Tuesday, February 04, 2020

Schwärzeste aller Mahlersinfonien

concerti.de
Frank Armbruster
4.02.2020




Das NHK Symphony Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi spielt Mahlers Sechste auf einem technisch extrem hohen Level.



Früher gab es Bruckner- und Mahlerdirigenten – und nur sehr wenige, die sich gleichermaßen beiden Komponisten nahe fühlten. Heute ist das anders. Der Este Paavo Järvi etwa hat mit dem hr-Sinfonieorchester den kompletten Mahler und das meiste von Bruckner eingespielt, und das auf sehr hohem Niveau. Dass es aber offenbar noch besser geht, zeigt Järvi nun mit der Einspielung von Mahlers Sechster mit dem NHK Symphony Orchestra. Nicht nur spielt das Orchester aus Tokio auf einem technisch extrem hohen Level, fabelhaft ist die Homogenität der Klanggruppen. Auch was strukturelle Durchgestaltung und emotionale Dringlichkeit anbelangt, muss man lange suchen, um Vergleichbares zu finden. Järvi trifft den Kern dieser vielleicht schwärzesten aller Mahlersinfonien und bündelt deren divergente Stränge in einem Finale von existenzieller Wucht, bei dem die Hammerschläge wie Detonationen die Welt erschüttern und aus den Angeln heben.


© Kaupo Kikkas


Paavo Järvi

Mahler: Sinfonie Nr. 6 „Tragische“

NHK Symphony Orchestra, Paavo Järvi (Leitung)
RCA
Paavo Järvi

Er hat den Rhythmus im Blut und ist in seinem Dirigierstil dennoch vielmehr eleganter Gentleman als Haudrauf: Paavo Järvi. Als Sohn einer Dirigentenfamilie – Vater Neeme, Onkel Vallo und Bruder Kristjän gehen derselben Berufung nach… weiter


https://www.concerti.de/rezensionen/paavo-jaervi-mahler-sinfonie-6-tragische/

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