Thursday, July 24, 2014

Retour gagnant de l'Orchestre de Paris à Aix

LeFigaro.fr
Christian Merlin
08/07/2014

LA CHRONIQUE DE CHRISTIAN MERLIN - Avec l'hommage à Patrice Chéreau, la formation dePaavo Järvi confirme qu'elle a sa place au festival d'art lyrique.
 
Le concert donné par l'Orchestre de Paris au Festival d'Aix a une portée symbolique. Pas seulement parce qu'il s'agissait d'un hommage à Patrice Chéreau, qui a donné dans ce lieu-même avec Elektra, un an avant, son dernier chef-d'oeuvre avant de tirer définitivement sa révérence. Pour l'occasion, Waltraud Meier, qui avait été pour le regretté metteur en scène la Marie de Wozzeck, l'Isolde, et pour finir la Clytemnestre absolue, interprétait les Wesendonk Lieder de Wagner avec une classe et une présence qui, malgré les fêlures d'une voix entrée dans la dernière phase de son parcours, font d'elle un monstre sacré. C'était surtout la consolidation d'un lien entre le premier festival français d'art lyrique et l'Orchestre de Paris.

Un peu d'histoire. Lorsque le rideau se lève pour la première fois au Festival d'Aix, pour le Don
Giovanni inaugural de 1949, l'orchestre présent est la Société des concerts du conservatoire:
l'ancêtre direct de l'Orchestre de Paris. Il y restera une bonne vingtaine d'années. Depuis, les
formations, surtout internationales, ont alterné à Aix sans réel suivi, jusqu'à ce que s'impose l'idée de résidence. Stéphane Lissner fit venir le Philharmonique de Berlin pour le Ring, Bernard Foccroulle se lia au London Symphony Orchestra, puis à l'Orchestre Baroque de Fribourg.
Un triomphe absolu
Au moment du pharaonique (et faramineux) projet d'Elektra mis en scène par Patrice Chéreau et dirigé par Esa-Pekka Salonen, l'un des points culminants de toute l'histoire du Festival, on se mit d'accord sur l'Orchestre de Paris. Foin de langue de bois: avec la conviction très auto-flagellatrice selon laquelle les orchestres français ne sont pas concurrentiels, certains ne cachaient pas leur scepticisme à l'idée de voir nos musiciens s'attaquer à l'un des ouvrages les plus exigeants de tout le répertoire. Ce fut un triomphe absolu. Nous n'étions en rien surpris, puisque, pour les suivre au jour le jour, nous tentions depuis des années d'attirer l'attention sur la forme actuelle de l'OP. La prestation orchestrale fut telle que, en l'absence de tout projet concret d'opéra pour les prochaines éditions, il fut décidé d'ajouter au dernier moment un concert symphonique cet été, sous la baguette du directeur musical Paavo Järvi.
Soyons honnête, ce ne fut pas forcément le meilleur concert de l'année pour notre formation, que l'on avait sentie plus énergique dans une irrésistible Septième de Beethoven à Pleyel voici trois semaines. Cela tient peut-être au programme, bizarrement fagoté. Une pièce contemporaine très prenante de Fabio Vacchi, Dai calanchi di Sabbiuno, belle élégie contemplative, la Suite du Chevalier à la rose, virtuose et claire mais trop carrée, rappelant que Järvi est un chef symphonique et non de théâtre: l'opéra nous manque.
Même sa très belle Cinquième de Tchaïkovski, construite, compacte, sans la moindre trace de
sentimentalisme sirupeux, manquait un peu de souffle tragique, malgré une qualité instrumentale stimulée par le solo de cor impeccable de Benoît de Barsony et l'ardeur entraînante du premier violon Philipppe Aïche. Mais qu'importe. Aujourd'hui, on sait que même un concert un peu moins passionnant de l'Orchestre de Paris ne descend pas en dessous d'un standard d'excellence qui est devenu la norme.
Ce n'est pas si fréquent pour un orchestre français. Du coup, on se prend à rêver. Le Philharmonique de Vienne est l'orchestre du Festival de Salzbourg, le London Philharmonic celui du Festival de Glyndebourne. Un jour peut-être l'Orchestre de Paris en résidence à Aix-en-Provence? En tout cas, rendez-vous pour le Rake's Progress dirigé par Salonen en 2017.

Unheimlich dynamisiert

 klassik.com
Florian Schreiner
27/06/2014

Schumann, Robert - Symphonie Nr. 4
Unheimlich dynamisiert

Label/Verlag: RCA Red Seal

Effektvoll ohne effektheischend zu sein: Diese Folge aus dem aktuellen Schumann-Zyklus der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist der bisherige Höhepunkt der Reihe.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hat mit ihrem Beethoven-Zyklus mächtig Furore gemacht, man könnte fast sagen: Schallplattengeschichte geschrieben. Unter Paavo Järvis Leitung versucht man nun, einen solchen Meilenstein auch auf dem Gebiet der Orchestermusik von Robert Schumann zu setzen. Den bislang erschienenen Folgen nach zu urteilen, dürfte das nicht ganz gelingen, obschon das kammermusikalisch-flexible Spiel dieses exzeptionellen Klangkörpers zu begeistern weiß. Aber Paavo Järv ist zusammen mit dem Orchester dann doch nicht den letzten Schritt gegangen, der mit diesem Ensemble möglich wäre, etwa in der Herausarbeitung des Manischen im Finalsatz der Zweiten Sinfonie. Zudem blieb der Zugriff doch ein wenig zu sehr dem neumodischen Mantra der klanglichen Transparenz verpflichtet, obwohl Schumanns Orchestrierung auf einen differenzierten Mischklang ausgelegt ist, bei dem die Streicher die Bläserfarben decken.

Nun aber, mit vorliegender Einspielung, wird das Bremer Schumann-Projekt weit nach vorn katapultiert. Denn diese Aufnahme ist schlichtweg grandios – und das gilt für alle drei Programmpunkte dieser in Bezug auf die musikalische Faktur durchaus heterogenen Werkzusammenstellung: Die als hybride SACD produzierte Aufnahme beginnt mit dem von Schumann während des Entstehungsprozess noch als ‚Symphonette‘ bezeichneten Dreiteiler 'Ouvertüre, Scherzo und Finale' op. 52, fährt mit dem großartigen Konzertstück für vier Hörner und Orchester op. 86 fort und schließt triumphal mit der Vierten Sinfonie d-Moll op. 120 (in der von Schumann autorisierten Letztfassung 1851/53).

Faszinierend ist an dieser Deutung vor allem, dass sie eine wirkliche Auslegung ist. Im Gegensatz zu der (vor allem im kammerorchestralen Bereich vorherrschenden und an historisch informierte Manierismen anschließenden) Tendenz, Schumann durch eine klassizistische Brille zu sehen und möglichst nur das zu realisieren, was der Notentext faktisch vorgibt, scheuen Järvi und das formidable Orchester nicht davor zurück, die Musik nach eigenen Vorstellungen mit Verve und Überzeugung zu formen. Dazu gehört an vorderster Stelle, selbst kleine musikalische Einheiten zu dynamisieren, d.h. sie durch interpretatorische Mittel wie agogische Differenzierung und feine Lautstärkenabstufungen zu verlebendigen. Das zeigt sich schon in den ersten Takten der 'Ouvertüre', in denen das sehrende Eingangsmotiv von der wild auffahrenden Unterstimmen-Antwort fast überdeutlich abgesetzt wird. Der Musik kommt somit eine fast sprachnahe Direktheit und Prägnanz der Ausdrucksäußerung zu. Die Schärfung der Konturen umfasst neben den genannten interpretatorischen Mitteln auch feine farbliche Hervorhebungen und artikulatorische Kontraste. Nicht zuletzt wird durch diese auf verschiedenen Ebenen hergestellten Plastizität kleiner Einheiten und Einzelstimmen das orchestrale Gewebe auf geradezu kammermusikalisch Weise vitalisiert.

Im Konzertstück für vier Hörner und Orchester sind die exzellenten Solisten (Stefan Dohr, Elke Schulze Höckelmann, Volker Grewel†, Thomas Sonnen) aufgrund des stets weichen Klangs farblich stets mit dem Klangkörper verbunden, wissen aber, wo sie ihre Glanzlichter setzen dürfen (und tun dies freilich mit hörbarer Lust). Das Zusammenspiel der Solisten mit dem Orchester ist trotz der äußerst schmiegsamen Agogik außerordentlich präzise; hier zeigt sich, wie sehr das Orchester kammermusikalische Tugenden pflegt und welche Reaktionsschnelligkeit und Wendigkeit hier herrschen. Man hat den Eindruck, die Musiker säßen alle auf der vorderen Stuhlkante, selbst die innigen Kantilenen sind von einer der Musik unbedingt angemessenen Binnenspannung.

Der Höhepunkt dieser höchst empfehlenswerten Einspielung kommt am Schluss mit der Vierten Sinfonie d-Moll. Hier ist einfach alles am rechten Ort, jede interpretatorische Idee zündet. Mitreißend ist insbesondere die starke Dynamisierung jenes Abschnitts im ersten Satz, den man aufgrund der neuen Thematik eigentlich nicht Durchführung bezeichnen kann. Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie erhöhen bei der punktierten Motivik, die im Finalsatz als Hauptthema wiederaufgenommen wird, leicht das Tempo. Das verleiht dieser Stelle eine ungeheure Energie, die in älteren Aufnahmen der Jahrhundertmitte durch Überpunktierungen erreicht wurde. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen begeistert durchweg mit differenzierten Vibrato-Färbungen in den Streichern und wunderschöner Bläserkolorierung, auch etwa im Trio des Scherzos und im Seitenthema des Finalsatzes. Von der Tontechnik wurde der im Gegensatz zu den ersten Folgen hier auf äußerst angenehme Weise fülligere, weichere und stärker verschmelzende Klang optimal eingefangen. Das trägt wesentlich zu der fulminanten Wirkung dieser Einspielung bei.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert:
Booklet:


http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&RECID=26600&REID=15186

Tuesday, July 08, 2014

Nicholas Angelich and Paavo Järvi bring disciplined and dazzling Brahms to Erato

examiner.com
Stephen Smoliar
07/07/2014
Cover of the recording being discussed
This is an ambitious undertaking, particularly where Opus 15 is concerned. Indeed, there is so much that is so challenging about that concerto that I have to confess that I have yet to listen to a satisfying account of it in concert. Brahms was in his early twenties when he worked on it, albeit with encouragement from Robert Schumann, whom he had just met.Last April Erato released a two-CD set of the two piano concertosby Johannes Brahms, Opus 15 in D minor and Opus 83 in B-flat major. The soloist was the American pianist Nicholas Angelich performing with the Frankfurt Radio Symphony Orchestra (Hessicher Rundfunk Sinfonie Orchester) under the baton of Paavo Järvi. Both concertos were recorded in the Hessicher Rundfunk Sendesaal in Frankfurt, both under studio conditions, rather than before a live audience.

An examination of the score leaves one with the impression that Brahms tried to cram everything he possibly could into it. This may have been because he was so motivated to impress Schumann, but it also could have involved his personal turbulent reaction of Schumann’s attempted suicide in 1854. (Brahms did not complete the concerto until two years after Schumann’s death in 1856.) Whatever the influences may have been, the result was that not only is the soloist confronted with massively thick textures that must be resolved with just the right balance of attention to intense virtuosity and expressive thematic content but also the conductor must deal with similar balancing in sorting out the lush demands that Brahms makes on the orchestral ensemble.

On this recording and in this context, Angelich and Järvi emerge as a perfectly matched coupling of talents. Järvi is confronted with balancing problems from the very opening measure. Nevertheless, he always succeeds in bringing out the significant foreground elements while keeping the background instrumentation in its proper place. (To be fair, he may have had some assistance from Thomas Eschler, the engineer responsible for balancing the microphones in this recording project.) Within this setting Angelich always knows where to situate himself, whether his virtuosos passages are simply there to add texture to the background or he is taking the lead in thematic statement and interplay with other instruments.

Brahms’ close friend, the Viennese surgeon Theodor Billroth, told Brahms, after examining the score for Opus 83, that the relationship of Opus 83 to Opus 15 paralleled the relationship of man to youth. Nevertheless, there are many pianists and conductors who would not dismiss Opus 15 as immature. Angelich and Järvi may be numbered among them, recognizing that ideas pour forth from this concerto with the ferocious intensity of the stone that Moses struck to provide water but also that, in fashioning every last detail of his score, Brahms knew full well how to channel that intensity.

None of these virtues, however, should detract from the enjoyment of Opus 83, the “second half” of this recording. The fact is that Brahms’ expressiveness in this second concerto can be just as vigorous as it was in the first, particularly in his decision to include an Allegro appassionato (with an emphasis on that adjective) immediately on the heels of the fiery conclusion of the first movement. On the other hand the lyric qualities of the Andante movement are more intimate than those of the Adagio for Opus 15. In the later concerto Brahms even has the piano share solo work with a cello, giving the Opus 83 Andante more of a sense of an intimate conversation. That intimacy continues into the concluding Allegro grazioso (again emphasizing the adjective), when, for the first time in the concerto, things take a playful (but always gracious) turn.

Taken as a whole, this collection makes it clear that, even at the beginning of the 21st century, Brahms remains in good hands, both behind the keyboard and wielding the baton.
http://www.examiner.com/article/nicholas-angelich-and-paavo-j-rvi-bring-disciplined-and-dazzling-brahms-to-erato

La dernière ligne droite des chefs

Le Devoir
Christophe Huss
05/07/2014



Paavo Järvi: un retour
Photo : Festival de LanaudièreP aavo Järvi: un retour
Le Festival de Lanaudière 2014 s’ouvrira de manière inusitée, mardi prochain, 8 juillet, avec un concert d’Alain Lefèvre à l’église de L’Assomption.
Les places seront chères ! L’ambassadeur du Festival de Lanaudière, qui avait attiré environ 5000 personnes il y a deux ans à l’Amphithéâtre Fernand-Lindsay pour la création des Préludes de François Dompierre, ouvre mardi le Festival 2014 avec des oeuvres de Bach, de Haydn, de Rachmaninov, de Chopin et de Ravel… dans une église.

Selon nos informations, l’agenda de plus en plus chargé du pianiste, qui revient du Festival de Ravinia et aura en août un grand rendez-vous avec l’Orchestre de Philadelphie à Saratoga, et le calendrier du Festival, désormais repoussé pour permettre à Kent Nagano de venir diriger en août, ne coïncidaient pas mieux que cela. C’est bien dommage, car le programme redoutable et extrêmement solide d’Alain Lefèvre — avec notamment la 2e Sonate de Rachmaninov, les 24 préludes de Chopin etLa valse de Ravel — méritait d’attirer la foule à l’amphithéâtre. Les absents se consoleront dans quelques mois en achetant le disque que Lefèvre enregistrait cette semaine pour Analekta.

Ce que le Festival de Lanaudière appelle lui-même son « ouverture à l’Amphithéâtre »aura lieu un jeudi, le 10 juillet à 19 h 30, et associera l’Orchestre métropolitain et le Cirque Éloise sur « des musiques de Samuel Barber, Camille Saint-Saëns et plusieurs autres ». En première partie, le pianiste Stewart Goodyear jouera le 2e Concerto de Bartók, oeuvre fascinante, mais dont la rudesse percussive risque de surprendre quelques festivaliers. Goodyear reviendra au Festival le 22 juillet à Saint-Sulpice (notez que les concerts dans les églises ont lieu à 20 h et ceux à l’Amphithéâtre à 19 h 30) avec la Sonate opus 1 de Berg, la 5e Suite française de Bach et les Variations Diabellide Beethoven.

La seule pianiste admise en récital à l’Amphithéâtre Fernand-Lindsay sera Beatrice Rana, le 25 juillet, une consécration pour la lauréate du Concours musical international de Montréal 2011. Son programme regroupe la 1re Partita de Bach, la Sonate funèbrede Chopin et la 6e Sonate de Prokofiev, un type de récital que le grand Ivo Pogorelich jouait au même âge au début des années 1980.

Ambitions internationales

C’est surtout dans ses dernières encablures que le Festival 2014 affichera des ambitions internationales, avec le retour du chef Paavo Järvi et de la Deutsche Kammerphilharmonie de Brême. Il est vraiment regrettable que le Festival ait fait officiellement miroiter, en décembre 2013, une intégrale des symphonies de Brahms les 31 juillet, 2 et 3 août qui, finalement, n’aura pas lieu. Il ne reste « que » deux concerts, les samedi 2 et dimanche 3 août, soit les Symphonies nos 1 et 2, programmées en compagnie du Concerto pour piano no 1 avec Lars Vogt et duConcerto pour violon avec Christian Tetzlaff. Les deux concerts de ce tandem qui nous a donné des cycles Beethoven et Schumann inoubliables seront un événement.

Paavo Järvi lancera la dernière ligne droite du Festival, marqué par ses chefs. On y verra Yannick Nézet-Séguin, le mercredi 6 août, diriger des extraits symphoniques de Wagner, l’ouverture Egmont et la 8e Symphonie de Beethoven, puis Kent Nagano et l’OSM les 8 et 9 août, dans un programme Debussy-Ravel et la 2e Symphonie de Gustav Mahler.

Le concert de clôture sera, dimanche 10 août, Carmina burana, bel et bien dans la version orchestrale (et non piano et percussion, comme la présence de l’Ensemble Sixtrum nous l’avait laissé penser et écrire), avec l’Orchestre du Festival, le Choeur Fernand-Lindsay et les Jeunes Voix des Moulins sous la direction de Julien Proulx.

Alain Lefèvre, Beatrice Rana, Dejan Lazic, Kristian Bezuidenhout et Stewart Goodyear seront les pianistes ; Jennifer Koh et Timothy Chooi les violonistes ; Stéphane Tétreault le violoncelliste (dans Don Quichotte de Strauss le 12 juillet) de ce cru 2014.

Le Harlem Dance Theater, l’Ensemble Magellan et le Quatuor Modigliani compléteront le portrait.

À noter que c’est Mathieu Lussier qui remplacera Bernard Labadie le 19 juillet à Lanaudière, alors que le Festival d’opéra de Québec, le 23 juillet, a plutôt opté pour le vénérable musicologue et chef Alan Curtis.
http://www.ledevoir.com/culture/musique/412538/festival-de-lanaudiere-la-derniere-ligne-droite-des-chefs

Wednesday, July 02, 2014

Rheingau Musik Festival: Gelungener Auftakt in Kloster Eberbach

Allgemeine Zeitung
Von Axel Zibulski
30/06/2014 
ELTVILLE - Stumme Demonstranten vor der Klosterstraße, eine sanft gedämpfte Akustik in der Eberbacher Basilika. Und auch musikalisch ging es etwas verhaltener zu als in den Vorjahren: Da hatte das HR-Sinfonieorchester mit seinem vormaligen Chefdirigenten Paavo Järvi gerne nach ganz Großem gegriffen und Sinfonien Gustav Mahlers zur Eröffnung des Rheingau Musik Festivals (RMF) bevorzugt. Jetzt, beim Start in die 27. Festival-Auflage, erklangen dagegen musikalisch kleinteiligere Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Auszüge aus der Schauspielmusik zu „Ein Sommernachtstraum“ sollten im zweiten Teil der beiden Eröffnungskonzerte an den 450. Geburtstag William Shakespeares erinnern – einer der diesjährigen RMF-Schwerpunkte. Zunächst aber reizte Paavo Järvi, bereits im vergangenen Jahr beim HR-Sinfonieorchester auf den Platz des Ehrendirigenten gewechselt, die mild veränderte Akustik der Eberbacher Basilika aus. Unter den Zuschauerstühlen angebrachte Kissen sollen nämlich neuerdings, wie Intendant Michael Herrmann bei der Begrüßung des Publikums versprach, den hallgeprägten Klang des Kirchenraumes abfedern.
Das Tempo, der Drive, die Flüchtigkeit, mit der Järvi Mendelssohns Konzertouvertüre „Das Märchen von der schönen Melusine“ op. 32 spielen ließ, bedeuteten vielleicht noch eine zu große Herausforderung für den derart gemäßigt wattierten Raum. Wobei das aparte Nixen-Stück gar nicht einmal unpassend aufschwamm. Ganz ohne akustische Zugeständnisse ging Paavo Järvi auch Mendelssohns Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 11 an. Das Werk des 15-Jährigen klang hier weit weniger nach dem artigen Klassizismus eines musikalischen Goethe-Günstlings, sondern ziemlich selbstbewusst stürmend und drängend. Und mit seinen Schnitten, Licht- und Lautstärkewechseln, seinen knapp hingeworfenen Themen alles andere als brav. Sonst hätte es Paavo Järvi, der das alles schärfend mit den exzellenten HR-Musikern herausarbeitete, wahrscheinlich auch nicht interessiert.
Protest von Fluglärmgegnern
Ziemlich luxuriös: Für zwei der acht Sätze, die im zweiten Programmteil aus Mendelssohns Schauspielmusik zu „Ein Sommernachtstraum“ op. 61 erklangen, waren die Damen des Estnischen Philharmonischen Kammerchors aus dem fernen Tallinn angereist. Was dazu wohl die 100 Flughafen-Ausbaugegner gesagt hätten, die vor der Klosterzufahrt die anreisenden Besucher mit einem stummen Spalier am Straßenrand empfingen? Nicht gegen das Festival, nicht gegen die Künstler wollten sie demonstrieren, sondern, zum Beispiel, gegen den (abwesenden) Festival-Schirmherrn und hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier oder gegen den Kuratoriums-Vorsitzenden Roland Koch, der das Festival ungestört eröffnen konnte.
Künstlerisch machten die kurzen Elfengesänge freilich Lust darauf, mehr von den estnischen Kammerchor-Sängerinnen zu hören. Rein, klar, luftig und beweglich gestalteten sie ihr kurzes Chorlied, ihr schwereloses knappes Finale, ergänzt von den beiden Sopranistinnen Miah Persson und Golda Schultz. Hier, in der erfrischend farbigen, gerade von den Holzbläsern grandios ausgesponnenen urromantischen Musik Mendelssohns, vermittelten sich am deutlichsten auch die Besserungen der Basilika-Akustik – und zwar bereits in den Eröffnungsakkorden der populären „Sommernachtstraum“-Ouvertüre. Den „Hochzeitsmarsch“ ließ Järvi wunderbar doppelbödig und druckvoll aufjubeln, immer plastisch vermittelte er das bildhafte Kaleidoskop bis hin zu den musikalischen Eselsrufen: Großen, langen Applaus gab es dafür in der ausverkauften Basilika.
 http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/kultur/musik/rheingau-musik-festival-gelungener-auftakt-in-kloster-eberbach_14278318.htm

Sunday, June 29, 2014

V Obecním domě skončil 69. ročník festivalu Pražské jaro

ceskenoviny.cz
Autor:
03/06/2014
Praha - Několikaminutovým uznalým potleskem dnes v Obecním domě skončil koncert Frankfurtského rozhlasového symfonického orchestru. Uzavřel 69. ročník hudebního festivalu Pražské jaro. Za dirigentským pultem v zaplněné Smetanově síni stanul estonský dirigent Paavo Järvi. 
foto Frankfurtský rozhlasový symfonický orchestr vedený estonským dirigentem Paavo Järvim zakončil 3. června ve Smetanově síni Obecního domu v Praze 69. ročník mezinárodního hudebního festivalu Pražské jaro
V sólech Brahmsova Houslového koncertu D dur se s úspěchem představila mladá americká houslistka Hilary Hahnová, která posluchače zaujala svým jemným ale přesným přednesem a přídavkem přednesla Bachovu Sarabandu. Koncert vyvrcholil Dvořákovou Osmou symfonií. Nadšení posluchači si na závěr vytleskali Brahmsův Uherský tanec č. 6.
Festival Pražské jaro začal tradičně 12. května. Prestižního zahajovacího koncertu se Smetanovým cyklem Má vlast se ujala Česká filharmonie s šéfdirigentem Jiřím Bělohlávkem. Největší tuzemská přehlídka klasické hudby pak do dneška nabídla přes pět desítek koncertů, více s českou hudbou od baroka po současnost. Připojila se tak mimo jiné i k mezinárodnímu projektu Rok české hudby, jenž je pro letošek vyhlášen.
Také dirigent Järvi, žák legendárního Leonarda Bernsteina, má k české a zejména Dvořákově hudbě úzký vztah. Jak prozradil na dnešní tiskové konferenci, poslouchal ji od dětství. Do Smetanovy síně se vrátil po mnoha letech, přesně před 20 lety zde vystupoval poprvé s Pražskými symfoniky.
Letošnímu Pražskému jaru se dařilo. Podle prvních odhadů se pořadatelé těší z devadesátiprocentní vyprodanosti, štěstí je provázelo i po organizační stránce. Zrušit se musel jen jeden koncert. Také oslovení hudební kritici nemají k dramaturgii a výkonům interpretů větší výhrady.
Oceňují například vystoupení čínského pianisty Lang Langa a Vídeňské filharmonie, francouzského souboru Les Arts Florissants, britského souboru The Hilliard Ensemble i koncert bamberských symfoniků s litevskou sopranistkou Violetou Urmanovou či německé houslistky Julie Fischerové s hudbou Bohuslava Martinů. K vrcholům řadí i festivalový prolog Sanfranciského symfonického orchestru se šéfdirigentem Michaelem Tilsonem Thomasem. Výzvou pro příští rok je pro pořadatele i pokračování nového projektu Víkend české komorní hudby.
Příští rok zahájí festival poprvé v jeho historii německý orchestr, a to Symfonický orchestr Severoněmeckého rozhlasu z Hamburku. Naopak závěrečný koncert bude patřit Královskému liverpoolskému filharmonickému orchestru. Na Pražské jaro 2015 zavítá například i soubor Bach Collegium Japan se svým zakladatelem Masaaki Suzukim nebo Akademie pro starou hudbu z Berlína a Budapešťský festivalový orchestr s Ivánem Fischerem.
http://magazin.ceskenoviny.cz/zpravy/v-obecnim-dome-skoncil-69-rocnik-festivalu-prazske-jaro/1087129

Tuesday, June 24, 2014

Paavo Järvi, Olli Mustonen et l’Orchestre de Paris - Beethoven revisited - Compte-rendu

Concertclassic.com
Michel Le Naour
June 2014

Entièrement consacré à Beethoven, l’avant-dernier programme de la saison de l’Orchestre de Paris de n’en sort pas moins des sentiers battus. Olli Mustone, artiste connu pour ses prises de position stylistiques très personnelles, est en effet l’interprète du « 6ème » Concerto pour piano en ré majeur de Beethoven, en réalité la transcription du Concerto pour violon réalisée par le compositeur en 1807 à la demande de Muzio Clementi.

Musicien jusqu’au bout des ongles - avec une gestique agitée qui peut déranger - le soliste finlandais a les moyens de sa politique. Son jeu aérien, comme suspendu au-dessus du clavier, n’en demeure pas moins profond (en particulier dans les cadences écrites par Beethoven, d’une difficulté redoutable s’agissant de celle avec accompagnement de timbales de l’Allegro initial). Souple de ligne, recherchant un cantabile proche des cordes, très intériorisé dans le Larghetto et d’une virtuosité emportée dans le final, Mustonen captive l’auditoire par son sens narratif.

Dans la Symphonie n° 7, Paavo Järvi enchaîne les quatre mouvements avec la volonté de faire avancer sans cesse le discours dans des tempos enlevés. Les musiciens de la formation parisienne répondent à cette conception très rythmique, voire véhémente (Allegro con brio final), d’une pulsation constante et d’une puissance très maîtrisée. Un tel traitement à vif sait exalter également les couleurs (bois et vents remarquables dans le Scherzo) avec une respiration savamment dosée.

En début de soirée, l’Ouverture Leonore III connaissait le même traitement orchestral, à la fois nerveux, engagé et d’une belle tension dynamique. Succès assuré et nombreux rappels du public.

Fin de la saison de l’Orchestre de Paris, mercredi 25 juin, avec Sergey Khachatryan et Gianandrea Noseda dans un programme Liszt, Bruch, Respighi.


Michel Le Naour
Michel Le Naour
http://www.concertclassic.com/article/paavo-jarvi-olli-mustonen-et-lorchestre-de-paris-beethoven-revisited-compte-rendu

Monday, June 23, 2014

Paavo Järvi dirigeerib juunis mitmel rahvusvahelisel festivalil

Kultuur.err.ee
Priit Kuusk
22/06/2014

Dirigent Paavo Järvil on juunikuu tavapäraselt pingeline – ta juhatab kuu jooksul kokku tosinat kontserti kolme erineva orkestri ees ja neljal maal, mõnedki neist kavadest kuuluvad mainekate rahvusvaheliste festivalide programmi.
Juunikuu esimesel nädalal dirigeeris Paavo Järvi oma endist Saksa orkestrit Frankfurti Raadio Sümfooniaorkestrit (FRSO) ja viis orkestri kõigepealt välisreisile Tšehhimaale, lõpetama Ida-Euroopa üht mainekamat ja traditsiooniderikkamat festivali „Praha kevad“. See kontsert toimus 3. juunil Praha Smetana-nimelises saalis, kavas vaid kaks suurt klassikateost, Johannes Brahmsi Viiulikontsert kuulsa ameeriklanna Hilary Hahniga solistina ja Antonín Dvořáki VIII sümfoonia. Meenutagem, et läinud suvel esinesid Paavo ja Hilary koos ka Pärnu muusikafestivalil, ja see oli meile suur sündmus.
Tšehhimaalt tuldi tagasi kolmeks kontserdiks Saksamaale, tšehhi klassiku Dvořáki asemel mängiti aga Anton Bruckneri III sümfooniat 1889. aasta versioonis. Kõigil kolmel õhtul oli nüüdki Brahmsi Viiulikontserdi solistiks ameeriklaste viiulitäht Hilary Hahn. Kontserdid toimusid Dresdeni Riigiooperis (ehk Semperoperis) Dresdeni muusikafestivali programmis, seejärel Freiburgi Kontserdimajas ja Mannheimi kontserdisaalis Rosengartenis.
Paavo Järvi tihedasse töögraafikusse oma (või oma endiste) orkestritega ei mahu kuigi sageli esinemisi külalisdirigendina. Londoni kuulus orkester Philharmonia kuulub nende väheste valitute hulka, kus Paavo ikka aegajalt käib. 11.-13. juunil dirigeeris ta nende ees kolmel kontserdil ühte ja sama vene muusika kava: Mihhail Glinka avamäng „Ruslan ja Ljudmila“, Sergei Rahmaninovi III klaverikontsert (solistiks Kirill Gerstein) ja Dmitri Šostakovitši V sümfoonia. Kontserdipaikadeks olid Leicesteri Montfort Hall, Londoni Royal Festival Hall ning Canterbury Marlow Theatre.
Selle kuu esimene töö oma praeguse orkestriga möödus Paavo Järvil just Pariisis. 18. ja 19. juunil oli Orchestre de Paris' kavas orkestri residentsis Salle Pleyelis üleni Ludwig van Beethoven: avamäng „Leonore“ nr 3, tema viiulikontserdi klaveriversioon (solistiks soomlane Olli Mustonen) ning VII sümfoonia. 21. VI mängis orkester üheosalise kava Pariisis muusikafestivalil Louvre'i püramiidis, ettekandel Beethoveni „Leonore“ nr 3 ja Modest Mussorgski „Pildid näituselt“ Maurice Raveli orkestratsioonis, sama teos, mida päev varem dirigeeris ERSO ees Suure-Jaani festivalil Olari Elts. Teatavasti on Mussorgski teose „piltidest“ vähemalt paar pärit just Prantsusmaalt.
Juunikuu lõpus seisab Paavo veelkord Frankfurti RSO ees, ta viib orkestri 28. ja 29. juunil avama Rheingau muusikafestivali Saksamaal, läbinisti Felix Mendelssohni kavas kõlavad Eberbachi kloostri basiilikas kontsertavamäng „Kaunis Melusine“,
seejärel I sümfoonia ning siis võluv „Suveöö unenäo“ muusika, mille avamängu komponeeris imelapsest autor juba 17-aastasena. Solistideks on Golda Schultz (sopran) ja Miah Persson (sopran), kaasa teeb aga ka Eesti Filharmoonia Kammerkoori naiskoosseis. Seekordne avakava pühendatakse William Shakespeare'i 450. sünniaastapäevale. Kontserdid on sündmusena publiku poolt väga oodatud, Paavo on seal juhatanud aastaid festivali avaõhtuid, ja sageli ka lõppkontserti. 29. juuni kontserti on võimalik otse (kell 19) ja hiljem salvestatuna näha ka Arte TV veebilehelt aadressil .
Toimetas
Tõnu Pedaru
http://kultuur.err.ee/v/muusika/70ee9113-b5e7-4b83-8f7e-8b42002739e9

CD DES MONATS: Schumann


Tuesday, June 17, 2014

Philharmonia Orchestra/Paavo Järvi – Ruslan and Ludmilla & Shostakovich 5 – Kirill Gerstein plays Rachmaninov

classicalsource.com
Colin Anderson
12/06/2014

Glinka
Ruslan and Ludmilla – Overture
Rachmaninov
Piano Concerto No.3 in D minor, Op.30
Shostakovich
Symphony No.5 in D minor, Op.47

Kirill Gerstein (piano)
Philharmonia Orchestra
Paavo Järvi
Southbank Centre, London – Royal Festival Hall

It’s not been a good week for conductors associated with the Philharmonia Orchestra. On Wednesday the death was announced of Rafael Frühbeck de Burgos, who gave many concerts with this ensemble and made some classic recordings with it (Carmina Burana and Elijah, for example) and then Lorin Maazel informed us (through his website) that he is curtailing his career for some months ahead.
hus Glinka’s bubbly Overture to his opera Ruslan and Ludmilla was a much-needed bright and breezy tonic, given with quick-pace exuberance and lovely lyrical turns. Although he harried the music just a little at times, Paavo Järvi otherwise ensured bounce and warmth. The Rachmaninov that followed was dispiriting and found Kirill Gerstein messily snatching at phrases, stabbing forcefully at certain notes and loudly riding roughshod over the orchestra in passages where greater equality is required. Järvi and the Philharmonia marshalled themselves well enough but it was a dutiful accompaniment to a pianist who brought negligible shape, feeling, romance, delicacy or fantasy to his part. Really quiet playing was at a premium, the sound he produced from the Steinway was edgy, and the very end was vulgarly hard-pressed, which rather summed up his macho and soulless rendition. Gerstein at least found some of those missing ingredients in his attractive encore, Etude for the Left-Hand (Opus 36) by Felix Blumenfeld (1883-1931), given with greater identity and focus and also with an appealing glitter and suggestiveness.
After the interval, an enthralling outing for Shostakovich 5 in a performance of blazing certainty that made one listen afresh to such a ubiquitous work. Järvi’s thought-through, well prepared and vibrant conducting inspired the Philharmonia to a searing and sensitive response, opening the Symphony in gruffly urgent terms before exposing expressive lacunae and ever-greater clandestine reverie. For all that Järvi went for contrasts, a wide dynamic range and a palette of detail, there was an underlying logic that allowed the first movement to hang together, its private and public utterances, the strutting if sarcastic march and the baleful climax, its aftermath chilly and uncertain. Järvi physically contoured every note of the scherzo’s floor-shaking opening bars, really dug into, militaristically, then mechanistic in the trio, although the clockwork was sometimes broken ironically. The slow movement was tragedy unfolded, given with a fire-and-ice beauty, at points unbelievably rapt, flickering on the faintest of sounds, at others unbelievably intense, flooding the auditorium with huge emotional outpouring. Nigel Black (horn) and Katherine Bryan (flute) once again distinguished themselves, she of ravishing tone. Järvi went straight into the finale, hammering out the opening with deliberation, perfectly timing the accelerando and then investing much meaning into the slower music before grinding up to the falseness of the robotic coda – “our business is rejoicing” – Järvi’s gigantic steps here nearly rivalling Kurt Masur’s totally convincing massiveness; one side of the rouble pacifying Stalin and his acolytes with Shostakovich accepting “just criticism”, and the other side allowing free-thinking individuals to hear the truth about what was really happening at the time.

For all his appointments – directorships in Bremen and Paris, laureate positions in Cincinnati and Frankfurt, and advisory roles in his native Estonia, to which is added Chief Conductor of the NHKSO from the 2015-16 Season – Paavo Järvi seems to be thriving on his workload and certainly his return to the Philharmonia Orchestra in the coming years for a Nielsen Symphony Cycle seems rather enticing.

 
http://classicalsource.com/db_control/db_concert_review.php?id=12057

Paavo Järvi Impresses in Russian Fare with the Philharmonia

Seenandheard-international.com
Claire Seymour
14/06/2014

United Kingdom Glinka, Rachmaninov, Shostakovich: Kirill Gerstein (piano), Philharmonia Orchestra, Paavo Järvi (conductor), Royal Festival Hall, London, 12.6.2014 (CS)
Glinka: Overture, Ruslan and Ludmilla
Rachmaninov: Piano Concerto No.3 in D minor Op.30
Shostakovich: Symphony No.5 in D minor Op.47

Three Russian masterpieces; three very different temperaments.  The composure and controlling vision of conductor Paavo Järvi was the thread that bound this programme by the Philharmonia Orchestra together. 
Glinka’s opera, Ruslan and Ludmilla – which tells of the Princess Ludmilla’s rescue by her beloved Ruslan from the evil clutches of the dwarf Chernomor – had little success at its premiere in 1842, and is still rarely performed, but the overture is a familiar orchestral show-piece.  Even so Järvi’s break-neck tempo seemed designed to push the Philharmonia to their limits.  Yet the players seemed to have little trouble negotiating the virtuosities demanded, and the rhythmic energy of the unison strings’ racing opening established the vigour and dynamism; the full orchestral melody had brilliance, with surging crescendos from the celebratory brass.  In contrast, the cellos’ rich melody was sweet and subtly shaded, reflecting the tenderness of Ruslan’s devotion to Ludmilla.
In Rachmaninov’s Piano Concerto No.3, the Philharmonia was more subdued, however, not quite finding the rich Romanticism required to convey the score’s resounding bravura and its deep soulfulness.  Perhaps Kirill Gerstein’s determinedly expeditious tempo had something to do with it. The immense technical challenges with which the Third Concerto confronts the soloist obviously offered little obstacle to Gerstein who swept through the endurance-testing concerto with astonishing proficiency and ease.  But, at times, Gerstein‘s visual engagement with the orchestra did not seem to be matched by musical collaboration, soloist and orchestra performing together but not always responsively.
The opening of the first movement, Allegro ma non troppo, was appropriately unassuming, contrasting as it does with the more rhetorical beginnings of the composer’s other three piano concerti.  The soloist’s melody, which Rachmaninov reputedly said had ‘written itself’, sang clearly, unfolding lyrically against the quiet pulse of the clarinet, bassoon, horn, timpani, and muted strings; but the interjections of the violins and woodwind, while stylishly phrased, did not truly integrate with the piano’s evolving line.  This ‘duality’ characterised the movement: Järvi created a spaciousness which allowed the woodwind to shine touchingly through, but their voices remained somewhat distant from Gerstein’s urgent progress.  The recapitulation lacked the weightiness that creates a feeling of inevitability, as if it is emerging from some deep fundamental source. Gerstein  raced through the cadenza with astonishing virtuosity and a sense of barely restrained violence, but I felt that some of the passagework was so fast that the sound became somewhat smudged, and I would have liked more grandeur and breadth.
In the Intermezzo: Adagio, however, the strings found a more luxurious sound and the piano’s disruptive interruptions were more true to the spirit of the music.  Järvi was alert to the details as the movement roved through contrasting territories, and there was again some fine playing from the woodwind, especially the first flute (Katherine Bryan) and first horn (Nigel Black); the latter’s controlled, quiet legato was impressive.  Similarly, the well-shaped phrasing of clarinet and bassoon enhanced the light airiness of the waltz-like episode.  Gerstein danced through the dizzying intricacies of the fiendish variations, racing into the concluding Finale: Alla breve and unleashing a torrent of brilliance.   Subsequently, there was delicacy in the rippling piano motifs and outpourings of impassioned melody, as the movement accelerated to an exciting conclusion.
Gerstein confirmed his prodigious technical ability in Felix Blumenfeld’s Etude for the Left Hand, an encore which suggested that he can play more notes with one hand, and with great beauty, than most could manage with two.  This was magnificent alone, but I’d have liked more blend and interchange in the preceding concerto.
Järvi crafted the final work, Shostakovich’s Symphony No.5 in D minor, with discernment and fine judgement of tempi and timbre.  The tense deliberation of the opening jagged rhythm gradually relaxed into the cellos’ rocking motif.  The violin melody was movingly contemplative and as the pace quickened the music expanded warmly into a calm statement of the widely spaced second theme.   Järvi created fluidity as the pace quickened again into the development, giving the clarinet melody (Mark van der Wiel) room to breathe, and then injecting dynamism in the grotesque march-like passage, horns rasping, bass pizzicati pounding, piano thundering.  The accelerando into the conclusion was fearless, culminating in a piercing unison theme.  After the maelstrom, the quiet coda was searching and introspective.
After the pained ruminations of the Moderato, the Allegretto was a welcome, genial respite.  The robustness of the cellos and basses was juxtaposed with the classical clarity of the woodwind – again, there was much superb playing from the latter, and some particularly agile bassoon lines (Amy Harman).  Interjections from the piccolo and pizzicato strings offered a dash of irony; leader Zsolt-Tihamér Visontay’s solo – mimicked by the flute – was insouciant and witty.  Järvi dared to take the pianissimo of the Largo third movement almost to the point of vanishing; as the inside players of the violin desks sustained a translucent thread, the woodwind sang meditatively.  The two episodes for flute and harp, in which Järvi thoughtfully balanced intensity with release, secured the overall structure of the movement.
The concluding Allegro non troppo announced its angry arrival in a pounding onslaught from the brass, suggesting a march to the abyss, and the strings’ extension of this melody created a growing excitement, the momentum of which blossomed into the trumpet’s (Jason Evans) soaring theme.  There were moments of stillness though: the horn’s lyrical melody was calm, and the quiet augmentation of the march melody was contemplative.  But the return of the movement’s first theme triggered an unstoppable drive towards the blazing major key climax, the satisfying conclusion characteristic of the balance between conflict and celebration which Järvi sustained throughout.
 
http://seenandheard-international.com/2014/06/paavo-jarvi-impresses-in-russian-fare-with-the-philharmonia/?doing_wp_cron=1402812700.4743080139160156250000

Paavo Järvi and the Philharmonia Orchestra in Russian masterworks

Bachtrack.com

13/06/2014
****°
Apart from the ethnic origin of their composers, the Russian masterworks on the programme of yesterday evening’s concert at the Royal Festival Hall by the Philharmonia orchestra didn’t appear to have a lot in common.  The overture to Glinka’s opera Ruslan and Ludmilla goes to the root of traditional Russian culture.  In only six minutes, it showcases the heart-thumping rhythm of the Cossack dance and the convoluted romantic folklore of Alexander Pushkin.  Paavo Järvi seemed determined to begin the evening on an upbeat mood, driving the orchestra almost to distraction with a speed requiring the ambition of a Flight-of-the-Bumble-Bee challenger.  In the blink of an eye, his baton changed from rapid forward jabbing to expansive circular sweeps that smoothed the orchestra into the luscious romantic theme.  In between, he gave the woodwinds, especially the flute, plenty of breathing space as well.
Kirill Gerstein © Sasha Gusov
Kirill Gerstein
© Sasha Gusov
It was as if soloist Kirill Gerstein tamed the orchestra into submission in Rachmaninov's Piano Concerto no. 3.  Despite making a low-profile entry as required, he set about unleashing dazzling technical proficiency that seemed to overpower the orchestra, the latter only occasionally creeping in with a whimper for most of the first movement, and the substantial cadenza for the piano only reinforced matters.  Again, Paavo Järvi gave the woodwinds plenty of room to shine, as when the flute, clarinet and horn sailed into a recapitulation of the opening theme following the cadenza.  At times, however, there was a sense of detachment between soloist and orchestra, with either catching up or falling behind the other.
The orchestra began to come into its own in the Intermezzo: Adagio second movement, the winds again leading the charge together with some lush moments from the strings.  By contrast, the elusive dreamy solo parts were not quite dreamy enough.  Soloist and orchestra fed on each other’s jovial mood and sparkled in moments of wistful nostalgia destined to elicit deep sighs from the audience, and the flute and horn flexed their muscles with great effect.  As the pace quickened, soloist and orchestra joined hands to bring the work to a life-affirming and exhilarating finish.  Repeated ovation brought the soloist back for an encore – the Etude for the Left Hand by Felix Blumenfeld, a friend of Rachmaninov.  Mr Gerstein was so adept that I wondered why he would need to play anything else with two hands.
To Soviet apparatchiks, Shostakovich’s biggest sin might have been daring to challenge conventions of artistic probity.  His Symphony No. 5 in D minor is quite possibly atonement for ruffling Stalin’s sensitivities with Lady Macbeth of Mtsensk.  Yet it would be out of character for him to be literal in his apology.  As such, there are discernible underlying morsels of irony and defiance discernible to those who keep an open mind.  Despite a somewhat tentative opening that lacked a sense of nervous questioning, the Philharmonia’s interpretation was tightly wrought and well structured overall.  A combination of superb dynamic control and tempo variation delivered the messages with just the right impact.
After lulling us into a false sense of security with sustained quiescent strings and the gentle flute, the piano broke the tranquillity with pounding low notes, followed by burping low brass in tow.  The brief march was blood-curdlingly trenchant, after which the strings changed their tone to one of anguish, made all the more piquant by the piccolo.  A near-weeping solo violin was left to hold the fort as the first movement finished.
Paavo Järvi © Julia Bayer
Paavo Järvi
© Julia Bayer
The Mahlerian Allegretto second movement revolving around the Ländler, replete with jaunty solo violin and flute, began innocently enough, but flashes of grotesque distortion soon crept in, helped by the bassoon, pizzicato strings and the ever disruptive piccolo.  The Largo third movement was exemplary in control and understatement, at times dwindling to become nearly inaudible, but the lingering flute and clarinet over shivering strings suggested that tears had indeed been suppressed.
The pace picked up in the final movement as the brass pounded its way into a semblance of triumph, only to be deflated by a short horn lament.  The bassoon led the woodwinds and brass in a comeback, paving the way to a last section that seemed to be celebratory but for the persistent staccato strings.  From what I could gather, Paavo Järvi stuck more or less to a tempo much like the standard set by Mravinsky and the Leningrad Philharmonic, so I suspect Shostakovich would approve.
Disparate Russian works spanning a century, held together by a masterful conductor in Paavo Järvi, certainly made for an exciting evening.

http://bachtrack.com/fr_FR/review-philharmonia-russian-masterworks-june-2014