Thursday, November 16, 2017

Musikalische Zeitdokumente im dritten Konzert der Elbphilharmoniker


unser-luebeck.de
Arndt Voß
15.11.2017


Beethovens „Violinkonzert“, geschätzt heute als ein ganz großer Beitrag zu seiner Gattung, konnte sich nur langsam durchsetzen.

Das Besondere wurde erst weit nach der Wiener Uraufführung 1806 erkannt und positiv bewertet – heute kaum vorstellbar. Nach wie vor nimmt ihr klassischer Ausdruck gefangen, tat es auch im dritten Konzert der Elbphilharmoniker (MuK Lübeck, 11. November 2017), in einer bewundernswerten Wiedergabe, bei der sich Partner trafen, deren Auffassung sich ergänzte.

Als Dirigent stand Paavo Järvi auf dem Pult und inspirierte das Orchester in einer Weise, die den Elbphilharmonikern offensichtlich lag. Der Este, noch Chef beim NHK in Tokio, zugleich künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie in Bremen, hatte eine sehr ruhige, doch bestimmende Art. Seine Gestaltung wirkte durchdacht, niemals pathetisch oder aufgesetzt, war im intensiven Miteinander aufmerksam, aber niemals unterkühlt. Und die Musiker folgten mit selten gehörter Brillanz und innerer Teilnahme.

Und auch Frank Peter Zimmermann als Solist ist ein überzeugender, absolut souveräner Interpret, der seine Stellung als „Artist in Residence“ beim Orchester damit sichtbar machte, dass er den Part der Ersten Violinen nahezu durchgängig mitspielte. Er steigerte so hörbar den intensiven Kontakt zum Orchester und vertiefte gleichzeitig Beethovens Absicht, das Soloinstrument nicht als Prima Donna zu behandeln, sondern ihm eine enge Verbindung zum Orchester zu geben. Immer wieder wandte er sich zudem dem Dirigenten zu, wurde damit Mittler der Interpretation durch den Dirigenten. Der packte im ersten Satz frisch zu, betonte das „Allegro“ in der Tempovorschrift „Allegro ma non troppo“. Dadurch wirkten die Paukenschläge drängender, auch erregender als in manch anderer Interpretation. So wurde besser verständlich, was in das Werk hineininterpretiert wird, dass es Kriegerisches widerspiegelt, die Zeit der Belagerung Wiens durch die Franzosen.



Damit spannte sich ein Bogen zu dem zweiten Stück des Abends, zu Dmitrij Schostakowitschs siebter Sinfonie, die weit direkter und expressiver sich artikuliert. Das gibt der zunächst etwas merkwürdig erscheinenden Zusammenstellung einen inneren Sinn. Zu einem großen Teil 1941 im belagerten Leningrad entstanden, wollte der Komponist ein akustisches Mahnmal gegen brutale Macht setzen. Auch diesem Werk war beschieden, zunächst gründlich verkannt zu werden. Der Missbrauch als Propagandawerk in der Stalin-Ära ist nur ein Aspekt. Auch in späteren Zeiten wurde es selten aufgeführt, weil es allein als Werk kommunistischer Ideologie verstanden wurde, als ein Werk, das durch seine Länge sich zudem schwer vermitteln würde.

Davon konnte in dieser Aufführung keine Rede sein. Das Lübecker Publikum war über die mehr als eineinhalb Stunden gebannt, schon im ersten Satz mit dem klaren Bezug zu Krieg und existentieller Bedrohung. Es schildert in drastischer Manier das Heranrollen einer Militärmaschinerie. Dass es die Hitlers war, macht der Komponist durch ein Thema deutlich, das auch in den Folgesätzen immer wieder melodisch eingewoben wird. Es ist das verzerrte Zitat von Lehárs sekttrunkenem „Da geh ich zu Maxim“, ein markantes Symbol für den eitlen Machthaber, dessen Lieblingsoperette die „Lustige Witwe“ war. Es ist zugleich Ausdruck der sträflichen Verkennung der Lage durch das deutsche Militär, das mal eben Leningrad glaubte einnehmen zu können. Schostakowitsch nutzt dazu Ravels Bolero als Abbild, dessen erotisch explosiver Gestus von Järvi mit dem Orchester atemnehmend eingehalten wird. Die Spannung hielt durch alle Sätze, bis hin zum Finale. Auch ihm gab Järvi eine tiefe Deutung. Oft wird darin eine Hymne auf den Sieg Stalins über Hitler gesehen. Die in einem Durakkord kulminierende Schlusssteigerung verführt dazu. Järvi aber zeigt das Simple solch einer Deutung. Grandios und zugleich schmerzhaft lässt er die sich wiederholende Mollpassage davor sich ausbreiten und stiehlt dem Dur den erlösenden Gestus.

Selten hat man solch einen Beifall gehört.

Fotos: Paavo Järvi 2013 (c) Quincena Musical

http://www.unser-luebeck.de/magazin/musik/rueckblicke/6322-beethovens-violinkonzert-und-schostakowitschs-leningrader-musikalische-zeitdokumente-im-dritten-konzert-der-elbphilharmoniker

NDR Elbphilharmoniker unter Paavo Järvi in subtiler Bestform

welt.de
11.11.2017

Komponisten müssen nicht mit offenen Karten spielen. Schostakowitsch war so ein Meister des Verschleierns. Er legte derart geschickt falsche Fährten, dass Stalins Schergen ihm abnahmen, eigentlich ein ganz braver Sowjet zu sein. Als Paavo Järvi jetzt den gigantischen 80-Minüter der Leningrader Sinfonie mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester zur Aufführung brachte, wirkte der schöne Schein freilich als genau das, was er ist: als ein doppelter Boden, der aus arg dünnem Eis ist. Gustav Mahler sei ein schlechter Ja-Sager gewesen, befand Musikphilosoph Adorno einst mit Blick auf die für ihn wenig glaubhaften Momente der Affirmation in dessen Sinfonik.

Dmitrij Schostakowitsch war womöglich der viel schlechtere Ja-Sager. Wo er im Angesicht der Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht anno 1941 C-Dur-Jubeltöne schreibt, da dröhnt es so gewaltig, dass man ihm keinen Ton glauben mag. Järvi dirigiert solche Stellen mit derart nüchtern ruhiger Hand und klarer Zeichengebung, so wohl disponierend kühlkopfig, dass die Musik so gar nicht schwitzt. Gerade diese kluge Distanz setzt große Fragezeichen hinter manches als plakativ entlarvte sozialistische Idyll – wie im ersten Satz, hinter manch tränenreiche Melancholie – wie im zweiten, oder hinter die volksnahe Lebensfreude – wie im dritten.

Die NDR-Sinfoniker sind in subtiler Bestform, die Blechbläsersalven der „Invasions-Episode“ aber bringen die Elphie an ihre akustischen Grenzen: Da dirigiert Järvi ohne Rücksicht auf Verluste und lässt Posaunen und Trompeten ohrenbetäubend schmerzhaft plärren. Zuvor spielte Frank Peter Zimmermann hübsch kontrastdramaturgisch Beethovens vertracktes Violinkonzert mit dem ihm eigenen noblen Virtuosenton, traumwandlerisch allen Doppelgriff-Unspielbarkeiten trotzend, im Finale in zugespitzter Vitalität und mit einer tollkühnen Kadenz.

Classical CDs Weekly

theartsdesk.com
Graham Rickson
11.11.2017



Brahms: Symphony No. 2, Tragic Overture, Academic Festival OvertureDeutsche Kammerphilharmonie Bremen/Paavo Järvi (RCA)


Paavo Järvi and the Deutsche Kammerphilharmonie’s scintillating Beethoven cycle hasn't received the acclaim it deserves in the UK. Seek it out forthwith, and you'll feel compelled to invest in this first installment of their Brahms cycle. The orchestral sound is still pretty rich, the strings numbering over 30. Wind details emerge without effort, with principal flautist Bettina Wild a stand-out. Flexible tempi allow Järvi to really engage with Brahms's long opening movement; I like the urgency which he brings to the busy music early in the development. Perhaps the trombones could have been recorded with a bit more presence, but that's a minor quibble: the sublime coda is beautifully done. Järvi’s inner movements are exceptional, the Adagio non troppo solemn but fluid, followed by an Allegretto grazioso full of puppyish bounce.


It's capped by a rumbustious, upbeat finale, though Järvi’s players remember to find plenty of mystery in the crepuscular interlude five minutes in. Brahms's brassy coda blazes, the trombones’ D major chord ringing out. As couplings, we're given the Tragic and Academic Festival overtures. The latter gets a stand-out performance, with prominent contrabassoon and tuba. Excellent, in other words: here's hoping that subsequent volumes are as good.

Brahms 2nd with Paavo Järvi and the Kammerphilharmonie Bremen – Outstanding!

musicophilesblog.com
Musicophile
11.11.2017

Brahms

Did I mention I like Brahms? Well to be fair, the subtitle of my blog kind of gives it away.

These are good times for lovers of Brahms symphonies. Only recently Andris Nelsons has released his fantastic cycle of the 4 symphonies with the Boston Symphony Orchestra (see my 5 star review here), now finally Paavo Järvi starts his Brahms cycle with the Kammerphilharmonie Bremen as well.
Paavo Järvi

I really liked his Beethoven cycle with the same orchestra, actually it is among my current references. His Schumann is also great. So obviously I had high hopes for his Brahms.

And I’m not disappointed.

Brahms Symphony No. 2 – Paavo Järvi – Kammerphilharmonie Bremen (RCA 2017)




The 2nd symphony is not my favorite of the four. 1 and 4 are outstanding, 3 is great, and 2 is just nice in my personal classification. Many have described the 2nd as Brahms “Pastorale“. Obviously, there is more to it, but a certain influence in the peaceful moments cannot be completely discarded. That said, , as the booklet also nicely explains, Brahms himself called the work “melancholic” and “sad” and even had the score printed with a black border.

How does Järvi deal with the symphony? The Kammerphilharmonie Bremen, as the name indicates, is a chamber orchestra, so you’d expect a slimmer sound than e.g. with the Berlin Philharmonic.

But don’t expect this to sound like a HIP baroque orchestra, you still get the full color of a symphony orchestra, maybe just not as cinemascope as e.g. the latest Rattle cycle or Nelsons with the BSO. There have been some interesting adaptations, e.g the drums are having goat skin giving them a very particular sound.

Overall, it is very balanced, and nuanced. You get plenty of romanticism though, after all this is Brahms we are talking about. I particularly like the end of the 2nd movement, where

As a “filler”, you get the Tragic Overture and Academic Festival Overture. Both are nice to have, but nothing I´d listen to on a regular basis. There is too much outstanding music elsewhere.

Overall this is one of the best Brahms 2 currently on the market.

My rating: 5 stars

You can find it here (Qobuz) or on many other streaming sites.

If you prefer the original SACD, it is unfortunately very pricey (only found it for $40-60, what’s going on here?)

Rhetorischer Jungbrunnen

swr.de
Christine Lemke-Matwey
3.11.2017




Schlank, transparent, effizient

Die Kammerphilharmonie Bremen wird gerne angeführt, wenn es darum geht, den Luxuslinern unter unseren Sinfonieorchestern – den Wienern, den Berlinern, den Dresdnern oder auch den großen Amerikanern – etwas entgegenzusetzen: Hört her, es muss nicht immer die klangliche Doppelrahmstufe sein (die ist es bei den genannten auch nicht immer), es geht auch schlanker, transparenter, effizienter. Sogar bei Brahms.


Mut zur Deutlichkeit

Geradezu legendär ist ja der Beethoven-Zyklus, den der estnisch-amerikanische Dirigent Paavo Järvi zusammen mit den Bremern vor ein paar Jahren erarbeitet hat, durchsichtig, unprätentiös und fast immer rasant in den Tempi. An diese Erfolgsgeschichte knüpfen die Musiker nun mit Brahms an, und natürlich fragt man sich, geht das überhaupt, braucht Brahms nicht etwas anderes, mehr Körper, mehr Tiefe und Sentiment, ja, Gefühl? Braucht er sicher, gerade in der als „pastoral“ geltenden Zweiten – und Järvi gibt es ihm. Das heißt, ästhetisch bleibt er sich und den Kammerphilharmonikern treu, wieder geht es klanglich transparent zu und geschmeidig in den Tempi, wieder hören die Musiker extrem wach und sehr genau in die Noten hinein, mit Mut zur Deutlichkeit, zur Schärfe auch.


Juvenile Interpretation
Das Ergebnis ist gleichsam ein rhetorischer Jungbrunnen für den „alten“ Brahms, der natürlich niemals nur alt war oder altbacken oder ein verknöcherter Traditionalist. Mit der Musik des Spätromantikers in keiner Richtung ideologisch umzugehen und sich dem Emotionalen darin nicht zu verweigern, das ist, wenn man so will, Järvis Schlüssel zu Brahms. Und der schließt selbst etwas schwerere Schlösser – wie das zur Akademischen Festouvertüre – mit leichter Hand auf – in einer geradezu juvenilen Interpretation der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Paavo Järvi. Zu finden ist sie auf der ersten CD eines geplanten Brahms-Zyklus‘, auf den man sich sicher freuen kann.


CD-Tipp vom 3.11.2017 aus der Sendung „Treffpunkt Klassik – Neue CDs“

Wednesday, November 01, 2017

跟着指挥大师帕沃·雅尔维,在上海之巅探寻贝多芬

newsxmwb.xinmin.cn
朱渊
1.11.2017



图说:帕沃·亚尔顿游上海 官方图

  登上这座城市最高的楼,在湛蓝天空的底色下,俯瞰上海宏伟的全貌,放下指挥棒,用手指勾勒出黄浦江转弯处那道漂亮的弧线……昨日,率不来梅德意志室内爱乐乐团在上海交响乐团音乐厅演出“完全贝多芬”的指挥大师帕沃·雅尔维,忙中偷得半日闲,赶个大早来到上海中心118层观光厅,用眼睛为这座美丽的城市按下快门。在他看来,这座极具融合性的城市如同贝多芬《d小调第九交响曲》中的“合唱”一般,具有打破一切界限的可能。

  谈上海|“多变”上海不断在成长

  虽然这已不是帕沃·雅尔维首度来沪,但几乎每次来演出安排都很紧凑,并没时间好好逛一逛。然而在走马观花的“路过”中,上海依然给雅尔维留下了十分深刻的“多变”形象。雅尔维说:“来中国演出我最多去的是北京和上海。上海十分与众不同,它融合了传统和现代两种风格,并且每次来都能感觉到这座城市在成长。





图说:帕沃·亚尔顿游上海 官方图

  “完全贝多芬”系列,雅尔维和不来梅德意志室内爱乐乐团一起演出了10年,东京首演后,到过圣保罗、萨尔茨堡音乐节、巴黎等地。这是他们首次将“完全贝多芬”带来中国。在与上海交响乐团沟通后,雅尔维决定给上海观众带来一个全新的贝多芬体验。他说:“带‘完全贝多芬’来中国是件很重要的事,我们是把一种欧洲的音乐传统带来中国,演奏给素不相识的中国观众,在这个过程中我们好像成为了朋友。从音乐结束后观众的反馈中,我好像感受到一种由音乐建立的友情,我们好像变成了一个‘贝多芬粉丝团’。”

  让雅尔维选择一首贝多芬的交响曲来形容上海,于他是个难题。他说:“贝多芬《d小调第九交响曲》‘合唱’中蕴含打破一切界限的精神,它很能形容这座城市,但它也带来更加丰富的信息,譬如世界兄弟姐妹的情感是共通的。就像音乐会时,我所感受到的上海乐迷的热情。我相信他们了解贝多芬,也了解他的音乐。

  雅尔维如今常住伦敦,在他看来,伦敦是座拥有丰厚历史的城市,但伦敦的现状却不尽如人意。反倒对上海,只是个“游客”的他,却感觉到这座城市充满活力,发展速度非常快。为将这份活力与一双女儿分享,雅尔维在纪念品区逗留良久,最终挑选了两件黄色印有“上海之巅”英文字样T恤作为礼物。他笑说:“我有两个女儿,一个10岁、一个12岁,平时到哪儿,我都会买纪念T恤送她们。若你们以后看到两个小女孩穿着一模一样的纪念衫,一定这就是我的女儿。”



图说:雅尔维买了纪念T恤给女儿 官方图

  谈音乐|像贝多芬一样演奏贝多芬

  此次带“完全贝多芬”来中国演出,北京站是从“贝一”到“贝九”顺着演,上海站则从“贝九”到“贝一”倒着演。很多人好奇,为什么要做顺时、逆时针的尝试。雅尔维这样比喻:“从一到九,我们如同一点点搭建贝多芬的音乐世界,到《第九交响曲》的时候,就好像我们现在站在上海中心,是上海最高的地方。倒过来演,是新的灵感和尝试,试着在世界追求更高、更快、更强的发展跑道上,把自己慢慢缩小,去寻找最初的源头。这种追根溯源的演出,让我们一起去探寻那个最初始、最本来的贝多芬。”

  演出两晚,不少资深乐迷训练有素的耳朵已灵敏捕捉到,雅尔维指挥棒下的“完全贝多芬”某些段落节奏特别快,演奏风格也和常听的贝多芬不一样。有人猜测他用的乐谱版本与众不同,也有人说这是指挥个人对贝多芬的理解。对此,雅尔维反问:“我倒是想问,贝多芬究竟发生了什么?他是从古典时期走来的音乐家,最初学习的是海顿,后来才在他的音乐中加入了更多的戏剧性,比如‘命运’中命运的敲门声,并在‘贝九’里加入了合唱,这都是贝多芬的创造。”





图说:雅尔维指挥乐队时 网络图

  雅尔维指出,录音工业是从二十世纪才开始的,那些伟大的指挥家们,他们的耳朵当时已被瓦格纳化了。以至于后来,人们在演奏海顿和贝多芬的时候,发出的依旧是被瓦格纳化的音响,“我们处理得很慢、很深厚、很戏剧性。但是要知道,贝多芬从来没有听过瓦格纳,在他的乐谱里,有着很多很清晰的速度标记,后来都被忽略了。”

  “他的速度标记,有些真的很快。有人觉得,那是因为贝多芬聋了,他的节拍器可能有问题。但我觉得这只是一个借口,我们不能把贝多芬演奏得好像晚期浪漫派一样。”故而,雅尔维在乐队编制上做了调整,“乐队编制、声部摆位,都是按照贝多芬当初创作曲子时的要求来。当然还有演奏风格,我们没有那么多俄罗斯风格的揉弦。我们在努力想象,也通过一些资料,去重建贝多芬的音乐逻辑、重回贝多芬创作的时代。”



  雅尔维强调,音乐很重要的一点就是节奏,既然贝多芬已定下了的音乐速度,为什么一直置之不理呢?他所做的一切,不过是尽可能“像贝多芬一样演奏贝多芬”。(新民晚报记者 朱渊)

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