Wednesday, March 28, 2018

Brahms, neu zur Rede gestellt

sn.at
Karl Harb
28.03.2018

Hörabenteuer mit Paavo Järvi und der Deutschen Kammerphilharmonie.



https://www.pressreader.com/austria/salzburger-nachrichten/20180328/281663960559117

Tuesday, March 20, 2018

Schwere Akzente und verschmähte Tragik

wienerzeitung.at
Katharina Hirschmann
20.03.2018

Paavo Järvi mit der Kammerphilharmonie Bremen.


Paavo Järvi, ursprünglich gelernter Schlagwerker, kann seine Herkunft mitunter nicht verheimlichen. Am Montag, dem ersten Abend der Kammerphilharmonie Bremen im Musiverein, merkte man diese Affinität nicht nur einem Programm an, das Haydns Symphonie "Mit dem Paukenwirbel" beinhaltete: Auch der Ansatz des Dirigenten erwies sich hier als rhythmusbasiert. Immer wieder setzt Järvi schwere Akzente, schreitet von Phrase - Pause - zu Phrase - Pause -, gibt den Instrumentalsolisten viel Raum. So entsteht reichlich Schwere, aber leider auch wenig Eleganz.

Es folgt ein Christian Tetzlaff, der virtuos und mit sattem, kernigem Klang im Zentrum einer untypischen Mozart-Exegese steht (Violinkonzert in B-Dur) und, schließlich und endlich, Schuberts Vierte Symphonie, Beiname "die Tragische". Kritiker haben dem Komponisten damals vorgeworfen, viel eher "eine Pathetische" geschaffen zu haben: Er sei mit seinen 19 Jahren noch nicht zu Größerem in der Lage gewesen. Gerade darum braucht dieses Werk eine feine Interpretation, um die Linie zum Pathos nicht zu übertreten. Dass das Stück unter Järvi stellenweise hektisch klingt, gräbt dem tragischen Hauptthema leider das Wasser ab, auch wirken einige Stimmungszeichnung etwas verwirrt. Fazit: Viel Respekt für den zumindest erkennbaren Anspruch dieser Aufführung, zuletzt auch Bravi.

Friday, March 16, 2018

Wiener Juwelen

kreiszeitung.de
16.03.2018

Der Geiger Christian Tetzlaff und der Dirigent Paavo Järvi in Bremen



Bremen - Von Ute Schalz-Laurenze. Als Wolfgang Amadeus Mozart sein erstes Violinkonzert in B-Dur, KV 207, schrieb, war er gerade einmal 16 Jahre alt, hatte aber schon für Mailand „Mitridate“ und „Lucio Silla“ komponiert. Mit enormem Schwung – vielleicht manchmal etwas zu grob und zu laut – spielte jetzt die Deutsche Kammerphilharmonie unter der Leitung von Paavo Järvi das melodienselige Werk.


Christian Tetzlaff ist dabei erwartungsgemäß der ideale Interpret für den anspruchsvoll-virtuosen Solopart, der auch zeigt, wie gut Mozart neben dem Klavier Geige spielen konnte. Mit seinem silbrig-eleganten, aber doch substanzreichen Ton, einer verzaubernden Fülle von Artikulationen und Verzierungen und einem überzeugenden Maß an Rhetorik erinnert Tetzlaff an das heute selten gespielte Werk. Die fünf Mozart-Konzerte hat Tetzlaff schon um 1995 mit der Kammerphilharmonie gespielt, auch jetzt werden weitere Auftritte folgen.


„Wiener Juwelen“ ist das Konzert betitelt. Dabei war Mozart im Jahr 1773 noch gar nicht in Wien, sondern noch Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle. Seine spätere Entscheidung für Wien erlaubt den Titel aber durchaus.

Ganz nach Wien gehört übrigens auch Joseph Haydns Sinfonie Nr. 103 nicht. Der Komponist schreibt sie in und für London. Dennoch passt die Zuordnung zum Titel des Abends, Haydn war in seinen späten Jahren schließlich ein weltberühmter Wiener Komponist. Der Untertitel „Mit dem Paukenwirbel“ reißt die Ideen und den Humor Haydns auf, ein Ton, den die Musiker wunderbar präzise treffen – besonders auch die oft witzigen Verhältnisse zwischen Bläsern und Streichern.

Wirklich wienerisch ist dann die 4. Sinfonie in c-Moll des 16-jährigen Franz Schubert, von dem die österreichische Hauptstadt zeit seines Lebens aber nichts wissen wollte. Weshalb sich der junge Mann an der Größe Beethovens abarbeiten musste. So ganz anders als Beethoven, bei dem der Diskurs im Vordergrund steht, gestaltet Schubert Landschaften, durch die der Hörer mit immer neuen Perspektiven und Atmosphären gleichsam wandert. Wechsel, durch die Järvi das glänzend aufgelegte Orchester behutsam und im letzten Satz getrieben wild steuert.

https://www.kreiszeitung.de/kultur/wiener-juwelen-9700606.html

Tuesday, March 06, 2018

パーヴォ・ヤルヴィ&ドイツ・カンマーフィルによるブラームス交響曲録音第2弾は“交響曲第1番”&“ハイドンの主題による変奏曲”(SACDハイブリッド)

tower.jp
6.03.2018



強靭な精神の輝きと高らかにうたわれる勝利への凱歌。


現在最も刺激的な音楽を生み出し続けているパーヴォ・ヤルヴィとドイツ・カンマーフィル。このコンビの初共演は1995年。そしてパーヴォが芸術監督に就任したのが2014年。それ以来10年を超す年月の蓄積の間にベートーヴェンやシューマンの交響曲全集の録音を世に問い全世界に衝撃と感動を与えてきました。

充実の極みにある彼らが現在新たに取り組んでいるのが「ブラームス・プロジェクト」。ドイツ・ロマン派の精髄ともいえるブラームスを新たな角度で見つめ直すこのプロジェクトは、2014年12月の東京オペラシティでの全曲演奏で本格的にスタートし、世界各地で絶賛を博しています。それと並行して交響曲4曲・セレナード2曲と主要管弦楽曲を収録する4枚シリーズの第2弾が登場。「ベートーヴェンの第10番」とも称された人気曲交響曲第1番、作曲者が技巧の限りを尽くした名曲、ハイドン変奏曲という王道のカップリング。歴史あるヴィースバーデンのホールとベルリンのフンクハウスという会場のサウンドの違いも味わっていただけます。2018年秋に待望の再来日が予定されています。
(ソニーミュージック)
【収録内容】
ブラームス:
1.交響曲第1番 ハ短調 作品68
2.ハイドンの主題による変奏曲 作品56a
【演奏】
パーヴォ・ヤルヴィ(指揮)
ドイツ・カンマーフィルハーモニー・ブレーメン
【録音】
2016年3月21日~23日、25日、ヴィースバーデン、クアハウス(1)
2017年1月2 6日&27日、ベルリン、フンクハウス・ベルリン(2)
(DSDレコーディング)

[プロデューサー]
フィリップ・トラウゴット
[レコーディング・エンジニア]
ジャン=マリー・ゲイセン
[アシスタント・エンジニア&エディティング]
カレル・ブリュッゲマン
[レコーディング&ポスト・プロダクション]
ポリヒムニア・インターナショナ