadeemia noorte sümfooniaorkestriga.

Teemal “50 aastat muusikafestivale Pärnus” valmivad ühtlasi mahukas raamat ja näitus ning festivali raames leiab aset saate “Ööülikool Paavo Järviga” avalik salvestus.

Pärnu Muusikafestival ei jää ära

Postimees
Kultuuritoimetus
19.06.2020

Pärnu Muusikafestivali juubelisuvi toimub 16-23. juulil koos mainekate artistide ja esiettekandega, kuid muudatustega programmis ning vähendatud orkestrikoosseisus. Reegleid arvestades on kontsertidel vähem publikukohti ning seetõttu luuakse uuendusena Pärnu Muusikafestivali TV.

Festival annab teada, et kõikide muudatuste osas võetakse pileti ostnud inimestega läbi Piletilevi otse ühendust. Samuti on võimalik läbi Piletilevi personaalse teavituse riskirühma kuuluvatel muusikahuvilistel oma soetatud pilet soovi korral Pärnu Muusikafestivali TV kanali vaatamisõiguse vastu vahetada.

Festivali piletimüük läks lukku märtsis, kui kehtestati eriolukord ning kõigile, kes olid pileti ostnud, võimaldatakse hajutatud paigutusega kontserdile pääs. “Kui hajutatud paigutusega ürituste korraldamise reeglid on täpsustunud, siis selgub, kas saame välja anda lisakohti,” lausus Pärnu Muusikafestivali tegevjuht Kristjan Hallik. Lisakohtade müügi osas antakse teada juuni lõpuks infokirja ja festivali kodulehe kaudu.

“Tänavu on Pärnu üks vähestest kõrge tasemega klassikalise muusika festivalidest, mis täispika programmiga saab välja tulla ja seda tänu meie paindlikkusele asju korraldada,” lausus Kristjan Hallik. Ta lisas, et rahvusvaheliste muusikatippude riigipiiride ületused tänases olukorras, viimasel hetkel klappima panna, on paras malemäng, kuid 50 aastat festivale Pärnus ja 10. Pärnu Muusikafestival on seda pingutust väärt.

Halliku sõnul on juubelifestivali fookuseks teha kokkuvõte eelnevate festivalisuvede programmist ja pöörata pilk uudisteosega tulevikku. Kavas on näiteks kümne festivaliaasta kammergala ja tagasivaade viimase viiekümne aasta festivalisuvede programmile.

19. juulil tuleb esiettekandele Tõnu Kõrvitsa uudisteos “Kuuvalgusele” Eesti Festivaliorkestri ettekandes, Paavo Järvi juhatamisel.

Eesti Festivaliorkester astub olukorra tõttu üles väiksemas koosseisus, mis kujunes 10. aastapäevaks oma arvult samaks, mis orkestri esimestel esinemissuvedel. “Muutunud festivalide toimumisajad üle ilma andsid meie jaoks positiivse võimaluse kontsertmeistrina tänavu taas Pärnusse tuua Florian Dondereri,” lausus Halllik ja lisas, et kuigi arvuliselt väiksemas mahus, on suurepärased muusikud juulis Pärnus.

Solistidena astuvad üles Eesti oma paremik: tšellol Theodor Sink, Kalle Randalu klaveril, Kristjan Randalu klaveril ja Triin Ruubel viiulil. Samuti Vene juurtega viiuldaja Alena Bajeva, rahvusvaheliselt tunnustatud Soome pianist Olli Mustonen ning Berliini Filharmooniaorkestri metsasarvemängija Stefan Dohr.


Avakontserdil juhatab Tallinna Kammerorkestrit Neeme Järvi asemel Paavo Järvi. Reispiirangute tõttu ei õnnestu Neeme Järvil tänavu Pärnusse koha peale sõita, kuid ta aitab juhendada veebi vahendusel Järvide Akadeemia dirigeerimiskursuseid.

Järvide Akadeemia ehk noorte muusikute meitriklassid on festivaliprogrammi lahutamatuks osaks ja selle mõju on kuulda muusikamajades üle ilma. Kristjan Hallik lisas, et festivalimeeskonnal on õnnestunud panna toimima ka kõik planeeritud meistriklassid, mis osaliselt viiakse läbi sel aastal internetis. Dirigente õpetab lisaks Paavo Järvile ka Kristjan Järvi, kes astub üles ka 50 aasta festivalide galal.

Tänavune Järvi akadeemia Gala, mis toimub pärast meistriklasse, on 17. juulil Pärnu Kontserdimajas. 21. juulil on aga Pärnus võimalik osa saada Järvi Akadeemia lõppkontserdist, kus astuvad üles akadeemia dirigendid koos Järvi Akadeemia Noorte Sümfooniaorkestriga.

Teemal 50 aastat muusikafestivale Pärnus on suveks valmimas ka mahukas raamat ja näitus ning toimub saate “Ööülikool Paavo Järviga” saate avalik salvestus festivaliprogrammi raames.

Pärnu Muusikafestival on üks tuntumaid rahvusvahelisi klassikalise muusika festivale Eestis, mis ühendab Järvi Akadeemia ehk õpitoad noortele muusikutele, kõrgetasemelise kontsertprogrammi ja Paavo Järvi juhtimisel tegutseva Eesti Festivaliorkestri, mis on tuuritanud väärikates kontsertmajades üle Euroopa, sh BBC Promsil Albert Hallís ning on alati kord aastas kodupubliku ees Pärnus.

Sellesuvises kontserdikorralduses arvestatakse Terviseameti poolt esitatud avaliku ürituse nõuetega. Publikut saab saalis olema vähem ning vastavalt hajutatud paigutusele on istumine ja liikumine ümberplaneeritud, samuti tagatakse desinfitseerimisvahendid. Riskirühma kuuluvatel inimestel soovitatakse valida võimalus festivalist osa saada loodava Pärnu Muusikafestivali TV vahendusel.

Pärnu muusikafestival on Eesti üks hinnatuim klassikalise muusika festival, mis on kasvamas üheks olulisemaks orkestrifestivaliks kogu Euroopas. Pärnu muusikafestivali fookuses on eelkõige orkestrimuusika, mille olulisim kandja on spetsiaalne kõrgetasemelise koosseisuga festivaliorkester, kuhu tulevad mängima oma ala tipud kõikjalt maailmast. Festival on toimunud aastast 2009 ning oma kõrge taseme saavutanud tänu Neeme Järvi ja festivali kunstilise juhi, Paavo Järvi, suurele pühendumisele.

Eesti Festivaliorkester tuli Paavo Järvi käe all esimest korda kokku 2011. aastal, kandes toona nime Pärnu Festivaliorkester. Eesti Festivaliorkester koosneb parimatest Eesti orkestrantidest ja välisriikides karjääri tegevatest Eesti muusikutest ning Euroopa tipporkestrite liikmetest. Orkester on esindanud Eestit mitmetes tuntud muusikamajades ning esinenud BBC Promsil Albert Hallis. Kodupubliku ette astub orkester igal suvel, Pärnu Muusikafestivalil.

Järvi Akadeemia on Pärnu Muusikafestivali lahutamatu osa. Järvide perekond on alati pidanud eesti noorte muusikaharidust endale väga oluliseks ning südamelähedaseks teemaks ning seetõttu pandigi alus Pärnus toimuvatele laiahaardelistele meistrikursustele.

Järvi akadeemia koosneb kolmest osast: dirigeerimiskursusest ning kursustest keelpilli- ja puhkpillimängijatele. Rahvusvahelist dirigeerimiskursust juhendavad Neeme Järvi, Paavo Järvi, Kristjan Järvi ning Leonid Grin. Noortele instrumentalistidele annavad meistrikursusi kõrgelt hinnatud muusikud ning pedagoogid nii Eestist kui ka välismaalt.

Paavo Järvi. Foto: Sander Ilvest

Pärnu Muusikafestival toimub taas juulis, luuakse ka festivali TV

Eesti Päevaleht
EPL Kultuur
19.06.2020

Pärnu Muusikafestivali juubelisuvi toimub 16-23. juulil koos mainekate artistide ja esiettekandega, kuid muudatustega programmis ning vähendatud orkestrikoosseisus.

Pärnu Muusikafestivali proovid
Foto: Ilmar Saabas

Reegleid arvestades on kontsertidel vähem publikukohti ning seetõttu luuakse uuendusena Pärnu Muusikafestivali TV.

Festival annab teada, et kõikide muudatuste osas võetakse pileti ostnud inimestega läbi Piletilevi otse ühendust. Samuti on võimalik läbi Piletilevi personaalse teavituse riskirühma kuuluvatel muusikahuvilistel oma soetatud pilet soovi korral Pärnu Muusikafestivali TV kanali vaatamisõiguse vastu vahetada.

Festivali piletimüük läks lukku märtsis, kui kehtestati eriolukord ning kõigile, kes olid pileti ostnud, võimaldatakse hajutatud paigutusega kontserdile pääs. “Kui hajutatud paigutusega ürituste korraldamise reeglid on täpsustunud, siis selgub, kas saame välja anda lisakohti,” lausus Pärnu Muusikafestivali tegevjuht Kristjan Hallik. Lisakohtade müügi osas antakse teada juuni lõpuks infokirja ja festivali kodulehe kaudu.

“Tänavu on Pärnu üks vähestest kõrge tasemega klassikalise muusika festivalidest, mis täispika programmiga saab välja tulla ja seda tänu meie paindlikkusele asju korraldada,” lausus Kristjan Hallik. Ta lisas, et rahvusvaheliste muusikatippude riigipiiride ületused tänases olukorras, viimasel hetkel klappima panna, on paras malemäng, kuid 50 aastat festivale Pärnus ja 10. Pärnu Muusikafestival on seda pingutust väärt.

Halliku sõnul on juubelifestivali fookuseks teha kokkuvõte eelnevate festivalisuvede programmist ja pöörata pilk uudisteosega tulevikku. Kavas on näiteks kümne festivaliaasta kammergala ja tagasivaade viimase viiekümne aasta festivalisuvede programmile.

19. juulil tuleb esiettekandele Tõnu Kõrvitsa uudisteos “Kuuvalgusele” Eesti Festivaliorkestri ettekandes, Paavo Järvi juhatamisel.

Eesti Festivaliorkester astub olukorra tõttu üles väiksemas koosseisus, mis kujunes 10. aastapäevaks oma arvult samaks, mis orkestri esimestel esinemissuvedel. “Muutunud festivalide toimumisajad üle ilma andsid meie jaoks positiivse võimaluse kontsertmeistrina tänavu taas Pärnusse tuua Florian Dondereri,” lausus Halllik ja lisas, et kuigi arvuliselt väiksemas mahus, on suurepärased muusikud juulis Pärnus.

Solistidena astuvad üles Eesti oma paremik: tšellol Theodor Sink, Kalle Randalu klaveril, Kristjan Randalu klaveril ja Triin Ruubel viiulil. Samuti Vene juurtega viiuldaja Alena Bajeva, rahvusvaheliselt tunnustatud Soome pianist Olli Mustonen ning Berliini Filharmooniaorkestri metsasarvemängija Stefan Dohr.

Avakontserdil juhatab Tallinna Kammerorkestrit Neeme Järvi asemel Paavo Järvi. Reispiirangute tõttu ei õnnestu Neeme Järvil tänavu Pärnusse koha peale sõita, kuid ta aitab juhendada veebi vahendusel Järvide Akadeemia dirigeerimiskursuseid.

Järvide Akadeemia ehk noorte muusikute meitriklassid on festivaliprogrammi lahutamatuks osaks ja selle mõju on kuulda muusikamajades üle ilma. Kristjan Hallik lisas, et festivalimeeskonnal on õnnestunud panna toimima ka kõik planeeritud meistriklassid, mis osaliselt viiakse läbi sel aastal internetis. Dirigente õpetab lisaks Paavo Järvile ka Kristjan Järvi, kes astub üles ka 50 aasta festivalide galal.

Tänavune Järvi akadeemia Gala, mis toimub pärast meistriklasse, on 17. juulil Pärnu Kontserdimajas. 21. juulil on aga Pärnus võimalik osa saada Järvi Akadeemia lõppkontserdist, kus astuvad üles akadeemia dirigendid koos Järvi Akadeemia Noorte Sümfooniaorkestriga.
Teemal 50 aastat muusikafestivale Pärnus on suveks valmimas ka mahukas raamat ja näitus ning toimub saate “Ööülikool Paavo Järviga” saate avalik salvestus festivaliprogrammi raames.

Pärnu Muusikafestival on üks tuntumaid rahvusvahelisi klassikalise muusika festivale Eestis, mis ühendab Järvi Akadeemia ehk õpitoad noortele muusikutele, kõrgetasemelise kontsertprogrammi ja Paavo Järvi juhtimisel tegutseva Eesti Festivaliorkestri, mis on tuuritanud väärikates kontsertmajades üle Euroopa, sh BBC Promsil Albert Hallís ning on alati kord aastas kodupubliku ees Pärnus.

Sellesuvises kontserdikorralduses arvestatakse Terviseameti poolt esitatud avaliku ürituse nõuetega. Publikut saab saalis olema vähem ning vastavalt hajutatud paigutusele on istumine ja liikumine ümberplaneeritud, samuti tagatakse desinfitseerimisvahendid. Riskirühma kuuluvatel inimestel soovitatakse valida võimalus festivalist osa saada loodava Pärnu Muusikafestivali TV vahendusel.

Taust:

Pärnu muusikafestival on Eesti üks hinnatuim klassikalise muusika festival, mis on kasvamas üheks olulisemaks orkestrifestivaliks kogu Euroopas. Pärnu muusikafestivali fookuses on eelkõige orkestrimuusika, mille olulisim kandja on spetsiaalne kõrgetasemelise koosseisuga festivaliorkester, kuhu tulevad mängima oma ala tipud kõikjalt maailmast. Festival on toimunud aastast 2009 ning oma kõrge taseme saavutanud tänu Neeme Järvi ja festivali kunstilise juhi, Paavo Järvi, suurele pühendumisele.

Eesti Festivaliorkester tuli Paavo Järvi käe all esimest korda kokku 2011. aastal, kandes toona nime Pärnu Festivaliorkester. Eesti Festivaliorkester koosneb parimatest Eesti orkestrantidest ja välisriikides karjääri tegevatest Eesti muusikutest ning Euroopa tipporkestrite liikmetest. Orkester on esindanud Eestit mitmetes tuntud muusikamajades ning esinenud BBC Promsil Albert Hallis. Kodupubliku ette astub orkester igal suvel, Pärnu Muusikafestivalil.

Järvi Akadeemia on Pärnu Muusikafestivali lahutamatu osa. Järvide perekond on alati pidanud eesti noorte muusikaharidust endale väga oluliseks ning südamelähedaseks teemaks ning seetõttu pandigi alus Pärnus toimuvatele laiahaardelistele meistrikursustele.
Järvi akadeemia koosneb kolmest osast: dirigeerimiskursusest ning kursustest keelpilli- ja puhkpillimängijatele. Rahvusvahelist dirigeerimiskursust juhendavad Neeme Järvi, Paavo Järvi, Kristjan Järvi ning Leonid Grin. Noortele instrumentalistidele annavad meistrikursusi kõrgelt hinnatud muusikud ning pedagoogid nii Eestist kui ka välismaalt.

Neustart in der Tonhalle Maag

Tages-Anzeiger
Susanne Kübler
20.06.2020

Klingt gut, dieses Social Distancing
Dank der Grenzöffnung kann Paavo Järvi seine erste Saison als Tonhalle-Chefdirigent abschliessen. Ganz anders als geplant. Aber genau richtig.

Musizieren auf Distanz: Die Tonhalle-Bläser in der Probe mit Paavo Järvi.
Foto: Alberto Venzago

Wie ein Blitz fährt der Schlussakkord des Scherzos in den Saal, Applaus brandet auf – bis sich Paavo Järvi grinsend umdreht und signalisiert, dass es noch ein bisschen weitergehe mit Dvoráks Streicherserenade op. 22.

Es ist eben alles ein bisschen anders als sonst in diesen Kurzkonzerten, mit denen das Tonhalle-Orchester seine Rückkehr in die Nach-Corona-Normalität einleitet. Am Eingang gibt es keine Programmhefte, in denen man die Anzahl Sätze nachlesen könnte, sondern Stoffmasken (ziemlich bequem, mit diskretem Tonhalle-Logo). Und gespielt werden Stücke, die man in Sinfoniekonzerten sonst nicht hört: Dvoráks fünfteilige Serenade eben, die jede Applaus-Gewohnheit aushebelt. Oder davor Jean Sibelius’ hinreissend zärtliche «Rakastava»-Suite.

Wartelisten für die Kurzkonzerte
Eigentlich hätte Järvi in diesen Tagen ja Beethovens «Fidelio» dirigieren sollen; es wäre der gewichtige Abschluss seiner ersten Saison als Tonhalle-Chefdirigent gewesen. Zu gewichtig für Corona-Zeiten, grosse Besetzungen sind derzeit nicht angesagt. Weil die Sicherheitsdistanz im Orchester eingehalten werden muss. Aber bis zur Aufhebung der Personenbeschränkung auch aus finanziellen Gründen: Je mehr auf dem Podium sitzen, desto weniger dürfen zuhören.

So teilen sich in diesen Konzerten maximal vierzig Musikerinnen und Musiker die Bühne, die Pulte sind nicht doppelt besetzt wie sonst, sondern einzeln. Auch im Publikum hält man Abstand; das Parkett ist mit Kordeln in zwei Hälften getrennt, Ein- und Ausgänge sind separat, eine Pause gibt es nicht. Nach einer knappen Stunde ist das Konzert zu Ende.

Zwei weitere werden noch folgen an diesem Tag, auch sie sind ausgebucht. Der Name Järvi zieht, das Zürcher Publikum hat «seinen»neuen Chefdirigenten so sehr adoptiert, dass es sich weder von Corona noch von wenig bekannten Werken vom Konzertbesuch abhalten lässt.

Abstand halten! Der Einlass in die Tonhalle Maag ist strikt geregelt.
Foto: Alberto Venzago

Paavo Järvi selbst hat ebenfalls die erste Chance gepackt, um dort anzuknüpfen, wo er im März ausgebremst wurde. Am vergangenen Montag gingen die Grenzen auf, am Dienstagmorgen stand er bereits wieder vor dem Orchester. Kurze Begrüssung, zwei Sätze zu den drei Monaten in seiner Londoner Wahlheimat, «so lange am Stück war ich noch nie dort». Dann gings gleich los mit Sibelius, als sei nichts gewesen.

Klar, die Distanz war ungewohnt, und eine Geigerin probte mit Maske. Aber der Klang, die Energie, die Wärme: Die waren sofort wieder da. Und wenn die bebenden Triolen im zweiten Satz mal allzu gleichmässig klangen, musste Järvi nur «Volksmusik» dazwischenrufen – und schon tönte es ganz anders. Leichter, melancholischer, zerbrechlicher. Auf hinreissende Weise beiläufig, aber gleichzeitig in jeder Geste präsent.

Besondere Musik für eine besondere Situation
Und die Frische dieser ersten Probe hielt sich bis ins Konzert. Nichts gegen «Fidelio»: Aber einen stimmigeren Saison-Schluss als dieses Sibelius-Stück hätte man sich kaum wünschen können. Weil Järvi schon mit Sibelius gestartet war im vergangenen September (mit der sinfonischen Kantate «Kullervo», auch so eine Entdeckung). Weil eine besondere Situation besonderes Repertoire erfordert. Und weil die Akustik der Tonhalle Maag gerade leisere Musik zum Leuchten bringt – und den Gesamtklang trotz Social Distancing nicht zerbröseln lässt.

Vor allem aber zeigt sich in dieser Kurzkonzert-Serie, welch aufregenden Weg das Tonhalle-Orchester mit Järvi eingeschlagen hat. Sibelius trifft auf Dvorák, Strawinsky auf Strauss und Dukas, Lutoslawski auf Honegger – eine attraktivere «Notlösung» hat derzeit weitherum kein Orchester zu bieten.

Flexibilität tut uns gut.
- Paavo Järvi

Dass Järvi auch zu den Hits des Repertoires eigenwillige Zugänge findet, wird man spätestens dann wieder hören, wenn er die unterbrochene Gesamtaufnahme der Tschaikowsky-Sinfonien fortsetzt. Wann das sein wird? «Wir werden sehen,» sagt er in der Probenpause. Noch ist die Programmierung im Fluss, die Regeln ändern sich laufend; wann die ganz grosse Besetzung wieder möglich sein wird, ist nach wie vor unklar.

Aber das macht nichts: «Flexibilität tut uns gut», sagt Järvi; Hauptsache, man könne wieder spielen. Man gewöhne sich ja an alles, selbst ans Zuhausesein; «aber wie sehr mir das gefehlt hat, die Musik, die Musiker, die Proben: Das habe ich erst jetzt gemerkt.» Dass das keine Floskel war: Das hat man im Konzert in jedem Takt gehört.

Weitere Kurzkonzerte gibt es heute Samstag sowie am 25. und 26. Juni. Trotz der erneuten Lockerung der Massnahmen werden nur 240 Zuhörer zugelassen; ab August wird man wieder 460 Plätze besetzen können (mehr sind wegen der Abstandsregeln vorläufig nicht möglich).

Monday, June 15, 2020

Пааво Ярви проведет в Эстонии "живой" музыкальный фестиваль

РОССИЙСКАЯ ГАЗЕТА
Текст: Владимир Дудин
13.06.2020

Международный музыкальный фестиваль в Пярну пройдет в формате полноценных живых концертов с публикой в зале. Его основатель и руководитель, эстонский маэстро Пааво Ярви рассказал "РГ" о том, как в новых условиях будут организованы публичные концерты.



Фестивалю в Пярну повезло в сравнении с таллинским фестивалем Биргитты, который отменен до следующего года.


Пааво Ярви: Мы очень ждали новостей от правительства и специалистов, и, наконец, получили разрешение, что можем собираться на сцене до 50 человек. И я подумал, что смогу провести фестиваль, а главное, во время фестиваля смогу заниматься со студентами, учить молодых дирижеров. Для меня педагогика - один из важнейших принципов этого фестиваля. Молодые музыканты - наше будущее. Конечно, публики в зале будет меньше, и репертуар будет более камерный. Но мы стараемся придумать что-то новое. Каждый концерт, все репетиции и даже мастер-классы, которые до сих пор проходили без публики, будет транслироваться: все наши события будут доступны для всех.

Какое значение вы придаете формату концертов онлайн?

Пааво Ярви: Поп-музыка и ей подобные индустрии уже давно пользуются онлайном, видео и прочими технологиями. Теперь и классическая музыка должна наверстать упущенное. В ситуации, когда никого никуда не пускают, это все же реальный способ сохранять занятия музыкой. Записывать или давать онлайн-концерты с оркестром не просто, но возможно. Хотя это никак не заменит полноценного концерта с публикой в зале. Я мечтаю о привычных полных залах, и мы постараемся сделать все возможное для этого. Но пока нам разрешено заполнить слушателями половину зала или чуть больше.

Программу фестиваля, которая была готова еще в прошлом году, вероятно, пришлось срочно корректировать в новых условиях?

Пааво Ярви: Да, мы сейчас в срочном порядке собираем новую программу, уточняем список музыкантов. К огромному сожалению, не смогут приехать все те музыканты, которые планировались изначально. Многие - из-за запретов лететь в Эстонию: им не удастся выдержать двухнедельный карантин. Пока существуют и запреты полетов в Англию из-за неблагоприятной там обстановки. Но картина меняется, сведения обновляются каждую неделю. В Эстонии уже были дни, когда зафиксировали ноль инфицированных. Так что все под контролем. На фестивале будут хорошие солисты, многие - из Эстонии. Меня очень увлекла задача создать программу из другого - камерного - репертуара. Мы ведь всегда готовили с оркестром большие симфонические партитуры. Но для камерных составов написано очень много хорошей музыки, которую обычно не часто получается исполнять. И, конечно, я буду добиваться, чтобы на фестиваль приехало как можно больше музыкантов из других стран. Этот фестиваль - международный, и для меня это вопрос принципа. Музыканты всего мира должны чувствовать солидарность, быть выше политики.

Кстати, где вы отбывали карантин?

Пааво Ярви: Я был один в Лондоне. Здесь не было карантина: было только правило соблюдать 2-метровую дистанцию и носить маски. Может быть, карантин введут сейчас. Они поздно спохватились. Но я старался никуда не ходить, и мне это очень понравилось. Возникла возможность жить жизнью нормального человека: спать не в отеле, а у себя дома, в своей кровати. Последние 10-15 лет я жил, беспрерывно работая, не имея отпусков, если не считать пары недель в Новый год и Рождество, каждую неделю готовил новые программы. И эти два месяца стали для меня очень важными, я бы даже еще месяц посидел. Я всегда чувствовал, что у меня мало времени поразмышлять о том, что я делаю, все ли для меня так необходимо. Я освоил много новых партитур, переслушал много. Когда рядом с тобой музыка, ты никогда не будешь одинок.

А где была ваша семья?


Пааво Ярви: Две моих дочери, с которыми я в это время ежедневно общался больше, чем когда-либо, сейчас находятся в Калифорнии, родители - у себя дома во Флориде в Палм-Бич. Изоляция не нарушила их привычного образа жизни. Они всю жизнь старались немножко изолироваться. Отец (всемирно известный дирижер Неэме Ярви - прим. ред.) очень любит в уединении слушать музыку, мама тоже не слишком светский человек - оба ценят свое личное пространство, поскольку в обычной жизни им приходится слишком много общаться. Сейчас они чувствуют себя прекрасно.

Какой настрой у Неэме Ярви, которому только что в июне исполнилось 83 года?

Пааво Ярви: Я каждый день говорю с ним часами на разные темы, чего раньше не мог себе позволить. Мне открываются такие аспекты его жизни, о которых раньше не знал. Настроение у него в целом нормальное, но когда тебе уже за 80, а вокруг - не только вирусы, но и много бунтов, войн, политических игр, конечно, нелегко. Его, как и меня, очень волнует, как музыка будет жить дальше, что будет с музыкантами, оркестрами. Оркестровая музыка оказалась под угрозой. Он с трудом понимает, как мы выйдем из сложившегося положения. Наступит ли момент, когда все снова вернется в прежнее русло? Но он держится очень хорошо, много читает. В его огромной библиотеке, которую он собирал всю жизнь, не только партитуры, но и много книг. И мне очень интересно слышать его мысли о прочитанном: о Достоевском, письмах Вагнера и др. Если у тебя есть книги, музыка, партитуры и бокал хорошего красного вина, что еще надо в жизни? Надо быть оптимистом и верить, что мы вернемся к нормальной жизни. Для этого надо верить в силу музыки и искусства. Если мы будем думать только об экономике и политике, о которых говорят слишком много, жить станет скучно и неинтересно. Только музыка дает нам то, что требует душа, то, что делает нас людьми.


Справка "РГ"
Пааво Ярви - эстонско-американский дирижер, сын Неэме Ярви. Изучал дирижирование и игру на ударных инструментах в Таллинской школе музыки. Выступал в рок-группе. В США обучался в Кёртисовском институте музыки и Лос-Анджелесском филармоническом институте под руководством Леонарда Бернстайна.

С 1994 по 1997 год был главным дирижером Симфонического оркестра Мальмё. В 2001-м стал музыкальным директором Симфонического оркестра Цинциннати. Дирижер Эстонского фестивального оркестра, главный дирижер Цюрихского Тонхалле, токийского NHK и Бременского Deutsche Kammerphilharmonie.

Репертуар Пааво Ярви включает произведения от классицизма до современной музыки (Арво Пярт, Эрки-Свен Тюур, Лепо Сумера, Эдуард Тубин). Записал все симфонии Бетховена (с Бременским камерным оркестром), Шумана (с Бременским камерным оркестром), Брукнера (с Симфоническим оркестром Франкфуртского радио), произведения Густава Малера, Яна Сибелиуса, Сергея Прокофьева, Дмитрия Шостаковича.

Friday, June 12, 2020

Brahms version Paavo Järvi à Luxembourg

ResMusica
Dominique Adrian
19.06.2018

Un concert parfois stimulant, mais qui reste inabouti.

Très active en tournées, la Deutsche Kammerphilharmonie Bremen pose ses bagages à Luxembourg en compagnie de son directeur musical Paavo Järvi, qui la dirige depuis 2004 en complément de ses autres activités, et c’est à Brahms que les musiciens consacrent la totalité de leur programme.

Pour le double concerto, c’est à Christian et Tanja Tetzlaff que sont confiées les parties solistes, deux artistes qui, en solo ou en quatuor, apportent toujours au-delà de la technique un goût de l’expérimentation qui porte souvent ses fruits. Ce soir, les audaces et les essais sont bien là, souvent intéressants, mais l’ensemble, orchestre compris, ne prend pas vraiment. C’est particulièrement voyant dans le finale, moins vivace que haché, le souci de souligner l’énergie rythmique venant empêcher l’avancée du flux musical. L’intelligence musicale des deux interprètes et le timbre de rêve de Christian Tetzlaff trouvent bien des occasions de s’exprimer, mais on ne peut s’empêcher de trouver que tout ceci ne fait pas un ensemble cohérent, un violon, un violoncelle et un orchestre jouant un peu chacun pour soi et ne se retrouvant que par moments. Il faut donc attendre le bis de cette première partie pour retrouver, naturellement chez Kodály, toute la magie du timbre et toute la délicatesse interprétative des deux solistes : un peu tard, mais toujours appréciable.

La seconde partie, consacrée à la Symphonie n°2, est non sans défauts, mais beaucoup plus convaincante. La Kammerphilharmonie ne fait pas partie de ces grandes formations internationales qui voient se succéder les chefs : au cours de leur long compagnonnage, Paavo Järvi en a fait une plateforme où il peut explorer un style plus nerveux, plus coloré, avec un plaisir visible pour une animation dynamique et rythmique qui peut faire penser, dans d’autres répertoires, au travail des « baroqueux ». Ce n’est pas toujours convaincant, parce que les lignes s’en trouvent parfois troublées, notamment dans les mouvements rapides, et c’est moins convaincant que ce que les mêmes artistes pouvaient proposer dans leur travail sur les symphonies de Beethoven ; mais ce Brahms vivant, coloré et libre, très en marge par rapport aux traditions interprétatives de l’œuvre, a une séduction réelle.

Retour de Paavo Järvi devant l’Orchestre de Paris

ResMusica
Vincent Guillemin
28.02.2020


De retour devant la formation dont il a été directeur musical de 2010 à 2016 et sous l’œil aguerri de son père présent dans la salle, Paavo Järvi retrouve chez Liszt et Beethoven le geste net qu’on lui connaissait à son arrivée à Paris, pour accompagner Nelson Goerner à la place de Radu Lupu dans le Concerto pour Piano n° 4du maître de Bonn, avant de livrer une Symphonie n° 2 de Scriabine dépouillée.

Aujourd’hui plus célèbre dans sa transcription pour piano seul que dans sa version initiale pour orchestre, la Mephisto-Waltz de Franz Liszt permet par son introduction de toutes les cordes de montrer la netteté avec laquelle Paavo Järvi est encore capable de préparer l’orchestre dont il a été directeur musical pendant six années et avec lequel il a notamment inauguré la Philharmonie de Paris, salle où il revient aujourd’hui pour deux soirs. Le dynamisme et la vitalité de l’Orchestre de Paris s’exposent ensuite grâce à la rondeur du groupe des violoncelles, puis par le solo du premier violon de Roland Daugareuil, vite accompagné par les flûtes, étincelantes durant tout le concert.

La seconde œuvre devait revenir au pianiste Radu Lupu. Malheureusement, les nouvelles sur la santé de Lupu ne sont pas rassurantes, et l’occasion nous revient d’entendre à sa place dans ce Concerto n°4 Nelson Goerner, pour la seconde fois devant l’Orchestre de Paris après être apparu en juin dernier dans le 23e de Mozart au côté de Thomas Hengelbrock.

L’introduction de l’Allegro moderato au piano démontre le geste soigné du pianiste argentin, puis l’accompagnement approprié de Paavo Järvi, relativement chambriste et toujours prêt à s’adapter au soliste, même lorsque celui-ci montre quelques limites dans l’agilité de la main gauche, à l’image des dernières minutes de ce premier mouvement. L’Andante con moto retrouve la droiture des attaques demandées aux cordes par Järvi, et permet à Goerner de s’épanouir dans cette sensibilité où il excelle. Le chef y construit particulièrement bien la coda pour dérouler un fin tapis de cordes sous les derniers accords du piano, avant de relancer tout aussi finement le Rondo final. En bis le premier soir, le pianiste offre au public une délicate Sarabande de la Partita n° 6 BWV 830 de Bach.

La dernière partie du programme s’attèle à la plus complexe et trop rare Symphonie n° 2d’Alexandre Scriabine, ouvrage mystérieux d’une quarantaine de minutes en cinq mouvements liés, écrite au tournant du siècle précédent, à l’époque où Mahler attaquait sa Cinquième Symphonie et Sibelius sa Deuxième. On retrouve maintenant dans l’étendue du geste le chef amateur de grandes fresques, capable de maintenir la concentration pendant le lent développement de thèmes méditatifs. Là encore se démarquent les soli du premier violon, ainsi que la luminosité des bois de l’orchestre, à commencer par la très sollicitée première clarinette. À une semaine de la prestation de Neeme Järvi à Paris dans la Symphonie n° 1 de Rachmaninov, et alors qu’on le sait dans la salle, on se prend toutefois à penser à quel point le fils, pourtant lui aussi né à Tallinn et issue d’abord de l’école estonienne, a évolué différemment du père et comme ses interprétations montrent dans la musique russe la marque de l’école américaine, alors que la famille dut émigrer aux États-Unis lorsqu’il n’avait que douze ans. L’interprétation présente donc une superbe tenue d’orchestre jusqu’au nerveux Tempestoso puis au martial Maestoso, mais il reste difficile de trouver ce sentiment de nostalgie déjà entendu plus ample dans l’Andante.

https://www.resmusica.com/2019/01/28/retour-de-paavo-jarvi-devant-lorchestre-de-paris/

Paavo Järvi et Khatia Buniatishvili dans un programme contrasté à la Philharmonie de Paris

ResMusica
Patrick Jézéquel
29.02.2020


Pour ce concert, trois pages symphoniques composent un menu complet et roboratif, parfait pour une veillée hivernale. Avec, aux fourneaux, deux grandes vedettes : Khatia Buniatishvili et Paavo Järvi. Sans oublier le très exact l’Orchestre symphonique de la NHK.

La première œuvre au programme invite à une croisière entre l’Europe et le Japon. Son titre, How Slow the Wind (1991), est en effet tiré par Toru Takemitsu d’un poème d’Emily Dickinson ayant pour cadre l’océan. Cela n’est guère étonnant de la part d’un compositeur très inspiré par Debussy et qui, la même année, dans Quotation of dreams, cite plusieurs fois La Mer, comme une sorte de mantra. Ici aussi, le motif apaisé de sept sons qui ouvre la pièce revient régulièrement, de manière entêtante, passant d’un pupitre à l’autre et chaque fois modifié mais toujours identifiable, telle une vague. Musique raffinée, apaisée et tout à fait maîtrisée par la phalange nippone, qui sait être présente ou devenir transparente dans une palette restreinte, où percent parfois, en arrière-fond, quelques harmonies orientales. L’assurance naturelle de Paavo Järvi, sa décontraction apparente, ne mettent que mieux en évidence la cohérence de son projet. Le plaisir de l’auditeur est extrême.

Changement d’époque, d’esthétique et d’atmosphère avec le Concerto pour piano et orchestre n° 3 (1803) de Ludwig van Beethoven. Est-il vraiment japonais cet orchestre dont les trompettes sont à palettes et allemands les archets de contrebasse ? Quoi qu’il en soit, ce qui saute aux oreilles, c’est sa rondeur ainsi que sa ductilité sous la baguette du chef. Avant même de poser les mains sur le clavier, Khatia Buniatishvili vibre aux accents virils de cet ensemble de premier ordre. Et puis elle réexpose le premier thème avec une fougue digne de Martha Argerich. Mais la comparaison s’arrête là, car la connaissance parfaite de la partition ne cache pas une certaine superficialité ni quelques imperfections çà et là, en particulier des fins de phrases à peine audibles. Ici encore, la pensée de Järvi innerve l’œuvre, ce qui se sent notamment dans le parfait équilibre entre le piano et la masse sonore de l’orchestre. La soliste est à son meilleur dans le dernier mouvement, le plus énergique des trois.

Après l’entracte vient la Symphonie n° 7 en mi majeur (1883) d’Anton Bruckner. Cette fois encore, il suffit de fermer les yeux pour entendre un orchestre allemand, si habile à passer d’un climat à l’autre, tel un randonneur alpin tour à tour trempé par la pluie, séché au soleil ou disparaissant dans la brume. La preuve ? La présence quasi physique du fantôme Wagner, qui hante cette musique en forme d’hommage funèbre. Œuvre magnifique, qui peut paraître un peu longue, principalement à cause du quatrième mouvement, plus abstrait et plus bavard, comme s’il cherchait une issue à son propos. L’orchestre répond parfaitement au maestro, rayonnant d’intelligence.

Un ­beau moment, sans faute de goût aucune, et servi dans un espace hors pair : la Grande Salle Pierre-Boulez.

Friday, June 05, 2020

Stärkung durch Musik

ORF-Radiothek
Daniela Knaller
19.05.2020

Der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür ist stilistisch ein Individualist. Davon zeugt seine Orchestermusik. Tüür ist Komponist von neun Symphonien, zehn Konzerten, zahlreichen Kammermusikwerken und einer Oper. Seine 9. Symphonie, die seinem Landsmann Paavo Järvi gewidmet ist und anlässlich des 100. Jahrestages der Estnischen Republik 2018 komponiert wurde, trägt den Titel "Mythos". Nach Ansicht des Komponisten bezieht sich dies auf die Mythen, die über Nationen entstehen und wie sie ihre Unabhängigkeit erlangt haben, und beschäftigt sich auch mit der langen Geschichte der finno-ugrischen Völker.

Tüürs 9. Symphonie und zwei weitere Werke sind jetzt auf der CD "Mythos" erschienen. Aufgenommen wurden sie vom Estonian Festival Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi. Die CD kann man auch als gemeinsames Geschenk für die 25-jährige intensive, kreative Zusammenarbeit von Erkki-Sven Tüür und Paavo Järvi sehen. Talent, Energie und Innovation - so die Philosophie des Orchesters - spürbar auf diesem Album!

Tonhalle-Orchester Zürich: wieder Live-Konzerte mit Paavo Järvi ab 19. Juni

Neue Zürcher Zeitung
Christian Wildhagen
04.06.2020

Musikdirektor Paavo Järvi will in der Tonhalle Maag zwölf «Kurzkonzerte» vor Publikum dirigieren, mit Abstandsregeln und stark reduziertem Platzangebot. Järvi erwartet «eine besondere Erfahrung für uns alle».


Die Abstände dürften noch etwas breiter sein, aber ungefähr so wie auf dieser Probe in der Tonhalle Maag vom Januar 2019 könnte es ab 19. Juni bei den «Kurzkonzerten» des Tonhalle-Orchesters aussehen.


Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich kehren auf die Bühne der Tonhalle Maag zurück. Intendantin Ilona Schmiel und ihr Management-Team haben für die letzten beiden Juniwochen Programme ausgearbeitet, die Auftritte in kleineren Formationen vor Publikum möglich machen sollen.

Dabei sind die Ensembles auf 30 bis 40 Mitwirkende beschränkt. Auch die Publikumsreihen werden mit nur 240 Besucherinnen und Besuchern auf den regulär über 1200 Plätzen deutlich leerer sein als üblich. Dafür sollen die Konzerte jeweils drei Mal gespielt werden, nämlich mittags um 12 Uhr 15 sowie abends um 18 Uhr 30 und um 20 Uhr 30.


Ein Saisonabschluss
«Die Gesundheit unserer Gäste sowie unserer Musikerinnen und Musiker steht an erster Stelle», betonte Ilona Schmiel. Die Konzerte sollen auf dem Ende Mai vorgestellten Schutzkonzept dreier Schweizer Berufsverbände beruhen. Am 19., 20., 25. und 26. Juni werden die Formationen aus dem Orchester deshalb unter Einhaltung von Abstandsregeln und speziellen Schutzmassnahmen je drei Konzerte von rund 40 Minuten Länge und ohne Pause zu Gehör bringen.
«Diese Konzerte werden eine besondere Erfahrung für uns alle sein», erwartet Paavo Järvi, der die unterbrochene Spielzeit mit den nun kurzfristig anberaumten Auftritten auch programmatisch zu einem Ende führen will. Nach Järvis erfolgreichem Einstand mit Jean Sibelius’ «Kullervo»-Sinfonie steht deshalb bei den Abschlusskonzerten wiederum ein Werk des grossen Finnen auf dem Programm, nämlich die Suite «Rakastava» («Der Liebende») op. 14. Ausserdem erklingt die Streicherserenade op. 22 von Antonín Dvořák.


Zum Einheitspreis
Bei den weiteren Kurzkonzerten sollen unter anderem die Bläserserenaden von Dvořák und Richard Strauss zu hören sein, ferner Kompositionen von Paul Dukas (Fanfare zu «La Péri»), Igor Strawinsky (Concerto «Dumbarton Oaks»), Strauss (Orchestersuite op. 60 «Der Bürger als Edelmann») und Witold Lutosławski («Musique funèbre» für Streichorchester) sowie die 2. Sinfonie von Arthur Honegger. Billette werden zu einem Einheitspreis von 45 Franken erhältlich sein. Der Vorverkauf beginnt am 10. Juni um 11 Uhr.


https://www.nzz.ch/feuilleton/tonhalle-orchester-zuerich-gibt-wieder-live-konzerte-ab-19-juni-ld.1559718


Paavo Järvi records Olivier Messiaen in Zurich & Erkki-Sven Tüür in Pärnu & Tallinn

Colin's Column
30.04.2020

Separate releases, that devoted to Messiaen (recorded in January & April last year) was timed to coincide with Paavo Järvi taking up the reins of the venerable Tonhalle-Orchester Zürich last October. If Messiaen’s music isn’t an obvious introduction to Järvi in Zurich (not being obvious is good though) then this collection of early and late Messiaen (1908-92) is a vivid demonstration of what this conductor and orchestra can achieve together (a Tchaikovsky cycle is on the cards). The first Messiaen track is also an audiophile winner, for the explosion of energy and angularity that is Le Tombeau resplendíssant (1931) reaches the ear without any inhibition, and the playing is fully charged and virtuosic, sensitive too in the serene if intense section (from 4’30), the latter featuring some notable woodwind contributions. Also from the early-1930s are Les Offrandes oubliées and L’Ascension, both brought off with sympathy and togetherness; in the latter the gleaming brass and rich-sounding strings are a further positive feature. From 1989 is Un sourire (A smile), in which Messiaen pays homage to one of his musical gods, Mozart, the piece being a study in calm and clarity, if not forgetting voluble woodwinds and clattering xylophone. One caveat: given Messiaen’s sameness of expression and gesture, despite these compelling performances, it’s best to put some space between each of these pieces. A release to treasure, however – on Alpha Classics 548.

With the youthful Estonian Festival Orchestra, Järvi celebrates the music of his and the players’ countryman Erkki-Sven Tüür (born 1959), another superbly recorded gift. Tüür’s continuous thirty-five-minute Ninth Symphony (Mythos, 2018) is dedicated to Järvi and proves to be of gripping quality, not least through atmosphere, the power of suggestion, and particularly imaginative scoring, a kaleidoscopic soundworld that keeps the ear very busy and gratified. This is music that paints pictures; given the composer offers no programme, although he says there is a narrative, what they are and why will be the preserve of any one listener; or, if you’re like me, there is enough to relish in the thrilling orchestral melee and forceful symphonic development. The other Tüür pieces here – Incantation of Tempest (written for Bamberg) and Sow the Wind… (for Paris) – both date from 2015. The former is short and rhythmic, a blazing concert opener, whereas the latter is a substantial essay in skirling textures and freefall invention that lead to a cataclysmic climax of tsunami proportions, the latter without any feeling of gratuitousness; rather the growth towards it feels organic. Highly recommended on Alpha Classics 595.

Saturday, May 30, 2020

Pärnu Music Festival

Gramophone
29.05.2020

Re-imagined programme to be performed for audiences of 300

Photo: Kaupo Kikkas


The latest summer festival to announce that it will be performing live concerts to an audience is Estonia’s Pärnu Music Festival.

The festival’s 10th anniversary season will still go ahead from July 16-23, albeit with a re-imagined programme, yet to be announced. However, there will be a full week of concerts for an audience of approximately 300, with each concert live-streamed. The focus will be on Estonian artists, both young and established, and music will feature works by Estonian composers Lepo Sumera and Tõnu Kõrvits, including a premiere by the latter. Conducting master-classes will also be streamed live.

‘I am ecstatic that we will be able to celebrate the 10th anniversary of our festival in Pärnu’, said conductor Paavo Järvi. ‘Even though the musical celebrations will be smaller than originally planned, the spirit of Pärnu will compensate one hundred fold and I cannot wait to return to one of my favourite places to be reunited with so many friends on stage.

Saturday, May 23, 2020

L’ECCLÉSIASTE / LE DISQUE DU JOUR

Artalinna
21.05.2020
Jean-Charles Hoffelé


Brahms dirigea la première du Requiem allemand le 10 avril 1868dans le chœur de la Cathédrale de Brême, manquait alors « Wie lieblich sind deine Wohnungen » qu’il ajoutera pour la création au Gewandhaus de Leipzig une année plus tard.

Cent cinquante ans plus tard, Paavo Järvi redonne l’œuvre in situ, comment l’émotion pourrait-elle ne pas être au rendez-vous ? Le stupéfiant travail effectué sur les Symphonies avec la Deutsche Kammerphilharmonie Bremen porte ses fruits, il sculpte en lumière les écritures archaïsantes dont Brahms a sous-tendu la vaste arche de son Requiem, lui donnant un flamboiement dramatique pas entendu depuis le disque génial de Rudolf Kempe à Berlin.

Il faut dire qu’il dispose d’un chœur extraordinaire, les voix du Chœur d’Etat de Lettonie faisant rugir ou envolant les épisodes bibliques qui donnent à l’œuvre son ton prophétique, si bien qu’ainsi on tient une version composée à égalité entre Valdis Tomsons et Paavo Järvi, d’une cohérence implacable, où le verbe anime autant de tableaux vivants : écoutez comme la fugue conclusive de la troisième section danse, rappelant les élans choraux de la Passion selon Saint Jean !

Sur tout cette lumière hanséatique, Valentina Farcas ploie dans son timbre de pêche la longue phrase d’Ihr habt nur Traurigkeit (le souvenir d’Elisabeth Grümmer y passe, à croire qu’elle l’a appris en l’entendant, c’en est troublant, quelle belle voix !), Matthias Goernesoupèse son Herr, lehre doch mich, douloureux jusque dans l’espoir, renouvelant la puissance suggestive de ses interventions dans le disque de Daniel Harding, embrasant le chœur dans Den wir haben hie keine bleibende Statt.

Le cosmos de Selig sind die Toten peut résonner, dans cette claire lumière du grand Nord, orchestre et voix mêlant leurs horizons, euphonie d’air et d’eau irréelle.

LE DISQUE DU JOUR


Johannes Brahms
(1833-1897)
Ein deutsches Requiem,
Op. 45

Valentina Farcas, soprano
Matthias Goerne, baryton
Choeur de l’État de Lettonie(chef de chœur : Valdis Tomsons)
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Paavo Järvi, direction