Saturday, May 30, 2015

Orchestre de Paris, Paavo Järvi Andreas Häfliger Klavier

european-news-agency.de
Léonard Wüst
29/5/2015


Luzern [ENA] Konzertreihe Migros - Kulturprozent Klassik im KKL Luzern am Vierwaldstättersee. Orchestre de Paris, Leitung: Paavo Järvi, Solist: Andreas Häfliger, Klavier geplant war das Programm mit Werken von Maurice Ravel, Wolfgang Amadeus Mozart und zum Abschluss Igor Strawinsky.
. Kurzfristig wurde dann aber Claude Debussy`s prélude à l`après – midi d`un faune, anstelle Ravel gespielt. wobei hier gespielt wohl eher eine Untertreibung ist. Ich jedenfalls, kam bisher noch nie den Genuss einer besseren Wiedergabe dieses Oeuvres. sanft, ein bisschen neckisch und vorwitzig zu Beginn die Bläser, von Järvi mit sparsamen Gesten zu den weichen Streichern begleitet und in perfekte Symbiose gebracht, dies alles fast schon auffällig unauffällig. das Publikum jedenfalls hatte das Orchester unter ihrem estnischen Chefdirigenten schon im Sack und erntete dafür auch den gebührenden Applaus. dann hatte der, vor allem in den USA frenetisch gefeierte, Pianist Andreas Häfliger seinen grossen Auftritt.
Mit Mozarts Konzert für Klavier und Orchester Nr. 24 in c – moll KV 491 wählte er ein optimales werk, um seine Einfühlsamkeit und Subtilität unter Beweis zu stellen. Zur Überraschung zelebrierten die Protagonisten dann noch eine Uraufführung von Karol Beffa (*1973), das der junge französische Komponist und Arrangeur, eigens für das orchestre de paris und Andreas Häfliger geschrieben hat. auch mit diesem zeitgenössischen Zusatz Geschenk überzeugten die Künstler voll und ganz und baten den anwesenden Komponisten für einen Extra Applaus ebenfalls auf die Bühne, bevor dann Häfliger bei der geforderten Zugabe sein, natürlich unbestrittenes, perfektes technisches Können nochmals unter Beweis stellte.

So ging man beglückt kurz in die Pause, angeregt diskutierend und schon gespannt, wie das orchestre de paris jetzt den doch furioseren Igor Strawinsky interpretieren würde. Na und wie die das taten, da wurde aus dem sacre du printemps schon mal ein sacre feu du novembre, Strawinsky wie er leibte und lebte, so frisch, wirr und revolutionär wie anfangs des 20. Jahrhunderts, als der Komponist ebenso umstritten, wie gefeiert war. zusammengefasst ein Hochgenuss, sowohl die geschickte Werk Auswahl für das Programm, wie auch die Interpretation desselben.



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